Kundenschnittstellen Industrial M (452-904 kWh) IMK120/IMK220/IMK320

Rev. 01 — 30/09/2026

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Name Revision Datum Bemerkung

Christina Zehntner

REV00

25.05.26

Erstellt

Markus Aufschläger

REV00

26.05.26

Freigegeben

Christina Zehntner

REV01

23.09.26

Erstellt

Markus Aufschläger

REV01

30.09.26

Freigegeben

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1. Kundenschnittstellen

Der FENECON Industrial M muss über folgend aufgeführte Schnittstellen mit der Kundenanlage verbunden werden. Die Kabeleinführung erfolgt boden- oder frontseitig über Kabelverschraubungen (Wiska ESKV EN62444).

1.1. Kabeleinführung

Die Kabeleinführung erfolgt boden- oder frontseitig über eine Kabeleinführungsplatte mit den Kabelverschraubungen aus Tabelle 1, s. Anhang A Fundament-Aufstellplan für die genaue Positionierung.

Die Verwendung der Platte ist zwingend notwendig. Durch die Nichtverwendung kann Schmutz und Feuchtigkeit eindringen und die Elektronik beschädigen! Nicht verwendete Kabeldurchführungen müssen mit Blindstopfen verschlossen werden!

Tabelle 1. Kabelverschraubungen in der Kabeleinführungsplatte
Beschreibung Kabel (Beispiel) Kabeldurchführung Klemmbereich Anzahl

Kundenabhängig,
max. Ausbaustufe: 3 x 300 mm2 pro Phase, N und PE,
z. B. NYY-J oder H07RN-F

10065006 EMSKV 50

21 mm bis 35 mm

15

Externe Hilfsversorgung (optional)
(CEE-Stecker bei Auslieferung)

5G16 z. B. H07RN-F
oder
5G10 mit CEE-Stecker
32 A für Lagerung

10065006 EMSKV 50

21 mm bis 35 mm

1

Abschaltung Kunde

2 x 1 z. B. Ölflex Classic
110 BK

10065000 EMSKV 16

4,5 mm bis 10 mm

1

Modbus RTU/externer Zähler

BUS-Kabel für Zähler am NAP

10065000 EMSKV 16

4,5 mm bis 10 mm

1

BMZ Feuer-, Gasalarm und Error

7G1, z. B. Ölflex Classic
110 BK (1119247)

10065002 EMSKV 20

6 mm bis 13 mm

1

Internetanschluss

Ethernet-Kabel oder Glasfaser

10065002 EMSKV 20

6 mm bis 13 mm

1

Externer Schreibzugriff

Ethernet-Kabel für externen Schreibzugriff
(Modbus TCP)

10065002 EMSKV 20

6 mm bis 13 mm

1

1.2. Elektrische Leistungsanbindung

Es sind 2-4 Stück des Wechselrichters KACO gridsave 92 TL3 verbaut. Diese sind AC-seitig über die integrierte NSHV verbunden und werden über den Kompaktleistungsschalter (Siemens 3VA2780-2AC06-4BB1) mit der Kundenanlage verbunden. Der Leistungsschalter verfügt über frontseitige, verbreiterte Hauptanschlüsse mit M12-Bohrungen.

Die Kabeldimensionierung erfolgt abhängig von den projektspezifischen Verlegebedingungen nach entsprechenden Normen. Für den Anschluss müssen VDE-AR-N 4110 und VDE-AR-N 4105 beachtet werden. Die vorhandenen Anschlussmöglichkeiten sind in Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 2. Vorhandene Anschlussmöglichkeiten
Leiter Anschlussstelle Anschlussmittel Anschlussquerschnitt Anzugsdrehmoment

L1, L2, L3

Leistungsschalter

Rohrkabelschuh M12

120 bis 300 mm2
(3 x pro Phase)

40 Nm

N

N-Schiene

Sammelschienenklemme,
z. B. Eaton AKS300 107196

95 bis 300 mm2

30 Nm

PE

PE-Schiene

Sammelschienenklemme,
z. B. Eaton AKS300 107196

95 bis 300 mm2

30 Nm

Bei PE- und N-Leiter sind nicht zwingend die gleichen Querschnitte wie bei den Phasen notwendig. Es reicht auch jeweils der halbe Querschnitt aus. Die Dimensionierung ist gemäß den lokal vorherrschenden Bestimmungen zu wählen! Empfohlene Leitungsquerschnitte sind in Tabelle 3 dargestellt und gelten für Kupferleitungen. Die Querschnitte müssen je nach örtlichen Gegebenheiten (Absicherung, Leitungslänge, Verlegeart, Kabelhäufung, …​) nach entsprechenden Normen berechnet werden.

Tabelle 3. Empfohlene Leitungsquerschnitte bei unterschiedlicher Ausbaustufe
Ausbaustufe Anschlüsse der Versorgung Leiterquerschnitt

Vier Wechselrichter
368 kW/569 A

L1, L2, L3

2 x 300 mm2 oder 3 x 150 mm2

N

1 x 300 mm2 oder 2 x 150 mm2 oder 25 mm2

PE

1 x 300 mm2 oder 2 x 150 mm2

Drei Wechselrichter
276 kW/437 A

L1, L2, L3

2 x 240 mm2 oder 3 x 120 mm2

N

1 x 240 mm2 oder 2 x 120 mm2 oder 25 mm2

PE

1 x 240 mm2 oder 25 mm2

Zwei Wechselrichter
184 kW/305 A

L1, L2, L3

1 x 300 mm2 oder 2 x 120 mm2

N

1 x 150 mm2 oder 1 x 120 mm2 oder 25 mm2

PE

1 x 150 mm2 oder 1 x 120 mm2

Da über den Neutralleiter lediglich der Strom für die Steuerungssysteme (max. 63 A) fließt, kann der Leiterquerschnitt im Vergleich zu den aktiven Leitern geringer ausfallen. Eine Reduzierung auf 25 mm2 muss nach DIN VDE 0100-520 Abschnitt 524.2.3 bewertet werden.

Abbildung 1 zeigt den fertigen Anschluss beispielhaft mit 2 x 300-mm2-Leitungen.

customer interfaces imk power connection
Abbildung 1. Beispielhafter Leistungsanschluss mit 2 x 300-mm2-Leitungen für L1, L2, L3 und 1 x 300-mm2-Leitung für N und PE

1.3. Versorgungsanschluss

Der Steuerschrank des Industrial M wird an der Klemme -X2 über den Leistungsanschluss am Leistungsschalter versorgt. Eine alternative Versorgungsspannung kann kundenseitig bereitgestellt werden. Dazu muss die Brücke zwischen -X1 und -X2 entfernt werden und die kundenseitige Versorgung an -X1 angeschlossen werden. Bei der Erstauslieferung befindet sich ein externer CEE-Stecker an -X1, über den die Klimatisierung während der Lagerung versorgt werden kann. Dieser wird bei Inbetriebnahme entfernt und durch die Brücke von -X1 zu -X2 ersetzt. Die Kabeldurchführung erfolgt boden- oder frontseitig über M50-Kabelverschraubungen. Es wird ein Kabelquerschnitt von 10-16 mm2 empfohlen.

1.4. Erdung und Blitzschutz

Alle Komponenten müssen über die entsprechenden Erdungsfahnen an einen entsprechenden Potentialausgleich angeschlossen werden. Das Gesamtsystem ist in das örtliche Blitzschutzkonzept einzubinden. Der Leistungsanschluss ist standardmäßig mit einem Typ-1- und Typ-2-Überspannungsschutz ausgestattet. Der Anschluss für die Steuerelektronik ist zusätzlich mit einem Typ-1- und Typ-2-Überspannungsschutz ausgestattet. Die energetisch koordinierte Schutzwirkung zum Endgerät ist Typ 1 + Typ 2 + Typ 3.

1.5. Internetanschluss

Das System kann über Lichtwellenleiter (LWL) oder RJ45 an das Internet angeschlossen werden. Dafür muss eine entsprechende Leitung mit SFP+-Adapter an den verbauten Router angeschlossen werden. Die Auswahl hängt von der Länge der Leitung zum Kundenanschluss ab.

1.6. Externe Ansteuerung

Das System kann über eine Modbus-TCP-Verbindung (RJ45) mit dem übergeordneten Steuerungssystem (z. B. EMS, SCADA, Parkregler, etc.) verbunden werden, um Leistungsbefehle zu erhalten.

1.7. BMA-Anschlüsse (optional)

Optional können die Kontakte der Brandmeldeanlage verwendet werden, um beispielsweise auf eine Brandmeldezentrale aufgelegt zu werden. Es stehen drei potenzialfreie Kontakte zur Verfügung (Voralarm, Hauptalarm und Störung), s. Beschreibung in Tabelle 4.

Tabelle 4. Beschreibung der Alarm-Kontakte
Alarmtyp Beschreibung Kontaktart

Gasalarm

Es werden brennbare Gase im Container erkannt und die Belüftung aktiviert.

Potenzialfreier Kontakt (Öffner)

Feueralarm

Es wurde ein Feuer erkannt.

Potenzialfreier Kontakt (Öffner)

Error

Es wurde ein Fehler im Meldesystem erkannt.

Potenzialfreier Kontakt (Öffner)

1.8. Kundenseitige Abschaltung

Eine kundenseitige Abschaltung kann in die Wartungsschalter-Schleife eingebunden werden. Dadurch werden die DC-Schütze und die AC-Schütze in den Wechselrichtern hardwareseitig ausgeschaltet. Der Leistungsschalter in der NSHV bleibt aktiv.

1.9. Externer Zähler

Über eine Modbus-RTU-Schnittstelle kann ein externer Zähler in das EMS eingebunden werden.

2. Anhang

2.1. Anhang A — Fundament — Aufstellplan

base plate site layout 1
base plate site layout 2