Konfigurationsanleitung — KOSTAL PV-Wechselrichter

1. Einleitung

Handbuch 2026.9.1

Diese Anleitung dient der Konfiguration der folgenden KOSTAL PV-Wechselrichter zur Einbindung ins FEMS:

  • PLENTICORE plus 3.0 - 10.0

  • PIKO IQ 3.0 - 10.0

  • PIKO CI 30 - 60

2. Voraussetzungen

Nur KOSTAL Wechselrichter der in der Einleitung genannten Modellreihen mit mindestens folgenden Firmware-Versionen werden unterstützt:

  • PLENTICORE plus

    • UI-Version: 01.18.05255 oder höher

    • MC-Version: 01.47 oder höher

    • IOC-Version: 01.45 oder höher

    • HW-Version: 0101 oder höher

  • PIKO IQ

    • UI-Version: 01.21.06586 oder höher

    • MC-Version: 01.60 oder höher

    • IOC-Version: 01.60 oder höher

    • HW-Version: 0100 oder höher

  • PIKO CI

    • Neueste Firmware (mindestens V3.10 - 2022.11.04), s. hier

Die SW-Versionen des Geräts können Sie über Info auslesen

Kostal Info
Abbildung 1. KOSTAL Weboberfläche - Info

3. Konfiguration per KOSTAL-Webinterface

Vor der Integration des Wechselrichters ins FEMS sollten Sie sicherstellen, dass alle notwendigen Vorbereitungen getroffen wurden.

Hierzu zählt die Konfiguration des Wechselrichters per Webinterface.

Zur Einbindung an das FEMS konfigurieren Sie bitte das Gerät über die Weboberfläche. Diese können Sie durch Aufruf der IP-Adresse des Wechselrichters im Browser erreichen. Wir empfehlen die Vergabe der IP-Adresse in der Inbetriebnahme des Geräts auf "Automatisch" zu setzen.

Um die Weboberfläche erreichen zu können, muss sich Ihr PC/Notebook/Smartphone im selben Netzwerk wie der Wechselrichter befinden.

3.1. Netzwerk

  1. Einstellungen  Netzwerk

Kostal Netzwerk
Abbildung 2. KOSTAL Weboberfläche - Einstellungen - Netzwerk
  1. Nehmen Sie hier die folgenden Einstellungen vor:

    • IPv4-Adresse automatisch beziehen

Kostal Netzwerk Detail
Abbildung 3. KOSTAL Weboberfläche - Einstellungen - Netzwerk

Wir empfehlen, in den Einstellungen des Routers, DHCP für den Wechselrichter zu deaktivieren, sodass dieser stets die gleiche IP-Adresse behält.

3.2. Ping-Test

Um die Konfiguration zu testen, empfehlen wir, den Wechselrichter im lokalen Kundennetzwerk anzupingen.

In dem Beispiel unten verwendet der Wechselrichter die Adresse 192.168.178.59.

Kostal Pingtest
Abbildung 4. KOSTAL Ping-Test

Ist der Wechselrichter nicht über Ping erreichbar, überprüfen Sie bitte die Netzwerk-Einstellungen.

3.3. Modbus

  1. Einstellungen  Modbus/Sunspec (TCP)

Kostal Web 1
Abbildung 5. KOSTAL Weboberfläche - Einstellungen - Modbus
  1. Nehmen Sie hier die folgenden Einstellungen vor:

    • Modbus aktivieren

    • Bytereihenfolge → big-endian (ABCD) Sunspec

    • Modbus Port → 1502

    • Unit Id: 71

Kostal Web 2
Abbildung 6. KOSTAL Weboberfläche - Modbus/Sunspec (TCP)

4. Einbinden des PV-Wechselrichters ins FEMS

Nachdem Sie die Einstellungen am PV-Wechselrichter vorgenommen haben, können Sie diesen ins FEMS einbinden.

Bereiten Sie die FEMS-App-Installation nach folgender Anleitung vor:

Nach der Key-Eingabe sehen Sie folgenden Bildschirm:

FEMS — Installation — PV-Wechselrichter

Die Eingabefelder sind teils vorausgefüllt.

Der Alias ist der Name, unter dem der PV-Wechselrichter im FEMS angezeigt wird. Dieser kann frei, sollte aber sinnvoll vergeben werden.

Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

  1. Prüfen Sie die IP-Adresse. Diese erhalten Sie entweder in der Weboberfläche des jeweiligen PV-Wechselrichters oder aus der Übersicht der im Router (z. B. Fritz!Box) registrierten Geräte. Passen Sie die IP-Adresse ggf. an, sodass diese übereinstimmen.

  2. Der Port sollte dem Standard entsprechend auf 502 eingestellt sein.

  3. Bei der Modbus Unit-ID muss, sofern zuvor ein Wert im PV-Wechselrichter-Webinterface eingestellt wurde, die Zahl 123 zu diesem Wert addiert werden. Tragen Sie dieses Ergebnis als Modbus Unit-ID im FEMS ein.

  4. Zuletzt geben Sie an, welche Phase(n) an den PV-Wechselrichter angeschlossen ist/sind.

Schließen Sie die Installation per APP INSTALLIEREN ab.

Die Integration des PV-Wechselrichters ins FEMS ist damit abgeschlossen.

Sie finden den integrierten PV-Wechselrichter anschließend als Untermenüpunkt der Erzeugung in der FENECON App.