Betriebsanleitung FENECON Industrial S

1. Informationen zu dieser Betriebsanleitung

Diese Betriebsanleitung ist Bestandteil des Stromspeichers und muss in dessen unmittelbarer Umgebung für das Personal jederzeit zugänglich aufbewahrt werden. Weiterhin sind alle im Anhang dieser Betriebsanleitung aufgelisteten Dokumente und die Betriebsanleitungen der Komponentenhersteller zu beachten.

Das Personal muss diese Betriebsanleitung vor Beginn aller Arbeiten sorgfältig lesen und verstanden haben.

1.1. Hersteller

FENECON GmbH
Brunnwiesenstraße 4
94469 Deggendorf
Deutschland

Telefon +49 (0) 9903 6280 0
Fax +49 (0) 9903 6280 909
E-Mail: info@fenecon.de
Website: www.fenecon.de

1.2. Formelles zur Betriebsanleitung

© FENECON GmbH, 2023
Alle Rechte vorbehalten

Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung der Firma FENECON GmbH gestattet.

1.3. Version/ Revision der Betriebsanleitung

Table 1. Version Revision
Version/ Revision Änderung der Betriebsanleitung Datum Name

V1

Ersterstellung

11.12.2023

FENECON GmbH

V20240125

Ergänzung Speicherversionen Anschluss AA3

25.01.2024

FENECON GmbH

2024.04.1

Überarbeitung/ Ergänzung der Anleitung

10.04.2024

FENECON GmbH

1.4. Darstellungskonventionen

Table 2. Darstellungskonventionen
Dieses Signalwort kennzeichnet eine unmittelbar drohende Gefahr. Falls diese Gefahr nicht vermieden wird, führt dies zum Tod oder zu schweren Verletzungen.
Dieses Signalwort kennzeichnet eine mögliche Gefahr. Falls diese Gefahr nicht vermieden wird, kann dies zum Tod oder zu schweren Verletzungen führen.
Dieses Signalwort kennzeichnet eine mögliche gefährliche Situation. Falls diese gefährliche Situation nicht vermieden wird, kann dies zu leichten oder mäßigen Verletzungen führen.
Dieses Signalwort kennzeichnet Handlungen zur Verhütung von Sachschäden. Das Beachten dieser Hinweise verhindert die Beschädigung oder Zerstörung der Anlage.
Ergänzende Informationen

1.5. Aufbau von Warnhinweisen

Warnhinweise schützen bei Beachtung vor möglichen Personen- und Sachschäden und stufen durch das Signalwort die Größe der Gefahr ein.

Warnhinweise sind entsprechend der SAFE-Methode aufgebaut:

Signalwort Bedeutung

S

Signalwort (GEFAHR, WARNUNG, VORSICHT oder HINWEIS)

A

Art und Quelle der Gefahr
Beschreibung der Gefahr und der Ursache der Gefahr

F

Folge
Beschreibung der möglichen Folge für Mensch, Tier und Umwelt, die durch die Gefahr eintreten kann

E

Entkommen
Handlungsempfehlungen, wie Gefahren vermieden werden können

Quelle der Gefahr
Mögliche Folgen bei Nichtbeachtung
- Maßnahmen zur Vermeidung/Verbote

1.6. Begriffe und Abkürzungen

Folgende Begriffe und Abkürzungen werden in der Anleitung verwendet:

Table 3. Begriffe und Abkürzungen
Begriff/Abkürzung Bedeutung

AC

Alternating Current – Wechselstrom

ADR

Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route
(Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße)

BMS

Batterie Management System

DC

Direct Current - Gleichstrom

EMS

Energiemanagement System

FEMS

FENECON Energiemanagement System

ESS

Energiespeichersystem

HV

Hochspannung

IBN

Inbetriebnahme

NAP

Netzanschlusspunkt

NMC

Nickel-Mangan-Cobalt

PE

Schutzleiter

PV

Photovoltaik

RCD

Residual Current Device – Fehlerstrom-Schutzschalter

SOC

State of Charge – Ladezustand
Die verfügbare Kapazität in einer Batterie, ausgedrückt als Prozentsatz der Nennkapazität.

VDE

Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

Widget

Komponente des Online-Monitoring

1.7. Mitgeltende Dokumente

Alle im Anhang dieser Betriebsanleitung aufgelisteten Dokumente sind zu beachten.
Vgl. 16.1 Mitgeltende Dokumente

1.8. Verfügbarkeit

Der Betreiber bewahrt diese Betriebsanleitung bzw. relevante Teile davon griffbereit in unmittelbarer Nähe zum Produkt auf.

Bei der Abgabe des Produktes an eine andere Person gibt der Betreiber diese Betriebsanleitung an diese Person weiter.

2. Sicherheit

2.1. Bestimmungsgemäße Verwendung

Der FENECON Industrial S ist ein kompaktes industrielles Energiespeichersystem (Stromspeichersystem), das aus verschiedenen Modulen besteht. Dazu gehören insbesondere effiziente Wechselrichter, das FENECON- Energiemanagementsystem (FEMS) und leistungsfähige Batterien inklusive Thermomanagement. Das Energiespeichersystem dient der Speicherung und Bereitstellung elektrischer Energie und ist für den Anschluss an das öffentliche Stromnetz 400 V / 50 Hz vorgesehen.

Die FENECON Industrial S Serie wird mit einer Wechselrichterleistung von 92 oder 184 kVA und einer Kapazität von 82 oder 164 kWh angeboten.

Der Stromspeicher darf nur unter Einhaltung der zulässigen technische Daten (vgl. 3 Technische Daten) verwendet werden.

Jede andere Verwendung ist keine bestimmungsgemäße Verwendung.

2.2. Einsatzbereich

Das Produkt ist ausschließlich für die Verwendung in folgenden Einsatzbereichen bestimmt:

  • gewerbliche Nutzung

Das Gerät ist nicht dafür vorgesehen, in Wohnbereichen verwendet zu werden, und kann einen angemessenen Schutz des Funkempfangs in solchen Umgebungen nicht sicherstellen.

2.3. Qualifikation des Personals

Zur bestimmungsgemäßen Verwendung, Installation und Wartung der Anlage muss qualifiziertes Personal eingesetzt werden. Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und Überwachung des Personals müssen durch den Betreiber genau geregelt sein.

2.3.1. Elektro-Fachpersonal

Zu Elektro-Fachpersonal zählen Personen, die

  • aufgrund Ihrer fachlichen Ausbildung, Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen und Bestimmungen in der Lage sind, Arbeiten an elektrischen Anlagen auszuführen.

  • vom Betreiber zum Ausführen von Arbeiten an elektrischen Anlagen und Ausrüstungen des Batteriesystems beauftragt und geschult worden sind.

  • mit der Funktionsweise des Batteriesystems vertraut sind.

  • auftretende Gefährdungen erkennen und diese durch geeignete Schutzmaßnahmen verhindern können.

  • Zugriff auf alle Informationen zur Instandhaltung haben.

2.3.2. Fachpersonal (Kältemitteltechniker)

Zum Fachpersonal zählen Personen, die

  • aufgrund Ihrer fachlichen Ausbildung, Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen und Bestimmungen in der Lage sind, Arbeiten am Kühlsystem auszuführen.

  • vom Betreiber zum Ausführen von Arbeiten am Kühlsystem beauftragt und geschult worden sind.

  • mit der Funktionsweise des Kühlsystems vertraut sind.

  • auftretende Gefährdungen erkennen und diese durch geeignete Schutzmaßnahmen verhindern können.

  • Zugriff auf alle Informationen zur Instandhaltung haben.

2.3.3. Servicepersonal

Arbeiten, die über den Anschluss des Systems hinaus gehen, dürfen nur durch Fachpersonal des Herstellers durchgeführt werden. Anderes Personal ist nicht befugt, diese Arbeiten auszuführen.

Zum Servicepersonal zählt, Herstellerpersonal oder durch die FENECON GmbH unterwiesenes und autorisiertes Fachpersonal, welches für Arbeiten an dem Stromspeicher (z. B. Montage, Reparatur, Wartung, Tätigkeiten an den Batterien etc.) durch den Betreiber angefordert werden muss.

2.4. Sicherheits- und Schutzeinrichtungen

Die Sicherheitseinrichtungen dürfen nicht überbrückt oder ausgeschaltet werden. Der Betrieb des Stromspeichers ohne oder mit fehlerhaften Schutzeinrichtungen ist verboten. Die Sicherheitseinrichtungen müssen immer frei erreichbar vorgehalten und regelmäßig geprüft werden

2.4.1. Sicherheitsschrauben

Alle Zugänge zum Stromspeicher sind mit Sicherheitsschrauben verschlossen. Der Zugang ist nur mit Spezialwerkzeug möglich. Nur autorisiertes Fachpersonal darf das Gehäuse öffnen.

Nur für die Installation darf die Verkleidungsplatte mit der Aufschrift „control cabinet“ geöffnet werden. Alle weiteren Verkleidungen des Systems dürfen nur bei freigeschaltetem System und durch vom Hersteller autorisiertes Personal geöffnet werden.

2.4.2. Not-Aus-Schalter HV-Batterie

In Notsituationen können die Batterien über den Not-Aus-Taster abgeschaltet werden. Der Not-Aus-Taster darf nicht zum normalen Ausschalten der Batterien verwendet werden. Der Stromspeicher ist mit 1 Not-Aus-Taster ausgestattet.

Der Not-Aus-Schalter befindet sich im Innenraum des Stromspeichers.

Falls es seitens des Betreibers erforderlich sein sollte besteht die Option einen externen Not-Aus-Schalter zu installieren, weitere Informationen sind in Kapitel 6.6.5 Anschluss Signalschnittstelleenthalten.

Not-Aus-Taster betätigen
Das Betätigen des Not-Aus-Tasters löst folgende Reaktion aus:

  • Die HV-Schütze in allen Batterien werden abgeschaltet.

Ist die Notsituation beseitigt, muss der Not-Aus-Taster vor Wiedereinschalten der Anlage entriegelt werden.

Not-Aus-Taster entriegeln
Vor dem Wiedereinschalten nach ausgelöstem Not-Aus muss der Not-Aus-Taster entriegelt werden:

Not-Aus quittieren
Das Quittieren des Not-Aus erfolgt am Quittier-Taster beim Not-Aus-Schalter.

Des Weiteren besteht die Option einen externen Quittier-Taster zu installieren, weitere In-formationen sind in Kapitel 6.6.5 Anschluss Signalschnittstelleenthalten.

2.4.3. Erdungsanschlüsse innen/außen

Der Stromspeicher verfügt über 4 Erdungsanschlüsse, die sich unten an den vier Ecken befinden. Des weiteren befindet sich im inneren des Control-Cabinets eine PE-Schiene für den netzseitigen Anschluss. (vgl. 6.6.2 AC-Netzanschluss und 6.6.3 Anschluss zusätzlicher Potenzialausgleich)

2.5. Restrisiken

Das Produkt ist nach dem derzeit gültigen Stand der Technik und anerkannten sicherheitstechnischen Grundsätzen unter Berücksichtigung relevanter gesetzlicher Vorschriften hergestellt.
Dennoch können beim Umgang mit dem Produkt Gefahren für Personen und/oder die Umwelt auftreten.

Zutritt für Unbefugte verboten!
Im gesamten Gefahrenbereich besteht die Gefahr von Tod oder schweren Verletzungen durch unerwartete Vorkommnisse.
* Gefahrenbereich nicht betreten.
* Alle gefahrbringenden Bewegungen vor dem Betreten der Gefahrenbereiche abstellen und gegen Wiedereinschalten sichern.
* Nur autorisiertes Personal ist es erlaubt Gefahrenbereiche zu betreten.
Sicherstellen, dass sich keine unbefugten Personen in den Bereichen aufhalten.

Gefahr durch Stromschlag
Stromführende Komponenten können bei Berührung zum Tod oder zu schwerren Verletzungen führen.
* Stromführende Komponenten nicht berühren
Arbeiten an stromführenden Komponenten nur von einer ausgebildeten Elektrofachkraft durchführen lassen.

Verbrennungsgefahr
An heißen Leitungen sowie Gehäuseoberflächen besteht Verbrennungsgefahr bei direktem Kontakt mit unisolierten Oberflächen sowie heißen Medien. Die Gefahrenstellen sind mit entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet.
* Gefahrenstelle nicht berühren.

Dieses Signalwort kennzeichnet Handlungen zur Verhütung von Sachschäden. Das Beachten dieser Hinweise verhindert die Beschädigung oder Zerstörung der Anlage.

2.6. Sicherheitshinweise

2.6.1. Allgemein zum FENECON Industrial S Stromspeicher

  • Die Batterien dürfen nur von Servicepersonal ausgebaut oder gewechselt und durch einen Gefahrentransport transportiert werden.

  • Beim Transport des Stromspeicher müssen die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen beachtet werden (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG, ADR).

  • Das Stromspeichersystem darf nur unter den bestimmten Lade- / Entladebedingungen benutzt werden (vgl.3 Technische Daten).

  • Den Stromspeicher nur bestimmungsgemäß verwenden. Die nicht bestimmungsgemäße Verwendung kann zu Überhitzung, Explosion oder Brand der Batteriemodule führen.

  • Den Stromspeicher nicht in Wasser eintauchen.

  • Abstand zu Wasserquellen halten.

  • Bei Arbeiten am Stromspeichersystem das Eindringen von Wasser verhindern.

  • Das beschädigte Stromspeichersystem sofort ausschalten und nicht mehr verwenden.

  • Änderungen an dem Stromspeichersystem sind verboten.

  • Das Stromspeichersystem darf nur unter den angegebenen Umweltbedingungen betrieben werden.

  • Das Stromspeichersystem nicht mehr verwenden, wenn während der Montage, des Ladens, des normalen Betriebs und/oder der Lagerung Farbveränderungen oder mechanische Schäden festgestellt werden.

  • Augen- und Hautkontakt mit ausgetretener Elektrolytlösung muss vermieden werden. Nach dem Kontakt von Augen oder Haut muss sofort mit Wasser gespült/gereinigt und ein Arzt aufgesucht werden. Durch verspätete Behandlung können schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursacht werden.

  • Keine mechanische Gewalt auf das Stromspeichersystem einwirken lassen. Das System kann beschädigt werden und es kann zu Kurzschlüssen kommen, was zu Überhitzung, Explosion oder Brand des Systems führen kann.

  • Es dürfen keine Lötarbeiten an den Stromspeichersystem durchgeführt werden. Während des Lötens eingebrachte Wärme kann das System beschädigen

  • Das Stromspeichersystem darf nicht zerlegt oder verändert werden. Die Beschädigung der integrierten Sicherheitsmechanismen und Schutzeinrichtungen, kann zur Überhitzung, Explosion und/oder Brand des Stromspeichersystems führen.

  • Ein Stromspeichersystem, bei dem Gerüche und/oder Temperaturerhöhungen auftreten, dass seine Farbe und/oder Form ändert, bei dem Elektrolytlösung austritt oder das andere Anomalien zeigt, ist sofort abzuschalten, sonst kann es zu Überhitzung, Explosion und/oder Brand führen.

  • Die Batterien nicht in einem externen Ladegerät beladen.

  • Die Anweisungen zur Installation und zum Betrieb lesen, um Schäden durch fehlerhafte Installation/Bedienung zu vermeiden.

  • Die Batteriemodule können möglicherweise nach längerer Lagerzeit über eine zu geringe Zellspannung verfügen.

  • Das Stromspeichersystem keiner Hochspannung aussetzen.

  • Das Stromspeichersystem auf einer ebenen und lasttragenden Fläche aufstellen.

  • Keine Gegenstände auf dem Stromspeichersystem abstellen.

  • Die Bodenbeschaffenheit liegt in der Verantwortung des Betreibers.

2.6.2. Installation, Betrieb und Wartung

Bei Installation, Betrieb oder bei der Wartung des Stromspeichersystems unbedingt die folgenden Sicherheitshinweise beachten:

  • Die Installations-/Wartungsarbeiten an dem Batteriespeicher und die Herstellung der Kabelverbindungen dürfen nur von Fachpersonal (Elektro-Fachpersonal) durchgeführt werden.

  • Bei Montage- und Wartungsarbeiten am Stromspeichersystem auf trockene Isoliergegenstände stellen und während der Wartungsarbeiten/des Betriebs keine Metallgegenstände (z. B. Uhren, Ringe und Halsketten) tragen.

  • Isolierte Werkzeuge benutzen und persönliche Schutzausrüstung tragen.

  • Die Batterien können einen Stromschlag und durch Kurzschlussströme Verbrennungen verursachen.

  • Nicht zwei geladene Kontakte mit Potentialdifferenz berühren.

  • Die Systemspannung mit einem Multimeter messen und sicherstellen, dass die Ausgangsspannung im abgeschalteten Zustand 0 V beträgt.

  • Wenn eine Anomalie festgestellt wird, das Energiespeichersystem sofort ausschalten.

  • Die Wartungsarbeiten erst fortsetzen, nachdem die Ursachen der Störung beseitigt wurden.

2.6.3. Brandschutz

  • Aufgrund der Hitze können Isolationen schmelzen und die Sicherheitsentlüftung beschädigt werden, dies kann zu Überhitzung, Explosion oder Bränden an den Batteriemodulen führen.

  • Das Energiespeichersystem nicht erhitzen.

  • Das Energiespeichersystem keinem offenen Feuer aussetzen.

  • Kontakt der Batterien mit leitfähigen Gegenständen (z. B. Drähten) ist verboten.

  • Das Energiespeichersystem nicht in der Nähe von offenem Feuer, Heizungen oder Hochtemperaturquellen aufstellen und benutzen.

  • Das Energiespeichersystem von Hitze- und Feuerquellen, brennbaren, explosiven und chemischen Materialien fernhalten.

  • Die Batteriemodule aufgrund Explosionsgefahr nicht im Feuer entsorgen.

  • Im Container keine brennbaren Materialien lagern

  • Nur schwer entflammbare Betriebs- und Kühlmittel verwenden

  • Ent- und Belüftungsanlagen regelmäßig reinigen

  • Verschmutzte Filterelemente wechseln

2.7. Verhalten in Notsituationen

In Notsituationen wie folgt vorgehen:

  1. Das Stromspeichersystem vom Netz trennen

  2. Aus dem Gefahrenbereich entfernen

  3. Den Gefahrenbereich absichern

  4. Die Verantwortlichen informieren

  5. Gegebenenfalls Arzt alarmieren

2.8. Vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung

Alle Anwendungen, die nicht zu den Vorgaben der bestimmungsgemäßen Verwendung zählen, gelten als Fehlanwendung.
Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen sind generell nicht zulässig. Elektroarbeiten dürfen nur von Elektrofachkräften durchgeführt werden.
Bei allen Arbeiten an elektrischen Komponenten sind die folgenden Sicherheitsregeln einzuhalten:

  1. Freischalten

  2. Gegen Wiedereinschalten sichern

  3. Spannungsfreiheit feststellen

  4. Erden und kurzschließen

  5. Benachbarte und unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

    • Die Nichteinhaltung der Sicherheitsregeln wird als vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung betrachtet.

Zu weiteren Fehlanwendungen gelten insbesondere:

  • Durch Unsachgemäßen Transport, Aufstellung, Aufbau, oder Probebetrieb kann das Produkt Schaden nehmen

  • Veränderung der angegebenen Leistungsdaten, auch der einzelnen Komponenten

  • Veränderung bzw. Abweichung der angegebenen Anschlusswerte

  • Funktionelle oder bauliche Veränderungen

  • Betreiben des Produkts im fehlerhaftem bzw. defekten Zustand

  • Unsachgemäße Reparaturen

  • Nutzung durch nicht eingewiesene Personen (Einweisung gemäß der Betriebsanleitung erfolgt durch Betreiber)

  • Betrieb ohne Schutzeinrichtungen oder defekter Schutzeinrichtungen

  • Missachtung der Angaben in der Original-Betriebsanleitung

  • Unerlaubte bzw. unautorisierte Zugriffe über die Steuerung oder das Netzwerk

  • Feuer, offenes Licht und Rauchen in der Nähe des Speichersystems

  • Unzureichende Belüftung

  • Eigenmächtige Änderungen und Handlungen am Speichersystem

  • Private Nutzung

  • Einsatz als mobiler Energiespeicher

  • Direkter Einsatz in einem PV-System (Nur eine AC-Seitige Einspeisung möglich)

2.9. Piktogramme

Piktogramme an der Anlage weisen auf Gefahren, Verbote und Gebote hin. Unleserliche oder fehlende Piktogramme müssen durch neue ersetzt werden.

Table 4. Piktogramme
Piktogramm Bedeutung Position
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Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung

Piktogramm am Gehäuse, und Kennzeichnung von Komponenten, bei denen nicht klar zu erkennen ist, dass sie elektrische Betriebsmittel enthalten, die Anlass für ein Risiko durch elektrischen Schlag sein können.

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Vor Benutzung erden

Im Bereich der Erdungsanschlüsse (z. B am Container)

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Warnung vor heißer Oberfläche

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Allgemeines Warnzeichen

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Warnung vor Gefahren durch das Aufladen von Batterien

Piktogramm am Gehäuse und Kennzeichnung von Komponenten, bei denen nicht klar zu erkennen ist, dass sie elektrische Betriebsmittel enthalten, die Anlass für ein Risiko durch das Aufladen von Batterien sein können

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Allgemeines Verbotszeichen

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Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten

Piktogramm am Gehäuse und Kennzeichnung von Komponenten, bei denen nicht klar zu erkennen ist, dass sie elektrische Betriebsmittel enthalten, die Anlass für ein Risiko durch offene Flammen, Feuer, offene Zündquellen und Rauchen sein können

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Getrennte Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten

An den Batterien

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Anleitung beachten

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Kopfschutz benutzen

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Fußschutz benutzen

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Handschutz benutzen

2.10. Betriebsstoffe/Betriebsmittel

2.10.1. Elektrolytlösung der Batteriemodule

  • In den Batteriemodulen (NMC) wird Elektrolytlösung eingesetzt.

  • Die Elektrolytlösung in den Batteriemodulen ist eine klare Flüssigkeit und hat einen charakteristischen Geruch nach organischen Lösungsmitteln.

  • Die Elektrolytlösung ist brennbar.

  • Die Elektrolytlösung in den Batteriemodulen ist korrosiv.

  • Der Kontakt mit Elektrolytlösung kann zu schweren Verbrennungen der Haut und Schäden an den Augen führen.

  • Die Dämpfe nicht einatmen.

  • Bei Verschlucken der Elektrolytlösung, Erbrechen auslösen.

  • Nach Einatmen der Dämpfe sofort den kontaminierten Bereich verlassen.

  • Nach Berühren mit der Haut gründlich mit Wasser und Seife waschen.

  • Nach Kontakt mit den Augen so schnell wie möglich 15 Minuten mit fließendem Wasser spülen. ⊳ Sofort an einen Arzt wenden.

Weitere Informationen zur Elektrolytlösung sind im Sicherheitsdaten-blatt des Herstellers enthalten.

2.10.2. Kältemittel des Kühlsystems

  • Enthält Gas unter Druck, kann bei Erwärmung explodieren.

  • Vor Sonnenbestrahlung schützen und an einem gut belüfteten Ort aufbewahren.

  • Schnelles Verdampfen der Flüssigkeit kann Erfrierungen bewirken.

  • Missbrauch oder absichtliches Einatmen können, infolge von Auswirkungen auf das Herz, ohne alarmierende Symptome tödlich sein.

  • Kann Herzrhythmusstörungen verursachen.

Als Kältemittel wird in der integrierten Klimaanlage R134a eingesetzt.

2.10.3. Elektrische Betriebsmittel

  • Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln dürfen nur durch Elektro-Fachpersonal durchgeführt werden.

  • Instandhaltungsarbeiten dürfen nur durch unterwiesenes Fachpersonal (Servicepersonal) durchgeführt werden.

  • Vor Beginn von Arbeiten am Stromspeichersystem sind Sichtkontrollen auf Isolier- und Gehäuseschäden durchzuführen.

  • Regelmäßige Kontrollen auf Isolier- und Gehäuseschäden sind durchzuführen.

  • Die Anlage darf nie mit fehlerhaften oder nicht betriebsbereiten elektrischen Anschlüssen betrieben werden.

  • Um Beschädigungen zu vermeiden, Versorgungsleitungen ohne Quetsch- und Scherstellen verlegen.

  • Zur Instandhaltung dürfen an unisolierten Leitern und Anschlussklemmen nur isolierte Werkzeuge verwendet werden.

  • Das gesamte Energiespeichersystem, sowie dessen Einzelkomponenten (z. B. Gehäuse des Wechselrichters), sind immer verschlossen zu halten. Zugang ist nur autorisiertem Personal mit entsprechender Ausbildung und Sicherheitseinweisung (z. B. Servicepersonal) zu erlauben.

  • Die von den Herstellern angegebenen Inspektions- und Wartungsintervalle für elektrische Komponenten sind einzuhalten.

  • Um Beschädigungen zu vermeiden, Versorgungsleitungen ohne Quetsch- und Scherstellen verlegen.

  • Bei getrennter Stromeinspeisung können besonders gekennzeichnete Fremdstromkreise weiterhin unter Spannung stehen!

  • An manchen Betriebsmitteln (z.B. Wechselrichter) mit elektrischem Zwischenkreis können nach Freischaltung für eine gewisse Zeit noch gefährliche Restspannungen anliegen.. Vor Arbeitsbeginn an diesen Anlagen ist die Spannungsfreiheit zu prüfen.

2.11. Hinweise zum Arbeitsschutz

Die Pflichten, die sich aus dem Arbeitsschutz ergeben, sind vom Betreiber des Niederspannungsbetriebsmittels umzusetzen.
Die Pflichten umfassen unter anderem folgende Punkte.

  • Bereitstellung dieser Betriebsanleitung bzw. Auszüge davon an die Personen, die im Zusammenhang mit dem Produkt Aufgaben durchführen.

  • Unterweisung der Personen in Bezug auf die Bestimmungsgemäße Verwendung so wie die Verbotene Verwendung.

  • Unterweisung der Personen in Bezug auf Schutzeinrichtungen und ergänzende Schutzeinrichtungen.

  • Unterweisung der Personen in Bezug auf alle Restrisiken.

2.12. Persönliche Schutzausrüstung

Abhängig von den Arbeiten an der Anlage muss persönliche Schutzausrüstung angelegt werden:

  • Sicherheitsschuhe

  • Schutzhandschuhe, gegebenenfalls schnittfest

  • Schutzbrille

  • Schutzhelm

2.13. Ersatz- und Verschleißteile

Der Einsatz von Ersatz- und Verschleißteilen von Drittherstellern kann zu Risiken führen. Es dürfen nur Originalteile oder die vom Hersteller freigegebenen Ersatz- und Verschleißteile verwendet werden. Die Hinweise zu den Ersatzteilen müssen beachtet werden.

Weitere Information müssen beim Hersteller angefragt werden

2.14. IT-Sicherheit

FENECON Speichersysteme und deren Anwendungen kommunizieren und agieren ohne Internetverbindung. Die einzelnen Systemkomponenten (Wechselrichter, Batterien etc.) sind nicht direkt mit dem Internet verbunden oder aus dem Internet erreichbar. Sensible Kommunikationen über das Internet werden ausschließlich über zertifikatbasierte TLS-Verschlüsselungen verarbeitet.

Der Zugang zu den Programmierebenen ist nicht barrierefrei und je nach Qualifikation des Bedienpersonals auf verschiedenen Ebenen zugänglich. Sicherheitsrelevante Programmänderungen benötigen eine zusätzliche Verifikation.

FENECON verarbeitet Energiedaten europäischer Kunden ausschließlich auf Servern in Deutschland und diese unterliegen den hierzulande geltenden Datenschutzvorschriften.

Die eingesetzte Software wird durch automatisierte Tools und in der Entwicklung etablierte Prozesse geprüft, um diese auf dem aktuellen Stand zu halten und sicherheitsrelevante Schwachstellen kurzfristig zu beheben. Aktualisierungen für FEMS werden lebenslang kostenlos bereitgestellt.

3. Technische Daten

3.1. Allgemein

Table 5. Technische Daten - Allgemein
Produktvariante ISK010 ISK011 ISK110

Anzahl Wechselrichter

1

2

Wechselrichterleistung in kVA (gesamt) 1

92

184

Anzahl Batterien

2

4

Nominale Batteriekapazität in kWh (gesamt)

84,5

169,0

Nutzbare Batteriekapazität in kWh (gesamt) 2

82

164

Max. Dauerphasenstrom in A

152

285

AC-Nennspannung in V

400 / 230V, 3P + N + PE

Nennfrequenz in Hz

50

Batterietechnologie

Nickel Mangan Cobalt (NMC)

Kühlmedium Batterie

R134a

Kühlmedium Wechselrichter und Klimaaggregat

Luft

Beleuchtung intern (Betrieb)

Min. 300 Lux

Bewertete Lärmbelastung 3

<80 dB(A)

Aufstellungsort

Outdoor

1 Nennleistung bei Nennbedingungen; die tatsächliche Leistung hängt von weiteren Faktoren wie Ladezustand, Umgebungstemperatur und Zelltemperaturen ab.

2 DC-seitig bei 25 °C und 0,2 C (vgl. Garantiebedingungen unter www.fenecon.de)

3 Die tatsächliche Lärmbelastung durch das Produkt ist von den Umgebungsbedingungen abhängig. Deshalb sind am Aufstellungsort des Produkts weitere Lärmmessungen nach BimSchG vom Betreiber durchzuführen.

3.2. Umgebungsbedingungen

Folgende Umgebungsbedingungen müssen beim Betrieb und der Lagerung eingehalten werden.

Table 6. Technische Daten - Umgebungsbedingungen
Benennung Wert/Größe

Betriebs- bzw. Lagerhöhe über NN

≤ 2000 m

Umgebungstemperatur (Betrieb/Lagerung)

-20 °C … +40°C

Relative Luftfeuchtigkeit (Betrieb/Lagerung)

50 % nicht kondensierend (kurzzeitig auch bis 90% zulässig)

Der Container ist nicht für die Aufstellung in Meeresumgebung geeignet.

3.3. Abmessungen

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Abbildung 1. Stromspeicher mit Bemaßung (Toleranz Schwerpunkt +- 50 mm) [in mm]
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Abbildung 2. Transportmaße, Stromspeicher mit Transporttraversen (Toleranz Schwerpunkt +- 50 mm) [in mm]

Die Schwerpunkte der Varianten des Industrial S befinden sich innerhalb der in Abbildung 1 und Abbildung 2 angegebenen Toleranz.

Für den Transport des Systems sind zusätzliche Transporttraversen erforderlich, wodurch sich die Außenmaße vergrößern (vgl. Abbildung 2 und Kap. 13 Transport).

Table 7. Technische Daten - Abmessungen
Produktvariante ISK010 ISK011 ISK110

Außenabmessungen in mm LxBxH

2640 x 1210 x 1875

Außenabmessungen in mm LxBxH inkl. Transporttraverse

2640 x 1420 x 1875

3.4. Gewichte

Table 8. Technische Daten - Gewichte
ISK010 ISK011 ISK110

Netto-Gewicht in kg

1710

2260

2340

Brutto-Gewicht in kg (Transportgewicht)

1770

2320

2400

3.5. Typenschild

Das Typenschild befindet sich außen am Stromspeicher und zusätzlich innen im Bereich des control cabinet.

In Abbildung 3 ist das Typenschild beispielhaft dargestellt. Dieses enthält die Kerninformationen des Stromspeichers. Zudem kann dem Typenschild die Seriennummer des Stromspeichers entnommen werden.

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Abbildung 3. Typenschild

Die Seriennummer (vgl. Abbildung 4) setzt sich aus folgenden Informationen zusammen:

  • Produktvariante (vgl. Kapitel 3.1, z. B. ISK110)

  • Revisionsstand (vgl. Kapitel 3.5.1, z. B. AA2)

  • eineindeutige Nummer

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Abbildung 4. Seriennummer

3.5.1. Version/ Revision des Stromspeichers

Die Revisionsnummer des Stromspeichers gibt den Hardwareaufbau wieder. Treten im Rahmen von Änderungen Unterschiede auf, wird dies mittels Revisionsnummer in dieser Betriebsanleitung gekennzeichnet und beschrieben. Ist keine explizite Revisionsnummer angegeben, ist die Beschreibung für alle Revisionsstände zutreffend.

4. Allgemeine Beschreibung

Der FENECON Industrial S ist ein kompakter industrieller Stromspeicher, der aus verschiedenen Modulen besteht. Dazu gehören insbesondere effiziente Wechselrichter, das FENECON-Energiemanagementsystem (FEMS) und ein leistungsfähiges Automotive Full-Pack inklusive Thermomanagement.
Der FENECON Stromspeicher Industrial S wird mit einer Wechselrichterleistung von 92 oder 184 kVA und einer Kapazität von 82 oder 164 kWh angeboten.
Der FENECON Industrial S ist ein Stromspeichersystem für die Outdooraufstellung.

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Abbildung 5. FENECON Industrial S

4.1. Systemaufbau

Im oberen Bereich des Energiespeichersystems befinden sich die Wechselrichter sowie das Klimaaggregat. Die umlaufenden Verkleidungsgitter Schützen die Komponenten gegen direkte Bewetterung sowie Berührung. Zudem erlauben die umlaufenden Gitter eine ideale Belüftung der Komponenten zu deren Kühlung. Die Gitter dürfen nicht abgedeckt werden und die Mindestabstände aus Kap. 6.4 müssen eingehalten werden.
Im Unteren Bereich des Systems befinden sich die Batterien und Elektrokomponenten, dieser Bereich ist nach Außen wasserdicht abgeschlossen.

4.1.1. Übersicht Systemkomponenten

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Abbildung 6. Komponenten vorne
Position Komponente Bemerkung

1

LTE-Antenne

2

Klimaaggregat

3

Control cabinet (Schaltschrank)

4

Niederspannungsverteilung

5

Steuerungskomponenten

6

Wechselrichter 2 (nur bei ISK110)

ISK011 PAR-Box, ISK010 unbestückt

7

Wechselrichter 1

8

Schaltschrankbeleuchtung mit 230 V Steckdose für Service-Laptop

9

Not-Aus für HV-Batterien

10

Quittiertaster für Not-Aus

11

RJ45-Port für Service

12

Kabeleinführung vorne

Alterativ von unten möglich

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Abbildung 7. Komponenten hinten
Position Komponenten Bemerkung

1

Steuerung Klimaanlage

2

Automotive Batterien inkl. BMS

3

HV-800-Box

4

Klimaaggregat

5

F2B

6

Kältemittelverteiler

4.1.2. Komponenten control cabinet

Das control cabinet beschreibt den Schaltschrank des Stromspeichersystems und beinhaltet die Niederspannungsverteilung und die Steuerungskomponenten. Diese Komponente befindet sich hinter der Verkleidungsplatte mit der Aufschrift „control cabinet“.

Im Folgenden sind verschiedene Versionen in Abhängigkeit des Revisions-Standes dargestellt. (vgl. 3.5.1 Version/ Revision des Stromspeichers)

control cabinet (AA1, AA2)

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Abbildung 8. Komponenten control cabinet (AA1, AA2)
Table 9. Komponenten control cabinet (AA1, AA2)
Position Bezeichnung Bemerkung

1

Sicherung Nebenverbraucher

-F3

2

Sicherung Wechselrichter 1

-F1

3

Sicherung Wechselrichter 2

-F2 / nur bei ISK110 bestückt

4

Anschlussklemmen Schienensystem 3-phasig

-X1 / Kundenanschluss

5

N-Schiene

-/ Kundenanschluss

6

PE-Schiene

-/ Kundenanschluss

7

C-Schiene für Kabelabfangklemmen

-/-

8

Überspannungsschutz Zuleitung

-U1 / Phase L1
-U2 / Phase L2
-U3 / Phase L3
-U4 / Neutralleiter

9

Kommunikation inkl. Überspannungsschutz

-F11, -F12, -F13, -F14, -F21, -F22, -F23 / Kundenanschluss
vgl. Kap 6.6.4 und 6.6.5

10

24 V Netzteil

-T1 /-

11

24 V Puffermodul

-T2 /-

12

FEMS

-K1 /-

13

LTE-Router

-K4 /-

14

Not-Aus Relais

-U5 /-

15

Relais Klimaanlage

-Q4 /-

16

Relais Quittiertaster

-Q5 /-

17

Switch

-A7 /-

18

24 V Sicherungen

-K50 /-
-F50:1 / F2B 1 und 2 F
-X50:1.1 / F2B 1 und 2 C
-F51:1 / F2B 3 und 4 F
-X51:1.1 / F2B 3 und 4 C
-F52:1 / FEMS
-X52:1.1 / Switch
-X52:1.2 / LTE Router
-F53:1 / Relais Klimaanlage
-X53:1.1 / Relais Quittiertaster
-X53:1.2 / Überspannungsschutz Zuleitung Meldekontakt
-X53:1.3 / Not-Aus Relais
-F54:1 / Klimaanlage

19

Lüfter

-EC1 /-

20

Thermostat

-EC2 /-

21

Absicherung Verbraucher control cabinet

-F6 / LS-Schalter 24-V Netzteil
-F7 / LS-Schalter Lüfter
-F8 / LS-Schalter und RCD für Licht mit Steckdose

22

Absicherung Klimaanlage

-F4 / RCD
-F5 / LS-Schalter

control cabinet (AA3, AA4)

image021
Abbildung 9. Komponenten control cabinet (AA3, AA4)
Table 10. Komponenten control cabinet (AA3, AA4)
Position Bezeichnung Bemerkung

1

Sicherung Nebenverbraucher

-F1 / -

2

Sicherung Wechselrichter 1

-F2 / -

3

Sicherung Wechselrichter 2

-F3 / nur bei ISK110 bestückt

4

Anschlussklemmen Schienensystem 3-phasig

-X1 / Kundenanschluss

5

N-Schiene

Kundenanschluss

6

PE-Schiene

Kundenanschluss

7

C-Schiene für Kabelabfangklemmen

-/ -

8

Überspannungsschutz Zuleitung

-F9 / Phase L1
-F10 / Phase L2
-F11 / Phase L3
-F12 / Neutralleiter

9

Kommunikation inkl. Überspannungsschutz

-X13, -F18, -F19 / Kundenanschluss
vgl. Kap. 6.6.4 und 6.6.5

10

24 V Netzteil

-T1 / -

11

24 V Puffermodul

-C1 / -

12

24 V Sicherungen

-K50 / -
-F50:1 /F2B 1 und 2 F
-X50:1.1 / F2B 1 und 2 C
-F51:1 / F2B 3 und 4 F
-X51:1.1 / F2B 3 und 4 C
-F52:1 / FEMS
-X52:1.1 / Switch
-X52:1.2 / LTE Router
-F53:1 / Relais Klimaanlage
-X53:1.1 / Relais Quittiertaster
-X53:1.2 / Überspannungsschutz Zuleitung Melde-kontakt
-X53:1.3 / Not-Aus Relais
-F54:1 / Klimaanlage

13

Switch

-K8 / -

14

LTE-Router

-K6 / -

15

Not-Aus Relais Klimaanlage

-K5 / -

16

Relais Klimaanlage

-K2 / -

17

Relais Quittiertaster

-K3 / -

18

FEMS

-K1 / -

19

Lüfter

-EC2 / -

20

Thermostat

-EC1 / -

21

Absicherung Verbraucher control cabinet

-F6 / LS-Schalter24V-Netzteil
-F7 / LS-Schalter Lüfter
-F8 / LS-Schalter und RCD für Licht mit Steckdose

22

Absicherung Klimaanlage

-F5 / RCD
-F4 / LS-Schalter

4.2. Wechselrichter

Zur Leistungsübertragung zwischen Batterie und Netz oder umgekehrt, sind in der Anlage bis
maximal zwei Wechselrichter (KACO gridsave 92.0 kVA) verbaut.

Richtlinien Wechselrichter:
VDE AR-N 4105 2018-11; VDE AR-N 4110/4120:2018-11,
TOR Erzeuger Typ A:2019-12/ TOR Erzeuger-A+R25/ TOR Erzeuger-B

Weitere Informationen zu den Wechselrichtern sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten und für dieses Produkt gültig (vgl. 16.1 Mitgeltende Dokumente).

4.3. Niederspannungsverteilung

Die Niederspannungsverteilung ist der Stromübergabepunkt zur Betreiberanlage.

Weitere Informationen sind im Abschnitt 6.6.2 AC-Netzanschluss enthalten.

4.4. Steuerungskomponenten

Das control cabinet (Steuerschrank) dient als zentrale Steuerungseinheit für den Stromspeicher. Im Steuerschrank befindet sich die Kommunikationsanbindung und die Schnittstelle zum Anschluss des Betreibers.
Auf einem abgesetzten Panel vor den Steuerungskomponenten befinden sich die nachfolgenden Komponenten:

  • Service Port

  • Not-Aus für HV-Batterien

  • Quittier-Taster

Die Steuerung der Klimaanlage befindet sich in einem abgesetzten Schaltschrank im oberen Bereich.

Weitere Informationen sind im Abschnitt 6.6.4 Anschluss Kommunikation6.6.5 Anschluss Signalschnittstelle enthalten.

4.5. Klimaanlage

Die Klimaanlage ist ein luftgekühltes Kompressor-Kühlsystem und speziell für die Anlage konzipiert.
Weitere Informationen zur integrierten Klimaanlage sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten.

Zur Netztrennung der Klimaanlage muss der in Kapitel 4.1.2 beschriebene Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) verwendet werden.

Weitere Informationen zur integrierten Klimaanlage sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten (vgl. 16.1 Mitgeltende Dokumente).

4.6. FEMS – FENECON Energiemanagementsystem

Informationen zum FENECON-Energie-Managementsystem sind auf der Internetseite https://docs.fenecon.de/ enthalten.

5. Lieferumfang

Der Stromspeicher Container wird komplett vorverkabelt angeliefert. Im Container befinden sich die Batterien, die Wechselrichter, das Klimagerät und die Steuerkomponenten. Zudem ist die Zubehör-Box enthalten. Des Weiteren befinden sich im Anlieferzustand die beiden Profile zur Ladungssicherung und zum Krantransport auf dem Container.

Table 11. Lieferumfang
Pos. Komponente Anzahl Bemerkung

1

Verkabelter Container inklusive Klimagerät, Wechselrichter, Schaltschrank und Batterien

1

2

Container-Abdeckhaube

1

Zurück an FENECON senden

3

Industrial S Zubehör-Box

1

3.1

Bedienungsanleitung

1

3.2

Zähler für den Netzanschluss

1

3.3

Sammelschienenklemme: SK 300 F10, 608 A, 30 Nm, 120 - 300 mm²

2

3.4

Sammelschienenklemme: SK 185 F10, 448 A, 24 Nm,, 35 - 185 mm²

2

3.5

16 - 22 mm Bügelschelle, 1-fach Metalldruckwanne, FT → 120 mm² mit Gegenwanne

5

3.6

28 mm Bügelschelle, 1-fach Metalldruckwanne, FT → > 120 & < 300 mm² mit Gegenwanne

5

3.7

28 - 24 mm Bügelschelle, 1-fach Metalldruckwanne, FT → 300 mm² mit Gegenwanne

5

3.8

5-Stern Bit – Sicherheits-Bit

4

1 Stück davon liegt dem Lieferschein bei

3.9

5-Stern Ersatzschrauben

5

Die Ausstattung des Containers richtet sich nach der bestellten Variante des FENECON-Systems.

Standardmäßig ist die Applikation Eigenverbrauchsoptimierung im Lieferumfang enthalten. Weitere Softwarelizenzen für den Betrieb der Anlage sind im Standardlieferumfang nicht enthalten. Des Weiteren können optional noch die Applikationen Lese- und Schreibzugriff oder Lastspitzenkappung erworben werden, diese können sowohl nachträglich als auch direkt bei Inbetriebnahme installiert werden. Die Anleitungen zu FEMS-Applikationen für das Speichersystem sind auf der FENECON-Internetseite im Downloadcenter zu finden: https://fenecon.de/

6. Montage und Montagevorbereitung

Der Stromspeicher wird anschlussfertig geliefert und muss am Einsatzort noch aufgestellt und angeschlossen werden.

Vor der Installation muss sorgfältig geprüft werden, ob das Produkt beschädigt ist und ob alle im Lieferumfang aufgeführten Zubehörteile enthalten sind. Wenn ein Teil fehlt oder beschädigt ist, wenden Sie sich an den Hersteller / Händler.

Restrisiken:

Fehlbetrieb
Fehlbetrieb kann zu schweren Verletzungen oder Tod führen.
Vor dem Einschalten der Einzelkomponenten die Vorgaben und Anweisungen aus der Betriebs-/Montageanleitung des jeweiligen Herstellers beachten.

Fehlbetrieb kann zu Sachschäden führen.
Vor dem Einschalten der Anlage vergewissern, dass
* alle Schutzeinrichtungen angebracht sind,
* sich keine unbefugten Personen im Gefahrenbereich befinden.

6.1. Sicherheitshinweise

Gefahr durch Stromschlag
Stromführende Komponenten können bei Berührung zum Tod oder zu schwerren Verletzungen führen.
* Stromführende Komponenten nicht berühren
Arbeiten an stromführenden Komponenten nur von einer ausgebildete Elektrofachkraft durchführen lassen

Elektrischer Schlag durch spannungsführende Teile
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag bei Berührung spannungsführender DC-Kabel, die am Speichersystem angeschlossen sind
* Vor Beginn der Arbeiten den Wechselrichter, die BMS-Box und die Batteriemodule spannungsfrei schalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
* Mit dem Beginn der Arbeiten am Wechselrichter mindestens 5 Minuten nach dem Abschalten warten.
* Alle Sicherheitshinweise des Herstellers in Kapitel 2 beachten.
* Keine freiliegenden spannungsführenden Teile oder Kabel berühren.
* Die Klemmleiste mit angeschlossenen DC-Leitern nicht unter Last aus dem Steckplatz herausziehen.
*Bei allen Arbeiten geeignete persönliche Schutzausrüstung tragen.

Elektrischer Schlag bei fehlendem Überspannungsschutz
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag aufgrund über die Netzwerkkabel oder andere Datenkabel ins Gebäude und an andere angeschlossene Geräte im selben Netzwerk weitergeleitete Überspannung (z. B. Blitzschlag) durch fehlenden Überspannungsschutz
* Sicherstellen, dass alle Geräte im selben Netzwerk sowie die Batteriemodule in den bestehenden Überspannungsschutz integriert sind
* Bei Verlegung von Netzwerkkabeln oder anderen Datenkabeln im Außenbereich sicherstellen, dass beim Übergang der Kabel vom Wechselrichter oder des Batterie-Racks (der Batteriemodule) aus dem Außenbereich in ein Gebäude ein geeigneter Überspannungsschutz vorhanden ist

Feuer und Explosion
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Brand oder Explosion, im Fehlerfall kann im Inneren des Batteriemoduls ein zündfähiges Gasgemisch entstehen. Durch Schalthandlungen kann in diesem Zustand im Inneren des Produkts ein Brand entstehen oder eine Explosion ausgelöst werden.
* Im Fehlerfall keine direkten Handlungen am Speichersystem durchführen.
* Sicherstellen, dass Unbefugte keinen Zutritt zum Speichersystem haben.
* Die Batteriemodule über eine externe Trennvorrichtung vom Wechselrichter trennen.
* Den AC-Leitungsschutzschalter ausschalten oder wenn dieser bereits ausgelöst hat, ausgeschaltet lassen und gegen Wiedereinschalten sichern.
* Arbeiten am Wechselrichter (z. B. Fehlersuche, Reparaturarbeiten) nur mit persönlicher Schutzausrüstung für den Umgang mit Gefahrstoffen (z. B. Schutzhandschuhe, Augen-, Gesichts- und Atemschutz) durchführen.

Feuer und Explosion bei tiefentladenen Batteriemodulen
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag beim Berühren eines unter Spannung stehenden Messgerätegehäuses: Eine Überspannung kann ein Messgerät beschädigen und zum Anliegen einer Spannung am Gehäuse des Messgeräts führen.
*Vor Inbetriebnahme des Systems sicherstellen, dass die Batteriemodule nicht tiefentladen sind.
* Das System nicht in Betrieb nehmen, wenn die Batteriemodule tiefentladen sind.
* Wenn die Batteriemodule tiefentladen sind, den FENECON-Service kontaktieren
* Tiefentladene Batteriemodule nur nach Anweisung des FENECON-Service laden.

Giftige Substanzen, Gase und Stäube
Durch Beschädigungen an elektronischen Bauteilen können giftige Substanzen, Gase und Stäube im Inneren des Wechselrichters entstehen. Das Berühren giftiger Substanzen sowie das Einatmen giftiger Gase und Stäube kann zu Hautreizungen, Verätzungen, Atembeschwerden und Übelkeit führen.
– Arbeiten am Wechselrichter (z. B. Fehlersuche, Reparaturarbeiten) nur mit persönlicher Schutzausrüstung für den Umgang mit Gefahrstoffen (z. B. Schutzhandschuhe, Augen-, Gesichts- und Atemschutz) durchführen.
– Sicherstellen, dass Unbefugte keinen Zutritt zum Wechselrichter haben.

Zerstörung eines Messgeräts durch Überspannung
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag beim Berühren eines unter Spannung stehenden Messgerätegehäuses: Eine Überspannung kann ein Messgerät beschädigen und zum Anliegen einer Spannung am Gehäuse des Messgeräts führen.
– Nur Messgeräte mit einem DC-Eingangsspannungsbereich bis mindestens 1000 V oder höher einsetzen.

Heiße Oberflächen
Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Verbrennen an heißen Oberflächen: Die Oberfläche des Wechselrichters kann sich stark erwärmen.
– Den Wechselrichter so montieren, dass ein versehentliches Berühren nicht möglich ist.
– Heiße Oberfläche nicht berühren.
– Vor Beginn der Arbeiten 30 Minuten warten, bis die Oberfläche ausreichend abgekühlt ist.
– Die Warnhinweise am Wechselrichter beachten

Sand, Staub und Feuchtigkeit
Durch das Eindringen von Sand, Staub und Feuchtigkeit kann der Stromspeicher beschädigt und die Funktion beeinträchtigt werden.
– Den Stromspeicher nur dort aufstellen, wo die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Grenzwerte liegt und die Umgebung sand- und staubfrei ist.

Elektrostatische Aufladung
Durch das Berühren von elektronischen Bauteilen kann der Stromspeicher über elektrostatische Entladung beschädigt oder zerstört werden.
Erden Sie sich, bevor Sie ein Bauteil berühren.

Reinigungsmittel
Durch die Verwendung von Reinigungsmitteln kann der Stromspeicher und seine Teile beschädigt werden.
– Den Stromspeicher und alle seine Teile ausschließlich mit einem mit klarem Wasser befeuchteten Tuch reinigen.

Aufstellort
* Die Installation der Anlage muss im Außenbereich erfolgen.
* Bei der Montage Schmutz und Staub vermeiden.
* Das Speichersystem nicht in einem Gebiet aufstellen, das durch Überschwemmungen gefährdet ist.
* Das Speichersystem nicht dort installieren, wo die Umgebungsbedingungen außerhalb der Betriebsanforderungen liegen (vgl. Kapitel 3 Technische Daten).
* Den Stromspeicher von Wärmequellen und Feuer fernhalten.

Installation
Bei der Montage der Batterieschubläden Schutzbrille, isolierende Handschuhe und Sicherheitsschuhe tragen.
Alle leitfähigen Schmuckgegenstände (z. B. Uhren, Armbänder, Ringe) ablegen.

6.2. Benötigtes Werkzeug / Maschinen

Zur Montage des Stromspeichers werden folgende Werkzeuge und Maschinen benötigt:

Table 12. Benötigtes Werkzeug
Bezeichnung Bemerkung

Gabelstapler

Mindestens-Traglast ist gemäß Tabelle 8: Technische Daten - Gewichte zu wählen

Kran

Alternativ zum Gabelstapler; Mindestens-Traglast ist gemäß Tabelle 8: Technische Daten - Gewichte zu wählen

Multimeter

Steckschlüsselsatz / Knarrenkasten

Innensechskantschlüsselsatz

Werkzeugkasten Elektrofachkraft

5-Stern Bit – Sicherheits-Bit

1 Stück liegt dem Lieferschein bei

6.3. Montageablauf

Der Stromspeicher wird mit montierten Transporttraversen und mit einer Abdeckhaube verkleidet angeliefert.
Vor Montage ist ein geeigneter Aufstellungsort gemäß Kapitel 6.4 Auszuwählen und vorzubereiten, gegebenenfalls ist hier auch die Variante der Kabeleinführung (vgl. 6.5 Kabeleinführung) zu beachten.
Zum Abladen des Containers vom LKW kann ein Stapler oder ein Kran verwendet werden, dabei sind die Informationen im Kapitel 13 Transport zu beachten.
Ist der Stromspeicher am Ort der bestimmungsgemäßen Verwendung, unter Beachtung aller Vorschriften in dieser Anleitung, positioniert, dann ist folgendermaßen vorzugehen:

  1. Transporttraversen/ Transportsicherung demontieren (vgl. Abbildung 10. Demontage Transporttraverse)

image022
Abbildung 10. Demontage Transporttraverse
  1. Abdeckhaube abnehmen (an den Hersteller FENECON zurücksenden)

  2. Die zuvor demontierten Schrauben, der Transporttraverse, wieder montieren, den Schraubenaufbau, sowie das Anzugsdrehmoment können Abbildung 10. Demontage Transporttraverse entnommen werden.

  3. Zum Anschluss des Stromspeichers die Verkleidungsplatte mit der Aufschrift „control cabinet“ öffnen (vgl. Abbildung 11: Demontage/ Montage control cabinet Verkleidungsplatte).

Nur für die Installation darf die Verkleidungsplatte mit der Aufschrift „control cabinet“ geöffnet werden. Alle weiteren Verkleidungen des Systems dürfen nur bei freigeschaltetem System und durch vom Hersteller autorisiertes Personal geöffnet werden.

Für die Demontage der Verkleidungsplatte ist ein Sicherheits-Bit notwendig, dieser liegt dem Lieferschein und in der Zubehör-Box bei.

Im Inneren des Stromspeichers befindet sich die Zubehör-Box mit Material, das zum Anschluss des Systems notwendig ist.

image023
Abbildung 11. Demontage/ Montage control cabinet Verkleidungsplatte
  1. Stromspeicher gemäß Kapitel 6.6 Elektrische Installation anschließen

  2. Nach Abschluss der Montagearbeiten ist der Stromspeicher wieder ordnungsgemäß zu verschließen. Der Schraubenaufbau und das notwendige Anzugsdrehmoment können Abbildung 11: Demontage/ Montage control cabinet Verkleidungsplatte entnommen werden.

Bei Montagearbeiten am geöffneten Stromspeicher ist das Eindringen von Schmutz, Regen oder Schnee zur verhindern

6.4. Aufstellungsort auswählen und vorbereiten

6.4.1. Allgemeine Hinweise

Der Betreiber des Systems ist für die Auswahl und Vorbereitung eines geeigneten Aufstellungsortes für das Energiespeichersystem verantwortlich. Zusätzlich sind die zulässigen Umgebungsbedingungen aus Kapitel 3.2 einzuhalten und der in Kapitel 2.2 beschriebene Einsatzbereich zu beachten.
Wenn ein Kontakt mit Fahrzeugen (z. B. im Bereich eines Parkplatzes oder einer Straße) denkbar/möglich ist, muss die Anlage geschützt werden.
Die Erdungsanlage ist nach den lokal gültigen Anforderungen auszuführen. (vgl. 6.6.3 Anschluss zusätzlicher Potenzialausgleich)

Aufstellort
* Die Installation und der Betrieb der Anlage muss im Außenbereich (outdoor) erfolgen.
* Bei der Montage Schmutz und Staub vermeiden.
* Das Speichersystem nicht in einem Gebiet aufstellen, das durch Überschwemmungen gefährdet ist.
* Das Speichersystem nicht dort installieren, wo die Umgebungsbedingungen außerhalb der Betriebsanforderungen liegen (vgl. Kapitel 3 Technische Daten).
* Den Stromspeicher von Wärmequellen und Feuer fernhalten.

Der Aufstellort muss gut ausgeleuchtet sein.

6.4.2. Platzbedarf am Aufstellungsort

Der Container ist so konzipiert, dass die Zugänglichkeit zum Batteriespeicher bei der Installation und für Wartungszwecke von allen Seiten möglich sein muss.
Für die Ventilation, sowie für Wartungs- und Servicearbeiten ist ein Mindestabstand (grün) (vgl. Abbildung 12) von 1,2 m um das gesamte System herum dauerhaft vorzuhalten.
Die einzuhaltenden Abstände sind in Abbildung 12: Aufstellungskonzept – dargestellt, der Pfeil stellt die Luftstromrichtung der Wechselrichter und des Klimaaggregates dar.

image024
Abbildung 12. Aufstellungskonzept – Platzbedarf

Der notwendige Rangierweg für einen Gabelstapler oder einen Kran zur Aufstellung des Stromspeichers ist in Abbildung 12: Aufstellungskonzept – nicht berücksichtigt, dieser ist durch den Betreiber selbstständig einzuplanen.
Zudem ist im Falle eines Batterietausches auf der gegenüberliegenden Seite des control cabinets ein zusätzlicher Rangierweg (blau) von mindestens 4 m für einen Gabelstapler vorzuhalten.

6.4.3. Untergrund / Fundament

Der Stromspeicher ist am Aufstellort auf einen ausreichend tragfähigen Untergrund zu positionieren, um einen sicheren Stand zu gewährleisten. Dies kann beispielsweise ein Punktfundament bestehend aus 4 Punkten, ein Streifenfundament oder ein Plattenfundament sein. Informationen über die Dimensionierung des Fundaments können über die Lastabtragungspunkte des Stromspeichers ermittelt werden (vgl. Abbildung 13: Lastabtragungspunkte (Einheit: kN)). Die Kabeleinführungen müssen bei der Untergrundvorbereitung berücksichtigt werden (vgl. 6.5 Kabeleinführung).

Gegebenenfalls muss das Fundament so gestaltet werden, dass Verrutschen und Bewegungen ausgeschlossen sind.

Zudem sollte zwischen Boden und Gehäuse ein Luftspalt gegeben sein, um Korrosion zu vermeiden.

image025
Abbildung 13. Lastabtragungspunkte (Einheit: kN)

6.5. Kabeleinführung

Die Kabel können entweder von unten oder der Seite eingeführt werden. (vgl. Abbildung 15: Kabeleinführung von vorne, Abbildung 16: Kabeleinführung von unten) standardmäßig ist die Kabeleinführung an der Vorderseite montiert. Gegebenenfalls. ist ein Umbau notwendig. Für den dichten Verschluss, der nicht genutzten Einführung ist bereits eine Verschlussplatte montiert.
Weitere Informationen zur Montage der Roxtec-Kabeldurchführungen sind in den Datenblättern des Herstellers enthalten (vgl. 16.1 Mitgeltende Dokumente).

image026
Abbildung 14. Kabeleinführung - Roxtec
Table 13. Zulässige Kabeldurchmesser - Kabeleinführung
Anzahl Kabel Kabeldurchmesser in mm Funktion

5

9,5 – 32,5

AC-Anschluss 3 P, N, PE

6

3,6 – 16,5

6x Kommunikation

Im Folgenden sind die Positionen der Kabeleinführung von unten und von vorne dargestellt. Bei der Kabeleinführung von vorne ist der Betreiber dafür verantwortlich die Kabel so zu verbauen, dass keine Stolpergefahr für Passanten besteht.

Bei der Kabeleinführung ist der notwendige normative Biegeradius zu beachten.

image027
Abbildung 15. Kabeleinführung von vorne
image028
Abbildung 16. Kabeleinführung von unten

6.6. Elektrische Installation

6.6.1. Systemintegration

Die Abbildung 17 zeigt den Aufbau eines Standard-Kundennetzes mit einem Industrial S,
Zusätzlich ist beispielhaft die Integration eines AC-Erzeugers dargestellt, diese ist blau hinterlegt. Der zugehörige Wechselrichter sowie der zusätzliche Zähler sind nicht im Lieferumfang des Industrial S enthalten. Dieser Systemaufbau kann ein Beispiel für die Anwendung der Eigenverbrauchsoptimierung sein.

image029
Abbildung 17. Single Line Diagramm - Standardaufbau des Systems
Nr. Bezeichnung Bemerkung

1

Netzanschlusszähler

2

Stromwandler am NAP

3

Spannungsabgriff am NAP

4

Stromzähler am NAP

5

RS485 Bus

6

Stromzähler am Erzeuger

Beispiel zusätzlicher AC-Erzeuger

7

Stromwandler am Erzeuger

Beispiel zusätzlicher AC-Erzeuger

8

Spannungsabgriff am Erzeuger

Beispiel zusätzlicher AC-Erzeuger

9

PV-Wechselrichter

Beispiel zusätzlicher AC-Erzeuger

10

RCD Typ B

11

Vorsicherung und Netztrennschalter

12

Netzanschluss Stromspeicher

13

Industrial S

14

Verbraucher

6.6.2. AC-Netzanschluss

Das System verfügt über eine Niederspannungsverteilung, welche sowohl die Wechselrichter als auch die Nebenverbraucher versorgt. Die elektrischen Anschlussdaten sind Tabelle 14 zu entnehmen.
Der Netzanschluss an die Niederspannungsverteilung erfolgt mittels Klemmstellen (siehe Abbildung 18). Die Leitungsquerschnitte sind gemäß den örtlichen Installationsvorschriften zu wählen. Der am Speicher anschließbare Klemmbereich ist Tabelle 15 zu entnehmen. In Tabelle 16 sind die zu montierenden Zugentlastungen aufgeführt, diese sind in der Zubehör-Box enthalten. Bei der Montage ist auch die entsprechende Gegenwanne zu verwenden.
Der Betreiber ist dafür verantwortlich in die Zuleitung des Speichers eine Netztrenneinrichtung für den Speicher, welche gegen Wiedereinschalten gesichert werden, kann, zu installieren.
Zudem muss in der Zuleitung des Speichers ein RCD Typ B mit Auslösestrom 1A verbaut werden.

Elektrischer Schlag durch fehlende Netztrenneinrichtung
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag bei Berührung Spannungsführender Komponenten
* In der Zuleitung muss eine Netztrenneinrichtung, welche gegen widereinschalten gesichert werden kann, installiert werden.
* Für Installations-, Service- und Wartungsarbeiten Stromspeicherdurch Netztrenneinrichtung Freischalten und gegen Wiedereinschalten Sichern

Elektrischer Schlag durch fehlende Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Fehlerströme.
* in der Zuleitung des Stromspeichers muss ein RCD Typ B mit Auslösestrom 1A installiert werden.

Table 14. AC-Netzanschluss
ISK010 ISK011 ISK110

Vorsicherung

Gg 200 A

Gg 350 A

Max. Dauerphasenstrom in A

152

285

AC-Nennspannung in V

400/230, 3P + N + PE

Nennfrequenz in Hz

50

Netzform

TN, TT

image030
Abbildung 18. AC-Anschluss
Table 15. Leitungsquerschnitt AC-Anschluss
Leiter Klemme Aderquerschnitt1 Anzugsdreh- moment Außendurchmesser Leitung2

L1, L2, L3

Wöhner
01754

95 … 300 mm²

24 … 36 Nm

16 … 32 mm

N, PE

Pollmann
201 07 38

16 … 120 mm²

24 Nm

16 … 32 mm

Pollmann
201 07 64

120 … 300 mm²

30 Nm

1Gilt nur für mehrdrahtige, direkt geklemmte Rundleiter aus Kupfer. Abweichende Materialien und Ausführungen gemäß Herstellerangaben der Klemme zulässig.

2Je nach Außendurchmesser ist die passende Zugentlastungsklemme gemäß Tabelle 16 zu verwenden.

Table 16. Klemmbereiche Zugentlastung AC-Anschluss
Außendurchmesser Leitung Max. Anzugsdrehmoment

16 … 22 mm

3,0 Nm

22 … 28 mm

3,0 Nm

28 … 32 mm

5,0 Nm

6.6.3. Anschluss zusätzlicher Potenzialausgleich

Wenn die örtlichen Installationsvorschriften neben dem PE-Anschluss einen zusätzlichen Potenzialausgleich fordern, kann dieser über das Gehäuse hergestellt werden. Hierfür hat der Speicher unten an allen vier Außenecken Anschlüsse mit M10-Gewinde vorgesehen. Die Erdungsanlage ist nach den lokal gültigen Anforderungen auszuführen.

An den gekennzeichneten Punkten der Erdungsanschlüsse am Container können die Erdungsfahnen mit Schraubverbindern direkt angeschlossen werden (vgl. Abbildung 19: Erdungsanschluss hinten, und Abbildung 20: Erdungsanschluss vorne).

Der Speicher ist in das bauseitige Blitzschutzkonzept einzubinden.

image031
Abbildung 19. Erdungsanschluss hinten
image032
Abbildung 20. Erdungsanschluss vorne

6.6.4. Anschluss Kommunikation

Für die Inbetriebnahme, den Service und das Online-Monitoring muss der Betreiber dem Stromspeicher eine dauerhafte Internetverbindung zur Verfügung stellen, damit ein ordnungsgemäßer Betrieb möglich ist.

Im Folgenden sind verschiedene Versionen in Abhängigkeit des Revisions-Standes dargestellt. (vgl. 3.5.1 Version/ Revision des Stromspeichers)

Anschluss Kommunikation (AA1, AA2)
In Abbildung 21 ist der Anschlussbereich für Kommunikation und Signale dargestellt. Der Stromspeicher verfügt über zwei Ethernet und eine RS485-Schnittstelle (siehe Tabelle 17). Ein Anschlussbeispiel für die RS485-Schnittstelle ist in Abbildung 22 dargestellt.
Die Kabel sind bei der Montage mittels Kabelbindern an der darunterliegenden Kunststoffhalterung zur Zugentlastung an zu binden.

image033
Abbildung 21. Anschluss Kommunikation und Signale – AA1, AA2
Table 17. Kommunikationsschnittstellen – AA1, AA2
BMK Schnittstelle Spezifikation Anschluss Außendurchmesser und Spezifikation der Leitung

F21

Modbus RTU
(Netzzähler, zusätzliche Erzeugungszähler, usw.)

  • Typ: RS485

  • Baud-Rate: 9,6 kBaud

  • Terminierung im Speicher: 120 Ω

Klemme
0,5 … 1,5 mm²

4 … 16 mm
Kabel mit Schirm und verdrillten Adernpaaren verwenden

F22

Modbus-TCP API

Ethernet

RJ45-Buchse

4 … 16 mm
Kabel mit mindestens Cat6a verwenden

F23

Internet1

Ethernet

RJ45-Buchse

4 … 16 mm
Kabel mit mindestens Cat6a verwenden

1Nicht notwendig bei Nutzung des im Speicher eingebauten LTE-Routers

image034
Abbildung 22. Anschlussbeispiel RS485-Schnittstelle – AA1, AA2

Anschluss Kommunikation (AA3, AA4)
In Abbildung 23ist der Anschlussbereich für Kommunikation und Signale dargestellt. Der Stromspeicher verfügt über zwei Ethernet und eine RS485-Schnittstelle (siehe Tabelle 18). Ein Anschlussbeispiel für die RS485-Schnittstelle ist in Abbildung 24 dargestellt.
Die Kabel sind bei der Montage mittels Kabelbindern an der darunterliegenden Kunststoffhalterung zur Zugentlastung zu befestigen.

image035
Abbildung 23. Anschluss Kommunikation und Signale – AA3, AA4
Table 18. Kommunikationsschnittstellen – AA3, AA4
BMK Schnittstelle Spezifikation Anschluss Außendurchmesser und Spezifikation der Leitung

-F18

Modbus-TCP API

Ethernet

RJ45-Buchse

4 … 16 mm
Kabel mit mindestens Cat6a verwenden

-F19

Internet1

Ethernet

RJ45-Buchse

4 … 16 mm
Kabel mit mindestens Cat6a verwenden

-X13.9

Modbus RTU A

  • Typ: RS485

  • Baud-Rate: 9,6 kBaud

  • Terminierung im Speicher: 120 Ω

Klemme
0,25 … 4 mm²

4 … 16 mm
Kabel mit Schirm und verdrillten Adernpaaren verwenden

-X13.10

Modbus RTU B

1Nicht notwendig bei Nutzung des im Speicher eingebauten LTE-Routers.

image036
Abbildung 24. Anschlussbeispiel RS485-Schnittstelle – AA3, AA4

6.6.5. Anschluss Signalschnittstelle

Neben den Kommunikationsschnittstellen verfügt der Speicher noch über die Option zur weiteren Einbindung eines oder mehrerer externen Not-Aus-Schalter für die Batterien und Quittier-Taster. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für die Ansteuerung ,der im Wechselrichter integrierten Kuppelschalter, z. B. für den NA-Schutz in der Kundenanlage

Im Folgenden sind verschiedene Versionen in Abhängigkeit des Revisions-Standes dargestellt. (vgl. 3.5.1 Version/ Revision des Stromspeichers)

Anschluss Signalschnittstelle (AA1, AA2)
In Abbildung 21 ist der Anschlussbereich grafisch dargestellt.
Signalleitungen mit den folgenden Spezifikationen können angeklemmt werden:

  • Außendurchmesser: 4 … 16 mm

  • Querschnitt: 0,5 … 4 mm²

  • Es müssen Kabel mit Schirm verwendet werden

Der Anschluss eines externen Not-Halt-Befehlsgerätes ist beispielhaft in Abbildung 25 dargestellt.

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Abbildung 25. Anschlussbeispiel externer Not-Halt und Quittiertaster – AA1, AA2

Die verwendeten Wechselrichter verfügen über einen internen Kuppelschalter, der z.B. für einen extern ausgeführten Netz- und Anlagenschutz verwendet werden kann. Ein Anschlussbeispiel ist Abbildung 26 zu entnehmen.

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Abbildung 26. Anschlussbeispiel Kuppelschalter – AA1, AA2

Anschluss Signalschnittstelle (AA3, AA4)
In Abbildung 23ist der Anschlussbereich grafisch dargestellt.
Signalleitungen mit den folgenden Spezifikationen können angeklemmt werden:

  • Außendurchmesser: 4 … 16 mm

  • Querschnitt: 0,25 … 4 mm²

  • Es müssen Kabel mit Schirm verwendet werden

Der Anschluss eines externen Not-Halt-Befehlsgerätes ist beispielhaft in Abbildung 27 dargestellt.

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Abbildung 27. Anschlussbeispiel externer Not-Halt und Quittiertaster -AA3, AA4

Die verwendeten Wechselrichter verfügen über einen internen Kuppelschalter, der z.B. für einen extern ausgeführten Netz- und Anlagenschutz verwendet werden kann. Ein Anschlussbeispiel ist Abbildung 28 zu entnehmen.

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Abbildung 28. Anschlussbeispiel Kuppelschalter - AA3, AA4

6.6.6. Anschluss Netzzähler

Für den 3-Phasen-Sensor gibt es eine separate Installations- und Konfigurationsanleitung, in der die technischen Daten und die Anschlussübersicht enthalten sind. Diese Anleitung kann auf der FENECON-Internetseite unter:
www.docs.fenecon.de/de/Installationsanleitungen/FEMS_KDK_2PU_CT_Installationsanleitung.pdf
heruntergeladen werden. Der Anschluss an die RS485 Schnittstelle ist in Kapitel 6.6.4 Anschluss Kommunikation beschrieben.
Der Zähler im Lieferumfang ist für den Netzanschlusspunkt. Es handelt sich dabei um einen KDK 2PU CT Messwandler Zähler. Die Wandler sind kein Bestandteil des Lieferumfangs.

Bitte beachten:
Der Sekundärstrom der Wandler muss 1 A oder 5 A betragen.

Der mitgelieferte Zähler ist für den Netzanschlusspunkt vorgesehen. Um aber auch die Produktion im Online- Monitoring korrekt darzustellen, müssen alle Erzeuger ebenfalls gemessen werden. Nur so ist gewährleistet, dass der tatsächliche Verbrauch richtig berechnet werden kann. Gewisse PV-Wechselrichter können direkt mit der FEMS-Hardware kommunizieren und benötigen deshalb keinen separaten Zähler für die Erzeugungsmessung, diese Wechselrichter sind auf der FENECON-Internetseite unter: fenecon.de/fenecon-fems/ bei dem Abschnitt „Einbindung von elektrischen Erzeugern, Verbrauchern, PV-Wechselrichtern und Zählern zu finden.

7. Erstinbetriebnahme

7.1. Inbetriebnahme durch Serviceunterstützung

Restrisiken:

Fehlbetrieb
Fehlbetrieb kann zu schweren Verletzungen oder Tod führen.
Vor dem Einschalten der Einzelkomponenten die Vorgaben und Anweisungen aus der Betriebs-/Montageanleitung des jeweiligen Herstellers beachten.

Fehlbetrieb kann zu Sachschäden führen.
Vor dem Einschalten des Energiespeichersystems vergewissern, dass

  • alle Schutzeinrichtungen angebracht sind,

  • sich keine Personen im Gefahrenbereich befinden.

Die Inbetriebnahme erfolgt durch die Unterstützung unseres Service-Teams. Bitte vereinbaren Sie für die Remote-Inbetriebnahme einen Termin im Voraus mit Ihrem Ansprechpartner bei der FENECON.

Für die Unterstützung wenden Sie sich bitte an:

FENECON GmbH
Brunnwiesenstraße 4
94469 Deggendorf
+49 (0) 9903 6280 0
service@fenecon.de

Bei der Inbetriebnahme durch die Serviceunterstützung muss vom der Elektrofachkraft und dem Endkunden gemeinsam ein Inbetriebnahmeprotokoll ausgefüllt und unterschrieben werden. Anschließend muss es innerhalb von 30 Tagen nach der Installation per E-Mail, Fax oder Post an FENECON übermittelt werden.

Dieses IBN-Protokoll ist Voraussetzung für die Gültigkeit der Garantie. Ohne dieses Protokoll bestehen keine Garantieansprüche.

7.2. Voraussetzungen zur Inbetriebnahme

7.2.1. Prüfen der Installation, Anschlüsse und Verkabelung

Vor der Erstinbetriebnahme die Anlage wie folgt prüfen:

  • Alle Komponenten (Abstände, Umgebung, Befestigung) sind richtig installiert.

  • Alle internen Verkabelungen sind vollständig und fachgerecht angeschlossen.

  • Alle externen Versorgungsleitungen (Spannungsversorgung, Kommunikationskabel) sind fachgerecht angeschlossen.

  • Alle Anschlusswerte sind auf die Anlage abgestimmt und erforderliche Einstellungen wurden vorgenommen.

  • Alle nötigen Prüfungen des Energespeichersystems wurden normgerecht durchgeführt.

7.2.2. Internetverbindung

Als erstes muss eine dauerhafte Internetverbindung hergestellt und dadurch der Zugang zum FEMS-Online-Monitoring sichergestellt werden. Diese kann grundsätzlich durch zwei verschiedene Optionen gewährleistet werden. Durch das verbinden mit einem LAN-Kabel oder durch einen LTE-Router (vgl. 6.6.4 Anschluss Kommunikation).

8. FEMS - FENECON Energiemanagementsystem

8.1. Technische Dokumentation – FEMS

Die Technische Dokumentation des FEMS muss beachtet werden, diese ist auch auf der FENECON-Internetseite unter: www.docs.fenecon.de zu finden.

1. Internetanbindung
Eine dauerhafte Internetanbindung für das FEMS wird empfohlen und ist für die Inbetriebnahme notwendig. Grundsätzlich ist auch ein Offline-Betrieb möglich. In diesem Fall können jedoch u.a. folgende Funktionen nicht genutzt werden:
Remote-Inbetriebnahme, Systemupdates, Installation von neuen FEMS-Apps, Übertragung von Messdaten an FENECON Server für Remote-Zugriff, Nutzung des Online-Monitorings über den FENECON Portalzugang (z.B. für unterwegs via Smartphone), Wartungszugang für FENECON Service Mitarbeiter, Nutzung von FEMS-Apps mit Third-Party Diensten über Internet (z.B. zeitvariable Stromtarife).

2. Netzwerkkonfiguration
FEMS bezieht in der Standard-Konfiguration die IP-Adresse über einen DHCP-Server (z.B. Fritz Box). Die Netzwerkkonfiguration kann im Online Monitoring zusätzlich unter Einstellungen à Netzwerkkonfiguration angepasst werden. Mehr Informationen finden Sie hier: https://docs.fenecon.de/de/_/latest/fems/ui/settings.html#_netzwerkkonfiguration.

3. System-Update Das System wird regelmäßig im Rahmen von Softwareupdates aktualisiert. Diese Updates können über den Reiter Einstellungen à FEMS Systemupdate installiert werden.

8.2. FEMS-Online-Monitoring

Das FEMS-Online-Monitoring dient der Visualisierung sämtlicher Energieflüsse im System. Der Energiemonitor zeigt Livedaten zum Netzbezug oder zur Netzeinspeisung, PV-Produktion, Beladung/Entladung des Batteriespeichers und Stromverbrauch. Über weitere Widgets wird der prozentuelle Grad an der Autarkie und des Eigenverbrauchs dargestellt. Zusätzlich bieten die einzelnen Widgets eine Detailansicht, über die, die Leistungswerte auch phasengenau eingesehen werden können.

Zusätzlich zur Live-Ansicht bietet die Historie die Möglichkeit, selbst-gewählte Zeiträume für das Online-Monitoring auszuwählen. Über das Info-Symbol kann der Status des Gesamtsystems als auch der einzelnen Komponenten zu jedem Zeitpunkt überwacht werden.

Die Technische Dokumentation des FEMS muss beachtet werden, diese ist auch auf der FENECON-Internetseite unter: www.docs.fenecon.de/ zu finden.

8.2.1. Zugangsdaten

Der Zugang zum FEMS-Online-Monitoring ist nach Endkunden und Installateur getrennt.

8.2.2. Übersicht

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Abbildung 29. FEMS-Online-Monitoring

9. Störungsbeseitigung

Restrisiken:

Sollte eine Störung vorhanden sein und nicht in der Störmeldeliste angezeigt werden, so ist der Kundendienst zur informieren.

Unbekannte Störmeldungen
Unbekannte Störung und der Versuch der Behebung können zu Schäden am Produkt führen.
Sollte eine Störung vorhanden sein und nicht in der Störmeldeliste angezeigt werden, Kundendienst informieren.

9.1. FEMS-Online-Monitoring

Der Systemzustand kann nach dem Login oben rechts anhand der Farbe des Symbols überprüft werden.

9.1.1. Störungsanzeige

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Systemzustand: Alles in Ordnung

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Systemzustand: Warnung (Warning)

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Systemzustand: Fehler (Fault)

9.1.2. Störungsbehebung

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Eine detaillierte Übersicht über eine vorhandene Warnung oder einen Fehler erhalten Sie, wenn Sie auf das Ausrufezeichen in der rechten oberen Ecke klicken.

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Über die Scroll-Leiste kann der Ursprung der Warnung oder des Fehlers genauer untersucht werden.
In diesem Beispiel liegt der Fehler bei dem eingesetzten Controller.

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Durch Klicken auf das Symbol (Pfeil nach unten) wird je nach Fehler eine genauere Fehlerbeschreibung angezeigt.

In dem Beispiel oben wurde zu Testzwecken absichtlich eine falsche Referenz für den Netzzähler eingetragen, weshalb die Ausführung des Controllers fehlschlägt.
Zur Behebung von Fehlern muss der FENECON-Service kontaktiert werden.

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Unter Umständen kann es passieren, dass das FEMS nicht erreichbar ist und nebenstehende Fehlermeldung erscheint.

Wenn das FEMS offline ist, folgen Sie den Schritten, die unter der Meldung angezeigt werden.

9.2. FENECON-Service

Diese Anleitung beinhaltet ausschließlich Arbeiten die ohne Spezialkenntnisse des Herstellers durchführbar sind.

Arbeiten, die nicht beschrieben sind, dürfen ausschließlich von autorisiertem Servicepersonal durchgeführt werden. Wenden Sie sich zur Parameter- und Programmänderung an den Kundendienst

Bei Störungen des Energiespeichersystems muss der FENECON-Service zu kontaktieren:

Telefon: +49 (0) 9903 6280 0
E-Mail: service@fenecon.de

9.2.1. Angaben für den FENECON-Service

Folgende Angaben müssen für den FENECON-Service bereitgehalten werden:

  • Gerätetyp/Konfiguration

  • FEMS-Nummer

  • Seriennummer

  • Aktuell installierte Softwareversion

  • Ticketnummer von vorherigen Störungen (falls vorhanden)

  • Fehlercode Wechselrichter (falls vorhanden)

Die Informationen können dem Typenschild und dem Anlagenprofil im Online-Monitoring entnommen werden.

9.2.2. Servicezeiten des FENECON-Service

Montag bis Donnerstag:

08:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 17:00 Uhr

Freitag:

08:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 15:00 Uhr

10. Technische Wartung

10.1. Prüfungen und Inspektionen

Restrisiken:

Bei Inspektionsarbeiten ist sicherzustellen, dass das Produkt im sicheren Zustand ist. Nicht ordnungsgemäß durchgeführte Inspektionen können schwerwiegende Folgen für Personen, die Umwelt und das Produkt selbst verursachen.

Inspektionsarbeiten sind ausschließlich von ausgebildeten und befähigten Fachkräften durchzuführen.

Für alle Einzelkomponenten sind die Wartungshinweise autorisierten Elektrofachkräften zur beachten.

Kontrollieren Sie das Produkt und die Leitungen regelmäßig auf äußerlich sichtbare Beschädigungen. Bei defekten Komponenten kontaktieren Sie den FENECON Service. Reparaturen dürfen nur von der Elektrofachkraft vorgenommen werden.

Für die Wartung der enthaltenen Komponenten ist die Dokumentation der einzelnen Komponentenhersteller zu beachten.

10.2. Reinigung

Reinigungsmittel Durch die Verwendung von Reinigungsmitteln können das Speichersystem und seine Teile beschädigt werden.
Das Speichersystem und alle seine Teile ausschließlich mit einem mit klarem Wasser befeuchteten Tuch reinigen.

10.3. Wartungsarbeiten

Restrisiken:

Bei Instandhaltungsarbeiten, Fehlersuche und Montagetätigkeiten ist sicherzustellen, dass das Produkt sicherheitsgerichtet abgeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert ist. Nicht ordnungsgemäß durchgeführte Wartungs- und Instandhaltungstätigkeiten können schwerwiegende Folgen für Personen, die Umwelt und das Produkt selbst verursachen.

Vor Instandhaltungsarbeiten an Systemen, welche unter Druck stehen könnten oder in denen sich noch sehr heiße/gefährdende Stoffe befinden könnten, ist:

  1. Das System abzuschalten.

  2. Das System gegen Wiedereinschalten zu sichern.

  3. Persönliche Schutzausrüstung gegen Verbrühungen/Verätzungen zu tragen.

  4. Das System zu entlasten.

  5. Das System abkühlen zu lassen.

  6. Zu überprüfen, ob sich noch gefahrbringende Stoffe im System befinden.

Das Warten des Produktes ist ausschließlich Personen gestattet, die an einer ausführlichen Unterweisung zum Thema teilgenommen haben..

Die Nutzungshäufigkeit und Umgebungs-bedingungen können Abweichungen der Intervalle der im Folgenden beschriebenen Tätigkeiten notwendig machen.

  • Unterweisen Sie die für die Wartung des Produktes verantwortlichen Personen

  • Ändern Sie nach Rücksprache mit dem Hersteller die Wartungsintervalle in dieser Dokumentation.

Instandhaltungstätigkeiten sind ausschließlich von ausgebildeten und befähigten Fachkräften durchzuführen.

10.4. Reparaturen

Bei defekten Komponenten muss der FENECON-Service kontaktiert werden.

11. Lagerung

Lagerung länger als 6 Monate
Mögliche Folgen: Tiefenentladung der Zellen à Defekt der Batterieschublade.

  • Externe Beladung der Batteriemodule auf Nennspannung – es muss eine Zwangsbeladung durchgeführt werden, welche über das FEMS gesteuert wird. Dies darf nur durch den Hersteller, oder durch ein vom Hersteller beauftragtes Unternehmen durchgeführt werden.

  • Das Energiespeichersystem nicht mit brennbaren oder giftigen Gegenständen lagern.

  • Energiespeichersysteme mit Sicherheitsmängeln separat von unbeschädigten lagern.

  • Der SOC der einzelnen Fullpacks des Energiespeichersystems beträgt bei Auslieferung ≥ 25 % SOC

  • Nach 90 Tagen muss der SOC geprüft werden, dieser sollte in einem Bereich von 15 – 35 % SOC liegen. Ist dies nicht gegeben, muss eine Be- bzw. Entladung durchgeführt werden

  • Eine Nachladung der Fullpacks wird ab 20 % SOC empfohlen

    Lagerbereich: Brandsicher im Innenbereich / Außen mit geeignetem Witterungsschutz

  • Lufttemperatur: -20 °C bis 40 °C

  • Relative Luftfeuchtigkeit: max. 50% bei +40 °C.

12. Nutzungsbeanspruchung

Die Lebensdauer des Produkts hängt von den Standzeiten und Wartungsintervallen ab, die vom Fachpersonal durchgeführt werden. Die Standzeit wird besonders durch eine vorbeugende Instandhaltung und Wartung beeinflusst. Ein rechtzeitiger Tausch von Verschleißteilen und eine entsprechende Dokumentation jeder Tätigkeit ist deshalb für die Verfügbarkeit des Produkts ausschlaggebend.

Alle Elemente der funktionalen Sicherheit müssen entsprechend der vom Hersteller vorgegebenen Schalthäufigkeit bzw. Einsatzzeit frühzeitig vor der berechneten oder angegebenen Lebensdauer getauscht werden. Alle Komponenten der Funktionalen Sicherheit sollten jedoch spätestens nach 20 Jahren, gemäß der angewendeten Norm(en), einer kompletten Revision unterzogen werden

13. Transport

Dieser Abschnitt enthält Informationen zum außer- und innerbetrieblichen Transport des Produktes.

Transport ist die Ortsveränderung des Produktes mit manuellen oder technischen Mitteln.

  • Für den Transport nur geeignete und geprüfte Anschlagmittel und Hebezeuge verwenden!

  • Das Produkt darf ausschließlich nur mit vom Hersteller vorgegebenen Transportmitteln transportiert werden. (vgl. 13.3 Transportvorgang)

Restrisiken:

Risiko durch angehobene Lasten!
Der Aufenthalt unter schwebenden Lasten ist verboten!

Überzeugen Sie sich vom einwandfreien Zustand der Teile und der Umverpackung.

Überzeugen Sie sich, dass

  • alle Teile fest verschraubt sind,

  • die Transportsicherung ordnungsgemäß befestigt wurde,

  • Sie Persönliche Schutzausrüstung tragen.

Rechtsvorschriften
Der außerbetriebliche Transport des Produktes erfolgt in Übereinstimmung mit den Rechtsvorschriften des Landes, in dem das Produkt außerbetrieblich transportiert wird.

13.1. Sicherheitshinweise

  • Der Transport erfolgt durch einen Gefahrentransport.

  • Der Transport von Lithium-Ionen-Batterien "UN3536“ untersteht den Vorschriften des ADR.

  • Eine Gefahrgutkennzeichnung muss beim Versand an allen Seiten des Containers angebracht werden.

  • Beim Transport der Batterien sind die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen zu beachten (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz – GGBefG).

  • Nach dem Erhalt der Lieferung, muss diese umgehend auf Vollständigkeit und Transportschäden überprüft werden.

  • Persönliche Schutzausrüstung (je nach Randbedingung) verwenden (Mindestanforderung: Schutzhelm und Schutzschuhe)

  • Vor dem Transport müssen die elektrischen Verbindungen getrennt werden.

  • Vor dem Anheben den korrekten Sitz der Anschlagpunkte und Anschlagmittel prüfen

  • Der Container sollte nur mit einem SoC von 30 % transportiert werden

  • Für den korrekten Transport muss ein Winkel von 30° - 45° der Anschlagmittel zur Vertikalen eingehalten werden. (vgl. Abbildung 30: Gabelstapler- und ),

  • Die Tragkraft muss so dimensioniert sein, dass die Masse des Produktes sicher aufgenommen werden kann (vgl. 3.4 Abmessungen und 3.5 Gewichte)

  • Die Größe der Transportfläche muss so dimensioniert sein, dass das Produkt sicher auf der Transportfläche abgestellt und gesichert werden kann.

13.2. Standortwechsel

Eine Umsetzung (Standortverlagerung) des Containers nach Inbetriebnahme ist nicht vorgesehen.
Sollte ein Standortwechsel geplant werden, muss vorher Rücksprache mit de FENECON GmbH gehalten werden.
Bei einem Standortwechsel kann der Container mit einem geeigneten Flurförderzeug oder Hebezeug transportiert werden.

13.3. Transportvorgang

Benötigte Hilfsmittel
Für den sicheren außerbetrieblichen Transport werden folgende Hilfsmittel benötigt:

  • Auf- bzw. Abladen: mit Hilfe eines Gabelstaplers oder Krans

  • Transport: nur mittels Kraftfahrzeuges für den Straßentransport

Container aufladen

  1. Den Container entweder mit einem Hebezeug (z. B. Kran) oder einem Gabelstapler an den vorgesehenen Aufnahmepunkte (vgl. Abbildung 29: Gabelstapler- und ) aufnehmen und aufladen

Bei diesem Vorgang die Gewichtsangaben in den Transportpapieren beachten (vgl. 3.4 Gewichte). Die nachfolgenden Hebevorschriften müssen zum Schutz des Containers vor Beschädigungen unter allen Umständen eingehalten werden.

Hebevorschriften

  • Für den Transport mit einem Gabelstapler ist eine Gabellänge von mindestens 1200 mm notwendig.

  • Für den korrekten Transport muss ein Winkel von 30° - 45° (vgl. Abbildung 30: Gabelstapler- und ) eingehalten werden.

  • Informationen zum Gewicht, den Schwerpunkt und die Abmessungen könnten dem Kapiteln 3.3 Abmessungen und 3.4 Gewichte entnommen werden.

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Abbildung 30. Gabelstapler- und Kranaufnahme Punkte
  1. Den Industrial S auf Transportmittel abstellen und sichern. Zur Ladungssicherung können die Transporttraversen/ Transportsicherungen auf dem Dach genutzt werden.

14. Demontage und Entsorgung

Restrisiken:

Fehlbetrieb
Fehlbetrieb kann zu schweren Verletzungen oder Tod führen.
Vor dem Ausschalten der Einzelkomponenten die Vorgaben und Anweisungen aus der Betriebs-/Montageanleitung des jeweiligen Herstellers beachten.

Fehlbetrieb kann zu Sachschäden führen.
Vor dem Ausschalten der Anlage vergewissern, dass

  • sich keine unbefugten Personen im Gefahrenbereich befinden.

14.1. Sicherheitshinweise

  • Bei allen Arbeiten ist folgende geeignete persönliche Schutzausrüstung anzulegen:

    • Sicherheitsschuhe

    • Schutzhandschuhe gegebenenfalls schnittfest

    • Schutzbrille

  • Das Speichersystem nur durch autorisierte Elektrofachkräfte demontieren lassen

  • Demontagearbeiten dürfen nur ausgeführt werden, wenn die Anlage außer Betrieb genommen wurde.

  • Vor dem Beginn der Demontage sind alle zu lösenden Bauteile gegen Herabfallen, Umstürzen oder Verschieben zu sichern.

  • Demontagearbeiten dürfen nur bei stillgesetzter Anlage und nur durch Servicepersonal durchgeführt werden.

  • Es sind Transporthilfen zu verwenden. Bei den zu transportierenden Anlagenteilen sind die vorhandenen Anschlagpunkte zu verwenden.

  • Die Demontagehinweise der Komponentenhersteller (vgl. 16.1 Mitgeltende Dokumente) sind zu beachten.

  • Die Batterien werden von Servicepersonal ausgebaut und durch einen Gefahrentransport transportiert.

  • Beim Transport der Batteriemodule sind die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen zu beachten (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz – GGBefG).

14.1.1. Voraussetzungen

  • Die Spannungsversorgung des Stromspeichers ist unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert.

  • Die betreiberseitige Ausrüstung der Informationstechnik ist demontiert und entfernt.

Verletzungen des Körpers oder der Gliedmaßen durch scharfkantige und spitze Stellen an Teilen der Anlage

  • Bei Arbeiten an der Maschine immer geeignete Schutzausrüstung (schnittfeste Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille) tragen!

14.2. Entsorgung

  • Zur Entsorgung von Hilfs- und Betriebsstoffen die örtlichen Vorschriften und Angaben aus den Sicherheitsdatenblättern beachten

  • Beachten Sie zur Entsorgung auch die Informationen aus den Einzelbetriebsanleitungen der jeweiligen Komponenten.

  • Bei Zweifeln am Entsorgungsweg, an den Hersteller oder das örtliche Entsorgungsunternehmen wenden.

Nach sachgerechter Demontage sind die zerlegten Einzelteile der Wiederverwertung zuzuführen:

  • Das Speichersystem darf nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden.

  • Metallische Materialreste verschrotten

  • Kunststoffelemente zum Recycling geben

  • Übrige Komponenten nach Materialbeschaffenheit sortiert entsorgen

Elektroschrott, Elektronikkomponenten, Schmier- und andere Hilfsstoffe unterliegen der Sondermüllbehandlung und dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben entsorgt werden.
Bei der Entsorgung der Maschine oder deren Komponenten sowie den Betriebs- und Hilfsstoffen sind weiterhin folgende Punkte zu beachten:

  • Nationale Bestimmungen vor Ort einhalten

  • Firmenspezifische Vorgaben beachten

  • Betriebs- und Hilfsstoffe entsprechend den jeweils geltenden Sicherheitsdatenblättern entsorgen

  • Das Verpackungsmaterial muss umweltgerecht entsorgt werden

  • Die Batterie-Module keinen hohen Temperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung aussetzen

  • Die Batterie-Module keiner hohen Luftfeuchte oder ätzender Atmosphäre aussetzen

  • Spezielle Hinweise zur Entsorgung der Altbatterien sind über den Kontakt zum FENECON-Service einzuholen.

15. Konformitätserklärung

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16. Mitgeltende Dokumente

Alle Zulieferkomponenten können über den Hersteller angefragt werden.

Nr. Komponente Herstellerdokumente

1

KACO gridsave 92.0 kVA

2

Klimaaggregat Hydac 4 kW

In Zubehör-Box enthalten:
1x Bedienungsanleitung
1x Datenblatt

3

KDK 2PU CT Netzzähler

In Zubehör-Box enthalten:
1x Kurzanleitung
Online verfügbar:
https://docs.fenecon.de/de/Installationsanleitungen/FEMS_KDK_2PU_CT_Installationsanleitung.pdf

4

Roxtec - Kabeleinführung

Online verfügbar:
Installationsanleitung
https://www.roxtec.com/de/produkte/losungen/roxtec-ezentry/