FENECON Commercial 30 - Montage- und Serviceanleitung

1. Informationen zu dieser Anleitung

Das Personal muss diese Montage- und Serviceanleitung vor Beginn aller Arbeiten sorgfältig gelesen und verstanden haben.

1.1. Formelles zur Montage- und Serviceanleitung

© FENECON GmbH, 2021

Alle Rechte vorbehalten

Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung der Firma FENECON GmbH gestattet.

1.2. Version/Revision

Tabelle 1. Version Revision
Version/ Revision Änderung Datum Name

2021.10.1

Entwurf Ersterstellung

22.10.2021

CE Design

2021.10.2

Überarbeitung Entwurf

30.10.2021

FENECON

2021.11.1

Formatierung angepasst

11.11.2021

FENECON

2022.2.1

Überarbeitung BMS und FEMS Anschlussbox

15.02.2022

FENECON

2022.3.1

Überarbeitung FEMS-Anschlussbox

15.03.2022

FENECON

2022.6.1

Überarbeitung Netztrennstelle

20.06.2022

FENECON

2022.8.1

Submaster BMS Anpassungen

30.08.2022

FENECON

2023.1.1

Anpassungen Batterie, BMS

15.01.2023

FENECON

2023.2.1

Überarbeitung der Anleitung (Anpassungen Format)

27.02.2023

FENECON

1.3. Darstellungskonventionen

Tabelle 2. Darstellungskonventionen
Dieses Symbol kennzeichnet eine unmittelbar drohende Gefahr. Falls diese Gefahr nicht vermieden wird, kann diese zum Tod oder zu schweren Verletzungen führen.
Dieses Symbol kennzeichnet eine mögliche gefährliche Situation. Falls diese gefährliche Situation nicht vermieden wird, kann dies zu leichten oder mäßigen Verletzungen führen.
Dieses Symbol kennzeichnet eine Warnung. Falls diese Warnung nicht beachtet wird, kann dies zu Beschädigung und/oder Zerstörung der Anlage führen.
Dieses Symbol kennzeichnet einen Hinweis. Das Beachten des Hinweises wird empfohlen.
Ergänzende Informationen

1.4. Aufbau von Warnhinweisen

Warnhinweise schützen bei Beachtung vor möglichen Personen- und Sachschäden und stufen durch das Signalwort die Größe der Gefahr ein.

Quelle der Gefahr
Mögliche Folgen bei Nichtbeachtung
- Maßnahmen zur Vermeidung/Verbote

Gefahrenzeichen
Das Gefahrenzeichen kennzeichnet Warnhinweise, die vor Personenschäden warnen.

Quelle der Gefahr
Die Quelle der Gefahr nennt die Ursache der Gefährdung.

Mögliche Folgen bei Nichtbeachtung
Die möglichen Folgen bei Nichtbeachtung des Warnhinweises sind z. B. Quetschungen, Verbrennungen oder andere schwere Verletzungen.

Maßnahmen/Verbote
Unter Maßnahmen/Verbote sind Handlungen aufgeführt, die zur Vermeidung einer Gefährdung erfolgen müssen (z. B. Antrieb stillsetzen) oder die zur Vermeidung einer Gefährdung verboten sind.

1.5. Begriffe und Abkürzungen

Folgende Begriffe und Abkürzungen werden in der Montage- und Serviceanleitung verwendet:

Tabelle 3. Begriffe und Abkürzungen
Begriff/Abkürzung Bedeutung

AC

Alternating Current – Wechselstrom

Batterie-Rack

Offener Stahlschrank, in dem die Batteriemodule und die BMS-Box montiert und installiert sind

BHKW

Blockheizkraftwerk

BMS

Batterie Management System

C30

Commercial 30

DC

Direct Current - Gleichstrom

EMS

Energiemanagement System

EVU

Energieversorgungsunternehmen

FEMS

FENECON Energiemanagement System

IBN

Inbetriebnahme

LiFePo

Lithium-Eisenphosphat (Akkus)

LS-Schalter

Leitungsschutzschalter

NAP

Netzanschlusspunkt

NC

Normally Closed (NC) – Öffner/Ruhekontakt

PE

Schutzleiter

PV

Photovoltaik

RCD

Residual Current Device – Fehlerstrom-Schutzschalter

RTE

Round-trip-Effizienz – Systemwirkungsgrad
Verhältnis der entladenen zur geladenen Energiemenge

SOC

State of Charge – Ladezustand
Die verfügbare Kapazität in einer Batterie, ausgedrückt als Prozentsatz der Nennkapazität.

VDE

Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

Widget

Komponente des Online-Monitoring

WR

Wechselrichter

1.6. Lieferumfang

Tabelle 4. Lieferumfang
Pos. Komponente Anzahl Bemerkung

1

3-Phasen Sensor (ohne Stromwandler)

1

2

FEMS Anschlussbox

1

2.1

C30 Netztrennstelle 100A
(inkl. FEMS Anschlussbox)

1

alternativ/optional

3

Wechselrichter – Sinexcel PWS2-30M-EX

abhängig von der bestellten Kapazität

3.1

Gehäuse für Wechselrichter

1

je Wechselrichter

4

Master BMS-Box

abhängig von der bestellten Kapazität

4.1

Submaster BMS-Box

abhängig von der bestellten Kapazität

5

Batteriemodul – SOL-C12-3,84 kWh

abhängig von der bestellten Kapazität

6

Batterie-Rack groß C-11

abhängig von der bestellten Kapazität

6.1

Batterie-Rack klein C-7

abhängig von der bestellten Kapazität

7

String-Sammelbox

abhängig von der bestellten Kapazität

8

Accessoires-Box

1

Weitere Anleitungen zu Einzelkomponenten des Speichersystems (z.B. Wechselrichter) sind auf der FENECON-Internetseite im Downloadcenter zu finden: https://fenecon.de/files-commercial-30/ .

2. Sicherheit

2.1. Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Stromspeichersystem dient dem Speichern von elektrischer Energie in wiederaufladbaren Lithium-Eisenphosphat-Batteriemodulen (Beladen) und dem Bereitstellen von elektrischer Energie (Entladen). Dieser Be- und Entladeprozess erfolgt über einen angeschlossenen Wechselrichter. Alle Prozesse des Stromspeichersystems werden durch das FEMS überwacht und gesteuert.

Über entsprechende technische Anpassungen kann eine Notstromfunktion bereitgestellt werden.

Die Anlage darf nur unter Einhaltung der zulässigen technischen Daten (siehe Kapitel Technische Daten) verwendet werden.

2.2. Qualifikation des Personals

Die Installation und Wartung der Anlage darf nur qualifiziertes Personal durchführen.

2.2.1. Elektro-Fachpersonal

Zu Elektro-Fachpersonal zählen Personen, die

  • aufgrund Ihrer fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen und Bestimmungen in der Lage sind, Arbeiten an elektrischen Anlagen auszuführen.

  • vom Betreiber zum Ausführen von Arbeiten an elektrischen Anlagen und Ausrüstungen des Batteriesystems beauftragt und geschult worden sind.

  • mit der Funktionsweise des Batteriesystems vertraut sind.

  • auftretende Gefährdungen erkennen und diese durch geeignete Schutzmaßnahmen verhindern können.

2.2.2. Servicepersonal

Zum Servicepersonal zählt Herstellerpersonal oder durch die FENECON GmbH unterwiesenes und autorisiertes Fachpersonal, welches für Arbeiten an der Anlage (z. B. Montage, Reparatur, Wartung, Tätigkeiten an den Batterien etc.) durch den Betreiber angefordert werden muss.

2.3. Sicherheitshinweise

2.3.1. Allgemein zum FENECON Commercial 30 Speichersystem

  • Die Batteriemodule dürfen nur von Servicepersonal ausgebaut oder gewechselt und durch einen Gefahrentransport transportiert werden.

  • Beim Transport der Batteriemodule müssen die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen beachtet werden (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG)).

  • Das Stromspeichersystem darf nur unter den bestimmten Lade- / Entladebedingungen benutzt werden (vgl. Kapitel Technische Daten).

  • Die Batteriemodule nur bestimmungsgemäß verwenden. Die nicht bestimmungsgemäße Verwendung kann zu Überhitzung, Explosion oder Brand der Batteriemodule führen.

  • Das Stromspeichersystem nicht in Wasser eintauchen, befeuchten oder mit nassen Händen berühren.

  • Abstand zu Wasserquellen halten.

  • Die Batteriemodule nicht quetschen, werfen, fallen lassen oder versuchen zu öffnen.

  • Das heruntergefallene Batteriemodul sofort ausschalten und nicht mehr verwenden.

  • Änderungen an den Batteriemodulen sind verboten.

  • Die Batteriemodule an kühlen Orten aufstellen/lagern.

  • Die Batteriemodule nicht mehr verwenden, wenn während der Montage, des Ladens, des normalen Betriebs und/oder der Lagerung Farbveränderungen oder mechanische Schäden festgestellt werden.

  • Das Stromspeichersystem von Kindern und Tieren fernhalten.

  • Augen- und Hautkontakt mit ausgetretener Elektrolytlösung muss vermieden werden. Nach dem Kontakt von Augen oder Haut muss sofort mit Wasser gespült/gereinigt und ein Arzt aufgesucht werden. Durch verspätete Behandlung können schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursacht werden.

  • Die Steckkontakte der BMS-Box nicht umgekehrt anschließen.

  • Die Batteriemodule nicht kurzschließen.

  • Die Batteriemodulstecker (+) und (-) nicht direkt mit einem Draht oder einem metallischen Gegenstand (z. B. Metallkette, Haarnadel) berühren. Bei Kurzschluss kann übermäßig Strom erzeugt werden, der zu Überhitzung, Explosion oder Brand der Batteriemodule führen kann.

  • Keine mechanische Gewalt auf die Batteriemodule einwirken lassen. Die Batteriemodule können beschädigt werden und es kann zu Kurzschlüssen kommen, was zu Überhitzung, Explosion oder Brand der Batteriemodule führen kann.

  • Es dürfen keine Lötarbeiten an den Batteriemodulen durchgeführt werden. Während des Lötens eingebrachte Wärme kann den Isolator und den Mechanismus der Sicherheitsentlüftung beschädigen und zu Überhitzung, Explosion oder Brand der Batteriemodule führen.

  • Die Batteriemodule dürfen nicht zerlegt oder verändert werden. Die Batteriemodule integrieren einen Sicherheitsmechanismus und eine Schutzeinrichtung, deren Beschädigung zu Überhitzung, Explosion und/oder Brand der Batteriemodule führen kann.

  • Ein Batteriemodul, bei dem Gerüche und/oder Temperaturerhöhungen auftreten, das seine Farbe und/oder Form ändert, bei dem Elektrolytlösung austritt oder das andere Anomalien zeigt, ist sofort aus dem Batterie-Rack zu entfernen sonst kann es zu Überhitzung, Explosion und/oder Brand des Batteriemoduls führen.

  • Die Batteriemodule nicht in einem externen Ladegerät beladen.

  • Die Anweisungen zur Installation und zum Betrieb lesen, um Schäden durch fehlerhafte Installation/Bedienung zu vermeiden.

  • Die Batteriemodule können möglicherweise nach längerer Lagerzeit über eine zu geringe Zellspannung verfügen.

  • Die Batteriemodule keinen Hochspannungen aussetzen.

  • Die Batteriemodule auf ebenen Flächen abstellen.

  • Keine Gegenstände auf den Batteriemodulen abstellen.

  • Nicht auf die Batteriemodule treten.

2.3.2. Installation, Betrieb und Wartung

Beim Betrieb oder bei der Wartung der Batteriemodule unbedingt die folgenden Sicherheitshinweise beachten:

  • Die Installations-/Wartungsarbeiten an den Batteriemodulen und die Herstellung der Kabelverbindungen dürfen nur von Fachpersonal (Elektro-Fachpersonal) durchgeführt werden.

  • Bei Montage- und Wartungsarbeiten am Batterie-Rack auf trockene Isoliergegenstände stellen und während der Wartungsarbeiten/des Betriebs keine Metallgegenstände (z. B. Uhren, Ringe und Halsketten) tragen.

  • Isolierte Werkzeuge benutzen und persönliche Schutzausrüstung tragen.

  • Die Batteriemodule können einen Stromschlag und durch Kurzschlussströme Verbrennungen verursachen.

  • Nicht zwei geladene Kontakte mit Potentialdifferenz berühren.

  • Die Batteriespannung mit einem Multimeter messen und sicherstellen, dass die Ausgangsspannung im Aus-Modus 0 V beträgt.

  • Wenn eine Anomalie festgestellt wird, das Batteriemodul sofort ausschalten.

  • Die Wartungsarbeiten erst fortsetzen, nachdem die Ursachen der Störung beseitigt wurden.

2.3.3. Brandschutz

  • Aufgrund der Hitze können Isolationen schmelzen und die Sicherheitsentlüftung beschädigt werden, dies kann zu Überhitzung, Explosion oder Bränden an den Batteriemodulen führen.

  • Die Batteriemodule nicht erhitzen.

  • Die Batteriemodule keinem direkten Sonnenlicht aussetzen.

  • Die Batteriemodule keinem offenen Feuer aussetzen.

  • Den Kontakt der Batteriemodule mit leitfähigen Gegenständen (z. B. Drähten) vermeiden.

  • Die Batteriemodule nicht in der Nähe von offenem Feuer, Heizungen oder Hochtemperaturquellen aufstellen oder benutzen.

  • Die Batteriemodule von Hitze- und Feuerquellen, brennbaren, explosiven und chemischen Materialien fernhalten.

  • Die Batteriemodule aufgrund Explosionsgefahr nicht im Feuer entsorgen.

2.3.4. Lagerung

  • Batteriemodule (Lithium-Eisenphosphat-Batterien) nicht mit brennbaren oder giftigen Gegenständen lagern.

  • Batteriemodule mit Sicherheitsmängeln separat von unbeschädigten Batteriemodulen lagern.

2.3.5. Beladung

  • Den SOC des Batteriemoduls zum Versand über 30% halten und das Batteriemodul aufladen, wenn es länger als 6 Monate (besser schon nach 3 Monaten) gelagert wurde.

  • Wenn das System länger als 12 Monate gelagert wurde, muss es in einen lauffähigen Zustand versetzt werden, so dass Zyklen mit Balancing gefahren werden können. Anschließend kann es wieder verpackt und weiter gelagert werden.

2.4. Piktogramme

Piktogramme an der Anlage weisen auf Gefahren hin. Unleserliche oder fehlende Piktogramme müssen durch neue ersetzt werden.

Tabelle 5. Piktogramme
Piktogramm Bedeutung Position
image013

Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung

Piktogramm am Gehäuse, und Kennzeichnung von Komponenten, bei denen nicht klar zu erkennen ist, dass sie elektrische Betriebsmittel enthalten, die Anlass für ein Risiko durch elektrischen Schlag sein können

image014

Warnung vor ätzenden Stoffen

Auf den Batteriemodulen

image016

Vor Benutzung erden

Im Bereich der Erdungsanschlüsse (z. B am Batterie-Rack)

image018

Getrennte Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten

An den Batteriemodulen

2.5. Betriebsstoffe/Betriebsmittel

2.5.1. Elektrolytlösung der Batteriemodule

  • In den Batteriemodulen (Lithium-Eisenphosphat) wird Elektrolytlösung eingesetzt.

  • Die Elektrolytlösung in den Batteriemodulen ist eine klare Flüssigkeit und hat einen charakteristischen Geruch nach organischen Lösungsmitteln.

  • Die Elektrolytlösung ist brennbar.

  • Die Elektrolytlösung in den Batteriemodulen ist korrosiv.

  • Der Kontakt mit Elektrolytlösung kann zu schweren Verbrennungen der Haut und Schäden an den Augen führen.

  • Die Dämpfe nicht einatmen.

  • Bei Verschlucken der Elektrolytlösung, Erbrechen auslösen.

  • Nach Einatmen der Dämpfe sofort den kontaminierten Bereich verlassen.

  • Nach Berühren mit der Haut gründlich mit Wasser und Seife waschen.

  • Nach Kontakt mit den Augen so schnell wie möglich 15 Minuten mit fließendem Wasser spülen. → Sofort an einen Arzt wenden.

2.5.2. Elektrische Betriebsmittel

  • Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln dürfen nur durch Elektro-Fachpersonal durchgeführt werden.

  • Bei allen Arbeiten an elektrischen Komponenten sind die fünf Sicherheitsregeln einzuhalten:

    1. Freischalten

    2. Gegen Wiedereinschalten sichern

    3. Spannungsfreiheit feststellen

    4. Erden und kurzschließen

    5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

  • Instandhaltungsarbeiten dürfen nur durch unterwiesenes Fachpersonal (Servicepersonal) durchgeführt werden.

  • Vor Beginn von Arbeiten Sichtkontrollen auf Isolier- und Gehäuseschäden durchführen.

  • Die Anlage darf nie mit fehlerhaften oder nicht betriebsbereiten elektrischen Anschlüssen betrieben werden.

  • Um Beschädigungen zu vermeiden, Versorgungsleitungen ohne Quetsch- und Scherstellen verlegen.

  • Zur Instandhaltung dürfen an unisolierten Leitern und Anschlussklemmen nur isolierte Werkzeuge verwendet werden.

  • Schaltschränke (z. B. Gehäuse des Wechselrichters) sind immer verschlossen zu halten. Zugang ist nur autorisiertem Personal mit entsprechender Ausbildung und Sicherheitseinweisung (z. B. Servicepersonal) zu erlauben.

  • Die von den Herstellern angegebenen Inspektions- und Wartungsintervalle für elektrische Komponenten sind einzuhalten.

  • Um Beschädigungen zu vermeiden, Versorgungsleitungen ohne Quetsch- und Scherstellen verlegen.

  • Bei getrennter Stromeinspeisung können besonders gekennzeichnete Fremdstromkreise weiterhin unter Spannung stehen!

  • Manche Betriebsmittel (z. B. Wechselrichter) mit elektrischem Zwischenkreis können nach Freischaltung für eine gewisse Zeit noch gefährliche Restspannungen bevorraten. Vor Arbeitsbeginn an diesen Anlagen ist die Spannungsfreiheit zu prüfen.

2.6. Persönliche Schutzausrüstung

Abhängig von den Arbeiten an der Anlage muss persönliche Schutzausrüstung angelegt werden:

  • Sicherheitsschuhe

  • Schutzhandschuhe, gegebenenfalls schnittfest

  • Schutzbrille

3. Technische Daten

3.1. Allgemein

3.1.1. Installation/Umgebungsbedingungen

Tabelle 6. Technische Daten – Allgemein – Installation/Umgebungsbedingungen
Benennung Wert/Größe

IP-Klassifizierung

IP21

Betriebshöhe über NN

≤ 2.000 m

Arbeitstemperatur Batterie

0 °C bis +40 °C

Aufstell-/Bebtriebstemperatur

0 °C bis +55 °C

Optimale Arbeitstemperatur

+15 °C bis +30 °C

Luftfeuchtigkeit

5 – 95 %

Kühlung

Lüfterlos

3.1.2. Zertifizierung/Richtlinie

Tabelle 7. Technische Daten – Allgemein – Zertifizierung/Richtlinie
Komponente Zertifizierung

Gesamtsystem

CE

Wechselrichter

VDE 4105:2018-11
TOR Erzeuger Typ A V1.0 – OVE-Richtlinie R25
EN 50549-1:2019

Batterie

UN38.3
IEC 62619:2017

3.2. Technische Daten - 3-Phasen-Sensor

image019
Abbildung 1. 3-Phasen-Sensor

Für den 3-Phasen-Sensor gibt es eine separate Installations- und Konfigurationsanleitung, in der die technischen Daten enthalten sind. Diese Anleitung kann auf der FENECON-Internetseite unter:
www.docs.fenecon.de/Zähler_KDK_2PU_CT heruntergeladen werden.

Der mitgelieferte 3-Phasen-Sensor wird für den Netzanschlusspunkt verwendet.

3.3. Technische Daten - FEMS-Anschlussbox

Bei der Notstromvariante wird das FEMS in der C30-Netztrennstelle verbaut. Daher entfällt die FEMS-Anschlussbox in diesem Fall.

Tabelle 8. Technische Daten – FEMS-Anschlussbox
Benennung Wert/Größe

Betriebstemperatur

-20 °C bis +45 °C

Schutzklasse

IP65

Eingangsspannung

100 V – 240 V AC / 1,8 A / 50 Hz – 60 Hz

Kommunikation

LAN; RS485

Breite | Tiefe | Höhe, ca.

315 | 155 | 450 mm

Gewicht, ca.

4 kg

Installation

Wandmontage

3.3.1. Abmessungen

Die Maße sind in mm angegeben.

image021
Abbildung 2. FEMS-Anschlussbox – Abmessungen

3.3.2. Anschlussbelegung

image023
Abbildung 3. FEMS-Anschlussbox – Anschlussbelegung
Tabelle 9. FEMS-Anschlussbox – Anschlussbelegung
Pos. Beschreibung

1

Verbindung zum Master BMS (RJ45) – Anschluss „INTERNAL“

2

Verbindung zum Master BMS – 8-Pin-Stecker (Pin 3 und 4)
weitere Relaisausgänge: Ansteuerung weiterer Verbraucher (z.B. Ladesäule)

3

Kommunikation zum Zähler (RS485)
(siehe separate Anleitung zur Installation und Konfiguration des Zählers)

4

Kommunikation zum Wechselrichter (RJ45) – Anschluss Ethernet/LAN

5

Anbindung Betreibernetzwerk (RJ45) – Anschluss LAN (nicht im Lieferumfang enthalten)

6

Spannungsversorgung z. B NYM-I 3x1,5 mm2 (nicht im Lieferumfang enthalten)

3.4. Technische Daten - C30 Netztrennstelle 100 A (alternativ/optional)

Tabelle 10. Technische Daten – C30 Netztrennstelle
Benennung Wert/Größe

Breite | Tiefe | Höhe, ca.

550 | 160 | 800 mm

Gewicht, ca.

23 kg

Installation

Wandmontage

Ladestrom, max.

43,5 A

Kontinuierliche Ladeleistung

30 kW

Entladestrom, max.

43,5 A

Kontinuierliche Entladeleistung

30 kW

Mögliche Phasenschieflast, max.

10 kW

Kurzfristige Überlastfähigkeit

105 % bis 115 %

10 min

115 % bis 125 %

1 min

125 % bis 150 %

200 ms

Schutzklasse

IP44

Umschaltzeit

bis zu 10 s

Geeignete Netzform

TN-S, TT

Netzform im Notstrombetrieb

TN-S

Hinweis zur Notstromfunktion

Das System ist nicht inselfähig und durch die Umschaltzeit ist auch keine USV gewährleistet.

3.4.1. Abmessungen

Die Maße sind in mm angegeben.

image025
Abbildung 4. C30 Netztrennstelle – Abmessungen

3.4.2. Anschlussbelegung

image027
Abbildung 5. C30 Netztrennstelle – Anschlussbelegung
Tabelle 11. C30 Netztrennstelle – Anschlussbelegung
Pos. Beschreibung

1

Verbindung zum Master BMS (RJ45) – Anschluss „INTERNAL“

2.1

24 V DC-Verbindung zum Master BMS – 8-Pin-Stecker (Pin 1 und 2)

2.2

Verbindung zum Master BMS – 8-Pin-Stecker (Pin 3 und 4)
weitere Relaisausgänge: Ansteuerung weiterer Verbraucher (z.B. Ladesäule)

3

Kommunikation zum Zähler (RS485)
(siehe separate Anleitung zur Installation und Konfiguration des Zählers)

4

Kommunikation zum Wechselrichter (RJ45) – Anschluss Ethernet/LAN

5

Anbindung Betreibernetzwerk (RJ45) – Anschluss LAN (nicht im Lieferumfang enthalten)

6

Nostromversorgte Verbraucher – minimum 5G10 (nicht im Lieferumfang enthalten)
Achtung: Auf den Notstromabgang dürfen keine Erzeuger angeschlossen werden!

7

Batteriewechselrichter – 5G10 (nicht im Lieferumfang enthalten)

8

AC – Netzanbindung (AC-Anschlussleitung nicht im Lieferumfang enthalten)

3.5. Technische Daten - Wechselrichter Sinexcel PWS2-30M-EX

3.5.1. DC-Anschluss Batterie

Tabelle 12. Technische Daten – Wechselrichter – DC-Anschluss Batterie
Benennung Wert/Größe

Batterie Lade- und Entladespannung

150 V – 750 V

DC-Strom, max.

90 A

DC Leistung, max.

30 kW

3.5.2. AC-Netzanschluss

Tabelle 13. Technische Daten – Wechselrichter – AC-Netzanschluss
Benennung Wert/Größe

Nominlae Ausgangsleistung

30 kW

Netzanschluss

400/380 V, 3L/N/PE, 50/60 Hz

Spannungsbereich

360 V – 440 V

Max. Ausgangsleistung

33 kW

Max. Ausgangsstrom

43,5 A

3.5.3. Allgemein

Tabelle 14. Technische Daten – Wechselrichter – Allgemein
Benennung Wert/Größe

Wirkungsgrad, max.

97,3 %

Wirkungsgrad, europ.

96,5 %

Notstromfähig

Nein, nur mit zusätzlicher Hardware möglich (siehe Netztrennstelle)

Breite | Tiefe | Höhe, ca.

440 | 173 | 596 mm

Betriebstemperatur

-20 °C bis +60 °C

Optimale Betriebstemperatur

0 °C bis +45 °C

Schutzklasse

IP20

Aufstellhöhe über NN

2.000 m

Luftfeuchtigkeit

0 – 95 %

Gewicht, ca.

43 kg

3.5.4. Gehäuse Wechselrichter

Tabelle 15. Technische Daten – Gehäuse Wechselrichter
Benennung Wert/Größe

Kühlung

Luftkühlung mit austauschbarem Lüftermodul

Lautstärke

< 75 dB

Schutzklasse

IP21

Breite | Tiefe | Höhe, ca.

600 | 225 | 910 mm

Gewicht, ca.

36,5 kg

Montage

Wandmontage

3.5.5. Abmessungen Gehäuse Wechselrichter

Die Maße sind in mm angegeben.

image030
Abbildung 6. Gehäuse Wechselrichter – Abmessungen

3.5.6. Anschlussbelegung Wechselrichter

image032
Abbildung 7. Wechselrichter – Anschlussbelegung
Tabelle 16. Wechselrichter – Anschlussbelegung
Pos. Beschreibung

1

Anschluss (DC +) zur Master BMS-Box oder zur String-Sammelbox (falls verbaut)

2

Anschluss (DC –) zur Master BMS-Box oder zur String-Sammelbox (falls verbaut)

3

Erdung – Gehäuse Anschlusspunkt DC-Schutz

4

Kommunikationsschnittstellen einschließlich RS485, EPO

5

(Ethernet) Anschluss – RJ45 – zur Kommunikation zum FEMS

6

LED-Betriebsanzeige

7

LED-Störungsanzeige

8

Display – Überwachungsanzeige

9

AC-Schutzschalter, Sicherheitseinrichtung zum Verbinden oder Trennen des Wechselstromanschlusses (AC)

10

Erdung – Gehäuse Anschlusspunkt AC-Schutz

11

AC-Anschluss Wechselstrom-Netzkabel Minimum 5G10 – Auf Drehfeld achten!
(nicht im Lieferumfang enthalten)

12

Anschluss des Erdungsschutzes PE

Detailliertere Informationen zum Wechselrichter entnehmen Sie der Anleitung des Herstellers unter:
www.sinexcel.us/storage-inverters/Manual(EX)_PWS2-30M-EX.

3.6. Technische Daten - BMS-Box

Tabelle 17. Technische Daten – BMS-Box
Benennung Wert/Größe

Betriebsspannungsbereich, max.

200 V – 900 V DC

Ausgangs-/Eingangsstrom, max.

100 A

Betriebstemperatur

0 °C bis +40 °C

Kommunikation

CAN / RS485 / Modbus RTU / TCP / IP / RJ45

Breite | Tiefe | Höhe, ca.

465 | 320 | 180 mm

Gewicht Master BMS, ca.

13,5 kg

Gewicht Submaster BMS, ca.

12 kg

Steuerbare Module

9 bis 20 Stück

Parallele BMS

1 bis 4

Schutzklasse

IP21

Bei den BMS-Boxen wird zwischen dem Master BMS und dem Submaster BMS unterschieden. Je nachdem, welche Konfiguration/Variante des Commercial 30 Speichersystems bestellt wird, beinhaltet die Lieferung ausschließlich eine Master BMS-Box oder zusätzlich eine/mehrere Submaster oder Master BMS-Box(en). Das heißt, während eine Master BMS-Box immer zum Lieferumfang gehört, ist der Erhalt einer Submaster BMS-Box oder weiteren Master BMS-Box(en) von der Größe des Speichers abhängig.

3.6.1. Abmessungen – Master BMS

Die Maße sind in mm angegeben.

image034
Abbildung 8. Master BMS-Box – Abmessungen

3.6.2. Anschlussbelegung – Master BMS

image036
Abbildung 9. Master BMS – Anschlussbelegung
Tabelle 18. Master BMS – Anschlussbelegung
Pos. Beschreibung

1

Taster [MASTER POWER] zum Ein- und Ausschalten des Masterteils im BMS

2

RJ45-Schnittstelle „INTERNAL“ zur Verbindung mit der FEMS-Anschlussbox oder der Netztrennstelle

3

RJ45 Schnittstelle „PARALLEL OUT“:
– zur Kommunikation zwischen Master BMS und Submaster BMS (falls Submaster BMS verbaut)
– oder zum Einstecken des grauen Endwiderstandes bei einem einzelnen String (kein Submaster BMS verbaut)

4

Anschluss „BAT OUT +“ zur Verbindung zum Wechselrichter oder zur String-Sammelbox (falls verbaut)

5

Anschluss „BAT OUT –“ zur Verbindung zum Wechselrichter oder zur String-Sammelbox (falls verbaut)

6

Anschluss „MODULE –“ zur Verbindung zum ersten Batteriemodul unterhalb des BMS

7

Anschluss „MODULE +“ zur Verbindung zum letzten Batteriemodul des Strings

8

8-Pin-Phoenix-Contact-Stecker:
– (Pin 1 + 2) – zur Spannungsversorgung der Netztrennstelle (falls verbaut)
– (Pin 3 + 4) – zur Verbindung mit den Relaisausgängen in der FEMS-Anschlussbox bzw. Netztrennstelle (falls verbaut)

9

Anschluss „MODULE OUT“ – zur Kommunikation zum ersten Batteriemodul unterhalb des BMS

10

Taster [BMS POWER] zum Ein- und Ausschalten des Submasterteils im BMS

11

Schalter: [BAT POWER]
– Schalterstellung [ON]: Speicher eingeschaltet
– Schalterstellung [OFF]: Speicher ausgeschaltet

3.6.3. Abmessungen – Submaster BMS

Die Maße sind in mm angegeben.

image038
Abbildung 10. Submaster BMS-Box – Abmessungen

3.6.4. Anschlussbelegung – Submaster BMS-Box

image040
Abbildung 11. Submaster BMS – Anschlussbelegung
Tabelle 19. Submaster BMS – Anschlussbelegung
Pos. Beschreibung

1

Anschluss „PARALLEL IN“ zur Kommunikation zwischen Submaster BMS und Master BMS

2

Anschluss „PARALLEL OUT“ zum Einstecken des grauen Endwiderstandes

3

Anschluss „BAT OUT +“ zur Verbindung zur String-Sammelbox

4

Anschluss „BAT OUT –“ zur Verbindung zur String-Sammelbox

5

Anschluss „MODULE –“ zur Verbindung zum ersten Batteriemodul unterhalb des BMS

6

Anschluss „MODULE +“ zur Verbindung zum letzten Batteriemodul des Strings

7

Anschluss „MODULE OUT“ – Kommunikation zum ersten Batteriemodul unterhalb des BMS

8

Taster: [BMS POWER] zum Ein- und Ausschalten des Submaster BMS

9

Schalter: [BAT POWER]
– Schalterstellung [ON]: Speicher eingeschaltet
– Schalterstellung [OFF]: Speicher ausgeschaltet

3.7. Technische Daten - Batteriemodul SOL C12 3.84KWH

Lagerung länger als 6 Monate
Mögliche Folgen: Tiefenentladung der Zellen → Defekt des Batteriemoduls.
– Externe Beladung der Batteriemodule auf Nennspannung – es muss eine Zwangsbeladung durchgeführt werden, welche über das FEMS gesteuert wird. Dies darf nur durch den Hersteller, oder durch ein vom Hersteller beauftragtes Unternehmen durchgeführt werden.

Tabelle 20. Technische Daten – Batteriemodul SOL C12 3.84KWH
Benennung Wert/Größe

Technologie

Lithium-Eisenphosphat (Kobaltfrei)

Zellkapazität

100 Ah

Verschaltung

12s1p

Nennkapazität

3,84 kWh

Nutzbare Kapazität

3,5 kWh

Nennspannung

38,4 V

Spannung

36,4 bis 43,7 V

Maximaler Lade-/Entladestrom

100 A

Kommunikation

CAN / RJ45

Arbeitstemperatur

0 °C bis +40 °C

Lagertemperaturbereich (über 7 Tage)

-30 °C bis +60 °C

Lagertemperaturbereich (über 30 Tage)

-20 °C bis +55 °C

Lagertemperaturbereich (über 180 Tage)

-10 °C bis +50 °C

Luftfeuchtigkeit

5 % - 95 %

Schutzklasse

IP21

Breite | Tiefe | Höhe, ca.

465 | 370 | 194 mm

Gewicht, ca.

37,5 kg

Kapazitätsgarantie

6.000 Zyklen / 12 Jahre – 70% Restkapazität

UN-Transportprüfnorm

UN38.3

3.7.1. Abmessungen

Die Maße sind in mm angegeben.

image042
Abbildung 12. Batteriemodul – Abmessungen

3.7.2. Anschlussbelegung

image044
Abbildung 13. Batteriemodul – Anschlussbelegung
Tabelle 21. Batteriemodul - Anschlussbelegung
Pos. Beschreibung

1

Anschluss „ – “ zur Verbindung zwischen den einzelnen Batteriemodulen und zur Verbindung zwischen dem BMS und dem ersten Batteriemodul unterhalb dem BMS

2

Anschluss „ + “ zur Verbindung zwischen den einzelnen Batteriemodulen und zur Verbindung zwischen dem BMS und dem letzten Batteriemodul des Strings

3

Anschluss „MODULE IN“ zur Kommunikation zwischen den einzelnen Batteriemodulen und zur Kommunikation zwischen dem BMS und dem ersten Batteriemodul unterhalb dem BMS

4

Anschluss „MODULE OUT“ zur Kommunikation zwischen den einzelnen Batteriemodulen und zum Einstecken des schwarzen Endwiderstands in das letzte Batteriemodul des Strings

3.8. Technische Daten - Batterie-Rack

Tabelle 22. Technische Daten – Batterie-Rack
Benennung Wert/Größe

Aufbau

- maximal 10 Module + 1 BMS im großen Rack
- maximal 7 Module/BMS im kleinen Rack

Maße großes Rack (11 Fächer)
Breite | Tiefe | Höhe, ca.

625 | 430 | 2281 mm

Gewicht großes Rack, ca.

54 kg

Maße kleines Rack (7 Fächer)
Breite | Tiefe | Höhe, ca.

625 | 430 | 1471 mm

Gewicht kleines Rack, ca.

40 kg

Schutzklasse

IP20

3.8.1. Abmessungen – großes Rack (11 Fächer)

Die Maße sind in mm angegeben.

image046
Abbildung 14. Großes Rack (11 Fächer) – Abmessungen

3.8.2. Abmessungen – kleines Rack (7 Fächer)

image048
Abbildung 15. Kleines Rack (7 Fächer) – Abmessungen

3.9. Technische Daten - String-Sammelbox

Ob eine String-Sammelbox benötigt wird, ist abhängig von der Konfiguration des Commercial 30 Speichersystems. Bei einer bestimmten Größe gehört auch eine String-Sammelbox zum Lieferumfang, sofern die Anzahl von Wechselrichter und BMS-Boxen nicht identisch ist.

Tabelle 23. Technische Daten – String-Sammelbox
Benennung Wert/Größe

Betriebsspannung

1.000 V DC

Bemessungsisolierspannung

1.000 V DC

Bemessungsstrom

125 A

Breite | Tiefe | Höhe, ca.

540 | 200 | 720 mm

Gewicht

12 kg

IP-Schutzklasse

IP65

Temperaturbereich

-25 °C bis +35 °C

Leitungsschutzschalter für Wechselrichter

125 A

Montageart

Wandmontage

Anschlüsse, max.

4x Batterie bzw. BMS + 1 Wechselrichter

3.9.1. Abmessungen

Die Maße sind in mm angegeben.

image050
Abbildung 16. String-Sammelbox – Abmessungen

Die Abbildung kann von Ihrer String-Sammelbox abweichen. Wenn das der Fall ist, finden Sie im Lieferumfang der String-Sammelbox ein Beiblatt.

3.9.2. Anschlussbelegung

image052
Abbildung 17. String-Sammelbox – Anschlussbelegung
Tabelle 24. String-Sammelbox – Anschlussbelegung
Pos. Beschreibung

1

DC-Anschluss (+) – zur Verbindung mit dem Wechselrichter

2

DC-Anschluss (-) – zur Verbindung mit dem Wechselrichter

3

Power Out (-) – zur Verbindung mit dem Master BMS

4

Power Out (+) – zur Verbindung mit dem Master BMS

5

Power Out (-) – zur Verbindung mit dem Submaster BMS

6

Power Out (+) – zur Verbindung mit dem Submaster BMS

4. Allgemeine Beschreibung

Der FENECON Commercial 30 ist ein notstromfähiger Gewerbespeicher, der ein eigenes Stromnetz aufbauen kann. Angeschlossene Verbraucher können mit der Energie, die in der Batterie gespeichert ist, versorgt werden. Die Umschaltzeit in den Notstrombetrieb dauert ein paar Sekunden, weshalb die Funktion einer unterbrechungsfreien Stromversorgung nicht gegeben ist. In diesem modularen System zur Speicherung elektrischer Energie werden Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LiFePO4) verwendet.

4.1. Systemübersicht

4.1.1. Standardaufbau des Systems mit einem Commercial 30

image054
Abbildung 18. Systemübersicht – Standard-Aufbau des Systems
Tabelle 25. Systemübersicht – Standard-Aufbau des Systems
Pos. Beschreibung Pos. Beschreibung

1

Netzanschlusszähler

12

LAN (Ethernet CAT.6)

2

Stromwandler am NAP

13

2x 0,75 LYCL

3

Spannungsabgriff am NAP

14

2x DC Hochvolt (35 mm², DC 1000 V)

4

Stromzähler am NAP (Socomec/KDK)

15

Batterie-Wechselrichter

5

RS485 Bus

16

400 V / 230 V Netz (5G10)

6

Stromzähler am Erzeuger

17

Leitungsschutzschalter C50A

7

Stromwandler am Erzeuger

18

RCD 63/0,3 A (optional)

8

Spannungsabgriff am Erzeuger

19

Verbraucher

9

PV-Wechselrichter

20

Batterie-Rack(s)

10

Vorsicherung FEMS-Anschlussbox (mind. B10)

21

Betreibernetzwerk

11

FEMS-Anschlussbox

4.1.2. Anlage mit String-Sammelbox und Submaster BMS

image056
Abbildung 19. Systemübersicht – DC-Cluster
Tabelle 26. Systemübersicht – DC-Cluster
Pos. Beschreibung Pos. Beschreibung

1

Der linke Teil (Zähler, PV-Wechselrichter und FEMS-Anschlussbox
Verbindung FEMS-Anschlussbox zu Batterie-Wechselrichter und Master BMS) ist identisch zum standardmäßigem Systemaufbau unter 4.1.1!

6

2x DC Hochvolt (35 mm², DC 1000 V)

2

Batterie-Wechselrichter

7

String-Sammelbox

3

400 V / 230 V Netz (5G10)

8

Verbraucher

4

Leistungsschutzschalter C50A

9

Batterie-Rack(s)

5

RCD 63 A/0,3 mA (optional)

4.1.3. Anlage mit mehreren Wechselrichtern und Master BMS

image058
Abbildung 20. Systemübersicht – AC-Cluster
Tabelle 27. Systemübersicht – AC-Cluster
Pos. Beschreibung Pos. Beschreibung

1

Der linke Teil (Zähler und PV-Wechselrichter) ist identisch zum standardmäßigem Systemaufbau unter 4.1.1!

7

LAN (Ethernet CAT.6)

2

Batterie-Wechselrichter

8

2x 0,75 LYCL

3

Netz 400/230 V (5G10)

9

2x DC Hochvolt (35 mm², DC 1000 V)

4

Leistungsschutzschalter C50A

10

Verbraucher

5

RCD 63 A/0,3 mA (optional)

11

Batterie-Rack(s)

6

FEMS Anschlussbox

4.1.4. Anlage mit C30 Netztrennstelle (Notstromfähig)

image060
Abbildung 21. Systemübersicht – Anlage mit C30 Netztrennstelle (Notstromfähig)
Tabelle 28. Systemübersicht – Anlage mit Netztrennstelle
Pos. Beschreibung Pos. Beschreibung

1

Der linke Teil (Zähler und PV-Wechselrichter) ist identisch zum standardmäßigem Systemaufbau unter 4.1.1!

8

4x 0,75 LYCL

2

Batterie-Rack(s)

9

RS485 Bus

3

Batterie-Wechselrichter

10

Stromzähler am NAP

4

Netztrennstelle (inkl. FEMS-Anschlussbox)

11

Netz 400/230 V (5G10)

5

2x DC Hochvolt (35 mm², DC 1000 V)

12

Die Leitung darf mit max. 100 A belastet werden. Die passende Sicherung muss vom Installateur gewählt werden.

6

LAN (Ethernet CAT.6)

13

Verbraucher

7

Netz 400/230 V (Minimum: 5G10 - abhängig von der Verlegungsart)

14

Notstromversorgte Verbraucher

4.2. Erforderliche Komponenten

Abhängig von der Systemkonfiguration wird eine unterschiedliche Anzahl der einzelnen Komponenten benötigt. Eine Tabelle und zugehörige Aufbauschemas, sind auf der FENECON-Internetseite im Downloadcenter zu finden unter https://fenecon.de/files-commercial-30/.

5. Montagevorbereitung

5.1. Lieferumfang

5.1.1. FEMS-Anschlussbox

Bei notstromfähigen FENECON-Stromspeichersystemen ist das FEMS in der C30-Netztrennstelle integriert und es wird keine separate FEMS-Anschlussbox mitgeliefert.

Tabelle 29. Lieferumfang – FEMS-Anschlussbox
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image065

1

FEMS-Anschlussbox Commercial

5.1.2. C30 Netztrennstelle

Tabelle 30. Lieferumfang – C30 Netztrennstelle
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image067

1

Alternativ zur FEMS-Anschlussbox (optional):
C30 Netztrennstelle 100 A mit integriertem FEMS

image069

2

Universaldübel – 8x40

image071

2

Universalschraube – 5x50

image073

2

Kotflügelscheibe DIN 522 Stahl

10 m

Kabel zur Spannungsversorgung 4x0,75 mm² ohne Schutzleiter

5.1.3. Wechselrichter Sinexcel PWS2-30M-EX

Tabelle 31. Lieferumfang – Wechselrichter Sinexcel PWS2-30M-EX
image075

1

Wechselrichter Sinexcel PWS2-30M-EX

image077

1

Gehäuse für den Wechselrichter

Für den Anschluss am Wechselrichter sind außerdem die notwendigen Amphenolstecker (35 mm ² - schwarz und orangefarben) im Lieferumfang enthalten. Zusätzlich beinhaltet die Lieferung die Kabelschuhe für den AC-Anschluss am Wechselrichter.

Zudem befinden sich beim Wechselrichter Führungsschienen und Befestigungsprofile für die Montage des Wechselrichters im Gehäuse und die notwendige Wandhalterung für das Gehäuse.

5.1.4. Master BMS-Box

Tabelle 32. Lieferumfang – Master BMS-Box
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image079

1

Master BMS

image081

1

DC-Kabel
inkl. zwei schwarzen Phoenix Contact Steckern
Länge: ca. 410 mm

image083

1

Kommunikationskabel
inkl. zwei RJ45 Steckern
Länge: ca. 410 mm

image085

1

120 Ohm Endwiderstand für das letzte Batteriemodul des Strings – schwarz

image087

1

Endwiderstand für BMS – grau

image089

1

8-Pin-Stecker – grün
Inkl. Zugentlastung

image093

1

Patchkabel – LAN – RJ45
Länge: 10 m

Jedes System beinhaltet mindestens ein Master BMS. Es gibt Konfigurationen, bei denen mehrere Master BMS verbaut werden und auch welche, bei denen zusätzlich zum Master BMS ein Submaster BMS zum Einsatz kommt.

5.1.5. Submaster BMS-Box

Tabelle 33. Lieferumfang – Submaster BMS
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image095

1

Submaster BMS

image081

1

DC-Kabel
inkl. zwei schwarzen Phoenix Contact Steckern
Länge: ca. 410 mm

image083

1

Kommunikationskabel
inkl. zwei RJ45 Steckern
Länge: ca. 410 mm

image085

1

120 Ohm Endwiderstand für das letzte Batteriemodul des Strings – schwarz

image093

1

Patchkabel – LAN – RJ45
Länge: 5 m

5.1.6. Batteriemodul

Tabelle 34. Lieferumfang – Batteriemodul
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image099

1

Batteriemodul

image101

1

DC-Kabel
inkl. einem schwarzen und orangen Phoenix
Contact Steckern
Länge: ca. 250 mm

image103

1

Batteriekommunikationskabel
inkl. zwei RJ45 Steckern
Länge: ca. 300 mm

5.1.7. Batterie-Rack

Tabelle 35. Lieferumfang – Batterie-Rack
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image105

1

Batterierack groß
geeignet für maximal 10 Batteriemodule + 1 BMS

image107

1

Batterierack klein (optional)
geeignet für maximal 7 Batteriemodule oder 6 Batteriemodule + 1 BMS

image109

1 / Rack

Wandhalterung inkl. Schrauben zur Befestigung am Rack und Befestigungsmaterial zur Wandmontage

5.1.8. Accessoires-Box

Tabelle 36. Lieferumfang – Accessoires-Box
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image111

1

Schnellinstallationsanleitung

image019

1

3-Phasen Sensor für den Netzanschlusspunkt (KDK 2PU CT)
(ohne Stromwandler) – für Hutschienenmontage
inkl. FEMS-App für KDK Zähler
Alternativer 3-Phasen Sensor: SOCOMEC Diris A10

image115

1

Kommunikationskabel zum FEMS (2-adrig)
inkl. Aderendhülsen
Länge: ca. 10 m

image117

1 / WR

Patchkabel Cat 6 LAN – RJ45
Länge: ca. 10 m

image119

1 / Master BMS

Steuerleitung grau (2-adrig / 2 x 0,75 mm²)
Länge: ca. 10 m

image121

1 / BMS

Commercial DC-Kabel-Set
inkl. einem schwarzen und einem orangen Phoenix Contact Stecker
Länge: ca. 5 m

Befestigungsmaterial und Potenzialausgleich pro Rack:

image071

1

Universalschraube – 5 x 50 mm

image069

1

Universaldübel – 8 x 40

image073

1

Kotflügelscheibe DIN 522 Stahl

image129

2

Sechskantmutter M8

image131

4

Unterlegscheibe M8

image133

2

Federring mit rechteckigem Querschnitt D8,1

image135

2

Außenzahnfächerscheibe M8

image137

1

Ringkabelschuh M8/10 mm²

image139

1

Flachbanderder 16 mm²
Länge: ca. 300 mm

Kabelkit
In jeder Accessoires-Box befindet sich außerdem ein Kabelkit. Die Komponenten von diesem Kabel-kit sind abhängig von der jeweiligen Konfiguration des Systems. Maximal enthalten ist folgendes Zubehör:

Tabelle 37. Lieferumfang – Accessoires-Box – Kabelkit
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image141

1

DC-Kabel
inkl. zwei orangen Phoenix Contact Steckern
Länge: ca. 2,4 m

image143

1

DC-Kabel
inkl. einem schwarzen und orangen Phoenix Contact Steckern
Länge: ca. 1,0 m
(nur bei mehr als 10 Modulen)

image145

1

Kommunikationskabel
inkl. zwei RJ45 Steckern
Länge: ca. 950 mm
(nur bei mehr als 10 Modulen)

image147

60 - 90

Befestigungsschrauben M6
60 Stück bis 10 Module
90 Stück ab 11 Module

image149

15 - 30

Fächerzahnscheiben M6
15 Stück bis 10 Module
30 Stück ab 11 Module

5.1.9. String-Sammelbox

Tabelle 38. Lieferumfang – String-Sammelbox
Abbildung Anzahl Bezeichnung
image151

1

Stringsammel-Box
(kann von der Abbildung abweichen)

image153

4

Kabelschuhe M10/35 mm²

image155

2

Aderendhülsen 16 mm/35 mm² - rot isoliert

2

Radox 4 GKW-AC 35 mm² Kabel
Länge: ca. 5 m

5.2. Benötigtes Werkzeug

Zur Montage der Komponenten der Anlage wird folgendes Werkzeug benötigt:

Tabelle 39. Benötigtes Werkzeug
Abbildung Bezeichnung Abbildung Bezeichnung
image157

Stift

image159

Wasserwaage

image161

Schlagbohrmaschine / Akkuschrauber

image62+63

Schraubendrehersatz

image167

Meterstab

image169

Seitenschneider

image171

3mm Inbusschlüssel

image173

Gabelschlüsselsatz

Crimpwerkzeug
(mit 50 mm2 Pressbacken – für eine Sechskantpressung oder Vierdornpressung)

image175

Multimeter

image177

Messer

Steckschlüsselsatz / Ratschenkasten

6. Montage

Notieren oder fotografieren Sie sich vor der Montage jeweils die Seriennummern der einzelnen Komponenten, da diese zu einem späteren Zeitpunkt bei der Inbetriebnahme dokumentiert werden müssen (IBN-Protokoll oder IBN-Assistenten).

Folgende Komponenten müssen montiert werden:

  • Stromzähler

  • FEMS-Anschlussbox (ohne Notstromversorgung) oder optional C30 Netztrennstelle (mit Notstromversorgung)

  • Wechselrichtergehäuse und Wechselrichter

  • Batterie-Rack mit Batteriemodulen und BMS-Box

  • Verkabelung

  • Optional: String-Sammelbox

Vor der Installation sorgfältig prüfen, ob die Verpackung und die Produkte beschädigt sind und ob alle im Lieferumfang aufgeführten Zubehörteile enthalten sind. Wenn ein Teil fehlt oder beschädigt ist, wenden Sie sich an den Hersteller / Händler.

6.1. Montage/Installation 3-Phasen-Sensor

image019
Abbildung 22. 3-Phasen-Sensor

Für den 3-Phasen-Sensor gibt es eine separate Installations- und Konfigurationsanleitung, in der die technischen Daten und die Anschlussübersicht enthalten sind. Diese Anleitung kann auf der FENECON-Internetseite unter:
www.docs.fenecon.de/Zähler_KDK_2PU_CT heruntergeladen werden.

Der Zähler im Lieferumfang ist für den Netzanschlusspunkt. Es handelt sich dabei um einen SOCOMEC Diris A10 oder einen KDK 2PU CT Messwandlerzähler. Die Wandler sind kein Bestandteil des Lieferumfangs.

Bitte beachten:
Das Wandler Verhältnis (Sekundärstrom) bei beiden Zählern ist zu 5 (bei KDK ggf. auch zu 1).

Der mitgelieferte Zähler ist für den Netzanschlusspunkt gedacht. Um aber auch die Produktion im Online-Monitoring korrekt darzustellen, müssen die Erzeuger ebenfalls gemessen werden. Nur so ist gewährleistet, dass der tatsächliche Verbrauch richtig berechnet werden kann.

Gewisse PV-Wechselrichter können direkt mit der FEMS-Hardware kommunizieren und benötigen deshalb keinen separaten Zähler für die Erzeugungsmessung, diese Wechselrichter sind auf der FENECON-Internetseite unter: https://fenecon.de/fenecon-fems/ bei dem Abschnitt „Einbindung von elektrischen Erzeugern, Verbrauchern, PV-Wechselrichtern und Zählern zu finden.

6.2. Montage Wechselrichter

Nähere Informationen zum Wechselrichter entnehmen Sie der Hersteller Anleitung unter:
www.sinexcel.us/storage-inverters/Manual(EX)_PWS2-30M-EX

6.2.1. Sicherheitshinweise

Elektrischer Schlag durch spannungsführende Teile
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag bei Berührung spannungsführender DC-Kabel, die am Speichersystem angeschlossen sind.
– Vor Beginn der Arbeiten den Wechselrichter, die BMS-Box und die Batteriemodule spannungsfrei schalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
– Mit dem Beginn der Arbeiten am Wechselrichter mindestens 5 Minuten nach dem Abschalten warten.
– Sicherheitshinweise der FENECON GmbH in Kapitel Sicherheitshinweise beachten.
– Keine freiliegenden spannungsführenden Teile oder Kabel berühren.
– Die Klemmleiste mit angeschlossenen DC-Leitern nicht unter Last aus dem Steckplatz herausziehen.
– Bei allen Arbeiten geeignete persönliche Schutzausrüstung tragen.

Elektrischer Schlag bei fehlendem Überspannungsschutz
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag aufgrund über die Netzwerkkabel oder andere Datenkabel ins Gebäude und an andere angeschlossene Geräte im selben Netzwerk weitergeleitete Überspannung (z. B. Blitzschlag) durch fehlenden Überspannungsschutz.
– Sicherstellen, dass alle Geräte im selben Netzwerk sowie die Batteriemodule in den bestehenden Überspannungsschutz integriert sind
– Bei Verlegung von Netzwerkkabeln oder anderen Datenkabeln im Außenbereich sicherstellen, dass beim Übergang der Kabel vom Wechselrichter oder des Batterie-Racks (der Batteriemodule) aus dem Außenbereich in ein Gebäude ein geeigneter Überspannungsschutz vorhanden ist.

Feuer und Explosion
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Brand oder Explosion, im Fehlerfall kann im Inneren des Wechselrichters ein zündfähiges Gasgemisch entstehen. Durch Schalthandlungen kann in diesem Zustand im Inneren des Produkts ein Brand entstehen oder eine Explosion ausgelöst werden.
– Im Fehlerfall keine direkten Handlungen am Speichersystem durchführen.
– Sicherstellen, dass Unbefugte keinen Zutritt zum Speichersystem haben.
– Die Batteriemodule über eine externe Trennvorrichtung vom Wechselrichter trennen.
– Den AC-Leitungsschutzschalter ausschalten oder wenn dieser bereits ausgelöst hat, ausgeschaltet lassen und gegen Wiedereinschalten sichern.
– Arbeiten am Wechselrichter (z. B. Fehlersuche, Reparaturarbeiten) nur mit persönlicher Schutzausrüstung für den Umgang mit Gefahrstoffen (z. B. Schutzhandschuhe, Augen- und Gesichtsschutz und Atemschutz) durchführen.

Giftige Substanzen, Gase und Stäube
Durch Beschädigungen an elektronischen Bauteilen können giftige Substanzen, Gase und Stäube im Inneren des Wechselrichters entstehen. Das Berühren giftiger Substanzen sowie das Einatmen giftiger Gase und Stäube kann zu Hautreizungen, Verätzungen, Atembeschwerden und Übelkeit führen.
– Arbeiten am Wechselrichter (z. B. Fehlersuche, Reparaturarbeiten) nur mit persönlicher Schutzausrüstung für den Umgang mit Gefahrstoffen (z. B. Schutzhandschuhe, Augen-, Gesichts- und Atemschutz) durchführen.
– Sicherstellen, dass Unbefugte keinen Zutritt zum Wechselrichter haben.

Zerstörung eines Messgeräts durch Überspannung
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag beim Berühren eines unter Spannung stehenden Messgerätegehäuses: Eine Überspannung kann ein Messgerät beschädigen und zum Anliegen einer Spannung am Gehäuse des Messgeräts führen.
– Nur Messgeräte mit einem DC-Eingangsspannungsbereich bis mindestens 600 V oder höher einsetzen.

Heiße Oberflächen
Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Verbrennen an heißen Oberflächen: Die Oberfläche des Wechselrichters kann sich stark erwärmen.
– Den Wechselrichter so montieren, dass ein versehentliches Berühren nicht möglich ist.
– Heiße Oberfläche nicht berühren.
– Vor Beginn der Arbeiten 30 Minuten warten, bis die Oberfläche ausreichend abgekühlt ist.
– Die Warnhinweise am Wechselrichter beachten

Gewicht des Wechselrichters
Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Quetschen bei Herunterfallen während Transport oder Montage des Wechselrichters
– Den Wechselrichter vorsichtig immer mit zwei Personen transportieren und heben.
– Das Gewicht des Wechselrichters und seinen Schwerpunkt beachten
– Bei allen Arbeiten am Wechselrichter geeignete persönliche Schutzausrüstung tragen.

Sand, Staub und Feuchtigkeit
Durch das Eindringen von Sand, Staub und Feuchtigkeit kann der Wechselrichter beschädigt und die Funktion beeinträchtigt werden.
– Wechselrichter nur öffnen, wenn die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Grenzwerte liegt und die Umgebung sand- und staubfrei ist.
– Wechselrichter nicht bei Sandsturm oder Niederschlag öffnen

Frost
Wenn der Wechselrichter bei Frost geöffnet oder die Power-Unit und die Connection-Unit bei Frost voneinander getrennt werden, kann es zu Schäden an der Gehäusedichtung kommen. Dadurch kann Feuchtigkeit in den Wechselrichter eindringen und den Wechselrichter beschädigen.
– Den Wechselrichter nur öffnen, wenn die Umgebungstemperatur 0 °C nicht unterschreitet.
– Wenn der Wechselrichter bei Frost geöffnet werden muss, vor dem Öffnen des Wechselrichters eine mögliche Eisbildung an der Gehäusedichtung beseitigen (z. B. durch Abschmelzen mit warmer Luft).

Elektrostatische Aufladung
Durch das Berühren von elektronischen Bauteilen kann der Wechselrichter über elektrostatische Entladung beschädigt oder zerstört werden.
– Erden Sie sich, bevor Sie ein Bauteil berühren.

Reinigungsmittel
Durch die Verwendung von Reinigungsmitteln können der Wechselrichter und Teile des Wechselrichters beschädigt werden.
– Den Wechselrichter und alle seine Teile ausschließlich mit einem mit klarem Wasser befeuchteten Tuch reinigen.

6.2.2. Aufstellbedingungen und Abstände am Aufstellort

Der Sinexcel-Wechselrichter des Commercial 30 Speichersystems ist für die Verwendung in Innenräumen konstruiert. Im Allgemeinen ist bei der Wahl des Installationsortes auf die Schutzklasse zu achten, diese entspricht bei Wechselrichter und Gehäuse der IP21.

image185
Abbildung 23. Abstände am Aufstellort

Montagebedingungen
– Die Wand muss stabil genug für die Befestigung des Wechselrichters sein und darf nicht entflammbar sein.
– Oberhalb des Wechselrichters mindestens 300 mm Abstand einhalten.
– Unterhalb des Wechselrichters mindestens 500 mm Abstand einhalten.
– Vor der Vorderseite des Wechselrichters mindestens 300 mm Abstand einhalten.
– Seitlich (links/rechts) des Wechselrichters jeweils mindestens 400 mm Abstand einhalten.
– Der maximale Abstand zwischen dem Wechselrichter und dem Batterie-Rack sollte sich an der Länge des mitgelieferten Kabels (5 m lang) orientieren.
– In der Notstromvariante ist das AC-Stromkabel vom Wechselrichter zur C30-Netztrennstelle nicht vorhanden. Der Kabelquerschnitt muss nach der Entfernung bemessen werden (mindestens 5G10).

6.2.3. Montage

Für die Montage des Wechselrichters und dem Gehäuse werden mindestens 2 Personen benötigt.

Das Gehäuses des Wechselrichters wie folgt montieren:

Entfernen Sie die Kartonagen vom Wechselrichter Gehäuse. Anschließend muss die Wandhalterung vom Gehäuse entfernt werden.

image189 1

Zur Befestigung des Wechselrichters nach den angegebenen Maßen Löcher für die Wandhalterung bohren.
Ggf. die Aussparungen für die Bohrlöcher in der Wandhalterung direkt zur Hilfe nehmen, um die Position an der Wand anzuzeichnen.

image189 2

Die Wandhalterung an der Wand befestigen. Es muss immer die Beschaffenheit der Wand beachtet werden und entsprechendes Befestigungsmaterial verwendet werden.
Hinweis: Befestigungsmaterial für Betonwandmontage (Bolzenanker M10) im Lieferumfang enthalten.

image189 3

Das Gehäuse des Wechselrichters auf die Wandhalterung hängen.

image190

Die Schrauben am Gehäuse lösen, entfernen und zur Wiederverwendung zwischenlagern.

image192

Das Befestigungsprofil (2) und die vier Führungsschienen (1) für den Wechselrichter entfernen. Die Führungsschienen werden später am Wechselrichter montiert.

image194

Den Wechselrichter auspacken und das Verpackungsmaterial innerhalb der Kartonage entfernen.
Die Schrauben im vorderen und hinteren Bereich des Wechselrichters lösen, entfernen und zur Wiederverwendung zwischenlagern.
Haltegriffe (1), wenn am Wechselrichter montiert, abschrauben und die gelösten Schrauben zur Wiederverwendung für die Führungsschienen zwischenlagern.

image196

Die Schrauben auf beiden Seiten des Wechselrichters lösen, entfernen und zur Wiederverwendung zwischenlagern.

Die vier gelösten Führungsschienen am Wechselrichter befestigen.

image198

Den Wechselrichter wie folgt im Gehäuse montieren:
Den Wechselrichter im Gehäuse positionieren und mit den mitgelieferten Schrauben die Führungsschienen befestigen.
Das Befestigungsprofil mittig zum Wechselrichter positionieren und mit den mitgelieferten Schrauben befestigen.

image200

Das DC-Leitungsende auf die benötigte Länge abschneiden und dabei auf die Polung achten!
Das DC-Leitungsende markieren.

Amphenolstecker sind im Lieferumfang des Wechselrichters enthalten. Amphenolstecker werden mit einer Sechskantpressung für 50 mm² versehen. Ringkabelschuhe (10 mm2/M5) für die AC Netzanbindung sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

DC Leitung in das Gehäuse einführen, im Anschluss Amphenolstecker 50 mm² mit eingesetzter 35 mm² Reduzierungsbuchse aufpressen.

image202
Tabelle 40. Legende zur Abbildung

A

von der BMS-Box Power Out

B

AC-Netzanbindung (nicht im Lieferumfang enthalten)

C

Kommunikation FEMS

6.3. Montage FEMS-Anschlussbox

Das Befestigungsmaterial ist nicht im Lieferumfang enthalten.

image204

1. Die FEMS Anschlussbox an die gewünschte Stelle an der Wand halten.
2. Position der FEMS-Anschlussbox mit Hilfe der Aussparungen für Bohrlöcher an der Wand anzeichnen.
3. Die FEMS Anschlussbox mit geeignetem Befestigungsmaterial unter Zuhilfenahme einer Wasserwaage an der Wand montieren.

6.4. Montage C30 – Netztrennstelle (alternativ/optional)

Das Befestigungsmaterial ist Bestandteil des Lieferumfanges.

image207

1. Die Netztrennstelle an die gewünschte Stelle an der Wand halten.
2. Position der Netztrennstelle mit Hilfe der Aussparungen für Bohrlöcher an der Wand anzeichnen.
3. Die Netztrennstelle mit geeignetem Befestigungsmaterial unter Zuhilfenahme einer Wasserwaage an der Wand montieren.

6.5. Montage String-Sammelbox

Ob eine String-Sammelbox zum Lieferumfang gehört, ist abhängig von der erworbenen Variante/Größe des Commercial 30 Speichersystems. Die String-Sammelbox ist Bestandteil des Lieferumfanges, wenn ein Submaster-BMS eingebaut wird.
Das Befestigungsmaterial ist nicht Bestandteil des Lieferumfanges.

image209

1. Die String-Sammelbox an die gewünschte Stelle an der Wand halten.
2. Position der String-Sammelbox mit Hilfe der Aussparungen für Bohrlöcher an der Wand anzeichnen.
3. Die String-Sammelbox mit geeignetem Befestigungsmaterial unter Zuhilfenahme einer Wasserwaage an der Wand montieren.

Die abgebildete String-Sammelbox kann von Ihrer erhaltenen Box abweichen. Dabei handelt es sich lediglich um ein anderes Gehäuse. Anschluss und Funktion sind gleich.

6.6. Montage Batterie-Rack

Das Batterie-Rack wird vor einer Wand auf festem und ebenem Boden installiert.

6.6.1. Sicherheitshinweise

Elektrischer Schlag durch spannungsführende Teile
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag bei Berührung spannungsführender DC-Kabel, die am Speichersystem angeschlossen sind
– Vor Beginn der Arbeiten den Wechselrichter, die BMS-Box und die Batteriemodule spannungsfrei schalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
– Mit dem Beginn der Arbeiten am Wechselrichter mindestens 5 Minuten nach dem Abschalten warten.
– Alle Sicherheitshinweise des Herstellers in Kapitel Sicherheitshinweise beachten.
– Keine freiliegenden spannungsführenden Teile oder Kabel berühren.
– Die Klemmleiste mit angeschlossenen DC-Leitern nicht unter Last aus dem Steckplatz herausziehen.
– Bei allen Arbeiten geeignete persönliche Schutzausrüstung tragen.

Elektrischer Schlag bei fehlendem Überspannungsschutz
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag aufgrund über die Netzwerkkabel oder andere Datenkabel ins Gebäude und an andere angeschlossene Geräte im selben Netzwerk weitergeleitete Überspannung (z. B. Blitzschlag) durch fehlenden Überspannungsschutz
– Sicherstellen, dass alle Geräte im selben Netzwerk sowie die Batteriemodule in den bestehenden Überspannungsschutz integriert sind
– Bei Verlegung von Netzwerkkabeln oder anderen Datenkabeln im Außenbereich sicherstellen, dass beim Übergang der Kabel vom Wechselrichter oder des Batterie-Racks (der Batteriemodule) aus dem Außenbereich in ein Gebäude ein geeigneter Überspannungsschutz vorhanden ist

Feuer und Explosion
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Brand oder Explosion, im Fehlerfall kann im Inneren des Batteriemoduls ein zündfähiges Gasgemisch entstehen. Durch Schalthandlungen kann in diesem Zustand im Inneren des Produkts ein Brand entstehen oder eine Explosion ausgelöst werden.
– Im Fehlerfall keine direkten Handlungen am Speichersystem durchführen.
– Sicherstellen, dass Unbefugte keinen Zutritt zum Speichersystem haben.
– Die Batteriemodule über eine externe Trennvorrichtung vom Wechselrichter trennen.
– Den AC-Leitungsschutzschalter ausschalten oder wenn dieser bereits ausgelöst hat, ausgeschaltet lassen und gegen Wiedereinschalten sichern.
– Arbeiten am Wechselrichter (z. B. Fehlersuche, Reparaturarbeiten) nur mit persönlicher Schutzausrüstung für den Umgang mit Gefahrstoffen (z. B. Schutzhandschuhe, Augen-, Gesichts- und Atemschutz) durchführen.

Feuer und Explosion bei tiefentladenen Batteriemodulen
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag beim Berühren eines unter Spannung stehenden Messgerätegehäuses: Eine Überspannung kann ein Messgerät beschädigen und zum Anliegen einer Spannung am Gehäuse des Messgeräts führen.
– Vor Inbetriebnahme des Systems sicherstellen, dass die Batteriemodule nicht tiefentladen sind.
– Das System nicht in Betrieb nehmen, wenn die Batteriemodule tiefentladen sind.
– Wenn die Batteriemodule tiefentladen sind, den FENECON-Service kontaktieren
– Tiefentladene Batteriemodule nur nach Anweisung des FENECON-Service laden.

Giftige Substanzen, Gase und Stäube
Durch Beschädigungen an elektronischen Bauteilen können giftige Substanzen, Gase und Stäube im Inneren des Wechselrichters entstehen. Das Berühren giftiger Substanzen sowie das Einatmen giftiger Gase und Stäube kann zu Hautreizungen, Verätzungen, Atembeschwerden und Übelkeit führen.
– Arbeiten am Wechselrichter (z. B. Fehlersuche, Reparaturarbeiten) nur mit persönlicher Schutzausrüstung für den Umgang mit Gefahrstoffen (z. B. Schutzhandschuhe, Augen-, Gesichts- und Atemschutz) durchführen.
– Sicherstellen, dass Unbefugte keinen Zutritt zum Wechselrichter haben.

Lichtbögen aufgrund von Kurzschluss-Strömen
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Verbrennungen, durch Hitzeentwicklung und Lichtbögen aufgrund von Kurzschluss-Strömen der Batteriemodule.
– Vor allen Arbeiten an den Batteriemodulen, die Batteriemodule spannungsfrei schalten.
– Alle Sicherheitshinweise des Batterieherstellers einhalten.

Zerstörung eines Messgeräts durch Überspannung
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag bei Berühren eines unter Spannung stehenden Gehäuses eines Messgerätes. Eine Überspannung kann ein Messgerät beschädigen und zum Anliegen einer Spannung am Gehäuse des Messgeräts führen.
– Nur Messgeräte mit einem DC-Eingangsspannungsbereich bis mindestens 600 V oder höher einsetzen.

Heiße Oberflächen
Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Verbrennen an heißen Oberflächen: Die Oberfläche des Wechselrichters kann sich stark erwärmen.
– Den Wechselrichter so montieren, dass ein versehentliches Berühren nicht möglich ist.
– Heiße Oberfläche nicht berühren.
– Vor Beginn der Arbeiten 30 Minuten warten, bis die Oberfläche ausreichend abgekühlt ist.
– Die Warnhinweise am Wechselrichter beachten.

Gewicht der Batteriemodule
Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Quetschen bei Herunterfallen während Transport oder Montage der Batteriemodule.
– Die Batteriemodule vorsichtig transportieren und heben.
– Das Gewicht der Batteriemodule und seinen Schwerpunkt beachten.
– Bei allen Arbeiten an den Batteriemodulen geeignete persönliche Schutzausrüstung tragen.

Sand, Staub und Feuchtigkeit
Durch das Eindringen von Sand, Staub und Feuchtigkeit kann das Batterie-Rack beschädigt und die Funktion beeinträchtigt werden.
– Das Batterie-Rack nur dort aufstellen, wo die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Grenzwerte liegt und die Umgebung sand- und staubfrei ist.

Elektrostatische Aufladung
Durch das Berühren von elektronischen Bauteilen kann das Batterie-Rack über elektrostatische Entladung beschädigt oder zerstört werden.
– Erden Sie sich, bevor Sie ein Bauteil berühren.

Reinigungsmittel
Durch die Verwendung von Reinigungsmitteln können das Batterie-Rack und seine Teile beschädigt werden.
– Das Batterie-Rack und alle seine Teile ausschließlich mit einem mit klarem Wasser befeuchteten Tuch reinigen.

Aufstellort
– Die Installation der Anlage muss im Innenraum erfolgen.
– Bei der Montage Schmutz und Staub vermeiden.
– Das Batterie-Rack nicht in einem Gebiet aufstellen, das durch Überschwemmungen gefährdet ist.
– Das Batterie-Rack nicht in stark feuchten Bereichen (z. B. Badezimmer) installieren.
– Das Batterie-Rack nicht dort installieren, wo die Umgebungsbedingungen außerhalb der Betriebsanforderungen liegen (→ Kapitel Technische Daten).
– Das Batterie-Rack von Wärmequellen und Feuer fernhalten.
– Den direkten Kontakt zwischen Batteriemodulgehäuse und Umgebungsluft sicherstellen und das Batteriemodul nicht abdecken oder abschirmen.

Installation
– Bei der Montage der Batteriemodule Schutzbrille, isolierende Handschuhe und Sicherheitsschuhe tragen.
– Alle leitfähigen Schmuckgegenstände (z. B. Uhren, Armbänder, Ringe) ablegen.

6.6.2. Aufstellbedingungen und Abstände am Aufstellort

Das Batterie-Rack mit den Batteriemodulen und dem BMS ist für die Verwendung in Innenräumen konstruiert. Im Allgemeinen ist bei der Wahl des Installationsortes auf die Schutzklasse zu achten, diese entspricht hierbei der IP21.

Notwendige Abstände am Aufstellort

  • Auf der Vorderseite mindestens 500 mm Abstand von einer Wand halten

  • Der maximale Abstand zwischen dem Wechselrichter und dem Batterie-Rack sollte sich an dem mitgelieferten Kabel (5 m lang) orientieren.

6.6.3. Aufstellung Batterie-Rack und Potenzialausgleich

Für die Montage des Batterie-Racks und seiner Komponenten werden mindestens 2 Personen benötigt.
Das Befestigungsmaterial für das Batterie-Rack und den Erdungsbolzen (3) sowie der Flachbanderder sind im Lieferumfang enthalten.
Schutzleiterkabel sind nicht Bestandteil des Lieferumfanges.

Batterie-Rack wie folgt aufstellen:

image215

- Das Batterie-Rack an der Wand befestigen, dafür den mitgelieferten Befestigungswinkel, die Schraube und den Dübel (1) nutzen

- Sicherstellen, dass die Batterie-Racks mit einem Potenzialausgleich (2) (mindestens 10 mm2 Leitung) versehen sind

- Mehrere Batterie-Racks untereinander mit einem Flachbanderder verbinden

6.6.4. Batteriemodule und BMS platzieren

Bei einem einzelnen String (1 BMS), wird ein Master BMS verwendet.
Bei einem DC-Cluster (mehrere BMS/Strings an einem Wechselrichter String-Sammelbox), wird ein Master BMS und ein Submaster BMS verwendet.
Bei einem AC-Cluster (mehrere BMS/Strings mit mehreren Wechselrichtern), wird pro Wechselrichter ein Master BMS verwendet.

Die Batteriemodule und BMS wie folgt platzieren:

image217

- Entfernen des Verpackungsmaterials in den Kartonagen der Batteriemodule und BMS, um diese heraus nehmen zu können.

- Die BMS-Box ganz oben (über den Batteriemodulen) im Batterie-Rack platzieren

- Die Batteriemodule unter der BMS-Box nacheinander in das Batterie-Rack schieben (bei der Platzierung muss keine Nummerierung beachtet werden)

- Wird für die Anzahl der Module ein zweites Rack benötigt, dieses von unten nach oben befüllen

6.6.5. Befestigung und Potenzialausgleich der Batteriemodule und BMS

Das Befestigungsmaterial ist Bestandteil des Lieferumfanges und befindet sich in einer Kabeltüte der Accessoires-Box.

Die Batteriemodule und BMS-Box wie folgt befestigen:

image219

- Die einzelnen Batteriemodule und die BMS-Box mit den im Lieferumfang enthaltenen Schrauben befestigen. Auf die Erdung der einzelnen Batteriemodule und BMS achten! Dazu die mitgelieferten gezahnten Fächerscheiben/Kontaktscheiben verwenden (Verzahnung liegt am Befestigungswinkel an.).

- Die transparenten Schutzkappen von den DC-Anschlüssen entfernen und für eine mögliche Demontage aufbewahren

6.7. Elektrische Installation / Verkabelung

6.7.1. Hinweise zur Verkabelung

image221
Abbildung 24. Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks

Alle benötigten Kabel sind im Lieferumfang enthalten.
Die Phoenix-Contact-Stecker müssen bei der Verkabelung hörbar einrasten.
Die Entriegelung der Stecker ist über den seitlichen Druckknopf am Stecker möglich.

6.7.2. Verkabelung der Master BMS-Box mit dem ersten Modul

Der Widerstand, das DC-Kabel (410 mm) und das Kommunikationskabel (410 mm) befinden sich im Karton der Master-BMS-Box.

Die Verkabelung der Master-BMS-Box mit dem ersten Batteriemodul erfolgt nach folgendem Schema:

image224
Abbildung 25. Verkabelung Master-BMS-Box und erstes Batteriemodul
Tabelle 41. Verkabelung Master-BMS-Box und erstes Batteriemodul
Pos. Abbildung Beschreibung

1

image087

Widerstand grau zum Einstecken in den Anschluss „PARALLEL OUT“ an der Master-BMS-Box (wird hier nur benötigt, wenn keine Submaster-BMS-Box eingebaut wird)

2

image081

DC-Kabel schwarz (410 mm / 25 mm²), Stecker schwarz/schwarz zur Verbindung vom Anschluss „MODULE –“ an der Master-BMS-Box zum DC-Anschluss „ – " am ersten Batteriemodul unterhalb der Master-BMS-Box

3

image103

Kommunikationskabel (410 mm) RJ45-Anschlüsse zur Verbindung vom Anschluss „MODULE OUT“ an der Master-BMS-Box zum Anschluss „MODULE IN“ am ersten Batteriemodul unterhalb der Master-BMS-Box

6.7.3. Verkabelung der Batteriemodule

Ein DC-Kabel (250 mm) und ein Kommunikationskabel (300 mm) befinden sich im Karton von jedem Batteriemodul.

Die Verkabelung der Batteriemodule nach folgendem Schema vornehmen:

image232
Abbildung 26. Verkabelung der Batteriemodule
Tabelle 42. Verkabelung der Batteriemodule
Pos. Abbildung Beschreibung

1

image101

DC-Kabel schwarz (250 mm / 25 mm²), Stecker orangefarben/schwarz zur Verbindung zwischen den DC-Anschlüssen „ + “ und „ – “ der Batteriemodule

2

image081

Kommunikationskabel (300 mm) RJ45-Anschlüsse zur Verbindung zwischen den Anschlüssen „MODULE OUT“ und „MODULE IN“ der Batteriemodule

6.7.4. Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks (mit Master BMS-Box)

Das Kommunikationskabel (950 mm) und die DC-Kabel (1000mm und 2400 mm) befinden sich in einer Kabeltüte der Accessoires-Box (die Kabel mit den Längen 1000 mm und 950 mm werden nur bei mehr als 10 Modulen benötigt – sie gehören auch nur dann zum Lieferumfang).
Der Endwiderstand (120 Ω) schwarz befindet sich im Karton der Master-BMS-Box.

Die Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks nach folgendem Schema vornehmen:

image236
Abbildung 27. Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks – mit Master-BMS-Box
Tabelle 43. Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks – mit Master-BMS-Box
Pos. Abbildung Beschreibung

1

image141

DC-Kabel (2400 mm / 25 mm²) Stecker orangefarben/orangefarben zur Verbindung vom Anschluss „MODULE +“ an der BMS-Box zum DC-Anschluss „ + “ am letzten Batteriemodul des Strings

2

image085

Endwiderstand (120 Ω) schwarz zum Einstecken in den Anschluss „MODULE OUT“ am letzten Batteriemodul des Strings

3

image143

DC-Kabel (1000 mm / 25 mm²) Stecker orangefarben/schwarz zur Verbindung zwischen den DC-Anschlüssen von „ + “ zu „ – " der unteren beiden Batteriemodule
Zur Verbindung mehrerer Batterie-Racks (nur bei mehr als 10 Batteriemodulen)

4

image145

Kommunikationskabel (950 mm) RJ45 Anschlüsse zur Verbindung zwischen den Anschlüssen von „MODULE OUT“ zu „MODULE IN“ der unteren beiden Batteriemodule
Zur Verbindung mehrerer Batterie-Racks (nur bei mehr als 10 Batteriemodulen)

6.7.5. Verkabelung Submaster BMS-Box und erstes Batteriemodul (optional)

Das DC-Kabel (410 mm) und das Kommunikationskabel (410 mm) befinden sich im Karton der Submaster-BMS-Box.
Der Widerstand befindet sich im Karton der Master BMS-Box.

Die Verkabelung der Submaster BMS-Box mit dem ersten Batteriemodul erfolgt nach folgendem Schema:

image247
Abbildung 28. Verkabelung Submaster-BMS-Box und erstes Batteriemodul
Tabelle 44. Verkabelung Submaster-BMS-Box und erstes Batteriemodul
Pos. Abbildung Beschreibung

1

image087

Widerstand grau zum Einstecken in den Anschluss „PARALLEL OUT“ an der Submaster-BMS-Box

2

image081

DC-Kabel (410 mm / 25 mm ²), Stecker schwarz/schwarz zur Verbindung vom Anschluss „MODULE –" an der Submaster-BMS-Box zum DC-Anschluss „ – " am ersten Batteriemodul unterhalb der Submaster-BMS-Box

3

image103

Kommunikationskabel (410 mm) RJ45-Anschlüsse zur Verbindung vom Anschluss „MODULE OUT“ an der Submaster-BMS-Box zum Anschluss „MODULE IN“ am ersten Batteriemodul unterhalb der Submaster-BMS-Box

6.7.6. Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks mit Submaster BMS-Box (optional)

Das Kommunikationskabel (950 mm) und die DC-Kabel (1000mm und 2400 mm) befinden sich in einer Kabeltüte der Accessoires-Box (die Kabel mit den Längen 1000 mm und 950 mm werden nur bei mehr als 10 Modulen benötigt – sie gehören auch nur dann zum Lieferumfang).
Der Endwiderstand (120 Ω) schwarz befindet sich im Karton der Submaster-BMS-Box.

Die Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks nach folgendem Schema vornehmen:

image252
Abbildung 29. Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks – mit Submaster-BMS-Box
Tabelle 45. Verkabelung innerhalb des Batterie-Racks – mit Submaster-BMS-Box
Pos. Abbildung Beschreibung

1

image141

DC-Kabel (2400 mm / 25 mm²) Stecker orangefarben/orangefarben zur Verbindung vom Anschluss „MODULE +“ an der BMS-Box zum DC-Anschluss „ + “ am letzten Batteriemodul des Strings

2

image085

Endwiderstand (120 Ω) schwarz zum Einstecken in den Anschluss „MODULE OUT“ am letzten Batteriemodul des Strings

3

image143

DC-Kabel (1000 mm / 25 mm²) Stecker orangefarben/schwarz zur Verbindung zwischen den DC-Anschlüssen von „ + “ zu „ – " der unteren beiden Batteriemodule
Zur Verbindung mehrerer Batterie-Racks (nur bei mehr als 10 Batteriemodulen)

4

image145

Kommunikationskabel (950 mm) RJ45 Anschlüsse zur Verbindung zwischen den Anschlüssen von „MODULE OUT“ zu „MODULE IN“ der unteren beiden Batteriemodule
Zur Verbindung mehrerer Batterie-Racks (nur bei mehr als 10 Batteriemodulen)

6.7.7. Verkabelung Master BMS-Box und Submaster BMS-Box (optional)

Das Patchkabel (5 m) befindet sich im Karton der Submaster BMS-Box.
Der Endwiderstand grau befindet sich im Karton der Master-BMS-Box.

Die Verkabelung der Master-BMS-Box mit der Submaster-BMS-Box erfolgt für den Fall, dass eine Submaster-BMS-Box eingebaut ist, nach folgendem Schema:

image259
Abbildung 30. Verkabelung Master BMS-Box und Submaster BMS-Box
Tabelle 46. Verkabelung Master BMS-Box und Submaster BMS-Box
Pos. Abbildung Beschreibung

1

image093

Patchkabel (5 m) RJ45 Anschlüsse zur Verbindung vom Anschluss „PARALLEL OUT“ an der Master BMS-Box zum Anschluss „PARALLEL IN“ an der Submaster BMS-Box

1

image087

Endwiderstand grau zum Einstecken in den Anschluss „PARALLEL OUT“ an der Submaster BMS-Box

6.8. Verbindung Master BMS-Box und FEMS-Anschlussbox

Die notwendigen Kabel befinden sich in der Accessoires-Box.

image264
Abbildung 31. Verbindung Master BMS und FEMS-Anschlussbox
Tabelle 47. Verbindung Master BMS und FEMS-Anschlussbox
Verbindung Abbildung: verwendetes Kabel Beschreibung

Pos. 1 zu 4

image117

Patchkabel (10 m) zur Verbindung vom
(Pos. 1) – „INTERNAL“ Anschluss am Master BMS zum
(Pos. 4) – „Ethernet 2, 3 oder 4“ Anschluss am Switch in der FEMS-Anschlussbox

Pos. 2 zu 3

image119

Steuerungsleitung (10 m) zur Verbindung vom
(Pos. 2) – 8-Pin-Phoenix-Contact-Stecker (Pin 3 und 4) am Master BMS zur
(Pos. 3) – Relaisboard (Anschluss 6, 7 oder 8), jeweils „L“ und „NC“, in der FEMS-Anschlussbox

6.8.1. Steckerbelegung 8-Pin-Stecker Master BMS-Box für die Verbindung zur FEMS-Anschlussbox

Der 8-Pin-Stecker befindet sich bei der Master BMS-Box.

image272
Abbildung 32. Steckerbelegung 8-Pin-Stecker Master BMS
Tabelle 48. Steckerbelegung 8-Pin-Stecker Master BMS
Pos. Beschreibung

1

Pin 3 – Ader Nummer 2

2

Pin 4 – Ader Nummer 1

3

Ader Nummer 2 – zum Relaisboard in der FEMS-Anschlussbox: Anschluss NC

4

Ader Nummer 1 – zum Relaisboard in der FEMS-Anschlussbox Anschluss L

6.9. Verbindung Master BMS-Box und Netztrennstelle

Die notwendigen Kabel befinden sich in der Accessoires-Box.

image274
Abbildung 33. Verbindung Master BMS und Netztrennstelle
Tabelle 49. Verbindung Master BMS und Netztrennstelle
Verbindung Abbildung: verwendetes Kabel Beschreibung

Pos. 1 zu 5

image117

Patchkabel (10 m) zur Verbindung vom
(Pos. 1) – „INTERNAL“ Anschluss am Master BMS zum
(Pos. 5) – „Ethernet 4“ Anschluss am Switch in der Netztrennstelle

Pos. 2 zu 3

4-adriges Kabel (10 m) zur Verbindung vom
(Pos. 2) – 8-Pin-Phoenix-Contact-Stecker (Pin 1 und 2) zur
(Pos. 3) – Reihenklemme X11 + und X11
(X11 +: Ader Nr. 1 von Pin 1 und X11 -: Ader Nr. 2 von Pin 2) in der Netztrennstelle

Pos. 2 zu 4

4-adriges Kabel (10 m) zur Verbindung vom
(Pos. 2) – 8-Pin-Phoenix-Contact-Stecker (Pin 3 und 4) zur
(Pos. 4) – Reihenklemme X14-1 und X14-2
(X14-1: Ader Nr. 3 und X14-2: Ader Nr. 4) in der Netztrennstelle

6.9.1. Steckerbelegung 8-Pin-Stecker Master BMS-Box für die Verbindung zur Netztrennstelle

Der 8-Pin-Stecker befindet sich bei der Master BMS-Box.

image277
Abbildung 34. Steckerbelegung 8-Pin-Stecker Master BMS
Tabelle 50. Steckerbelegung 8-Pin-Stecker Master BMS
Pos. Beschreibung

1

Pin 1 – Ader Nummer 1

2

Pin 2 – Ader Nummer 2

3

Pin 3 – Ader Nummer 3

4

Pin 4 – Ader Nummer 4

5

Ader Nummer 1 – zur Reihenklemme X11 + in der Netztrennstelle

6

Ader Nummer 2 – zur Reihenklemme X11 – in der Netztrennstelle

7

Ader Nummer 3 – zur Reihenklemme X14-1 in der Netztrennstelle

8

Ader Nummer 4 – zur Reihenklemme X14-2 in der Netztrennstelle

6.10. Verbindung Master BMS-Box zum Wechselrichter

Die beiden DC-Kabel befinden sich in der Accessoires-Box.
Die notwendigen Amphenolstecker für den Anschluss am Wechselrichter gehören zum Lieferumfang des Wechselrichters und sind beim Gehäuse verpackt.

image279
Abbildung 35. Verbindung Master BMS und Wechselrichter
Tabelle 51. Verbindung Master BMS und Wechselrichter
Verbindung Abbildung: verwendetes Kabel Beschreibung

Pos. 1 zu 3

image121

DC-Kabel (5 m) mit orangenfarbenen Phoenix-Contact-Stecker vom
(Pos. 1) – DC-Anschluss „BAT OUT +“ an der Master BMS-Box zum
(Pos. 3) – Wechselrichter PWS2-30M-EX DC-Anschluss „DC +“

Pos. 2 zu 4

DC-Kabel (5 m) mit schwarzen Phoenix-Contact-Stecker vom
(Pos. 2) – DC-Anschluss „BAT OUT –" an der Master BMS-Box zum
(Pos. 4) – Wechselrichter PWS2-30M-EX DC-Anschluss „DC –"

Hinweise zur Verkabelung – Anschluss am Wechselrichter

  • DC-Leitungsenden auf benötigte Länge abschneiden

  • DC-Leitungsenden markieren und dabei auf die Polung achten

  • DC-Leitung in das Gehäuse des Wechselrichters einführen

  • Amphenolstecker (50 mm²) mit eingesetzter Reduzierhülse (35 mm²) aufgepressen

  • Amphenolstecker mit Sechskantpressung für 50 mm² versehen

6.10.1. Verbindung BMS-Box zur String-Sammelbox (alternativ/optional)

Diese Verkabelung gilt alternativ zur Verkabelung im Abschnitt „Verbindung BMS-Box zum Wechselrichter“. In diesem Fall gibt es zusätzlich zur Master BMS-Box auch eine Submaster BMS-Box.
Die notwendigen DC-Kabel und Ringkabelschuhe (35 mm²/M10) sind im Lieferumfang enthalten.

image283
Abbildung 36. Verbindung BMS-Box und String-Sammelbox
Tabelle 52. Verbindung BMS-Box und String-Sammelbox
Verbindung Abbildung: verwendetes Kabel Beschreibung

Pos. 1 zu 6

image121

DC-Kabel (5 m) mit orangenfarbenen Phoenix-Contact-Stecker vom
(Pos. 1) – DC-Anschluss „BAT OUT +“ an der Master BMS-Box zur
(Pos. 6) – String-Sammelbox Anschluss „DC +"

Pos. 2 zu 5

DC-Kabel (5 m) mit orangefarbenen Phoenix-Contact-Stecker vom
(Pos. 2) – DC-Anschluss „BAT OUT –" an der Master BMS-Box zur
(Pos. 5) – String-Sammelbox Anschluss „DC –"

Pos. 3 zu 8

DC-Kabel (5 m) mit orangefarbenen Phoenix-Contact-Stecker vom
(Pos. 3) – DC-Anschluss „BAT OUT +” am Submaster BMS zur
(Pos. 8) – String-Sammelbox Anschluss „DC +"

Pos. 4 zu 7

DC-Kabel (5 m) mit orangefarbenen Phoenix-Contact-Stecker vom
(Pos. 4) – DC-Anschluss „BAT OUT –“ am Submaster BMS zur
(Pos. 7) – String-Sammelbox Anschluss „DC –"

6.10.2. Verbindung String-Sammelbox zum Wechselrichter (alternativ/optional)

Diese Verkabelung gilt alternativ zur Verkabelung im Abschnitt „Verbindung BMS-Box zum Wechselrichter“. In diesem Fall gibt es zusätzlich zur Master BMS-Box auch eine Submaster BMS-Box.
Die notwendigen DC-Kabel, Aderendhülsen und Amphenolstecker sind im Lieferumfang enthalten.

image289
Abbildung 37. Verbindung String-Sammelbox und Wechselrichter
Tabelle 53. Verbindung String-Sammelbox und Wechselrichter
Verbindung Abbildung: verwendetes Kabel Beschreibung

Pos. 1 zu 3

DC-Kabel (5 m) – Radox 4 GKW-AC 35 mm² vom
(Pos. 1) – Anschluss (+) an der String-Sammelbox zum
(Pos. 3) – Wechselrichter DC-Anschluss „DC +“

Pos. 2 zu 4

DC-Kabel (5 m) – Radox 4 GKW-AC 35 mm² vom
(Pos. 2) – Anschluss (-) an der String-Sammelbox zum
(Pos. 4) – Wechselrichter DC-Anschluss „DC –"

6.11. Verbindung FEMS-Anschlussbox zum Wechselrichter

Das notwendige Patchkabel ist im Lieferumfang enthalten.

image291
Abbildung 38. Verbindung FEMS-Anschlussbox und Wechselrichter
Tabelle 54. Verbindung FEMS-Anschlussbox und Wechselrichter
Verbindung Abbildung: verwendetes Kabel Beschreibung

Pos. 1 zu 2

image117

Patchkabel (10 m) von
(Pos. 1) – „Ethernet 6, 7 oder 8“ Anschluss am Switch in der FEMS-Anschlussbox zum
(Pos. 2) – Wechselrichter (LAN) Anschluss

6.12. Verbindung Netztrennstelle zum Wechselrichter

Das notwendige Patchkabel ist im Lieferumfang enthalten.

image295
Abbildung 39. Verbindung Netztrennstelle und Wechselrichter
Tabelle 55. Verbindung Netztrennstelle und Wechselrichter
Verbindung Abbildung: verwendetes Kabel Beschreibung

Pos. 1 zu 2

image117

Patchkabel (10 m) von
(Pos. 1) – „Ethernet 6, 7 oder 8“ Anschluss am Switch in der FEMS-Anschlussbox zum
(Pos. 2) – Wechselrichter (LAN) Anschluss

7. Erstinbetriebnahme

7.1. Prüfen der Installation, Anschlüsse und Verkabelung

Vor der Erstinbetriebnahme die Anlage wie folgt prüfen:

  • Alle Komponenten (Abstände, Umgebung, Befestigung) sind richtig installiert.

  • Alle internen Verkabelungen sind vollständig und fachgerecht angeschlossen.

  • Alle externen Versorgungsleitungen (Spannungsversorgung, Kommunikationskabel) sind fachgerecht angeschlossen.

  • Alle Anschlusswerte sind auf die Anlage abgestimmt und erforderliche Einstellungen wurden vorgenommen.

  • Alle nötigen Prüfungen der Anlage wurden normgerecht durchgeführt.

7.1.1. Checkliste für Erstinbetriebnahme

Tabelle 56. Checkliste - Erstinbetriebnahme

Pos.

Montage

image298
image300

Batteriewechselrichter

1

Montage gemäß Anleitung durchgeführt?
(Mindestabstände, ausreichende Befestigung, etc.)

2

Zuleitung verlegt und angeschlossen? (Leitungsquerschnitt und Drehfeld korrekt?)

3

Erdung angeschlossen? (Leitungsquerschnitt korrekt?)

4

DC-Leitungen von Batterie zu Batteriewechselrichter verlegt und angeschlossen?

5

Kommunikationsleitung von Batteriewechselrichter zu FEMS-Anschlussbox verlegt und angeschlossen? (Patchkabel)

Batterie-Rack

1

Montage Batterie-Rack (o. ä.) gemäß Anleitung durchgeführt?
(Mindestabstände, ausreichende Befestigung, etc.)

2

Batterie-Rack korrekt geerdet?
(an Potenzialausgleichsschiene, nicht über Batteriewechselrichter)

3

Batteriemodule eingesetzt und korrekt befestigt und geerdet?
(mitgelieferte Schrauben und Fächerzahnscheiben verwenden)

4

BMS (BCU) eingesetzt, befestigt und gemäß Anleitung angeschlossen?

5

DC-Leitungen gemäß Anleitung an BMS (BCU) angeschlossen? (Zugprobe)

6

Kommunikationsleitung und alle anderen Verbindungskabel von Batterie zu FEMS-Anschlussbox verlegt und angeschlossen?

FEMS-Anschlussbox

1

Montage FEMS-Anschlussbox gemäß Anleitung durchgeführt?

2

Zuleitung verlegt und angeschlossen? (meistens NYM-J 3 x 1,5 mm²)

3

Netzwerkleitung von Betreibernetzwerk verlegt und angeschlossen? + (Internetanbindung - Patchkabel)

4

Kommunikationsleitung von Batteriewechselrichter in FEMS-Anschlussbox gemäß Anleitung angeschlossen? (Patchkabel)

5

Kommunikationsleitung und alle anderen Verbindungskabel von BMS in FEMS-Anschlussbox gemäß Anleitung angeschlossen?

6

Kommunikationsleitung von 3-Phasensensor in FEMS-Anschlussbox gemäß Anleitung angeschlossen?

Elektroverteilung

1

3-Phasensensor nach dem EVU-Zähler eingebaut und angeschlossen?
– Zwingend korrekte Position sicherstellen!
– Zwingend identische Phasenlage am Zähler und am Batteriewechselrichter sicherstellen!
Ansonsten kein korrekter Betrieb möglich (Stromlaufplan in Anleitung beachten)!

2

Optionaler 3-Phasensensor für Erzeugungsanlage(n) eingebaut und angeschlossen?
– Zwingend korrekte Position sicherstellen!
– Zwingend identische Phasenlage am Zähler und am Batteriewechselrichter sicherstellen!
Ansonsten keine korrekte Messung und kein fehlerfreies Monitoring möglich (Stromlaufplan in Anleitung beachten)!

3

Kommunikationsleitung von 3-Phasensenor(en) zu FEMS-Anschlussbox verlegt und gemäß Anleitung angeschlossen? (RS485)

4

3-Phasensensor gemäß Anleitung korrekt eingestellt? + (baud-Rate, Modbus-Adresse, Wandlerverhältnis, IP-Adresse bei Janitza, etc.)

5

Wenn vorhanden, Messwandler von 3-Phasensensor korrekt eingebaut und angeschlossen?
– Zwingend korrekte Position sicherstellen!
– Zwingend identische Phasenlage am Zähler und am Batteriewechselrichter sicherstellen!
Ansonsten kein korrekter Betrieb möglich (Stromlaufplan in Anleitung beachten)!

6

Absicherung Batteriewechselrichter korrekt und selektiv? + (Auf Zählervorsicherung achten)

7

Absicherung FEMS-Anschlussbox korrekt und selektiv?

8

Wenn vorhanden, Absicherung Wandlermessung korrekt und selektiv?

Optional, individuell

1

Alle Komponenten für sämtliche FEMS-Apps gemäß Anleitung installiert? + (z. B. Relaisboard, Steuerleitungen, Kommunikationsleitungen, Absicherung, etc.)
– Ggf. Abstimmung mit weiteren Firmen nötig (z. B. bei Wärmepumpen-App)
– Meist ist eine Kommunikationsverbindung zur FEMS-Anschlussbox nötig.

2

C30 Netztrennstelle für Notstrom gemäß Anleitung installiert?

Erstprüfung gemäß VDE 0100-600

1

Sichtprüfung (z. B. Schutz gegen elektrischen Schlag, korrekte Auswahl der Betriebsmittel, etc.)

2

Durchgängigkeit der Schutzleiter

3

Isolationswiderstand

4

Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung (z. B. Kurschlussstrommessung, Schleifenimpedanz, Auslösestrom, etc. – je nach Netzform)

5

Spannungs- und Drehfeldmessung AC-seitig (230V/400V, Rechtsdrehfeld)

6

Funktionsfähigkeit der Betriebsmittel sicherstellen

7

Prüfergebnisse bewertet? (gegebenenfalls nacharbeiten)

Dokumentation

1

Alle Betriebsmittel und Sicherungen beschriftet?

2

Schaltpläne und Anleitungen auf Baustelle hinterlegt?

3

Prüfbericht ausgefüllt/erstellt? (Prüfer, Prüfdatum, Prüfergebnisse, Unterschrift)

7.1.2. Technische Dokumentation – FEMS

Die Technische Dokumentation des FEMS muss beachtet werden, diese ist auch auf www.fenecon.de/files-fems/ zu finden.

1. Internetanbindung

Eine dauerhafte Internetanbindung für das FEMS wird empfohlen. Grundsätzlich ist auch ein Offline-Betrieb möglich. In diesem Fall können jedoch u.a. folgende Funktionen nicht genutzt werden: Systemupdates, Installation von neuen FEMS-Apps, Übertragung von Messdaten an FENECON Server für Remote-Zugriff, Nutzung des Online-Monitorings über den FENECON Portalzugang (z.B. für unterwegs via Smartphone), Wartungszugang für FENECON Service Mitarbeiter, Nutzung von FEMS-Apps mit Third-Party Diensten über Internet (z.B. dynamische Stromtarife).

2. Netzwerkkonfiguration

FEMS bezieht in der Standard-Konfiguration die IP-Adresse über einen DHCP-Server (z.B. FritzBox). Die Netzwerkkonfiguration kann im Online Monitoring zusätzlich unter Einstellungen → Netzwerkkonfiguration angepasst werden. Mehr Informationen finden Sie unter:
www.docs.fenecon.de/Monitoring_FEMS-Einstellungen_Netzwerkkonfiguration.

3. Firewall

Die folgenden Dienste laufen auf dem FEMS aktiv und benötigen eine Internetverbindung zu den jeweiligen Ziel-Adressen und -Ports.

Dienst Ziel-Adresse(n) Ziel-Port

DNS

(IP des durch DHCP zugewiesenen DNS-Servers)

53 (DNS)

FENECON Paketupdates

144.76.42.217 (fenecon.de)

80 (HTTP)

Betriebssystem Paketupdates

144.76.42.217 (ftp.de.debian.org)

80 (HTTP)

Betriebssystem Sicherheitsupdates

212.211.132.250, 195.20.242.89, 212.211.132.32 (security.debian.org)

80 (HTTP)

Online-Monitoring

144.76.42.217 (fenecon.de)

443 (HTTPS)

Zeitsynchronisierung

144.76.42.217 (fenecon.de)

123 (NTP)

Fernwartung

168.119.5.99 (remote-service.fenecon.de)

2222

4. System-Update

Das System wird regelmäßig im Rahmen von Softwareupdates aktualisiert. Diese Updates können über den Reiter Einstellungen → FEMS Systemupdate installiert werden.

7.2. Einschalten/Ausschalten der Anlage

7.2.1. Einschalten

Die Anlage wie folgt in Betrieb nehmen:

image303

1.Kontrollieren, ob AC-Anschlusskabel angeschlossen ist (Spannungsversorgung).
2.Die Sicherung B6 in der FEMS-Anschlussbox auf „ON“ stellen.
3.Allgemein drauf achten, dass alle AC-Fehlerstromschutzschalter und Sicherungen eingeschalten sind.

Alternativ: Alle Sicherungen in der Netztrennstelle einschalten.

image305

4.Kontrollieren, ob die Werte von Netzanschlusszähler und Erzeugungszähler im FENECON-Online-Monitoring angezeigt werden.

image307

5.Kontrollieren, ob der AC Anschluss am Wechselrichter phasengenau angeschlossen ist (Spannungsversorgung).
6.Hauptschalter (AC-Switch) des Wechselrichters in die Position [ON] schalten.

7.Submaster-BMS einschalten, falls vorhanden

image309

a) Den Hauptschalter [BAT POWER] an der Submaster BMS-Box von der Position [OFF] in Position [ON] schalten.

image311

b) Den [BMS POWER]-Taster an der Submaster BMS-Box drücken.

8.Master BMS einschalten

image313

a) Den Hauptschalter [BAT POWER] an der Master BMS-Box von der Position [OFF] in Position [ON] schalten.

image315

b) Den [BMS POWER]-Taster an der Master BMS-Box drücken.

image317

c) Den [MASTER POWER]-Taster an der Master BMS-Box drücken.

image319

9.Nach kurzer Zeit sollten alle Kontrollleuchten an den BMS-Box(en) grün aufleuchten.

image305

10.Kontrollieren, ob der SoC der Batterien im FENECON-Online-Monitoring angezeigt wird.

Es besteht die Möglichkeit, dass die SOC-Anzeige zu Beginn noch nicht 100% der Kapazität anzeigt. Das System benötigt ein paar Zyklen, bis es reibungslos läuft.

7.2.2. Ausschalten

Beim Ausschalten wird der Einschalt-Vorgang in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.
Zwischen den Schritten, beim Ausschalten der BMS-Boxen muss jeweils 10 – 15 Sekunden gewartet werden.

7.3. Konfiguration TCP Kommunikation

Achten Sie darauf, dass während der Konfiguration die Batterie eingeschaltet ist und bleibt.
Sollte sich die Batterie ausschalten, drücken Sie erneut den Taster „MASTER POWER“.
Bei Systemen, die ab Juli 2023 ausgeliefert wurden, kann dieses Kapitel übersprungen werden, da bei diesen die Einstellungen schon Vorkonfiguriert sind.

image322

1) Ziehen Sie das Patchkabel aus dem „INTERNAL“ Anschluss am Master BMS
2) Nehmen Sie ein Patchkabel zur Hand. Stellen Sie damit eine Verbindung zwischen dem „INTERNAL“ Anschluss am Master BMS und einem PC/Lapotp her.

image324

3) Öffnen Sie die „Ethernet-Einstellungen“ auf dem PC/Laptop.
4) Klicken Sie auf die Schaltfläche „Adapteroptionen ändern“.
5) Nun gibt es verschiedene Ethernet-Verbindungen zur Auswahl. Wählen Sie hier die Verbindung zum Master BMS mit einem Doppelklick aus. (Bei der entpsrechenden Ethernet-Verbindung ist kein“x“ zu sehen.)

image326

6) Es öffnet sich ein Fenster „Status von Ethernet X“.
Mit einem Klick auf das Feld „Eigenschaften“ wird ein weiteres Fenster geöffnet. In diesem muss mit Doppelklick die Zeile „Internetprotokoll. Version 4 (TCP/IPv4)“ ausgewählt werden.
Erneut öffnet sich ein Fenster, hier muss der Punkt „Folgende IP-Adresse verwenden“ ausgewählt werden.
In das Feld der „IP-Adresse“ wird nun folgende Nummer eingegeben: „192.168.0.30“.
Diese Schritte werden jeweils mit „OK“ und „Schließen“ bestätigt.

image328

7) Öffnen Sie nun einen Browser.
8) Geben Sie in die Adressleiste folgende IP-Adresse ein: 192.168.0.7
9) Im sich öffnenden Feld muss für den Benutzernahmen UND das Passwort „admin“ eingegeben werden.
10) Anschließend „Anmelden“ klicken.

image330

11) Wählen Sie nun auf der Seite am linken Rand den Reiter „Serial Port“ aus.
12) In der Zeile „Work Mode“ muss die Einstellung „TCP Server“ ausgewählt werden. (Standardmäßig ist meist „TCP Client“ ausgewählt)
13) Diese Einstellung muss mit „Save“ gespeichert werden.

image332

14) Zuletzt klicken Sie „Restart Module“.

image334

15) Am Ende muss die Verbindung zwischen Master BMS (INTERNAL-Port) und Laptop/PC wieder getrennt werden.
16) Zudem muss die Verbindung zwischen Master BMS und FEMS-Box wieder hergestellt werden. Dafür das zuvor getrennte Kabel wieder anschließen:
INTERNAL an Master BMS zur FEMS-Box

7.4. Konfiguration über Inbetriebnahme-Assistent

Bitte beachten:

Die automatische Inbetriebnahme über unseren IBN-Assistenten ist derzeit nur bei folgenden, ausgewählten Systemkonfigurationen möglich:

  • Sie haben maximal einen Batteriewechselrichter verbaut (30 kW)

  • Sie verwenden das System für die Eigenverbrauchsoptimierung

  • Optional: Sie verwenden das System mit der Funktion für die Notstromversorgung

Haben Sie ein größeres System mit zwei oder drei Wechselrichtern (60 kW oder 90 kW), erfolgt die IBN durch die Unterstützung von unserem Serviceteam (siehe folgenden Abschnitt 7.4).

Verwenden Sie zusätzliche Apps, wie z.B. Lastspitzenkappung, Heizstab, Ladestationen, usw. – wenden Sie sich ebenfalls an unser Service-Team.

Vorgehen bei der IBN durch den IBN-Assistent:

Öffnen Sie die Homepage der FENECON und klicken Sie oben rechts auf den Login zum FEMS Online-Monitoring „FEMS Login“. Alternativ werden Sie über den nachfolgenden QR-Code oder den Link auf die Seite geleitet.

image336

1) https://portal.fenecon.de

image338

2) Melden Sie sich mit Ihrem Installateurs-Zugang an.

image340

3) Wenn noch kein Installateurs-Zugang erstellt wurde, dann kann dieser direkt unter dem Login-Fenster erstellt werden.
4) Klicken Sie auf die Schaltfläche „Benutzer Account anlegen“ und wählen dann den Bereich „Installateur“ aus.
5) Hierfür müssen alle Informationen korrekt und vollständig ausgefüllt werden.

image342

6) Wenn alle notwendigen Punkte bestätigt wurden, wird der Account automatisch angelegt
7) Sie werden direkt zur Konfiguration des Speichersystems weitergeleitet.

image345

8) Als erstes müssen Sie den 16-stelligen Installateurs-schlüssel eingeben.
9) Diesen finden Sie an der linken Seite der FEMS-Anschlussbox oder der Netztrennstelle auf dem Typenschild.
10) Installation key: XXXX-XXXX-XXXX-XXXX
11) Folgen Sie anschließend dem Installations-Assistenten durch die verschiedenen Schritte.

image348

12) Nach Abschluss der IBN ist das System betriebsbereit und sie werden direkt zum Live-Monitoring weitergeleitet.

– Sie erhalten für Ihre Unterlagen eine E-Mail mit einer Zusammenfassung der kompletten IBN (IBN Protokoll).
– Der Kunde erhält ebenfalls eine E-Mail mit den persönlichen Zugangsdaten für das Endkunden-Monitoring.

7.5. Inbetriebnahme durch Serviceunterstützung

Besteht Ihr System aus mehr als einem Wechselrichter (60 kW oder 90 kW), erfolgt die Inbetriebnahme durch die Unterstützung unseres Service-Team.

Bitte vereinbaren Sie für die telefonische Inbetriebnahme einen Termin zwei Wochen im Voraus mit Ihrem Ansprechpartner bei der FENECON.

Bei einer vor Ort IBN wird eine Vorlaufzeit von mind. 4 Wochen benötigt.

Für die Unterstützung wenden Sie sich bitte an:

FENECON GmbH
Brunnwiesenstraße 4
94469 Deggendorf
+49 990-3628-00 (Service)
service@fenecon.de

Die Inbetriebnahme dauert ca. eine Stunde.

Im Falle der Inbetriebnahme durch die Serviceunterstützung muss vom Elektro-Fachbetrieb und dem Endkunden gemeinsam ein Inbetriebnahmeprotokoll ausgefüllt und unterschrieben werden. Anschließend muss es innerhalb von 30 Tagen nach der Installation per E-Mail, Fax oder Post an FENECON übermittelt werden.

Sie finden das IBN-Protokoll auf der FENECON-Internetseite im Downloadcenter unter:
https://fenecon.de/files-commercial-30/.

Dieses IBN-Protokoll ist Voraussetzung für die Gültigkeit der Garantie. Ohne dieses Protokoll bestehen keine Garantieansprüche.

8. FEMS-Online-Monitoring

Das FEMS-Online-Monitoring dient der Visualisierung sämtlicher Energieflüsse im System. Der Energiemonitor zeigt Livedaten zum Netzbezug oder zur Netzeinspeisung, PV-Produktion, Beladung/Entladung des Batteriespeichers und Stromverbrauch. Über weitere Widgets wird der prozentuelle Grad an der Autarkie und des Eigenverbrauchs dargestellt. Zusätzlich bieten die einzelnen Widgets eine Detailansicht, über die, die Leistungswerte auch phasengenau eingesehen werden können.

Neben der reinen Informationsdarstellung werden im Online-Monitoring auch alle zusätzlich erworbenen FEMS Erweiterungen, wie beispielsweise zur Einbindung einer Wärmepumpe, Heizstab, E-Ladestation oder Blockheizkraftwerk (BHKW) aufgeführt. Deren Funktionsweise ist durch das entsprechende Widget steuerbar.

Zusätzlich zur Live-Ansicht bietet die Historie die Möglichkeit, selbst-gewählte Zeiträume für das Online-Monitoring auszuwählen. Über das Info-Symbol kann der Status des Gesamtsystems als auch der einzelnen Komponenten zu jedem Zeitpunkt überwacht werden.

8.1. Zugangsdaten

Der Zugang zum FEMS-Online-Monitoring ist nach Endkunden und Installateur getrennt.

Zugang für den Endkunden

Der Zugang für den Endkunden wird nach Abschluss der Inbetriebnahme automatisch erzeugt und per E-Mail an den Endkunden verschickt.

Hier müssen noch die AGBs bestätigt werden, dann steht das Monitoring ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Zugang für den Installateur

Der Installateurs-Zugang kann, wie in Kapitel Konfiguration über Inbetriebnahme-Assistent beschrieben auf der FENECON Homepage erstellt werden. Der Zugang ist für die erfolgreiche Inbetriebnahme erforderlich.

8.2. Übersicht

image350
Abbildung 40. FEMS-Online-Monitoring

9. Störungsbeseitigung

9.1. FEMS-Online-Monitoring

Der Systemzustand kann nach dem Login oben rechts anhand der Farbe des Symbols überprüft werden.

9.1.1. Störungsanzeige

image352

Systemzustand: Alles in Ordnung

image354

Systemzustand: Warnung (Warning)

image356

Systemzustand: Fehler (Fault)

9.1.2. Störungsbehebung

image358

Eine detaillierte Übersicht über eine vorhandene Warnung oder einen Fehler erhalten Sie, wenn Sie auf das Ausrufezeichen in der rechten oberen Ecke klicken.

image360

Über die Scroll-Leiste kann der Ursprung der Warnung oder des Fehlers genauer untersucht werden.
In diesem Beispiel liegt der Fehler bei dem eingesetzten Controller.

image362

Durch Klicken auf das Symbol (Pfeil nach unten) wird je nach Fehler eine genauere Fehlerbeschreibung angezeigt.

In dem Beispiel oben wurde zu Testzwecken absichtlich eine falsche Referenz für den Netzzähler eingetragen, weshalb die Ausführung des Controllers fehlschlägt.

image364

Unter Umständen kann es passieren, dass das FEMS nicht erreichbar ist und nebenstehende Fehlermeldung erscheint.

Wenn das FEMS offline ist, folgen Sie den Schritten, die unter der Meldung angezeigt werden.

9.2. Wechselrichter

9.2.1. Störungsanzeige

Störungen werden am Wechselrichter über die LED-Anzeige und den kleinen Monitor wie folgt angezeigt:

image366
Abbildung 41. Störungsanzeige Wechselrichter
Tabelle 57. Störungsliste
Pos. Bedienelement/Anzeige Anzeige/Stellung Funktion

1

LED-Anzeige [Running]

– leuchtet grün

– Normaler Betrieb – kein Fehler

2.1

LED-Anzeige [FAULT]

– leuchtet rot

– Fehler/Störung – Abschaltung

2.2

LED-Anzeige [FAULT]

– blinkt rot

– Warnung/Alarm – keine Abschaltung

3

Monitor/Bildschirm

– Fehlercode

– Überwachungsinhalte
(Systeminformationen, AC Informationen)

Drehfeld des Netzanschlusses

  • Überprüfen Sie, ob am Netzanschluss ein Rechtsdrehfeld anliegt.

  • Ansonsten kontaktieren Sie den FENECON Service.

9.2.2. Fehlerliste

Für Hinweise zu den einzelnen Fehlercodes, lesen Sie in der Hersteller-Anleitung zum Wechselrichter nach. Diese finden Sie unter:
www.sinexcel.us/storage-inverters/Manual(EX)_PWS2-30M-EX

Grundsätzlich ist bei Fehlern am Wechselrichter der FENECON-Service zu kontaktieren und der entsprechende Fehlercode zu nennen.

9.3. Batterie

9.3.1. Störungsanzeige

Bei Störung der Anlage leuchtet die LED-Leuchtanzeige der BMS-Box im Batterie-Rack gegebenenfalls rot.

image368
Abbildung 42. Störungsanzeige am BMS

9.3.2. Störungsbehebung

Leuchtet die LED auf der BMS-Box rot, kann das Problem durch den Neustart des FEMS gelöst werden. Führt dieser Vorgang nicht zum gewünschten Erfolg, muss der FENECON-Service kontaktiert werden.

9.3.3. Störungsliste

Tabelle 58. Störungsbeseitigung
Komponente Störung Maßnahme

Batteriemodul

Das Batteriemodul ist nass geworden

– Nicht berühren
– Umgehend den FENECON-Service kontaktieren, um technische Unterstützung zu erhalten

Batteriemodul

Das Batteriemodul ist beschädigt

– Ein beschädigtes Batteriemodul ist gefährlich und muss mit größter Sorgfalt behandelt werden.
– Beschädigte Batteriemodule dürfen nicht mehr verwendet werden
– Wenn der Verdacht besteht, dass das Batteriemodul beschädigt ist, den Betrieb stoppen und den FENECON-Service kontaktieren

9.4. FENECON-Service

Bei Störungen der Anlage ist der FENECON-Service zu kontaktieren:

Telefon: +49 (0) 990 3628 00

9.4.1. Angaben für den FENECON-Service

Folgende Angaben müssen für den FENECON-Service bereitgehalten werden:

  • Gerätetyp/Konfiguration

  • FEMS-Nummer

  • Seriennummer

  • Aktuell installierte Softwareversion

  • Ticketnummer von vorherigen Störungen (falls vorhanden)

  • Fehlercode Wechselrichter (falls vorhanden)

9.4.2. Servicezeiten des FENECON-Service

Montag bis Donnerstag:

08:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 17:00 Uhr

Freitag:

08:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 15:00 Uhr

10. Technische Wartung

10.1. Prüfungen und Inspektionen

An der Anlage müssen keine regelmäßigen Prüfungen und Inspektionen durchgeführt werden.

10.2. Wartungsarbeiten

An der Anlage müssen keine regelmäßigen Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

10.3. Reparaturen

Bei defekten Komponenten muss der FENECON-Service kontaktiert werden.

11. Übergabe an den Betreiber

11.1. Informationen für den Betreiber

Folgende Informationen müssen dem Betreiber übergeben werden:

Tabelle 59. Informationen für den Betreiber
Komponente Information/Dokument Bemerkung

Anlage

FEMS-Nummer

Anlage

Login-Daten
für Online-Monitoring

Anlage

Bedienungsanleitung

12. Demontage und Entsorgung

12.1. Sicherheitshinweise

  • Bei allen Arbeiten ist folgende geeignete persönliche chutzausrüstung anzulegen:

    1. Sicherheitsschuhe

    2. Schutzhandschuhe gegebenenfalls schnittfest

    3. Schutzbrille

  • Das Speichersystem nur durch autorisierte Elektrofachkräfte demontieren lassen

  • Demontagearbeiten dürfen nur ausgeführt werden, wenn die Anlage außer Betrieb genommen wurde.

  • Vor dem Beginn der Demontage sind alle zu lösenden Bauteile gegen Herabfallen, Umstürzen oder Verschieben zu sichern.

  • Demontagearbeiten dürfen nur bei stillgesetzter Anlage und nur durch Servicepersonal durchgeführt werden.

  • Es sind Transporthilfen zu verwenden. Bei den zu transportierenden Anlagenteilen sind die vorhandenen Anschlagpunkte zu verwenden.

  • Die Demontagehinweise der Komponentenhersteller (→ Anhang, Mitgeltende Dokumente) sind zu beachten.

  • Die Batteriemodule werden von Servicepersonal ausgebaut und durch einen Gefahrentransport transportiert.

  • Beim Transport der Batteriemodule sind die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen zu beachten (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz – GGBefG).

12.1.1. Voraussetzungen

  • Der Hauptschalter am Wechselrichter ist ausgeschaltet

  • Die Spannungsversorgung des Wechselrichters ist unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert.

  • Der Hauptschalter an der BMS-Box ist ausgeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert

  • Die betreiberseitige Ausrüstung der Informationstechnik ist demontiert und entfernt.

12.1.2. Empfohlener Ablauf

Scharfkantige und spitze Stellen
Verletzungen des Körpers oder der Gliedmaßen durch scharfkantige und spitze Stellen an Teilen der Anlage
– Bei Arbeiten an der Maschine immer geeignete Schutzausrüstung (schnittfeste Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille) tragen!

  1. Versorgungskabel von der Trenneinrichtung abklemmen; dabei zuerst die Leistungsleiter, dann die Erdungsleiter abklemmen

  2. Prüfen, ob die Energieversorgungen von Wechselrichter und BMS-Box getrennt sind

  3. Bei der Demontage von oben nach unten vorgehen

  4. Das Gewicht der Komponenten abfangen, bevor diese gelöst/entfernt werden

12.2. Entsorgung

Nach sachgerechter Demontage sind die zerlegten Einzelteile der Wiederverwertung zuzuführen:

  • Das Speichersystem darf nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden.

  • Metallische Materialreste verschrotten

  • Kunststoffelemente zum Recycling geben

  • Übrige Komponenten nach Materialbeschaffenheit sortiert entsorgen

Elektroschrott, Elektronikkomponenten, Schmier- und andere Hilfsstoffe unterliegen der Sondermüllbehandlung und dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben entsorgt werden.

Bei der Entsorgung der Maschine oder deren Komponenten sowie den Betriebs- und Hilfsstoffen sind weiterhin folgende Punkte zu beachten:

  • Nationale Bestimmungen vor Ort einhalten

  • Firmenspezifische Vorgaben beachten

  • Betriebs- und Hilfsstoffe entsprechend den jeweils geltenden Sicherheitsdatenblättern entsorgen

  • Das Verpackungsmaterial muss umweltgerecht entsorgt werden.

Batterien

  • Die Batterie-Module keinen hohen Temperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung aussetzen

  • Die Batterie-Module keiner hohen Luftfeuchte oder ätzender Atmosphäre aussetzen

  • Spezielle Hinweise zur Entsorgung der Altbatterien sind über den Kontakt zum FENECON-Service einzuholen (→ Kapitel Instandhaltung, Serviceadresse).