Allgemeine Stellungnahme zu Cybersecurity bei FENECON
1. Cybersicherheit als Grundvoraussetzung der Energiewende
Eine erfolgreiche Energiewende auf Basis von 100 % erneuerbaren Energien ist ohne die Digitalisierung des Energiesystems kaum denkbar. Mit den neuen digitalen Möglichkeiten wachsen jedoch auch die Anforderungen an Informationssicherheit, Datenschutz und Systemresilienz. FENECON verankert Cybersecurity deshalb konsequent in seinen Produkten, Prozessen und strategischen Entscheidungen.
2. Warum Cybersicherheit im Energiesektor besonders wichtig ist
Energieversorgung gehört zu den kritischsten Infrastrukturen moderner Gesellschaften. Mit der zunehmenden Vernetzung von Stromspeichern, Wechselrichtern, Energiemanagementsystemen, Wallboxen und Wärmepumpen steigt die Bedeutung von sicheren und robusten Systemarchitekturen.
Die Realität ist, dass Schätzungen zufolge ca. 80 % der in Europa verbauten Wechselrichter aus Ländern kommen, die von der EU als risikobehaftet eingestuft werden. Häufig sind diese Geräte dauerhaft mit Cloud-Services ihrer Herkunftsländer verbunden. Bei mehr als 117 GWp installierter Photovoltaik-Leistung allein in Deutschland entspricht das einer Leistung von ca. 93 GW, also mehr als 50 modernen Atomreaktoren mit jeweils ca. 1,6 GW Leistung.
2.1. Die besonderen Risiken vernetzter Energiesysteme
Wie bei jedem Sicherheitsthema, gibt es auch hier keine 100-%ige Sicherheit; Sicherheitslücken und "Sollbruchstellen" können in jedem beliebigen Bauteil versteckt werden. PV-, Batteriewechselrichter und Energiemanagementsysteme sind aber Schlüsselkomponenten, weil sie drei ungünstige Eigenschaften gleichzeitig vereinen:
- Sie sind massenhaft im Feld
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Millionen identischer Geräte ein erfolgreicher Angriff skaliert massiv.
- Sie sind steuernd, nicht nur messend
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Sie greifen aktiv ins Stromnetz ein (Wirkleistung, Blindleistung, Frequenzstützung, aktives Be-/Entladen).
- Sie sind vernetzt
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Cloud-Anbindung, Fernwartung, APIs, Aggregatoren.
2.2. Marktvergleich: typisches Batteriespeichersystem
Ein marktübliches Batteriespeichersystem — bestehend aus Batteriewechselrichter, BMS und Batteriemodulen — ist wie folgt aufgebaut und nutzt meist die dargestellten Kommunikationseinrichtungen:
(1) BSI-konforme (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Kommunikation und Steuerung über Marktkommunikation, Messstellenbetreiber, Smart-Meter-Gateway-Infrastruktur (SMGW) und FNN Steuerbox:
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Risiko: gering
(2) Dauerhafte, bidirektionale Internetverbindung zur Hersteller-Cloud des Wechselrichter- und/oder BMS-Herstellers:
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Für Live-Monitoring, Firmware-Updates, Fernwartung.
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Erweiterte Optimierungen (Künstliche Intelligenz, Prognose, Fahrplan, etc.) aus der Cloud.
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Risiko: hoch
(3) Hersteller-Clouds sind weitgehend unreguliert, ohne Anforderungen wie KRITIS, ISO 27001, ggf. NIS2, etc.
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Diese Server stehen häufig in China oder den USA oder unterliegen deren Einflussbereich (z. B. Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure)
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Risiko: hoch
(4) Interne Kommunikation zwischen Komponenten, nicht Cloud-Connected:
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Risiko: gering
(5) Passive Komponenten wie Batteriezellen/-module:
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Risiko: gering
Je nach Einsatzzweck oder Systemgröße kommen noch weitere vernetzte Komponenten hinzu. Zum Beispiel Wallboxen und Wärmepumpen im Bereich Heimanwendungen, Hypercharger in der Industrie oder Klimageräte bei Outdoor-Batteriespeichersystemen. Dabei besteht ggf. ein ähnliches Risiko einer Einwirkung auf das Energiesystem, wenn diese mit unregulierten Hersteller-Clouds vernetzt sind.
2.3. Regulatorische Entwicklung und steigende Anforderungen
Die regulatorischen Anforderungen an die Cybersicherheit vernetzter Energiesysteme nehmen europaweit deutlich zu. Mit Regelwerken wie der NIS2-Richtlinie, dem Cyber Resilience Act (CRA), der Radio Equipment Directive (RED), IEC 62443 und ETSI EN 303 645 werden Informationssicherheit, sichere Softwareentwicklung, Schwachstellenmanagement und Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus zunehmend verbindlich geregelt.
Gleichzeitig gewinnen Themen wie digitale Souveränität, resiliente Lieferketten und der Umgang mit kritischen Komponenten an Bedeutung. FENECON begrüßt einheitliche europäische Standards, die Sicherheit, Transparenz, Nachvollziehbarkeit und fairen Wettbewerb fördern und damit das Vertrauen in die digitale Energiewende stärken.
3. FENECON-Prinzip: Cybersecurity by Design
Cybersecurity by Design beschreibt die grundsätzliche Sicherheitsarchitektur von FENECON Stromspeichersystemen. Ziel ist es, potenzielle Angriffsflächen bereits im Design zu minimieren, kritische Funktionen lokal lauffähig auszugestalten und Abhängigkeiten von externen Diensten möglichst gering zu halten.
3.1. Sicherheitsarchitektur der FENECON-Produkte
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SMGW:
Verarbeitung kritischer Netzbefehle (z. B: Dimmung nach § 14 a EnWG, PV-Abregelung nach § 9 EEG) durch das Energiemanagement und Weitergabe an Batteriewechselrichter bzw. weitere SteuVE (Steuerbare Verbrauchseinrichtungen).-
Risiko: gering
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Dauerhafte, bidirektionale Internetverbindung zur FENECON-Cloud:
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Für Live-Monitoring, Firmware-Updates (EMS, aber auch Peripherie wie Wechselrichter und BMS), Fernwartung.
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Separate Verbindungen zu Services von Dritt-Anbietern (z. B. Wetterprognose, Strompreise von ENTSO-E, Tibber, etc.) ermöglichen individuelle Firewall-Freigaben.
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Lokale KI-Modelle für Prognosen und Fahrplan-Optimierung.
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Risiko: mittel
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FENECON-Cloud:
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in ISO 27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland mit deutschem Rechenzentrumsbetreiber; deutsche Gerichtsbarkeit
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Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) und Meldepflichten nach NIS2
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Risiko: mittel
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FEMS (FENECON Energiemanagementsystem):
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als Open-Source-Software gemeinsam mit dem Projekt "OpenEMS — Open Energy Management System" in Deutschland entwickelt und auditierbar.
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Dauerhafte Internetverbindung optional.
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Risiko: mittel
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Interne Kommunikation zwischen nicht Cloud-Connected-Komponenten über physisch getrennte Netzwerke:
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z. B. je nach System separates Ethernet LAN/VLAN oder serielle Kommunikation (RS485)
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Risiko: gering
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Interne Komponenten von Drittanbietern:
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Batteriewechselrichter je nach System von GoodWe (OEM mit angepasster Firmware) oder Siemens/KACO
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Batteriemanagementsystem z. B. von Ampace/CATL/Würth
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Möglicher Angriffsvektor: infizierte Firmware-Updates; Risiko reduziert durch Trennung vom Netzwerk bzw. der Internetverbindung
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Risiko: mittel
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Batteriezellen aus China. Passive Komponenten ohne dauerhafte Internetverbindung:
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Risiko: gering
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3.2. Lokale Kontrolle und resiliente Betriebsfähigkeit
Die Verbindung von Energiespeichersystemen zum Internet ist aus vielen Gründen sinnvoll. Sie ermöglicht aktives Monitoring und Überwachung der Anlage auch außerhalb des lokalen Netzwerks. Außerdem ermöglicht sie die Verbindung zu externen Diensten, z. B. zum Abruf von Strompreisen und eine schnelle Servicierbarkeit durch den Installateur oder Hersteller.
Gleichzeitig bietet genau diese Internetverbindung eben auch Angriffsflächen.
Cybersecurity by Design heißt deshalb, eine Internetverbindung ist immer optional und alle Funktionen müssen - soweit möglich - auch ohne Internetverbindung funktionieren: "Wer offline denkt, denkt auch resistent."
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Reduzierung der Cloud-Anbindungen:
Keine weiteren Komponenten außer dem FENECON Energiemanagementsystem FEMS sind direkt mit dem Internet verbunden. -
Lokale KI-Optimierung und Algorithmen:
Alle Funktionen sind als Fallback grundsätzlich auch ohne (dauerhafte) Internetverbindung verfügbar. Einschränkungen ergeben sich in diesem Fall z. B. bei Erzeugungsprognosen basierend auf der Wettervorhersage und bei Börsenstrompreisen. -
Smart-Meter-Gateway (SMGW):
Der offizielle, BSI-konforme Weg zur Steuerung von SteuVE (Steuerbare Verbrauchseinrichtungen) ist über das SMGW mit FNN-Steuerbox umgesetzt.
3.3. Made in Germany
Als deutsches Unternehmen unterliegen wir dem deutschen Haftungsrecht, deutschen Gerichten und den deutschen und europäischen Verordnungen zur Cybersicherheit (z. B. DSGVO, NIS2, CRA)
In einem Katastrophenfall haben Behörden weitreichende Zugriffsmöglichkeiten auf Unternehmen — diese Verlässlichkeit ist nur bei deutschen Unternehmen praktisch umsetzbar.
Wer bei einem deutschen Hersteller wie FENECON kauft, unterstützt somit nicht nur den Wirtschaftsstandort Deutschland mit lokaler Wertschöpfung, sondern leistet einen direkten Beitrag zur inneren und äußeren Sicherheit und Energiesouveränität.
3.4. Open Source
Die Auditierung von Quellcode (Source Code Audit) ist ein wesentlicher Bestandteil der Nachweisprüfung für Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) nach § 8 a des BSI-Gesetzes (BSIG).
FENECON geht hier einen Schritt weiter: indem wir — gemeinsam mit einer weltweiten Community — OpenEMS als das "Open-Source-Betriebssystem der Energiewende" entwickeln, setzen wir uns maßgeblich für kontinuierliche Verbesserung der Sicherheit der eingesetzten Software ein.
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Closed Source heißt: "Vertraut uns, wir haben nichts eingebaut."
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Open Source heißt: Quellcode ist prüfbar, Sicherheitsfunktionen sind nachvollziehbar, Backdoors sind nicht versteckbar.
OpenEMS ist aber keine Monokultur, sondern so aufgebaut, dass verschiedene Integratoren daraus eigene Lösungen bauen können. Das führt zu Vielfalt bei Herstellern, Hardware und Betriebsmodellen und verhindert die Schaffung eines Single-Point-of-Failure bzw. eines zentralen Angriffspunkts.
"Ist Open Source nicht unsicher?"
Sicherheitslücken entstehen nicht durch Offenheit, sondern durch fehlende Prüfung.
4. Informationssicherheit im Unternehmen FENECON
Als deutscher Hersteller, der seit 2011 im deutschen PV- und Energiemarkt etabliert ist, viel Erfahrung mit ausländischen Komponenten hat, und Open Source in vielen Aspekten lebt, liegt uns Informationssicherheit, Datenschutz und Transparenz sehr am Herzen — nicht nur in den Produkten, sondern auch im Unternehmen.
4.1. Zertifizierung unserer Prozesse und Maßnahmen
Im Rahmen unserer Wachstums- und Professionalisierungsstrategie verfolgen wir aktiv die offizielle Zertifizierung unserer Prozesse und Maßnahmen.
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ISO 9001:2015
TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagement für alle deutschen FENECON-Standorte durch TÜV Süd. (seit 07. Juli 2025) -
ITQ Basisprüfung
Initiierung eines Sicherheitsprozesses mit Auditierung und Prüfbericht durch externen IT-Dienstleister. (seit 11. Juni 2025) -
ISO 27001:2024
Zertifizierung geplant und in Vorbereitung.Beobachtung und Evaluierung zukünftiger relevanter Zertifizierungen im Rahmen des Cyber Resilience Acts (CRA), NIS2 und KRITIS — z. B.
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ETSI EN 303 645 (EU-Standard vernetzte Geräte)
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RED 2014/53 (EU-Standard für Cybersicherheit)
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IEC 62443 (Industrielle Kommunikationsnetze — IT-Sicherheit für Netze und Systeme)
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Cloud-Services
Hosting ausschließlich in Deutschland, auf eigenen Servern und bei einem Hosting-Partner mit ISO-27001-Zertifizierung.
4.2. Unternehmensstrategische Maßnahmen
Die Informationssicherheit ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie von FENECON. Ziel ist es, Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Informationen kontinuierlich zu schützen und Risiken für Kunden, Partner und das Unternehmen zu minimieren.
4.2.1. Verantwortlichkeiten und Governance
Die Gesamtverantwortung für Informationssicherheit liegt bei Stv. Geschäftsführer Stefan Feilmeier, Bachelor Wirtschaftsinformatik, Master Informatik (Embedded Systems).
Zur Umsetzung der Unternehmensstrategie im Bereich Informationssicherheit nutzen wir OKRs (Objectives and Key Results) und eine Delegationsmatrix.
Die Abteilungen (z. B. IT, Qualitätsmanagement, Corporate Governance, Facility Management, Strategie) stellen mit eigenem Personal und gemeinsam mit externen Experten unternehmensübergreifend die langfristige Qualität und Weiterentwicklung sicher.
4.2.2. Basisprüfung ITQ
Die Basisprüfung wurde Anfang 2025 durchgeführt und bildet den Grundstein für das Informationssicherheitsmanagement (ISMS). Die Auditierung inkludierte die Bereiche Geschäftsführung, IT, Digitalisierung & ERP-System, FEMS (FENECON Energiemanagementsystem) und Marketing (z. B. Internetpräsenz).
Die Prüfung umfasst die Punkte IT-Sicherheitsmanagement, Virenschutz, Sicherheit von IT-Systemen, Vernetzung und Internet, VPN & WLAN, Inhaltssicherheit, Sicherheitserfordernisse, Patchmanagement, Passwörter und Verschlüsselung, Notfallvorsorge, Datensicherung, Infrastruktursicherung, Mobile Endgeräte, Lieferantenmanagement, Mobiles Arbeiten und Cloud.
Die im Audit identifizierten Aufgaben wurden an die betroffenen Abteilungen übergeben und werden in einer regelmäßigen IT-Security-Taskforce überwacht.
4.2.3. Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS)
Eine Zertifizierung nach ISO 27001:2024 ist geplant und in Vorbereitung. Die konkreten Arbeiten daran wurden nach dem erfolgreichen Audit zur ISO 9001:2015 im Juni 2025 gestartet. Ein ISMS-Handbuch ist im Aufbau, ein externes Beratungsunternehmen ist beauftragt und Workshops sind terminiert.
4.2.4. Awareness und Schulungen
Über die interne E-Learning-Plattformen FENECON Academy und Sam Secova werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig für Cybersecurity und Datenschutz sensibilisiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt Software- und Hardwareentwicklern, Systemadministratoren und Service-Technikern mit erhöhten Berechtigungen.
4.2.5. Partnerschaften in Forschung & Entwicklung
FENECON arbeitet seit jeher eng mit Universitäten, Forschungsinstituten und Marktbegleitern zusammen. Insbesondere die Zusammenarbeit in der OpenEMS Association e.V. und mit der aktiven Open-Source-Community rund um OpenEMS als Basis des FEMS ermöglicht unabhängige Kontrolle der Softwarequalität und Code-Sicherheit.
4.3. Kontinuierliche Verbesserung statt einmaliger Maßnahmen
Cybersecurity ist kein Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess, der bei FENECON in der Entwicklung fest integriert ist.
Updates für FEMS werden in einem regelmäßigen Turnus von im Regelfall zwei Wochen veröffentlicht.
Wenn Schwachstellen entdeckt werden existieren klare Meldeketten — und organisatorische Möglichkeiten schnell Entwicklungsressourcen für die Schwachstellenbekämpfung bereitzustellen.
FEMS wird von einem eigenen in-house Team aus Softwareentwicklern und DevOps-Ingenieuren in Deutschland entwickelt und betrieben.
Weiterentwicklungen und Fehlerbehebungen sind lückenlos nachvollziehbar über das unternehmensweite Aufgabenmanagement und die Versionierung des Quellcodes, eindeutige Markierung von Release-Versionen und verständliche Changelogs.
Somit wird sichergestellt, dass identifizierte Sicherheitslücken zeitnah geschlossen werden.
5. Fazit: Sichere Energiesysteme für eine resiliente Energiezukunft
Die Energiewende benötigt nicht nur leistungsfähige, sondern auch sichere, transparente und kontrollierbare Systeme. Cybersecurity, Datenschutz, Resilienz und digitale Souveränität sind hierfür wesentliche Voraussetzungen.
Plakativ formuliert: "Wer die Technik nicht baut, kontrolliert sie auch nicht."
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Wechselrichter und Batterien sind keine einfachen Elektrogeräte, sondern Teil der kritischen Infrastruktur.
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Wenn Software, Firmware, Update-Server nicht unter europäischem Recht stehen, herrscht keine echte Kontrolle.
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Ein Markt mit 80 % Importabhängigkeit bei kritischer Technik ist kein Wettbewerb, sondern ein potenzielles Risiko.
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Monokulturen sind: billig im Einkauf — teuer im Krisenfall.
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Kein deutsches Stromnetz darf von ausländischen Servern abhängen.
Wie bei jedem Sicherheitsthema gibt es auch keine 100-%ige Sicherheit; Sicherheitslücken und "Sollbruchstellen" können in jedem beliebigen Bauteil versteckt werden. Keine Norm, kein Standard und keine Zertifizierung wird je vollständige Sicherheit garantieren. FENECON setzt auf Transparenz (als Unternehmen und in den Produkten), regelmäßige Updates, lokale Kontrolle und Made in Germany um Risiken für Endnutzer, Installateure, das Stromnetz und die Gesellschaft möglichst gering zu halten.
Aktualisiert am 14.08.2026.