Betriebsanleitung FENECON Industrial M

1. Allgemeines

1.1. Informationen zu dieser Betriebsanleitung

Diese Betriebsanleitung wurde gemäß der Richtlinie 2014/35/EU erstellt. Sie ermöglicht den sicheren und effizienten Umgang mit dem elektrischen Betriebsmittel "ESS10 Container" (im Folgenden als "Anlage" bezeichnet).

Diese Betriebsanleitung ist Bestandteil der Anlage und muss in ihrer unmittelbaren Umgebung für das Personal jederzeit zugänglich aufbewahrt werden. Weiterhin sind alle im Anhang dieser Betriebsanleitung aufgelisteten Dokumente und die Betriebsanleitungen der Komponentenhersteller unbedingt zu beachten!

Das Personal muss diese Betriebsanleitung vor Beginn aller Arbeiten sorgfältig lesen und verstanden haben.

1.2. Hersteller

FENECON GmbH
Gewerbepark 6
94547 Iggensbach
Deutschland

Telefon +49 (0) 9903 6280 0
Fax +49 (0) 9903 6280 909
E-Mail: info@fenecon.de
Website: www.fenecon.de

1.3. Formelles zur Betriebsanleitung

© FENECON GmbH, 2025
Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung der Firma FENECON GmbH gestattet.

1.4. Version/Revision der Betriebsanleitung

Tabelle 1. Version/Revision
Version/Revision Änderung der Betriebsanleitung Datum Name

V0.1

Entwurf Ersterstellung

09.09.2020

CE Design

V0.2

Entwurf Ersterstellung

03.11.2020

CE Design

V0.3

Entwurf Ersterstellung

03.11.2020

CE Design

V0.4

Veröffentlichung auf docs.fenecon.de

20.03.2025

FENECON MR

1.5. Darstellungskonventionen

Tabelle 2. Darstellungskonventionen
Darstellung Bedeutung

"Hervorhebung"

Hervorhebung besonderer Begriffe im Text

[Taster]

Bedien- und Anzeigeelement (z. B. Taster, Signalleuchte)

>>Schaltfläche<<

Schaltfläche und Visualisierung (z. B. Taster, Signalleuchte)

Verweis auf Kapitel/Abschnitte dieser Anleitung oder auf mitgeltende Dokumente (→ Kapitel Technische Daten)

Tabelle 3. Darstellungskonventionen — Signalwörter
Dieses Signalwort kennzeichnet eine unmittelbar drohende Gefahr. Falls diese Gefahr nicht vermieden wird, führt dies zum Tod oder zu schweren Verletzungen.
Dieses Signalwort kennzeichnet eine mögliche Gefahr. Falls diese Gefahr nicht vermieden wird, kann dies zum Tod oder zu schweren Verletzungen führen.
Dieses Signalwort kennzeichnet eine mögliche gefährliche Situation. Falls diese gefährliche Situation nicht vermieden wird, kann dies zu leichten oder mäßigen Verletzungen führen.
Dieses Signalwort kennzeichnet Handlungen zur Verhütung von Sachschäden. Das Beachten dieser Hinweise verhindert die Beschädigung oder Zerstörung der Anlage.
Ergänzende Informationen

1.6. Aufbau von Warnhinweisen

Warnhinweise schützen bei Beachtung vor möglichen Personen- und Sachschäden und stufen durch das Signalwort die Größe der Gefahr ein.

Warnhinweise sind entsprechend der SAFE-Methode aufgebaut:

Tabelle 4. SAFE-Methode
Signalwort Bedeutung

S

Signalwort (GEFAHR, WARNUNG, VORSICHT oder HINWEIS)

A

Art und Quelle der Gefahr
Beschreibung der Gefahr und der Ursache der Gefahr

F

Folge
Beschreibung der möglichen Folge für Mensch, Tier und Umwelt, die durch die Gefahr eintreten kann

E

Entkommen
Handlungsempfehlungen, wie Gefahren vermieden werden können

Quelle der Gefahr
Mögliche Folgen bei Nichtbeachtung

  • Maßnahmen zur Vermeidung/Verbote

1.7. Begriffe und Abkürzungen

Folgende Begriffe und Abkürzungen werden in der Betriebsanleitung verwendet:

Tabelle 5. Begriffe und Abkürzungen
Begriff/Abkürzung Bedeutung

AC

Alternating Current — Wechselstrom

ADR

Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route
(Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße)

Batterie-Pack

Akku-Pack für den Einbau in E-Autos.

BCS

Battery Control System

BMS

Batterie-Management-System
Führt die Anpassung der Batteriekapazität und die Berechnung des Batteriezustands (Spannung, Strom, aufladbare und entladbare Leistung, Temperatur, Isolationswiderstandsbetrieb usw.) anhand der von den Sensoren in den Packs erfassten Daten durch. Sie führt auch den Abgleich zwischen den Zellen durch, um die optimale Energie des Packs zu gewährleisten. Die Kommunikation erfolgt über den CAN.

BSMU

Battery Stack Management Unit — Verwaltungseinheit für Batteriestapel

Connection Box

Es verbindet/trennt Packungs-Niederspannungsleitungen. Es besteht aus Hauptrelais, Vorladungsrelais, Stromsensor, BMS-Stromversorgung und CAN-Netzwerk zur Kommunikation zwischen dem High-Order-System und dem BMS.

EMS

Energie-Management-System

ESS

Energy Storage System — Energiespeichersystem

FEMS

FENECON Energiemanagementsystem

LR

Alkali-Mangan-Batterien

Modul

Zusammensetzung in der 16 Zellen mit 8 in Reihe und 2 parallelgeschaltet sind. Jeder Batteriesatz besteht aus 12 in Reihe geschalteten Modulen.

MS

Mittelspannung

MSDS

Material Safety Data Sheets — Sicherheitsdatenblätter

NS

Niederspannung

NSHV

Niederspannungshauptverteilung

PCS

Power Conversion System — Leistungsumwandlungssystem

PV-System

Photovoltaik-System

RO

Read Only

SDSW

Service Disconnection Switch
Ermöglicht die Verbindung/Trennung von Hochspannungsleitungen im Packungsmittelpunkt-Potential durch Entfernen und Installieren dieser SW. Sie hat eine Sicherungsfunktion und kann Hochspannungsleitungen bei ungewöhnlichen Gelegenheiten trennen.

WO

Write Only

1.8. Anhang zu diesem Dokument

Alle im Anhang dieser Betriebsanleitung aufgelisteten Dokumente sind zu beachten.
Vgl. Mitgeltende Dokumente.

1.9. Verfügbarkeit

Der Betreiber bewahrt diese Betriebsanleitung bzw. relevante Teile davon griffbereit in unmittelbarer Nähe zum Produkt auf.

Bei der Abgabe des Produktes an eine andere Person gibt der Betreiber diese Betriebsanleitung an diese Person weiter.

1.10. Lieferumfang

Tabelle 6. Lieferumfang — Standard
Pos. Komponente Anzahl Bemerkung

1

Container inkl. Klimagerät, abschließbar

1

mit Schlüssel (1)

2

NSHV inkl. Leistungsschalter

1

3

Steuerschrank inkl. FEMS und NA-Schutz

1

4

Batterien, BMW; Typ: SE09, i3

X

High-voltage battery; abhängig von erworbener Kapazität

5

Wechselrichter REFUstore 88k

1

REFU Elektronik GmbH

oder

5

KACO gridsave 92. kVA

1

KACO new energy GmbH

6

Dokumentenmappe

1

Anleitung, E-Plan

Die Ausstattung des Containers richtet sich nach der bestellten Variante des FENECON-Systems.

Die notwendigen Software-Lizenzen für den Betrieb der Anlage sind im Lieferumfang nicht enthalten. Es stehen jedoch verschiedene FEMS-Applikationen für den Betrieb bereit und können sowohl nachträglich als auch direkt bei Inbetriebnahme installiert werden.

Lieferumfang — Optional

  • Ansaugrauchmelder

2. Sicherheit

2.1. Bestimmungsgemäße Verwendung

Der FENECON Industrial M ist ein industrielles Energiespeichersystem, das aus verschiedenen Modulen besteht. Dazu gehören insbesondere effiziente Wechselrichter, das FENECON-Energiemanagementsystem (FEMS) und Batterieschubladen inklusive BMS.

Das Energiespeichersystem dient der Speicherung und Bereitstellung elektrischer Energie.

Die Anlage darf nur unter Einhaltung der zulässigen technischen Daten (Kapitel: Technische Daten) verwendet werden.

2.2. Einsatzbereich

Das Produkt ist ausschließlich für die Verwendung in folgenden Einsatzbereichen bestimmt:

  • Industriebereich

Jeder andere Einsatzbereich ist nicht bestimmungsgemäß.

2.3. Qualifikation des Personals

Zur bestimmungsgemäßen Verwendung, Installation und Wartung der Anlage muss qualifiziertes Personal eingesetzt werden. Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und Überwachung des Personals müssen durch den Betreiber genau geregelt sein.

2.3.1. Wartungspersonal

Zu Wartungspersonal zählt Elektro-Fachpersonal oder Personen, die eine vergleichbare länderspezifische Ausbildung besitzen Wartungspersonal ist vom Betreiber zur Wartung der Anlage beauftragt und verfügt über folgende Kenntnisse:

  • Funktionsweise und Wartungsstellen der Anlage.

  • Gefährdungen an der Anlage und geeignete Schutzmaßnahmen.

  • Reinigen, Konservieren, Nachfüllen oder Ersetzen von Betriebsstoffen (z. B. Kühlmittel).

  • Austausch von Verschleißteilen.

  • Umrüsten und fachgerechtes Nachstellen der Anlage.

2.3.2. Elektro-Fachpersonal

Zu Elektro-Fachpersonal zählen Personen, die:

  • aufgrund Ihrer fachlichen Ausbildung, Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen, Normen und Bestimmungen in der Lage sind, Arbeiten an elektrischen Anlagen auszuführen.

  • vom Betreiber zum Ausführen von Arbeiten an elektrischen Anlagen und Ausrüstungen des Batteriesystems beauftragt und geschult worden sind.

  • mit der Funktionsweise des Batteriesystems vertraut sind.

  • auftretende Gefährdungen erkennen und diese durch geeignete Schutzmaßnahmen verhindern können.

  • Zugriff auf alle Informationen zur Instandhaltung haben.

2.3.3. Servicepersonal

Zum Servicepersonal zählt: Herstellerpersonal oder durch die FENECON GmbH unterwiesenes und autorisiertes Fachpersonal, welches für Arbeiten an Anlage Stromspeicher (z. B. Montage, Reparatur, Wartung, Tätigkeiten an den Batterien etc.) durch den Betreiber angefordert werden muss.

2.3.4. Befähigte Person

Als befähigte Person gilt, wer durch Berufsausbildung, Berufserfahrung und die zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung der Arbeitsmittel (z. B. Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen) verfügt. Die Person unterliegt bei ihrer Prüftätigkeit keinen fachlichen Weisungen und darf wegen dieser Tätigkeit nicht benachteiligt werden.

2.3.5. Anlagenführer

Der Betreiber muss für das Speichersystem einen Verantwortlichen/Anlagenführer für das Batteriespeichersystem festlegen. Dieser erhält bei der Inbetriebnahme eine Schulung und fungiert als primäre Kontaktperson.

2.4. Sicherheits- und Schutzeinrichtungen

  • Die Sicherheitseinrichtungen dürfen nicht überbrückt oder ausgeschaltet werden.

  • Der Betrieb des Stromspeichers ohne oder mit fehlerhaften Schutzeinrichtungen ist verboten.

  • Die Sicherheitseinrichtungen müssen immer frei erreichbar vorgehalten und regelmäßig geprüft werden.

2.4.1. Übersicht

Folgende Sicherheits- und Schutzeinrichtungen befinden sich an der Anlage:

Tabelle 7. Sicherheits- und Schutzeinrichtungen an der Anlage
Abbildung Sicherheits-/Schutzeinrichtung

INM maintenance door open

Wartungsschutzklappe — Batterieseite, abschließbar
Wartungsschutzklappe — Schaltschrankseite, abschließbar

INM emergency shut off

Not-Aus-Taster (roter Taster) am Steuerschrank, Quittiertaster (Knopf links oben), sowie Hauptschalter (unten) und LAN-Anschluss (rechts oben)

INM ext ground connections

Erdungsanschlüsse an der Container-Außenwand (Außenseite)

INM int ground connections

Erdungsanschlüsse innerhalb der NSHV als Potential-Schiene

INM container

Blitzschutz durch die Stahlhülle des Containers

INM fire alarm system

Optional: Rauchansaugung/Brandmeldesystem

2.4.2. Wartungsschutzklappe

An der Anlage sind zwei Wartungsschutzklappen (Batterieseite und Schaltschrankseite) installiert, welche mit dem in der Lieferung beigelegten Schüssel abschließbar sind. Während des Betriebs der Anlage sind die Wartungsschutzklappen verschlossen und verhindern den Eingriff in die Anlagentechnik. Zu Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten können die Wartungsschutzklappen geöffnet werden. Diese öffnen sich nach oben bis zu einem Winkel von 90°. Die Wartungsschutzklappe benötigt im aufgeklappten Zustand zusätzlichen Platz von 1,73 m.

Wartungsschutzklappe, geöffnet, Seitenansicht

INM maintenance door side view

2.4.3. Not-Aus-Taster

In Notsituationen kann über den Not-Aus-Taster die Anlage abgeschaltet werden. Der Not-Aus-Taster darf nicht zum normalen Ausschalten der Anlage verwendet werden. Die Anlage ist mit einem Not-Aus-Taster ausgestattet.

Der Not-Aus-Taster befindet sich am Schaltschrank im Innenraum der Anlage.

Ist die Notsituation beseitigt, muss der Not-Aus-Taster vor Wiedereinschalten der Anlage entriegelt werden.

Not-Aus-Taster betätigen
Das Betätigen des Not-Aus-Tasters löst folgende Reaktionen aus:

  • 12-V-Versorgung wird abgeschaltet.

  • HV-Relais in der Batterie werden aufgetrennt.

  • Die HV-Spannung nach außen zu den Umrichtern wird abgeschaltet.

Not-Aus-Taster entriegeln
Vor dem Wiedereinschalten nach ausgelöstem Not-Aus muss der Not-Aus-Taster entriegelt werden:

  • Not-Aus-Taster herausziehen

Not-Aus quittieren
Das Quittieren des Not-Aus erfolgt am Not-Aus-Taster an der Frontseite des Schaltschranks.

2.4.4. Erdungsanschlüsse innen/außen

Die Erdungsanschlüsse an den Container-Außenwänden befinden sich unter den Wartungsklappen. Innerhalb der NSHV ist eine Potential-Schiene ausgeführt.

INM ext ground connections front rear
Abbildung 1. Positionen — Erdungsanschluss am Container (Vorder-/Rückansicht)

2.5. Stahlblech für die Ableitung von Blitzströmen

Der Blitzschutz wird durch die durchgängige Materialstärke des Containers von 4 mm gewährleistet.

2.6. Verhalten in Notsituationen

Sofortmaßnahmen nach einem Unfall

Die Anlage und deren Umfeld ist derart gestaltet, dass nach menschlichem Ermessen Unfälle ausgeschlossen werden können, wenn:

  • alle Sicherungseinrichtungen aktiv sind,

  • alle Sicherungsbestimmungen eingehalten werden und

  • alle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten innerhalb der vorgeschriebenen Intervalle durchgeführt werden.

In Notsituationen wie folgt vorgehen:

  1. Not-Aus-Taster betätigen.

  2. Aus dem Gefahrenbereich entfernen.

  3. Hauptschalter mit Not-Aus-Funktion am Schaltschrank ausschalten.

  4. Sicherung des Gefahrenbereiches der Anlage.

  5. Meldung an den Anlagenführer/Verantwortlichen.

  6. Gegebenenfalls Arzt alarmieren.

2.7. Brandschutzmaßnahmen

Brandschutzmaßnahmen für den 10-Fuß-Industrial-Container:

Brandursachen

  • Selbstentzündung brennbarer Materialien wie Öle, Fette, Lacke und Kunststoffe, die der Strahlungswärme ausgesetzt sind.

  • Schweißen in unmittelbarer Nähe von brennbaren Stoffen.

  • Verschmutzte Rauchabsauganlagen.

  • Ablagerungen in den Lüftungskanälen und auf den Filtern.

  • Beschädigte, stromführende Kabel.

  • Brennbare Betriebs- und Kühlmittel (erhöhtes Brandrisiko).

Vorbeugende Maßnahmen

  • Im Container keine brennbarenMaterialien lagern.

  • Nur schwer entflammbare Betriebs- und Kühlmittel verwenden.

  • Ent- und Belüftungsanlagen regelmäßig reinigen.

  • Verschmutzte Filterelemente wechseln.

  • Geeignete Feuerlöscher im Container anbringen.

  • Servicepersonal in der Feuerbekämpfung ausbilden.

Brandbekämpfung

  • Für stromführende Bauteile (Schaltschränke, Bedienpulte, usw.) ist der Einsatz von Kohlendioxid-Feuerlöscher zu empfehlen.

  • Die Akkupacks müssen bis zum Verlöschen des Feuers mit sehr großen Mengen Wasser besprüht werden.

  • Angemessenen Abstand halten, aufgrund der möglichen Flammenbildung beim Verbrennen von Elektrolytlösung aus den Batterien.

  • Den Feuerlöschschlauch nicht direkt in die Akkupacks führen.

  • Den Container vollständig belüften.

2.8. Piktogramme

Piktogramme an der Anlage weisen auf Gefahren, Verbote und Gebote hin. Unleserliche oder fehlende Piktogramme müssen durch neue ersetzt werden.

Tabelle 8. Piktogramme
Piktogramm Bedeutung Position
W012

Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung

Piktogramm am Gehäuse, und Kennzeichnung von Komponenten, bei denen nicht klar zu erkennen ist, dass sie elektrische Betriebsmittel enthalten, die Anlass für ein Risiko durch elektrischen Schlag sein können.

W023

Warnung vor ätzenden Stoffen

Auf den Batteriemodulen

grounding

Vor Benutzung erden

Im Bereich der Erdungsanschlüsse (z. B. am Container)

electro bin

Getrennte Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten

An den Batteriemodulen

W024

Warnung vor Handverletzungen

W017

Warnung vor heißer Oberfläche

W001

Allgemeines Warnzeichen

W026

Warnung vor Gefahren durch das Aufladen von Batterien

P001

Allgemeines Verbotszeichen

P003

Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquellen und Rauchen verboten

P007

Kein Zutritt für Personen mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren

P035

Zutritt für Unbefugte verboten

M002

Anleitung beachten

M014

Kopfschutz benutzen

M008

Fußschutz benutzen

M009

Handschutz benutzen

2.9. Komponenten und Betriebsstoffe

2.9.1. Kältemittel

Als Kältemittel wird in der integrierten Klimaanlage R134A eingesetzt.

Weitere Informationen zum Kältemittel R134A sind im Sicherheitsdatenblatt des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

2.9.2. Elektrolyte der Batterien

  • In den Akkupacks (Lithium-Ionen-Polymer-Batterien) werden Elektrolyte eingesetzt.

  • Die Elektrolytlösung in den Batterien ist eine klare Flüssigkeit und hat einen charakteristischen Geruch nach organischen Lösungsmitteln.

  • Der Elektrolyt ist eine brennbare Lösung.

  • Der Elektrolyt in den Akkupacks ist korrosiv.

  • Der Kontakt mit Elektrolytlösung kann zu schweren Verbrennungen der Haut und Schäden an den Augen führen.

  • Die Dämpfe nicht einatmen.

  • Bei Verschlucken, Einatmen, Berührung mit der Haut oder den Augen, so schnell wie möglich mit viel Wasser spülen und sofort an eine Giftnotrufzentrale oder einen Arzt wenden.

Weitere Informationen zur Elektrolytlösung sind im Sicherheitsdatenblatt des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

2.10. Elektrische Betriebsmittel

  • Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln dürfen nur durch Elektro-Fachpersonal durchgeführt werden.

  • Bei allen Arbeiten an elektrischen Komponenten sind die fünf Sicherheitsregeln einzuhalten:

    • freischalten.

    • gegen Wiedereinschalten sichern.

    • Spannungsfreiheit feststellen.

    • erden und kurzschließen.

    • benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.

  • Instandhaltungsarbeiten dürfen nur durch unterwiesenes Fachpersonal durchgeführt werden.

  • Regelmäßige Kontrollen auf Isolier- und Gehäuseschäden sind durchzuführen.

  • Die Anlage darf nie mit fehlerhafen oder nicht betriebsbereiten elektrischen Anschlüssen betrieben werden.

  • Schaltschränke sind immer verschlossen zu halten. Zugang ist nur autorisiertem Personal mit entsprechender Ausbildung und Sicherheitseinweisung zu erlauben.

  • Bei Störungen der Energieversorgung ist die Anlage sofort abzuschalten.

  • Die von den Herstellern angegebenen Inspektions- und Wartungsintervalle für elektrische Komponenten sind einzuhalten.

  • Manche Betriebsmittel (z. B. Umrichter) mit elektrischem Zwischenkreis können nach Freischaltung für eine gewisse Zeit noch gefährliche Restspannungen bevorraten. Vor Arbeitsbeginn an diesen Anlagen ist die Spannungsfreiheit zu prüfen.

  • Bei abgeschaltetem Hauptschalter können besonders gekennzeichnete Fremdstromkreise (z. B. für die Schaltschrankbeleuchtung) weiterhin unter Spannung stehen!

2.11. Persönliche Schutzausrüstung

Abhängig von den Arbeiten an der Anlage muss folgende persönliche Schutzausrüstung angelegt werden:

  • Sicherheitsschuhe.

  • Schnittfeste Schutzhandschuhe.

  • Schutzbrille.

  • Schutzhelm.

2.12. Umbauten oder Veränderungen

Das eigenmächtige Umbauen oder Verändern der Anlage ist verboten.

2.13. Ersatz- und Verschleißteile

Der Einsatz von Ersatz- und Verschleißteilen von Drittherstellern kann zu Risiken führen. Es dürfen nur Originalteile oder die vom Hersteller freigegebenen Ersatz- und Verschleißteile verwendet werden. Die Hinweise zu den Ersatzteilen müssen beachtet werden. Weitere Informationen sind in der Ersatzteilliste enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

3. Technische Daten

3.1. Anlage allgemein

Tabelle 9. Technische Daten — Anlage allgemein
Beschreibung Angaben

Ident.-Nr.

s. Typenschild

Bestimmungsgemäße Lebensdauer

15 Jahre

Baujahr

ab 2020

Batterietechnologie

Lithium-Ionen

Anzahl Batterien, max.

16

Anzahl Wechselrichter, max.

8

Aufstellort

Innen-/Außenbereich

3.2. Containermaße

Tabelle 10. Technische Daten — Containermaße
Beschreibung Angaben

Länge, ca.

2991 mm

Breite, ca.

2438 mm

Höhe, ca.

3000 mm

Grundfläche

6,66 m2

Volumen

21,12 m3

INM container dimensions
Abbildung 2. Containermaße

(A) Draufsicht
(B) Vorder-/Rückseite
(C) Seiten (rechts/links)

3.3. Leistung und Gewicht nach Systemkonfiguration

Wie in der folgenden Tabelle aufgeführt, variiert das Gesamtgewicht gemäß der ausgeführten Systemkonfiguration.

Das Kühlsystem ist in den Gewichtsangaben nicht berücksichtigt und muss, falls verbaut, mit 300 kg noch aufgeschlagen werden.

3.3.1. Industrial REFU-BMW-Serie

Tabelle 11. Leistung und Gewicht — Industrial REFU-BMW-Serie
Art.-Nr./Leistung Gesamtgewicht in t Anzahl Wechselrichter Anzahl Batterien

IMR710 — 704 kW mit 656 kWh

9,7

8

16

3.3.2. Industrial KACO-BMW-Serie

Tabelle 12. Leistung und Gewicht — Industrial KACO-BMW-Serie
Art.-Nr./Leistung Gesamtgewicht in t Anzahl Wechselrichter Anzahl Batterien

IMK113 — 184 kW mit 656 kWh

9,3

2

16

IMK311 — 368 kW mit 656 kWh

9,5

4

16

IMK510 — 552 kW mit 492 kWh

8,4

6

12

3.4. Batterie-Information

3.4.1. BMW

Die BMW-Batterie ist eine Lithium-Ionen-Polymer-Batterie.

Tabelle 13. Technische Daten — HV-Batterie BEV SE09
Benennung Menge/Größe

Länge, ca.

1660 mm

Breite, ca.

964 mm

Höhe, ca.

174 mm

Gewicht, ca.

288 kg

Nutzbare Batteriekapazität

82 bis 656 kWh

C-Rate, max.

1,07

Kapazität je Batteriemodul, min.

41 kWh

Speichermaterial

Li-NMC/G-NMC/Carbon/Keramik-Separator

Nominale Energiekapazität

42 kWh

Nutzbare Energiekapazität

34,6 kWh

Ladeleistung im Netzbetrieb, max.

50 kW

Kontinuierliche Leistung

40 kW

Je nach ausgeführter Systemkonfiguration variieren die Werte der nutzbaren Batteriekapazität. Die kleinste Konfiguration umfasst 2 Batterien und 1 Wechselrichter.

Technische Daten der Batterie sind im Datenblatt des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

3.5. Wechselrichter

3.5.1. REFU

Tabelle 14. Technische Daten — REFU-Wechselrichter
Benennung Menge/Größe

Länge, ca.

673 mm

Breite, ca.

626 mm

Höhe, ca.

321 mm

Gewicht, ca.

69 kg

Umgebungstemperatur Betrieb, max.

60 °C

AC-Leistung, max.

88 kW

Zertifikate

VDE-4105

3.5.2. KACO

Tabelle 15. Technische Daten — KACO-Wechselrichter
Benennung Menge/Größe

Länge, ca.

719 mm

Breite, ca.

699 mm

Höhe, ca.

460 mm

Gewicht, ca.

78,2 kg

Umgebungstemperatur Betrieb, max.

60 °C

AC-Leistung, max.

92 kW

Zertifikate

VDE-4105/VDE 4110

3.6. Steuerschrank

Tabelle 16. Technische Daten — Steuerschrank
Benennung Menge/Größe

Leistungsabruf

22 kW

Leistungsabsicherung

32 A

Spannung

400 V

Netzfrequenz

50 Hz

3.7. Klimaanlage

Tabelle 17. Technische Daten — Klimaanlage
Benennung Menge/Größe

Länge, ca.

1150 mm

Breite, ca.

1200 mm

Höhe, ca.

640 mm

Gewicht, ca.

270 kg

Kältemittel

R134a

Regelgenauigkeit

± 3 K

3.8. Brandmeldeanlage

Tabelle 18. Technische Daten — Brandmeldeanlage
Benennung Menge/Größe

Länge, ca.

333 mm

Breite, ca.

195 mm

Höhe, ca.

140 mm

Gewicht, ca.

30 kg

3.9. Komponenten

Technische Daten der Komponenten der Anlage sind in den Dokumentationen der Hersteller enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

3.10. Umgebungsbedingungen

Tabelle 19. Technische Daten — Umgebungsbedingungen
Benennung Menge/Größe

Umgebungstemperatur (Container außen), min.

-20 °C

Umgebungstemperatur (Container außen), max.
mit Batterieklimatisierung

+50 °C

Umgebungstemperatur (Container außen), max.
ohne Batterieklimatisierung

+35 °C

Relative Luftfeuchtigkeit (Betrieb)

5 % bis 95 %

Relative Luftfeuchtigkeit (Lagerung)

5 % bis 95 %

Einsatzhöhe über Meeresspiegel (NHN), max.

2000 m

Lagerhöhe über Meeresspiegel (NHN), max.

2000 m

Die Lackierung C3 des Containers ist nicht für Meeresumgebung geeignet.

3.11. Typenschild

Das Typenschild befindet sich außerhalb des Containers an der Wartungsklappe der Batterieseite unten rechts.

4. Allgemeine Beschreibung

4.1. Übersicht — Anlage

INM system overview
Abbildung 3. Übersicht — Anlage

1 Wechselrichter

5 Kühlsystem (Klimaanlage)

2 HV800-Box

6 Steuerschrank (Steuerung, FEMS und NA-Schutz)

3 Container

7 Niederspannungshauptverteilung inkl. Leistungsschalter

4 Batteriestapel (max. 16 Batterien)

8 Rauchansaugsystem

4.2. Komponenten

4.2.1. Energy-Storage-System

Das ESS besteht aus je einem Wechselrichter einer HV800-Box und zwei in Serie geschalteten Batterien.

Optional können zusätzlich weitere Batteriepacks an einen Wechselrichter parallelgeschaltet werden. Dazu muss eine PAR-Box vor die HV800-Boxen montiert werden.

INM ESS diagram
Abbildung 4. ESS-Schema

4.2.2. HV-Batterie BEV SE09

Die HV-Batterie BEV SE09 ist eine Lithium-Ionen-Batterie. In die Anlage sind zwei Batteriestapel zu jeweils maximal 8 Batterien eingebaut.

Weitere Informationen zu den Batterien sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

4.2.3. Wechselrichter

Zur Leistungsübertragung zwischen Batterie und Netz oder umgekehrt können in der Anlage bis maximal 8 Wechselrichter (REFUstore 88k) oder bis zu 4 Wechselrichter (KACO gridsave 92.0 kVA) verwendet werden.

Inbetriebnahme und Überwachung der Wechselrichter erfolgen über das FEMS.

Weitere Informationen zu den Wechselrichtern sind in den Dokumentationen der Hersteller enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

4.2.4. HV800-Box

Die HV800-Box dient als Schnittstelle zwischen Wechselrichter und Batterien. Dabei können weitere Batteriepacks in Serie geschaltet werden.

In der HV800-Box ist die Schutzbeschaltung für die Batterien verbaut.

4.2.5. FEMS

Informationen zum FENECON Energiemanagementsystem sind im Abschnitt Kommunikation und Steuerung, auf docs.fenecon.de und in der Dokumentation des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

4.2.6. Niederspannungshauptverteilung

INM low voltage dist
Abbildung 5. Niederspannungshauptverteilung

Die Niederspannungshauptverteilung ist der Stromübergabepunkt zur Betreiberanlage. Von hier wird die Leistungsverteilung der Wechselrichter gesteuert.

In der Niederspannungshauptverteilung erfolgt der Anschluss an den Siemens-Leistungsschalter. Je nach Ausführung des Containers wird bei bis zu vier Wechselrichtern ein Siemens Leistungsschalter für eine maximale Stromstärke und 800 A und bei mehr als vier Wechselrichtern für eine maximale Stromstärke von 1250 A eingebaut.

Optional kann die Niederspannungshauptverteilung auch den Steuerschrank mit Strom versorgen. Weitere Informationen sind im Abschnitt Externe Schnittstellen enthalten.

4.2.7. Steuerschrank

INM control cabinet
Abbildung 6. Steuerschrank

Der Steuerschrank dient als zentrale Steuerungseinheit für den kompletten Container. Im Steuerschrank befindet sich die Kommunikationsanbindung und die Schnittstelle zum Anschluss des Betreibers.

An der Tür des Steuerschrankes befinden sich die nachfolgenden Komponenten:

  • Display

  • Service-Port

  • Not-Aus-Taster

  • Hauptschalter

Weitere Informationen sind im Abschnitt Externe Schnittstellen enthalten.

4.2.8. Integriertes Klimagerät RFCS-SON-016000-C-L-R25-3-IW

Die Klimaanlage ist ein luftgekühltes Kompressor-Kühlsystem und speziell für die Anlage konzipiert. Die Kühlleistung beträgt 16 kW.

Weitere Informationen zur integrierten Klimaanlage sind in den Datenblättern des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

4.2.9. Option — Ansaugrauchmelder Securiton ASD 531

INM ASD
Abbildung 7. Ansaugrauchmelder

Der Lüfter erzeugt in den Ansaugleitungs-Rohrnetzen einen Unterdruck, der zur Folge hat, dass über die Ansaugleitungen dauernd neue Luft in den Melder-Kasten gelangt. Dem Rauchsensor werden somit immer neue Luftproben aus den zu überwachenden Bereichen zugeführt. Übersteigt die Rauchkonzentration den zulässigen Wert, löst der ASD 531 Alarm aus.

Weitere Informationen zum Ansaugrauchmelder sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten Mitgeltende Dokumente).

4.2.10. Weitere Ausrüstung des Containers

Wartungsklappen

INM maintenance door

Die Wartungsklappen sind am Batterie-Container eingebaut und werden über Gasdruckfedern verschlossen.

Zur Sicherung müssen die Wartungsklappen it Bügelschlössern verschlossen werden. Der Schlüssel ist abzuziehen und sicher zu verwahren.

Lüftungsöffnungen im Bereich der Wechselrichter

Die Lüftungsöffnungen im Bereich der Wechselrichter sind mit dem Container verschraubt.

Option — Löschwassereinspeisung

INM fire extinguishing water supply
Abbildung 8. Löschwassereinspeisung

Optional kann der Container mit einer an der Seite angebrachten Löschwassereinspeisungsöffnung ausgeliefert werden.

4.2.11. Externe Schnittstellen

Die Anlage ist mit folgenden externen Schnittstellen ausgestattet:

AC-Leistungsverbindungen

Tabelle 20. Elektrischer Anschluss — AC-Leistungsverbindungen
Funktion Auslegung Bemerkung

Hauptversorgung

  • Einzeladerausführung, je Systemkonfiguration

  • Es können bis zu vier Einzeladern mit 240 mm2 pro Phase angeschlossen werden.

  • Für die richtige Kabelauswahl das im Anhang beigefügte Dokument beachten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

  • 3L/N/PE

  • Die drei Phasen L1-L3 müssen an die Rundleiteranschlussklemmen des Typs 3VW9011-0AL71 angeschlossen werden.

  • Bis vier Wechselrichter wird der Leistungsschalter des Typs 3VA2780-1AA03-4HB0 mit 800 A verwendet, ab fünf Wechselrichtern wird der Leistungsschalter des Typs 3VA2712-1AC03-4MA7-Z mit 1250 A verwendet.

Steuerspannung

Charakteristik der Überstromschutzeinrichtung C32A

  • Nur erforderlich, falls die Steuerspannung extern gespeist wird und nicht intern über die Hauptversorgung.

  • Die Zuleitung mus ausreichend dimensioniert werden, um C32A sowie 22 kW sicherstellen zu können.

  • 3L/N/PE

Kommunikationsverbindungen

Tabelle 21. Elektrischer Anschluss — Kommunikationsverbindungen
Funktion Typ Anzahl je Container Bemerkung

Internet

Netzwerkkabel CAT6 oder CAT7 mit RJ45-Stecker

1

Wenn ein LTE-Router vorhanden ist, wird das Netzwerkkabel nicht benötigt.

Internes Netzwerk

Netzwerkkabel CAT6 oder CAT7 mit RJ45-Stecker

1

  • Nur erforderlich, falls mehrere Container an einem Standort installiert werden.

  • Falls integrierte Energiemanagementfunktionen mittels externer Messstelle genutzt werden.

  • Bei Master-Slave-Betrieb

  • Bei Zähleranbindung

Modbus RTU

Li2YCY(TP) 2 x 2 x 0,22
oder ähnliche

1

  • Falls integrierte Energiemanagementfunktionen mittels externer Messstelle genutzt werden.

  • Nur einmal am Container erforderlich.

Brandmeldeanlage

Zwei potentialfreie Relaiskontakte

1

Weitere Informationen zum Ansaugrauchmelder sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

Service-Port Steuerschrank

Statische IP-Adresse vergeben

1

Über die statische IP-Adresse ist es möglich, auf das interne Netzwerk des Steuerschrankes zuzugreifen.

Not-Aus-Taster

Zweikanalig ausgelegt

1

Option — Weitere Not-Aus-Taster können integriert werden.

4.3. Kommunikation und Steuerung

Der Batteriespeicher kann mit Steuerungsbefehlen durch das Energiemanagementsystem be- und entladen werden.

Im Normalbetrieb ist grundsätzlich nur ein Lesezugriff auf die Messdaten möglich. Für die Übersteuerung des Systems kann die FEMS-App "Schreibzugriff Modbus/TCP" zusätzlich erworben werden.

4.3.1. FEMS

Die FEMS-Anschlussbox (HV800-Box) ist im Rahmen der Lieferung fertig verkabelt und anschlussfertig installiert.

Das FEMS-Online-Monitoring ermöglicht jederzeit den Zugriff auf die Live-Daten und die historischen Daten der Anlage.

4.3.2. FEMS-Apps

INM FEMS Apps
Abbildung 9. FEMS-Apps

Bei Bedarf kann das Energiemanagement auch mit zusätzlichen FEMS-Apps erweitert werden. Zur FEMS-App gehören jeweils der Software-Algorithmus und ein Widget für das FEMS-Online-Monitoring. Mit Hilfe des Energiemanagementsystems ist es möglich, die Batterie effektiver zu nutzen und dadurch beispielsweise den PV-Eigenverbrauch zu erhöhen.

FEMS-Apps sind für alle Anforderungen erhältlich. Jedes Speichersystem erhält die FEMS-Apps, die es benötigt. Neue FEMS-Apps können jederzeit nach Bedarf hinzugefügt werden. Neue FEMS-Apps interagieren automatisch mit dem bestehenden Ökosystem.

Weitere Informationen sind unter docs.fenecon.de verfügbar.

4.3.3. FEMS-Online-Monitoring

Der Zugriff zum FEMS-Online-Monitoring ist auf der FENECON-Homepage in der Ecke rechts oben möglich.

INM FEMS online monitoring
Abbildung 10. FENECON-Homepage — Zugriff zum FEMS-Online-Monitoring

Im FEMS-Online-Monitoring wird unter folgenden zwei Ansichten unterschieden:

  • Live-Ansicht

  • Historische Ansicht

Live-Ansicht

In der Live-Ansicht werden alle aktuellen Werte dargestellt.

Historische Ansicht

In der historischen Ansicht werden alle Werte, über einen bestimmbaren Zeitraum in der Vergangenheit, dargestellt.

Visualisierung der Werte

Die Visualisierung der Werte geschieht mit Widgets. Dabei unterscheidet man zwischen "Flat Widgets" und "Advanced Widgets". Flat Widgets zeigen nur die relevanten/vereinfachten Werte. Durch Anklicken des Flat Widgets gelangt man zum Advanced Widget. Dieses zeigt detailliertere Informationen (z. B. die Stromverbrauchskurve eines Tages) an.

Im folgenden Beispiel unterscheidet man zwischen dem Energiemonitor links, welcher grundsätzliche Informationen über die Batterie (z. B. Netzbezug oder Netzeinspeisung) zeigt und rechts die anderen Widgets, welche genauere Werte (z. B. das Autarkie-Niveau oder den Eigenverbrauch) anzeigen können.

INM energy monitoring widgets
Abbildung 11. Energiemonitor/Widgets

A: Energiemonitor
B: Andere Widgets

Weitere Informationen zum {oem-full-name} sind auf docs.fenecon.de und in der technischen Dokumentation enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

4.3.4. Kommunikationsprotokoll

Das System kann Lade-/Entladebefehle über eine Modbus-TCP-Schnittstelle empfangen. Es ist erforderlich, mit jedem Akkupack-PCS-System separat zu kommunizieren.

Das REFU-PCS unterstützt das SunSpeck-MESA-Kommunikationsprotokoll und die durch dieses Standardprotokoll dargestellten Werte.

Zugriff auf das Kommunikationsprotokoll

→ Die FEMS-Nummer liegt bereit.

  1. Die Internetseite portal.fenecon.de aufrufen

  2. Im angezeigten Login-Menü am System anmelden und anschließend im Suchfeld die FEMS-Nummer des gesuchten Systems eingeben.

INM FEMS search
  1. Anschließend auf das gesuchte FEMS klicken, um zu den verschiedenen Widgets zu gelangen.

INM FEMS burger
  1. In der Taskleiste oben links auf das Burger-Menü klicken.

INM FEMS settings
  1. Den Eintrag >>Einstellungen<< wählen.

INM FEMS settings 2
  1. Den blauen Pfeil unter dem Reiter >>Anlagenprofil<< anwählen.

  2. Im Anschluss nach unten scrollen, bis die Datei mit dem Namen >>ctrlApiModbusTcp0<<.

INM FEMS API Modbus
  1. Auf den schwarzen Pfeil klicken.

INM FEMS download protocol
  1. Auf >>DOWNLOAD PROTOCOL<< klicken, um das Kommunikationsprotokoll herunterzuladen.

Die FEMS-App stellt eine Modbus/TCP-Slave-API-Schnittstelle zur Verfügung. Die Modbus-Schnittstelle ist wie folgt konfiguriert:

Parameter der FEMS-App Modbus/TCP-API, lesend

Port

502

Unit-ID

1

Function codes

03 (Read Holding Registers)

04 (Read Input Registers)

Die Modbus-Schnittstelle ermöglicht im Standard den Zugriff auf die Kanäle der Komponente "_sum".

Das individuelle Modbus-Protokoll für das jeweilige Betreibersystem kann als Excel-Datei über das FEMS-Online-Monitoring heruntergeladen werden. Die folgende Schnellübersicht enthält die wichtigsten Datenpunkte:

Tabelle 22. Modbus-Tabelle Komponente Sum

Address (Adresse)

Name
(Name)

Type
(Typ)

Value/Description
(Wert/Beschreibung)

Unit
(Einheit)

Access
(Zugang)

200

Component-ID

string16

_sum

RO

222

State

enum16

0:Ok, 1:Info, 2:Warning, 3:Fault

RO

302

EssSoc

uint16

Ladezustand
[0 - 100]

Prozent [%]

RO

303

EssActivePower

float32

AC-seitige Wirkleistung des Speichers inkl. überschüssiger DC-Erzeugung bei Hybrid-Wechselrichter

Watt [W]

RO

309

EssReactivePower

float32

AC-seitige Blindleistung des Speichers

Voltampere Reaktiv [var]

RO

315

GridActivePower

float32

Wirkleistung am Netzanschlusspunkt

Watt [W]

RO

317

GridMinActivePower

float32

Minimale je gemessene Wirkleistung am Netzanschlusspunkt

Watt [W]

RO

319

GridMaxActivePower

float32

Maximale je gemessene Wirkleistung am Netzanschlusspunkt

Watt [W]

RO

327

ProductionActivePower

float32

Wirkleistung des PV-Ertrags und ggf. Ertrag durch externe Wechselrichter

Watt [W]

RO

329

ProductionMaxActivePower

float32

Maximale je gemessene Wirkleistung der PV-Anlage

Watt [W]

RO

331

ProductionAcActivePower

float32

Wirkleistung der externen AC-Wechselrichter

Watt [W]

RO

339

ProductionDcActualPower

float32

Leistung der DC-Erzeugung des Hybridwechselrichters

Watt [W]

RO

343

ConsumptionActivePower

float32

Wirkleistung des elektrischen Verbrauchs

Watt [W]

RO

345

ConsumptionMaxActivePower

float32

Maximale je gemessene Wirkleistung des elektrischen Verbrauchs

Watt [W]

RO

351

EssActiveChargeEnergy

float64

Kumulierte elektrische Energie der AC-seitigen Speicherbeladung inkl. überschüssige PV-Erzeugung beim Hybrid-Wechselrichter

Wattstunden [Wh]

RO

355

EssActiveDischargeEnergy

float64

Kumulierte elektrische Energie vom Speicher zum Verbrauch über AC-Ausgang des Wechselrichters inkl. PV-Erzeugung

Wattstunden [Wh]

RO

359

GridBuyActiveEnergy

float64

Kumulierte elektrische Energie des Netzbezuges

Wattstunden [Wh]

RO

363

GridSellActiveEnergy

float64

Kumulierte elektrische Energie der Einspeisung

Wattstunden [Wh]

RO

367

ProductionActiveEnergy

float64

Kumulierte elektrische Energie der PV-Erzeugung + Erzeugung externer Wechselrichter

Wattstunden [Wh]

RO

371

ProductionAcActiveEnergy

float64

Kumulierte elektrische Energie der externen Wechselrichter

Wattstunden [Wh]

RO

375

ProductionDcActiveEnergy

float64

Kumulierte elektrische Energie der PV-Erzeugung des Wechselrichters

Wattstunden [Wh]

RO

379

ConsumptionActiveEnergy

float64

Kumulierter elektrischer Verbrauch

Wattstunden [Wh]

RO

383

EssDcChargeEnergy

float64

Kumulierte DC-elektrische Energie der Speicherbeladung

Wattstunden [Wh]

RO

387

EssDcDischargeEnergy

float64

Kumulierte DC-elektrische Energie der Speicherentladung

Wattstunden [Wh]

RO

415

EssDischargePower

float32

Tatsächliche AC-seitige Wirkleistung des Speichers

Watt [W]

RO

417

GridMode

enum16

1:On-Grid, 2:Off-Grid

RO

Datentypen
Folgende Datentypen werden im Modbus-Protokoll verwendet:

  • uint16 — Vorzeichenlose Ganzzahl in einem Modbus-16-Bit-Wort

  • uint32 — Vorzeichenlose Ganzzahl in einem Modbus-32-Bit-Doppelwort

  • float32 — Gleitkommazahl im Format IEEE 754 in einem Modbus-32-Bit-Doppelwort

  • float64 — Gleitkommazahl im Format IEEE 754 in vier Modbus-Wörtern (64-Bit)

  • string16 — String im ASCII-Format mit zwei Zeichen je Modbus-16-Bit-Wort

Bei Datenpunkten, die länger als ein 16-Bit-Wort sind, muss jeweils die korrekte Länge gelesen werden. Andernfalls wird ein Lesefehler generiert.

Beispiel: Um die Adresse 303 _sum/EssActivePower zu lesen müssen zwingend beide Modbus-Wörter 303 und 304 (32-Bit) gelesen werden.

Undefinierte Daten

Systembedingt können einzelne Datenpunkte dauerhaft (z. B. weil keine Erzeuger oder kein Stromspeicher vorhanden ist) oder kurzfristig (z. B. bei einem Kommunikationsfehler zum Netzzähler) nicht zur Verfügung stehen. In diesem Fall müssen über die API die folgenden Werte ausgelesen werden:

Tabelle 23. Datentyp/Undefinierter Wert
Datentyp Undefinierter Wert

uint16

0xffff

uint32

0xffffffff

float32

0x7fc000

float64

0x7ff8000000

string16

0x00000000000000000000000000000000

Erweiterung — FENECON Home 10-App Modbus/TCP-Api Schreibzugriff

Wie auch in der lesenden Schnittstelle ist im Standard der Zugriff auf die Kanäle der Komponente "_sum" freizugeben. Der Zugriff auf weitere Komponenten wird projektspezifisch freigegeben (z. B. die Freigabe ansteuerbarer Stromspeichersysteme oder Ladesäulen über die Schnittstelle).

Die Modbus-Tabelle kann wie bei der lesenden Schnittstelle heruntergeladen werden. Die Modbus-Tabelle ist in Blöcke strukturiert. Jeder Block entspricht einer Komponente und unterscheidet sich je nachdem, welche Eigenschaften die Komponente unterstützt.

Jeder Block verfügt dabei über einen Kopfdatenbereich (Header), der wie folgt aufgebaut ist:

Tabelle 24. Aufbau — Kopfdatenbereich
Adress-Offset Beschreibung Datentyp

0

Komponenten-ID

string16

16

Länge des gesamten Blocks

uint16

17-19

reserviert

20

Hash des Nature-Namens

uint16

21

Länge des Nature Blocks

uint16

Alle Komponenten-Blöcke und Natur-Blöcke zusammen ergeben die individuelle Modbus-Tabelle für ein FEMS.

Es gibt die drei folgenden Zugriffsvarianten:

  • RO (Read-Only, nur lesend)

  • RW (Read-Write, lesend und schreibend)

  • WO (Write-Only, nur schreibend)

4.3.5. Blitz- und Überspannungsschutz

Die Anlage ist mit einem Überspannungs- und Blitzschutz ausgestattet.

Äußerer Blitzschutz

Die Containeraußenwand aus Stahl ist 4 mm dick, so dass keine Fangstangen benötigt werden und eine gezielte Ableitung über die Rahmenkonstruktion und/oder Querstäbe erfolgt.

Erdungssystem

Das Erdungssystem basiert auf der DIN EN 62305 (in Anlehnung an DIN 18014). Gegebenenfalls müssen lokale Anforderungen berücksichtigt werden.

  • NIRO-V4A-Materialien

  • Empfohlener Widerstandswert gemäß DIN EN 62305: ~10 Ohm

  • Ausführung als Ringerder oder alternativ mit Erdungsstäben

Interner Blitzschutz

Der innere Blitzschutz (basierend auf der Norm: DIN EN 62305, gegebenenfalls müssen lokale Anforderungen berücksichtigt werden) umfasst folgende drei Hauptteile des Containers:

  • Schutz der Netzspannung

  • Schutz der Kommunikationseinheit

  • Schutz der Zuleitung für die integrierten Klimaanlagen und den Rauchabzug (Außenteile)

Überspannungsschutz

Der Überspannungsschutz wird an der Hilfsspannung, der Zuleitung, der RS485-Schnittstelle sowie am LAN-Port durch verschiedene unterbrechungsfreie Spannungsversorgungen (USV) gewährleistet.

4.4. Signalgeber

INM fire alarm signals
Abbildung 12. Blitzlicht und Hupe

4.4.1. Optischer Alarmgeber — Blitzlicht

Der optische Alarmgeber ist außen an der Anlage angebracht und signalisiert durch das Blitzlicht ein Brandereignis im Container.

4.4.2. Akustischer Signalgeber — Hupe

Der akustische Signalgeber ist außen an der Anlage angebracht und signalisiert durch einen Signalton ein Brandereignis im Container.

4.5. Abluft und Zuluft der Wechselrichter im Container

4.5.1. REFU-Container

Die REFU-Wechselrichter werden liegend im Container verbaut. Da die Wechselrichter gegenüberliegend Luft ansaugen und ausblasen ergibt sich für den Container insgesamt, dass bei den Wetterschutzgittern auf Seiten des Steuerschrankes Luft angezogen wird und die warme Abluft bei den Wetterschutzgittern auf der Batterieseite ausgeblasen wird.

4.5.2. KACO-Container

Die KACO-Wechselrichter werden stehend im Container verbaut, wodurch die Wetterschutzgitter auf beiden Seiten jeweils für die Zuluft und Abluft verwendet werden.

5. Montage

Der Container wird anschlussfertig geliefert und muss am Einsatzort noch aufgestellt und angeschlossen werden.

5.1. Hinweise zur Aufstellung

  • Der Container ist am Aufstellort auf einem passend dimensionierten und ausreichend tragfähigen Fundament zu positionieren.

  • Gegebenenfalls muss das Fundament so gestaltet werden, dass Verrutschen und Bewegungen ausgeschlossen sind.

  • Der Aufstellort muss gut ausgeleuchtet sein.

  • Der Bereich sollte geschützt sein.

  • Wenn ein Kontakt mit Fahrzeugen (z. B. im Bereich eines Parkplatzes oder einer Straße) denkbar/möglich ist, muss die Anlage geschützt werden.

Erdungsanlage

An den gekennzeichneten Punkten der Erdungsanschlüsse am Container können die Erdungsfahnen mit Schraubverbindern direkt am Container angeschlossen werden.

Die Erdungsanlage ist nach den lokal gültigen Anforderungen auszuführen.

INM container grounding connections
Abbildung 13. Erdungsanschlusspunkte am Container

E — Erdungsanschlusspunkte am Container

Kabeleinführung

Der Container verfügt im Bereich der Niederspannungshauptverteilung und des Steuerschranks über insgesamt drei Einführungsöffnungen für Kabel. Die Kabel sind von unten in den Container zu führen. Bei der Kabeleinführung ist der notwendige normative Biege-Radius zu beachten.

INM container cable entries
Abbildung 14. Kabeleinführung am Container

1 — Kabeleinführung NSHV 2 x (Ansicht von unten)
2 — Kabeleinführung Steuerschrank (Ansicht von unten)

Die Öffnungen werden mit einer angepassten Kabeldurchführung der Firma Roxtec abgedichtet.

INM Roxtec
Abbildung 15. Roxtec-Kabeldurchführung

Weitere Informationen zur Montage der Roxtec-Kabeldurchführungen sind in den Datenblättern des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

5.1.1. Platzbedarf am Aufstellort

Der Container ist konzipiert, dass die Zugänglichkeit zum Batteriespeicher bei der Installation und zu Wartungszwecken von der Vorder- und Rückseite zugänglich sein muss. Zudem ist empfohlen, auch zu bestehenden Gebäuden jeweils an der linken und rechten Seitenwand einen Abstand von 1 m einzuhalten.

Dazu sind die nachfolgenden Abstände zwingend einzuhalten:

INM space requirements
Abbildung 16. Abstände bei mehreren Containern

Anordnung mehrerer Container

Bei der Anordnung von mehreren Containern an einem Anlagenstellplatz können diese in einer Reihe positioniert werden. Es wird empfohlen, nach je 4 Containern in einer Reihe einen Abstand von 3 m für Rangier-Zwecke einzuplanen.

5.1.2. Fundamentierung

Der Container ist am Aufstellort auf ein ausreichend dimensioniertes Fundament zu positionieren. Das Fundament kann als Punktfundament bestehend aus 4 Punkten über zwei Streifenfundamente oder auf einem einzelnen Fundament aufgebaut werden. Die Kabeleingänge müssen frei erreichbar bleiben. Informationen über die Dimensionierung des Fundaments können über die Lastabtragungspunkte der Container ermittelt werden.

Weitere Informationen zur Gewichtsabtragung und Lastabtragungspunkte sind in den Statik-Berichten der Container und der Gewichtstabelle enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

Lastabtragungspunkte — REFU-Container

Die Lastabtragungspunkte sind in der folgenden Skizze in kN angegeben.

INM load distribution REFU
Abbildung 17. Lastabtragungspunkte — REFU-Container

Lastabtragungspunkte — KACO-Container

Die Lastabtragungspunkte sind in der folgenden Skizze in kN angegeben.

INM load distribution KACO
Abbildung 18. Lastabtragungspunkte — KACO-Container

5.1.3. Elektrischer Anschluss

Sicherheitshinweise

Elektrische Spannung
Tod oder schwere Verletzung des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag oder Auswirkungen eines Brandes hervorgerufen durch elektrische Energie.

  • Die Vorgehensweise beim Anschließen/Wechsel der Batterien muss eingehalten werden.

  • Es ist verboten, die Steckverbindungen unter Spannung zu trennen. Die Energieeinspeisung wie auch der Abnehmer sind von der Batterie zu trennen.

  • Batterien dürfen weder angeschlossen noch getrennt werden, wenn ein Strom fließt. Der Stromkreis muss zuerst an anderer Stelle getrennt werden.

  • Das Öffnen der Batteriepacks ist verboten.

Fehlerhafte Erdung Tod oder schwere Verletzungen des Körpers oder der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag aufgrund fehlerhaft ausgeführter Erdung.

  • Nach der Aufstellung prüfen, ob die Erdung gemäß Anforderungen ausgeführt ist.

  • Das System darf nur mit einer funktionierenden Erdung genutzt werden.

  • Der Anschluss ist nur erlaubt, wenn auf der Anschlussseite ein Fehlerstrom- oder Differenzialschutzeinrichtungen (RCDs) eingesetzt wird. → Es dürfen nur die spezifizierten Batterien verwendet werden (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

Anschluss — Erdungsanlagen

Der Container besitzt jeweils 2 vorbereitete Erdungspunkte unter den Wartungsklappen.

INM container groundings bottom
Abbildung 19. Vier Erdungspunkte des Containers (Ansicht von unten)

Es wird empfohlen, die Erdung mit einem Kabelschuh (Größe M8) an allen Erdungspunkten des Containers, sowie die Erdung des Gehäuses und der Kupferschiene der Niederspannungshauptverteilung auszuführen.

In Deutschland muss die Messung am Fundamenterder einen Wert von <1 Ohm ergeben.

Bei der Planung des elektrischen Anschlusses für den Batteriespeicher ist bereits frühzeitig der elektrische Anschluss zu planen. Nachfolgende Übersichtsliste zeigt die notwendigen Kabel.

Hauptversorgung

Tabelle 25. Kabel für Hauptversorgung
Funktion Ausführung Anzahl pro Container Hinweis Maßnahmen

Hauptversorgung

  • Einzeladerausführung, je nach Systemkonfiguration.

  • Es können bis zu vier Einzeladern pro Phase angeschlossen werden.

  • Für die richtige Kabelauswahl das im Anhang beigefügte Dokument beachten (Anhang, Mitgeltende Dokumente)

4 (x 2)

  • 3L/PE

  • PEN (TN-C) ist auch möglich, bei Einbau durch eine Brücke von Erdung auf Nullleiter.

  • Die AC-Kabel müssen vom Containerboden durch die Roxtec-Kabeleinführungen in die NSHV zum Leitungsschutzschalter des Master-Containers geführt werden.

  • Bis vier Wechselrichter wir der Leistungsschalter des Typs 3VA2780-1AA03-4HB0 mit 800 A verwendet, ab fünf Wechselrichtern wird der Leistungsschalter des Typs 3VA2712-1AC03-4MA7-Z mit 1250 A verwendet.

  • Die drei Phasen, 0-Leiter und Erdung gemäß Stromlaufplan anschließen.

  • Die drei Phasen, L1 bis L3, müssen an die Rundleiteranschlussklemmen des Typs 3VW9011-0AL71 angeschlossen werden.

Tabelle 26. Kabel für Hauptversorgung 2
Funktion Ausführung Anzahl pro Container Hinweis Maßnahmen
  • Die 0-Leiter müssen an der V-Klemme angebracht werden.

  • Die PE-Kabel müssen an den V-Klemmen unten an der Kupferschiene angebracht werden.

Steuerspannung

Charakteristik der Überstrom-Schutzeinrichtung C16A

1

Nur erforderlich, falls Steuerspannung extern gespeist wird und nicht intern über die Hauptversorgung

Optional:

  • Die Hilfsversorgung zum Container verlegen.

  • Die Kabel über die Kabelverschraubungen am Gehäuse zum Schaltschrank verlegen und gemäß Stromlaufplan anschließen.

Kommunikatonsverbindungen

Tabelle 27. Kabel für Kommunikationsverbindungen
Funktion Ausführung Anzahl pro Container Hinweis Maßnahmen

Internet

Netzwerkkabel, CAT6 oder CAT7 mit RJ45-Stecker

1

Nur einmal am Master-Container erforderlich

Ein RJ45-Kabel vom Betreibernetzwerk zum Container verlegen und gemäß Stromlaufplan an die Klemme F8 anschließen.

Master/Slave

Netzwerkkabel CAT6 oder CAT7 mit RJ45-Stecker

2

Nur erforderlich, falls mehrere Container an einem Standort installiert werden.

Externe Messung/Zähler

Li2YCY(TP) 2 x 2 x 0,22 oder ähnliche

1

  • Nur erforderlich, falls integrierte Energiemanagementfunktionen mittels externer Messstelle genutzt wird.

  • Nur einmal an Master-Container erforderlich.

  • Jeder Zähler benötigt passende Stromwandler.

  • Das passende Wandlerverhältnis am Zähler einstellen.

  • Das RJ45-Kabel vom Zähler in den Schaltschrank verlegen und gemäß Stromlaufplan an die Klemme F10 anschließen.

Kabeleingänge

INM container cable entries bottom
Abbildung 20. Kabeleinführung (Containerunterseite)

Weitere Informationen zur genauen Lage und den Bemaßungen der Kabeleinführungen können den Aufstell-Hinweisen entnommen werden (Abschnitt Kabeleinführung).

Weitere Informationen zur Auswahl des passenden Kabelquerschnittes für Kupferkabel sind im Anhang enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

5.1.4. Single-Line-Diagramm

INM single line diagram
Abbildung 21. Single-Line-Diagramm

1

Betreiberinternet

2

RJ45

3

Industrial ESS

4

RS485 oder RJ45

5

Netz

6

Zähler

7

Versorgungsspannung

Die hier beschriebenen Kabel sind nicht Bestandteil des Lieferumfangs.

Optional kann eine externe Spannungsversorgung/Hilfsversorgung zugeführt werden.

Die genauen Anschlüsse am Container sind im Stromlaufplan enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

6. Inbetriebnahme

6.1. Erstmalige Inbetriebnahme

Die erstmalige Inbetriebnahme wird in der Betriebsanleitung nicht betrachtet, da diese Phase durch den Hersteller bereits beim Factory-Acceptance-Test durchgeführt wurde.

6.2. Voraussetzungen zur Inbetriebnahme

6.2.1. Internetverbindung

Als erstes muss eine dauerhafte Internetverbindung hergestellt und dadurch der Zugang zum FENECON-Online-Monitoring sichergestellt werden. Diese kann grundsätzlich durch zwei verschiedene Optionen gewährleistet werden. Durch das Verbinden mit einem LAN-Kabel oder durch einen VPN-Router.

Option LAN-Kabel

Option VPN-Router

  • Eine SIM-Karte mit ca. 15 GB Datenvolumen ist nötig, um die Internetverbindung zur Verfügung zustellen.

  • Die SIM-Karte muss zur Firma FENECON gesendet werden.

  • Dort erfolgen anschließend die notwendigen Konfigurationen sowie der Einbau des Routers mit SIM-Karte in den Speichercontainer.

  • Weitere Informationen sind in der Betriebsanleitung des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

6.2.2. Netzwerkkonfiguration

Das FEMS bezieht in der Standard-Konfiguration die Netzwerkkonfiguration über einen DHCP-Server. Die Konfiguration einer statischen IP kann nur per Fernwartung realisiert werden. Für den Kontakt zum FENECON-Service sind folgende Informationen bereit zu halten:

  • Gewünschte IP-Adresse

  • Netzmaske

  • Gateway

  • DNS-Server

Die Netzwerkkonfiguration kann über über drei verschiedene Wege umgesetzt werden.

INM network config
Abbildung 22. Mögliche Netzwerkkonfigurationen
  1. Das Internet wird mit einer Antenne zur Verfügung gestellt, die Modbus-Verbindung erfolgt am FEMS.

  2. Das Internet und die Modbus-Verbindung wird am LTE-Router angeschlossen.

  3. Die Internetverbindung wird am Router angeschlossen, die Modbus-Verbindung erfolgt am FEMS.

6.2.3. Firewall

Nachfolgende Dienste laufen auf dem FEMS und benötigen eine aktive Internetverbindung:

  • DNS

  • FENECON-Paketupdates

  • Betriebssystem-Paketupdates

  • Betriebssystem-Sicherheitsupdates

  • FEMS-Online-Monitoring

  • Zeitsynchronisierung

  • Fernwartung

6.2.4. System-Update

Im Rahmen des System-Updates wird die aktuelle Software von www.fenecon.de heruntergeladen und installiert. Das System-UPdate findet einmal täglich um ca. 5 Uhr morgens statt.

6.3. Ablauf der Inbetriebnahme

Mit der Inbetriebnahme erst beginnen, nachdem alle normativ geforderten Messungen nach Landesvorschriften vor der erstmaligen Inbetriebnahme am Einsatzort durchgeführt wurden.

Not-Aus deaktivieren

  1. Zuerst prüfen, ob der Not-Aus-Taster am Schaltschrank deaktiviert ist (d. h. nicht betätigt).

NA-Schutz/Hauptschalter einschalten

  1. Prüfen, ob das Netzwerküberwachungsrelais noch an spezifische Ländernormen angepasst werden muss. Hinweise zur Einstellung sind in der Anleitung des Geräteherstellers Tele-Haase NA03 zu finden.

  2. Den AC-Hauptschalter am Schaltschrank in Position EIN schalten.

    • Die Steuereinheit des Batteriespeichers beginnt zu starten.

    • Das integrierte Netzüberwachsungsrelais prüft, ob die Netzparameter innerhalb vorgegebener Grenzen liegen. Falls dies der Fall ist, wird nach einer normativ definierten Wartezeit der Hauptleistungsschalter zugeschaltet

      • Nachdem die Versorgungsspannung am System anliegt, kann die Anlage lokal am Display im Menü gestartet werden.

Überspannungsschutz

  1. Überprüfen, ob alle USV eingebaut und betriebsbereit sind.

  2. USV einschalten.

Anlagenstart

  1. Auf das Display tippen und mit dem Passwort admin anmelden.

  2. Anschließend oben links auf die drei Streifen tippen, um die Menüleiste einzublenden.

  3. Anschließend "FEMS Einstellung" anwählen.

Alternativ ist auch der automatische Start der Anlage über die Modbus-Schnittstelle möglich. Das Kommunikationsprotokoll kann dazu im Online-Monitoring der Anlage heruntergeladen werden. Für diesen Prozess ist der Dokumentation der FEMS-Steuerung zu folgen.

FEMS-Applikationen

  1. Mit der Inbetriebnahme der Applikationen gemäß extra Befehlen fortfahren, sofern die Anlage mittels integrierter Applikationen gesteuert werden soll.

Wartungsklappen verriegeln

Um die Wartungsklappe drücken zu können, kann für den nächsten Schritt die Hilfe einer zweiten Person erforderlich sein.

  1. Beide Wartungsklappen schließen.

  2. Prüfen, ob die beiden Wartungsklappen auf beiden Seiten ordnungsgemäß geschlossen und eingerastet sind.

  3. Beide Wartungsklappen mit dem Schlüssel abschließen.

  4. Im Anschluss des IBN-Protokoll an die Fenecon GmbH senden.

6.4. Maßnahmen nach Inbetriebnahme

  • Im Betrieb kann die Überwachung der Anlage über das Display am Steuerschrank erfolgen. Wenn auf den Bildschirm getippt wird, können anschließend die aktuellen Systemparameter des Batteriespeichers eingesehen werden. Eine detaillierte Beschreibung der Überwachungsfunktion finden Sie in der Dokumentation der FEMS-Steuerung (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

  • Alternativ ist auch die vollständige Überwachung des Systems über den integrierten Fernzugriff oder die Modbus-Schnittstelle möglich. Weitere Informationen dazu sind in der Dokumentation der FEMS-Steuerung enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

  • Sichtkontrollen an der Anlage durchführen und protokollieren (Undichtigkeiten, mögliches Kondensat, beschädigte Leitungen, beschädigte Isolationen, beschädigte Dichtungen etc.).

  • Optional — Zusätzliche Vor-Ort-Überprüfung der Funktionalität von Brandüberwachung und Not-Aus-Funktion. Bei der erstmaligen Inbetriebnahme, dem Factory-Acceptance-Test, wurden diese jedoch auch schon geprüft.

6.5. Inbetriebnahme nach Standortwechsel

Informationen zur Wiederinbetriebnahme nach Standortwechsel sind im Abschnitt Ablauf der Inbetriebnahme enthalten.

6.6. Wiederinbetriebnahme nach längerem Stillstand

Informationen zur Wiederinbetriebnahme nach längerem Stillstand sind in den Abschnitten Ablauf der Inbetriebnahme und Anlagenbetrieb starten/beenden) enthalten.

6.7. Wiederinbetriebnahme nach einer Störung

Informationen zur Wiederinbetriebnahme nach längerem Stillstand sind in den Abschnitten Ablauf der Inbetriebnahme und Zuschalten nach Störung "Spannungsausfall") enthalten.

6.8. Betrieb

Während des Betriebs befinden sich keine Personen in der Anlage.
Die Anlage ist abgeschlossen und nicht zugänglich.

6.9. Sicherheitshinweise

EMV-Strahlung innerhalb der Einhausung
Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Funktionsstörungen implantierter medizinischer elektronischer Geräte (z. B. Herzschrittmacher) aufgrund elektromagnetischer Wellen durch hohe elektrische Ströme.

  • Das Betreten des Containers wie auch das Arbeiten am geöffneten Container ist für Personen mit implantierten medizinischen, elektronischen Komponenten verboten.

  • Nach dem Austausch von Komponenten und Wartungsarbeiten muss die Durchgängigkeit der Erdung geprüft werden.

Gasaustritt Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Explosion eines explosiven Gases, das durch einen Schaden am Container oder seiner Komponenten entstanden ist.

  • Generell dürfen im Bereich des Containers keine potenziellen Zündquellen sein.

  • Rauchen ist verboten.

  • Bei Defekten ist die Anlage abzuschalten und die Fenecon GmbH zu informieren (Kapitel Instandhaltung, Abschnitt FENECON-Service).

  • Sollte es während des Betriebes zu Geräuschentwicklungen oder Vibrationen kommen, muss die Ursache gefunden und behoben werden.

  • Der Betrieb der Anlage ohne Erdung ist verboten.

  • Das Betreten des Containers während des Betriebes ist verboten.

  • Die Wartungsschutzklappen müssen während des Betriebs der Anlage verschlossen sein.

  • Die Schlüssel für die Zugänge zur Anlage (z. B. Wartungsklappen) dürfen nur an autorisiertes Fachpersonal ausgegeben werden. Es wird empfohlen, die Ausgabe der Schlüssel zu protokollieren.

  • Bei Defekten an der Anlage ist die Fenecon GmbH zu informieren (Kapitel Instandhaltung, Abschnitt FENECON-Service).

  • Sollte es zu einem Austreten von Elektrolyten kommen, ist geeignete Schutzausrüstung nach Vorgaben des Batterieherstellers (Sicherheitsdatenblatt) zu tragen (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

6.10. Bedien- und Steuerstellen

Am Steuerschrank befinden sich folgende Bedien- und Steuerstellen:

INM control cabinet buttons
Abbildung 23. Bedien- und Steuerstellen am Steuerschrank
Tabelle 28. Bedien- und Steuerstellen am Steuerschrank
Pos. Benennung Stellung Funktion

1

Display

Der Zugriff auf das System der Anlage erfolgt über das Display am Schaltschrank.

2

Quittier-Taster

Der Quittier-Taster nach Entriegeln des Not-Aus gedrückt werden, um dies zu bestätigen.

3

Not-Aus-Taster

betätigt

Not-Aus ausgelöst

entriegelt

Normalbetrieb möglich

4

Hauptschalter mit Not-Aus-Funktion

I

Anlage AC-seitig angeschlossen

O

Anlage AC-seitig abgetrennt

6.11. Einstellarbeiten

Die Einstellarbeiten an der Anlage werden in der Betriebsanleitung nicht betrachtet, da die grundlegenden Einstellungen durch den Hersteller selbst umgesetzt werden und zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens und/oder der Inbetriebnahme abgeschlossen sind.

Vom Betreiber kann eine Start-Stopp-Automatik sowie der Beginn der Lastspitzenkappung variabel gewählt werden. Informationen dazu erhalten Sie unter docs.fenecon.com.

6.12. Voraussetzungen für den Betrieb

  • Alle vorweg beschriebenen Schritte der Montage und Inbetriebnahme wurden sachgemäß durchgeführt oder werden eingehalten.

  • Der Zugang ist nur für Befugte möglich.

  • Alle Schutzmaßnahmen (z. B. Plexiglas zum Schutz vor Stromschlägen) wurden Montiert.

  • Es liegen keine Fehler vor.

6.13. Anlagenbetrieb starten/beenden

6.13.1. Anlagenbetrieb starten

Netzwerkschnittstelle am Laptop konfigurieren

  1. Konfiguration der Netzwerkschnittstelle am Laptop vergeben:
    → IP-Adresse: 10.4.0.101
    → Subnetzmaske: 255.255.0.0 zur Konfiguration der Netzwerkschnittstelle am Laptop vergeben.

  1. Service-LAN-Port am Steuerschrank mit dem Laptop verbinden.

  2. Über den Browser am Laptop mit dem BCS verbinden:
    → IP-Adresse 10.4.0.31 aufrufen

  1. Im BCS Benutzername und Passwort eingeben:
    → Benutzername: customer
    → Passwort: operator

  2. Im FEMS-Online-Monitoring anmelden:
    → Mit den vorliegenden Zugangsdaten.

  3. Hauptschalter einschalten.

  4. Im Online-Monitoring das Widget/Digitalausgang "NSHV Enable" wählen.

INM FEMS NSHV enable
  1. "NSHV Enable" auf "An" setzen.

INM FEMS NSHV enable 2
  1. Vor Ort am Indikator des Leistungsschalters prüfen, ob dieser "An" zeigt (Indikator ist rot).

  2. Not-Aus-Taster am Steuerschrank entriegeln.

  3. Den weißen Quittier-Taster an der Schaltschranktür betätigen, um den Not-Aus zu quittieren.
    → Der weiße Leuchtdrucktaster leuchtet.

Wenn weitere Not-Aus-Taster verbaut wurden, müssen auch diese quittiert werden.

  1. Im BCS auf den in der Abbildung markierten Kasten klicken, um Informationen zum gewählten PCS zu öffnen.
    → Die Anzeige muss komplett weiß sein.

INM PCS
INM PCS 2
  1. Zuerst den in der oberen Abbildung markierten, unteren Button "BCS Power ON" für alle Speicher einzeln betätigen. Mit dem ersten PCS beginnen und bis zum letzten PCS nach unten den Button "BCS Power ON" betätigen.

Vor Zuschalten des nächsten PCS warten, bis das vorherige PCS fertig zugeschaltet ist. Die Anzeige wechselt die Farbe.

INM PCS 3
INM PCS 4
  1. Anschließend den in der oberen Abbildung markierten, oberen Button "Inverter Release" für alle Speicher einzeln betätigen.

Den Batteriestatus auf "Default" setzen.

INM FEMS burger 2
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

INM FEMS settings
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

INM FEMS config comp
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.

Bei allen Batteriemanagementsystemen den Batteriestatus auf "Default" setzen und anschließend die Komponenten aktualisieren. Dafür weiter wie folgt vorgehen.

  1. In der Suche "bmsa1" eingeben.

INM FEMS comp search
  1. Den Eintrag "bmsA1" aus der Kategorie "Batterien" auswählen.

INM FEMS comp select
  1. In der Zeile die Einstellung "Battery state" auf "Default" ändern und anschließend den Button "AKTUALISIERE KOMPONENTE" betätigen.

INM FEMS BMW batt settings
  1. Diese Schritte (21 bis 23) für die restlichen BMS A1-A4/B1-B4 ebenfalls durchführen.

Nicht voll ausgebaute Container können auch über weniger BMS verfügen.

  1. Anzeige in der BCS-Oberfläche kontrollieren.

INM PCS 3
Anzeige Bedeutung

Grün

Alles in Ordnung

Rot

FENECON GmbH kontaktieren

Gelb

Warten, bis sich die Farbe ändert

ESS auf "Start" setzen

  1. Im FENECON-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

  2. Im FENECON-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.

  3. In der Suche "essa1" eingeben.

INM FEMS config ess
  1. Den Eintrag "essa1" aus der Kategorie "Speichersysteme auswählen."

INM FEMS ess select
  1. Bei jedem ESS A1-B4 einzeln in der Zeile "Start/stop behaviour?" auf "Start" setzen und anschließend die Komponente aktualisieren.

INM FEMS ESS settings

Inverter überprüfen

  1. Im FENECON-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

  2. Im FENECON-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Log" klicken.

INM FEMS inverter log
  1. "Automatische Aktualisierung" ausschalten.

INM FEMS inverter log 2
  1. Prüfen, ob bei allen Invertern "Started/Running" oder "GoRunning/StartingUp" steht (in der Abbildung beispielhaft beim Inverter A1 rot markiert).

    • Wenn diese Einträge bei allen Invertern stehen, ist der Einschaltvorgang abgeschlossen.

INM FEMS inverter log 3

Wenn diese Einträge nicht bei allen Invertern stehen, muss die Fenecon GmbH kontaktiert werden.

Option "Manual control charge/discharge"

INM FEMS manual charge discharge control

Unter dem Menüpunkt "Manual control charge/discharge" kann die Leistung vorgegeben werden.

  1. Controller einschalten und manuelle Leistung eintragen.

  2. Controller im Anschluss deaktivieren, damit die eingestellten Applikationen funktionieren, da der Controller die anderen Daten/Einstellungen während des Betriebs überschreibt.

6.13.2. Anlagenbetrieb beenden

Netzwerkschnittstelle am Laptop konfigurieren

  1. Konfiguration der Netzwerkschnittstelle am Laptop vergeben:
    → IP-Adresse: 10.4.0.101
    → Subnetzmaske: 255.255.0.0 zur Konfiguration der Netzwerkschnittstelle am Laptop vergeben.

  1. Service-LAN-Port am Steuerschrank mit dem Laptop verbinden.

  2. Über den Browser am Laptop mit dem BCS verbinden:
    → IP-Adresse 10.4.0.31 aufrufen

  1. Im BCS Benutzername und Passwort eingeben:
    → Benutzername: customer
    → Passwort: operator

  2. Im FEMS-Online-Monitoring anmelden:
    → Mit den vorliegenden Zugangsdaten.

ESS auf "Stop" setzen

  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

INM energy monitoring widgets
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

INM FEMS settings
  1. Im FEMS auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.

INM FEMS config comp
  1. In der Suche "essa1" eingeben.

INM FEMS config ess
  1. Den Eintrag "essa1" aus der Kategorie "Speichersysteme" auswählen.

INM FEMS ess select
  1. Bei jedem ESS A1-B4 einzeln in der Zeile "Start/Stop behaviour" auf "Stop" setzen und anschließend die Komponente aktualisieren.

INM FEMS ESS settings

Inverter überprüfen

  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Log" klicken.

INM FEMS inverter log
  1. "Automatische Aktualisierung" ausschalten.

INM FEMS inverter log 2
  1. Prüfen, ob bei allen Invertern "Standby/Stopped" steht (in der Abbildung beispielhaft Inverter A3 rot markiert).

    • Wenn diese Einträge bei allen Invertern stehen, ist der Ausschaltvorgang abgeschlossen.

INM FEMS inverter log 4

Wenn diese Einträge nicht bei allen Invertern stehen, muss die Fenecon GmbH kontaktiert werden.

Batteriestatus auf "Stop" setzen

  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

INM FEMS burger 2
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

INM FEMS settings
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.

INM FEMS config comp

Bei allen Batteriemanagementsystemen den Batteriestatus auf "Stop" setzen und anschließend die Komponenten aktualisieren. Dafür wie folgt vorgehen.

  1. In der Suche "bmsa1" eingeben.

INM FEMS comp search
  1. Den Eintrag "bmsA1" aus der Kategorie "Batterien" auswählen.

INM FEMS comp select
  1. Bei allen bmsA1-B4 einzeln in der Zeile "Battery state" auf "Stop" ändern und anschließend den Button "AKTUALISIERE KOMPONENTE" betätigen.

INM FEMS BMW batt settings
  1. Im BCS auf den in der Abbildung markierten Kasten klicken, um Informationen zum gewählten PCS zu öffnen.

    • Die Anzeige sollte grün/grau sein.

INM PCS 5
INM PCS 6
  1. Zuerst den in der oberen Abbildung markierten, oberen Button "Inverter Release" für alle Speicher einzeln ausschalten. Mit dem ersten PCS beginnen und bis zum letzten PCS nach unten den Button "Inverter Release" ausschalten.

  2. Anschließend den unteren Button "BCS Power On" bei allen PCS einzeln ausschalten. Mit dem ersten PCS beginnen und bis zum letzten PCS nach unten den Button "Inverter Release ausschalten".

Vor Abschalten des nächsten PCS warten, bis das vorherige PCS fertig abgeschaltet ist. Die Anzeige wechselt die Farbe auf weiß.

INM PCS 7
  1. Not-Aus-Taster betätigen, wenn alle Anzeigen weiß sind.

  1. Hauptschalter am Steuerschrank ausschalten.

  2. Im Online-Monitoring das Widget/Digitalausgang "NSHV Enable" wählen.

INM FEMS NSHV enable
  1. "NSHV Enable" auf "AUS" setzen.

INM FEMS NSHV disable
  1. Vor Ort am Indikator des Leistungsschalters prüfen, ob dieser "Aus zeigt" (Indikator ist grün)

    • Der Ausschaltvorgang ist abgeschlossen.

Wenn der Indikator des Leistungsschalters "An" zeigt (Indikator ist rot), muss die Fenecon GmbH kontaktiert werden.

6.13.3. Zuschalten nach Störung "Spannungsausfall"

Digitaleingänge überprüfen

  1. Im FEMS-Online-Monitoring anmelden.

  2. Widget/Digitaleingänge zuschalten.

INM FEMS digital inputs widget
  • Folgendes Bild sollte angezeigt werden:

INM FEMS digital inputs list

Battery-Inverter im Log prüfen

  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

INM FEMS burger 2
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

INM FEMS settings
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Log" klicken.

INM FEMS inverter log settings
  1. "Automatische Aktualisierung" ausschalten.

INM FEMS inverter log 2
  1. Zustand von allen Battery-Invertern überprüfen.

INM FEMS inverter log 3

Wenn "Started/Running" oder "GoRunning/StartingUp" angezeigt wird (in der Abbildung beispielhaft Inverter A1 rot markiert), hat das System automatisch wieder zugeschaltet. Wenn nicht, weiter wie folgt verfahren.

  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

  2. Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

INM FEMS settings
  1. Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.

INM FEMS config comp
  1. In der Suche "batteryinverter" eingeben.

INM FEMS REFU config
  1. Bei allen Battery-Invertern einzeln in der Zeile "Start/stop behaviour?" auf "Stop" setzen und anschließend die Komponente aktualisieren.

Alle ESS auf "Stop" setzen

  1. In der Suche "essa1" eingeben.

INM FEMS REFU config
  1. Den Eintrag "essA1" aus der Kategorie "Speichersysteme" auswählen.

INM FEMS ess select
  1. Bei jedem ESS A1-B4 einzeln in der Zeile "Start/Stop behaviour?" auf "Stop" setzen und anschließend die Komponente aktualisieren.

INM FEMS ESS settings
  1. Anschließend bei allen Battery-Invertern in der Zeile "Start/Stop behaviour" auf "Auto" setzen und dabei wie zuvor beschrieben vorgehen.

  2. Danach alle ESS bei "Start/Stop behaviour" auf "Auto" stellen und wie zuvor beschrieben vorgehen.

Im Log überprüfen

  1. Kontrollieren, ob bei allen Battery-Invertern "running" oder "started running" angezeigt wird (in der Abbildung beispielhaft Inverter A1 rot markiert).

    • Wenn bei allen Battery-Invertern "running" oder "started running" angezeigt wird, ist die Zuschalt-Prozedur abgeschlossen.

INM FEMS inverter log 3

Wenn nicht bei allen Battery-Invertern "running" oder "started running" angezeigt wird, muss die Fenecon GmbH kontaktiert werden.

Option "Manual control charge/discharge"

INM FEMS manual charge discharge control

Unter dem Menüpunkt "Manual control charge/discharge" kann die Leistung vorgegeben werden.

  1. Controller einschalten und manuelle Leistung eintragen.

  2. Controller im Anschluss deaktivieren, damit die eingestellten Applikationen funktionieren, da der Controller die anderen Daten/Einstellungen während des Betriebs überschreibt.

6.14. Überwachung des Anlagenbetriebs

Die Überwachung der Anlage erfolgt über einen industriellen VPN-Router und das Internet.

Aus der Fernwartungszentrale können die Daten der Anlage/Anlagenkomponenten jederzeit abgerufen werden.

6.14.1. Überwachung

Im Betrieb kann die Überwachung der Anlage über das Display am Steuerschrank oder über portal.fenecon.de erfolgen.

  1. Auf den Bildschirm tippen.

    • Die aktuellen Systemparameter des Batteriespeichers werden angezeigt.

Die detaillierte Beschreibung der Überwachungsfunktionen sind in der Dokumentation der FEMS-Steuerung enthalten.

Alternativ ist auch die vollständige Überwachung des Systems über den integrierten Fernzugriff oder die Modbus-Schnittstelle möglich. Weitere Informationen dazu sind in der Dokumentation der FEMS-Steuerung enthalten.

Störmeldungen

Informationen zur Anmeldung finden Sie im Abschnitt FEMS oder über portal.fenecon.de erfolgen.

  1. Am FEMS-Online-Monitoring anmelden.

  2. An der Farbe des Symbols oben rechts den Systemstatus überprüfen.

INM FEMS sys monitoring
Anzeige Bedeutung

Grüner Haken

Alles in Ordnung

Orangefarbenes Ausrufezeichen

Warnung

Rotes Ausrufezeichen

Fehler

Nach dem Anklicken des Symbols wird eine detaillierte Übersicht für die bestehende Warnung oder einen Fehler angezeigt.

  1. Das Symbol oben rechts anklicken, um den Systemzustand anzuzeigen.

INM FEMS sys state
  1. Zustände der Komponenten prüfen.

Anzeige Bedeutung

Grüner Haken

Alles in Ordnung

Orangefarbenes Ausrufezeichen

Warnung

Rotes Ausrufezeichen

Fehler

  1. Auf den blauen Pfeil links neben dem Ausrufezeichen klicken. um im Fehlerfall weitere Informationen zum Fehler angezeigt zu bekommen.

INM FEMS sys bridge modbus
INM FEMS sys bridge modbus warning

Für manche Fehlermeldungen ist in der Fehleranalyse noch kein Text hinterlegt. Spätere Updates werden diese Einträge ergänzen.

FEMS kann nicht erreicht werden

Falls das FEMS nicht über das FEMS-Online-Monitoring erreicht werden kann, wird nachfolgende Fehlermeldung angezeigt:

INM FEMS offline
  1. Die vorgegebenen Schritte in der Fehlermeldung ausführen.

Not-Aus

Um in kritischen Fällen die HV-Batterieverbindungen zu trennen und den Batteriespeicher intern abzuschalten, muss der Not-Aus-Taster betätigt werden.

Brandüberwachung (optional)

Optional verfügt der Container über ein integriertes Brandüberwachungssystem. Ein Brandfall wird über dieses Brandüberwachungssystem sehr frühzeitig detektiert und der Container sofort abgeschaltet. Eine Sirene signalisiert vor Ort den Alarm.

Ein möglicher Fehlalarm muss direkt an der Einheit des Brandüberwachungssystems durch Betätigen des Tasters [RESET] deaktiviert werden.

6.14.2. Meldungen im Online-Monitoring

Nachfolgend werden die Bedeutungen verschiedener Fehler, Warnungen und Informationen aufgeführt.

Bedeutung Fehler

Tabelle 29. Bedeutung des angezeigten Fehlers
Name Description Affected Unit

RUN_FAILED

Running the Logic failed

BMW Battery

ERROR

State-Machine in Error-State!

BMW Battery

ERROR_BATTERY_TYPE

Configuring the Battery Type not successful!

BMW Battery

MAX_ALLOWED_START_TIME_FAULT

The maximum start time is passed!

BMW Battery

MAX_ALLOWED_STOP_TIME_FAULT

The maximum stop time is passed!

BMW Battery

DEEP_DISCHARGE_PROTECTION

Deep discharge protection triggered!

BMW Battery

UNSPECIFIED_ERROR

Unspecified Error — Cell-config-Error, Slave-count-Error

BMW Battery

LOW_VOLTAGE_ERROR

Low Voltage Error — Cell voltage minimal

BMW Battery

HIGH_VOLTAGE_ERROR

High Voltage Error — Cell voltage maximal

BMW Battery

CHARGE_CURRENT_ERROR

Charge Current Error — Imax-HW, Imax-SW, I-High (e.g. current dependend on temperature)

BMW Battery

DISCHARGE_CURRENT_ERROR

Discharge Current Error — Imax-HW, Imax-SW, I-High (e.g. current dependent on temperature)

BMW Battery

CHARGE_POWER_ERROR

Charge Power Error

BMW Battery

DISCHARGE_POWER_ERROR

Discharge Power Error

BMW Battery

LOW_SOC_ERROR

Low SOC Error

BMW Battery

HIGH_SOC_ERROR

High SOC error

BMW Battery

LOW_TEMPERATURE_ERROR

Low Temperature Error — Cell temperature minimal

BMW Battery

HIGH_TEMPERATURE_ERROR

High Temperature Error — Cell temperature maximal

BMW Battery

INSULATION_ERROR

Insulation Error — I-Diff error (self test error, I-Diff > |300 mA)

BMW Battery

CONTACTOR_ERROR

Contactor Error (contactor feedback signals)

BMW Battery

SENSOR_ERROR

Sensor Error — Current sensor error

BMW Battery

IMBALANCE_ERROR

Imbalance Error — Static and dynamic cell imbalance (voltage)

BMW Battery

COMMUNICATION_ERROR

Communication Error — Batcom Error (Timeout), Master-Slave Can Error (Timeout)

BMW Battery

CONTAINER_ERROR

Container/(Room) Error

ErrBits2

SOH_ERROR

SOH Error

ErrBits2

RACK_STING_ERROR

Rack/String Error

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_3

Reserve ErrBits2 Bit 3

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_5

Reserve ErrBits2 Bit 5

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_6

Reserve ErrBits2 Bit 6

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_7

Reserve ErrBits2 Bit 7

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_8

Reserve ErrBits2 Bit 8

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_9

Reserve ErrBits2 Bit 9

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_10

Reserve ErrBits2 Bit 10

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_11

Reserve ErrBits2 Bit 11

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_12

Reserve ErrBits2 Bit 12

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_13

Reserve ErrBits2 Bit 13

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_14

Reserve ErrBits2 Bit 14

ErrBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_15

Reserve ErrBits2 Bit 15

ErrBits2

RUN_FAILED

Running the Logic failed

REFU INVERTER

ERROR

State-Machine in Error-State!

REFU INVERTER

MAX_ALLOWED_START_TIME_FAULT

The maximum start time is passed!

REFU INVERTER

MAX_ALLOWED_STOP_TIME_FAULT

The maximum stop time is passed!

REFU INVERTER

GROUND_FAULT

Ground fault

REFU INVERTER

DC_OVER_VOLTAGE

Dc over voltage

REFU INVERTER

AC_DISCONNECT

AC disconnect open

REFU INVERTER

DC_DISCONNECT

DC DISCONNECT open

REFU INVERTER

GRID_DISCONNECT

Grid shutdown

REFU INVERTER

CABINET_OPEN

Cabinet open

REFU INVERTER

MANUAL_SHUTDOWN

Manual shutdown

REFU INVERTER

OVER_TEMP

Over temperature

REFU INVERTER

OVER_FREQUENCY

Frequency above limit

REFU INVERTER

UNDER_FREQUENCY

Frequency under limit

REFU INVERTER

AC_OVER_VOLT

AC Voltage above limit

REFU INVERTER

BLOWN_STRING_FUSE

Blown String fuse on input

REFU INVERTER

AC_UNDER_VOLT

AC Voltage under limit

REFU INVERTER

UNDER_TEMP

Under temperature

REFU INVERTER

MEMORY_LOSS

Generic Memory or communication error (internal)

REFU INVERTER

HW_TEST_FAILURE

Hardware test failure

REFU INVERTER

OTHER_ALARM

Other alarm

REFU INVERTER

OTHER_WARNING

Other warning

REFU INVERTER

SYSTEM_ERROR

State of Chiller : System Error!

Battery Cooling Unit

GATEWAY_ERROR

State of Chiller : Gateway Error!

Battery Cooling Unit

FILTER_SPOILED

Refrigerant Warning : Filter Spoiled

Battery Cooling Unit

FAN_ERROR

FAN_ERROR

Battery Cooling Unit

PHASE_ERROR

PHASE_ERROR

Battery Cooling Unit

SLAVE_COMMUNICATION_FAILED

LAN Communication to external device failed

MODBUS Bridge

Bedeutung Warnung

Tabelle 30. Bedeutung der angezeigten Warnung
Name Description Affected Unit

UNSPECIFIED_WARNING

Unspecified Warning — Cell-config-Error, Slave-count-Error

BMW Battery

LOW_VOLTAGE_WARNING

Low Voltage Error — Cell voltage high

BMW Battery

HIGH_VOLTAGE_WARNING

High Voltage Warning — Cell voltage high

BMW Battery

CHARGE_CURRENT_WARNING

Charge Current Warning — Imax-HW, Imax-SW, I-High (e.g. current dependent on temperature)

BMW Battery

DISCHARGE_CURRENT_WARNING

Discharge Current Warning — Imax-HW, Imax-SW, I-High (e.g. current dependent on temperature)

BMW Battery

CHARGE_POWER_WARNING

Charge Power Warning

BMW Battery

DISCHARGE_POWER_WARNING

Discharge Power Warning

BMW Battery

LOW_SOC_WARNING

Low SOC Warning

BMW Battery

HIGH_SOC_WARNING

High SOC Warning

BMW Battery

LOW_TEMPERATURE_WARNING

Low Temperature Warning — Cell temperature high

BMW Battery

HIGH_TEMPERATURE_WARNING

High Temperature Warning — Cell temperature high

BMW Battery

INSULATION_WARNING

Insulation Warning — I-Diff error (self test error, I-Diff > |300 mA|)

BMW Battery

CONTACTOR_WARNING

Contactor Warning (contactor feedback signals)

BMW Battery

SENSOR_WARNING

Sensor Warning — Current sensor error

BMW Battery

IMBALANCE_WARNING

Imbalance Warning — Static and dynamic cell imbalance (voltage)

BMW Battery

COMMUNICATION_WARNING

Communication Warning — Batcom Error (Timeout), Master-Slave Can Error (Timeout)

BMW Battery

CONTAINER_WARNING

Container/(Room) Warning

WarnBits2

SOH_WARNING

SOH_WARNING

WarnBits2

RACK_STING_WARNING

Rack/String Warning — min. 1 string is in error condition (disconnected)

WarnBits2

RES_WARN_BITS_2_BIT_3

Reserve WarnBits2 Bit 3

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

RES_ERR_BITS_2_BIT_4

Reserve ErrBits2 Bit 4

WarnBits2

WATER_LEVEL_WARNING

Fluid Warning : Water Level Warning

Battery Cooling Unit

FLOW_WARNING

Fluid Warning : Flow Warning

Battery Cooling Unit

LOW_TEMPERATURE_WARNING

Fluid Warning : Low Temperature Warning

Battery Cooling Unit

HIGH_TEMPERATURE_WARNING

Fluid Warning : High Temperature Warning

Battery Cooling Unit

CONDUCTANCE_WARNING

Fluid Warning: Conductance Warning

Battery Cooling Unit

HIGH_PRESSURE_ALARM

Refrigerant Alarm : High Pressure Alarm

Battery Cooling Unit

LOW_PRESSURE_ALARM

Refrigerant Alarm : Low Pressure Alarm

Battery Cooling Unit

HOUSING_OPENED

Refrigerant Alarm : Housing Opened

Battery Cooling Unit

SENSOR_SHORT_OPEN_CIRCUIT

Electrical Alarm : Sensor Short Circuit or Sensor Open Circuit

Battery Cooling Unit

MOTOR_PROTECTION_SWITCH_COMPRESSOR1

Electrical Alarm : Motor Protection Switch Compressor U42

Battery Cooling Unit

MISCELLANEOUS_ALARM_INPUT_E06_E09

Electrical Alarm : Miscellaneous Alarm (Input E06…​09)

Battery Cooling Unit

MISCELLANEOUS_WARNING_INPUT_E06_E09

Electrical Alarm : Miscellaneous Warning (Input E06…​09)

Battery Cooling Unit

Bedeutung der angezeigten Information

Tabelle 31. Bedeutung der angezeigten Information
Name Description Affected Unit

CHILLER_READY

State of Chiller : Chiller ready!

Battery Cooling Unit

COOLING_REQUIRED

State of Chiller : Cooling is Required

Battery Cooling Unit

CHILLER_RUNNING

State of Chiller : Chiller is Running

Battery Cooling Unit

WARNING_ACTIVE

State of Chiller : Warning is Active

Battery Cooling Unit

ALARM_ACTIVE

State of Chiller : Alarm is Active

Battery Cooling Unit

COMPRESSOR

State Actor : Compressor

Battery Cooling Unit

PUMP

State Actor : Pump

Battery Cooling Unit

HEATER

State Actor : Heater

Battery Cooling Unit

HGB_VALVE

State Actor : HGB Valve

Battery Cooling Unit

FAN

State Actor : Fan

Battery Cooling Unit

DI_VALVE

State Actor : DI Valve

Battery Cooling Unit

DRY_RUN

Fluid Alarm : Dry Run

Battery Cooling Unit

FLOW_ALARM

Fluid Alarm : Flow Alarm

Battery Cooling Unit

LOW_TEMPERATURE_ALARM

Fluid Alarm : Low Temperature Alarm

Battery Cooling Unit

HIGH_TEMPERATURE_ALARM

Fluid Alarm : High Temperature Alarm

Battery Cooling Unit

6.14.3. Visualisierung

Informationen zur Visualisierung sind in der FEMS-Dokumentation enthalten (→ docs.fenecon.de → Monitoring).

6.14.4. Änderung von Anlagenparametern

Änderungen der Widgets und Apps können über einen industriellen VPN-Router oder das Internet vorgenommen werden.

Für alle anderen Änderungen muss die FENECON GmbH kontaktiert werden.

6.15. Störungsbeseitigung

6.15.1. Hinweise zur Störungsbeseitigung

Bei bestimmungsgemäßer Verwendung können an der Anlage keine für dieses Energiespeichersystem typischen Störfälle auftreten.

Durch Verschleiß, Störungen in einzelnen Komponenten oder Fehlbedienung können jedoch Störungen auftreten.

Das Beheben von Störungen darf nur von Elektro-Fachpersonal durchgeführt werden.

6.15.2. Option — Ansaugrauchmelder ASD

Auf der Bedieneinheit befindet sich die Taste [Reset], mit der ausgelöste Ereignisse (Alarm/Störung) direkt am ASD 531 zurückgesetzt werden können.

6.16. Störungsanzeige

Die Störungsanzeige erfolgt über das Display am Schaltschrank, das Online-Monitoring oder ist über Modbus/TCP auslesbar.

Informationen über den Zugang zum FEMS-Online-Monitoring sind im Abschnitt FEMS enthalten. Das Erreichen der Fehleranzeige wird im Abschnitt Überwachung des Anlagenbetriebes beschreiben.

6.16.1. Option — Ansaugrauchmelder ASD

Tritt am Ansaugrauchmelder ASD 531 ein Störereignis auf, wird das Relais "Störung" spannungslos geschaltet und die Anzeige "Fault" wird aktiviert. Mit Hilfe der Ereigniscode-Speicherung auf der SD-Karte, kann das Fehlerbild im Störungsfall eingegrenzt werden.

Im Brandfall reagiert der Ansaugrauchmelder wie folgt:

  • Sirene und Blitzlicht.

  • Abschaltung Energieversorgung.

  • Meldung Feueralarm und/oder Störung kann an Brandmeldeanlage übermittelt werden, falls extern durch Betreiber eingebunden.

  • Im Online-Monitoring kann im Widget Digitaleingänge ausgelesen werden, ob eine Störung der Brandmeldeanlage vorliegt. Die Zuweisung der Komponenten zu den Digitaleingängen kann dem spezifischen E-Plan entnommen werden.

6.17. Störungsliste

Tabelle 32. Störungsliste
Störung Mögliche Ursache Maßnahme

FEMS ist offline

⇒ Abschnitt Überwachung des Anlagenbetriebes

⇒ Abschnitt Überwachung des Anlagenbetriebes

Wassereinbruch

FENECON-Service kontaktieren

Brand/Brandlöschung (Wasser)

Einbruchsversuch/Vandalismus

Ausfall Klimaanlage

Ausfall VPN-Router

Ausfall Netzladegerät

Ausfall Ansaugrauchmelder

Ansaugrauchmelder hat ausgelöst

Blitzlicht ausgelöst

Sirene ausgelöst

Störung der Kommunikation (über Internet)

Störung der Elektrik (Geräte, Verbindungen)

Störung der Prozesse (laden/entladen)

6.18. Maßnahmen zur Störungsbeseitigung

6.18.1. Elektrolytaustritt

  • Korrosionsbeständige Chemikalienschutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.

  • Absorbierende Mittel zur Aufnahme ausbringen, das ausgetretene Elektrolyt zur Behandlung mit organischen Standardlösungsmitteln aufnehmen und entsorgen (⇒ Kapitel: Entsorgung).

  • Den Container gut belüften.

6.18.2. Blitzeinschlag

Nach einem Blitzeinschlag muss das System geprüft werden.

6.19. Störungen quittieren

Zum Quittieren von Störungen ist der Service der Fenecon GmbH zu kontaktieren (→ Kapitel Instandhaltung, Abschnitt Serviceadresse).

7. Instandhaltung

7.1. Sicherheitshinweise

  • Die Anweisungen und Sicherheitshinweise zur Wartung in den Dokumentationen der Komponentenhersteller beachten (→ Anhang, Mitgeltende Dokumente).

  • Die von den Herstellern angegebenen Inspektions- und Wartungsintervalle für elektrische Komponenten sind einzuhalten.

  • Wartungsarbeiten sind nur durch Elektro-Fachpersonal durchzuführen.

  • Zur Reinigung dürfen keine aggressiven Reinigungsmittel eingesetzt werden.

  • Sollten Wartungsarbeiten im oberen Teil des Containers durchzuführen sein, ist ein geeignetes Arbeitsgerüst zu verwenden.#

  • Alle persönlichen metallischen Objekte müssen vor Beginn der Arbeiten von den Händen, Handgelenken und vom Hals entfernt werden.

  • Der Schlüssel für den abschließbaren Zugang (Wartungsklappen) darf nur an autorisiertes Fachpersonal ausgegeben werden.
    Es wird empfohlen, den Schlüsseltransfer zu protokollieren.

  • Sollte es zu einem Austreten von Elektrolytlösung kommen, ist entsprechende Schutzausrüstung nach Herstellervorgaben der Batterie zu tragen.

  • Batterien nicht kurzschließen.

  • Die Verwendung isolierter Werkzeuge nach IEC 60900 wird empfohlen.

  • Je nach Umfang und Ort der Tätigkeiten ist gegebenenfalls eine Zusatzbeleuchtung z. B. mobile (netzunabhängige Beleuchtung) einzusetzen.

  • Änderungen am BMS sind verboten.

  • Nach Abschluss der Wartungsarbeiten ist darauf zu achten, dass die Durchgängigkeit des Schutzleitersystems gegeben ist.

  • Je nach Umfang und Ort der Tätigkeiten ist gegebenenfalls eine Zusatzbeleuchtung (z. B. mobile, netzunabhängige Beleuchtung) einzusetzen.

  • Je nach Umfang der Tätigkeit sind schnittfeste Schutzhandschuhe zu tragen.

7.2. Wartungshinweise

  • Wartungsarbeiten dürfen nur bei ausgeschaltetem und vom Netz getrenntem Industrial-M-Container durchgeführt werden.

  • Die Wartung kann über die seitlichen Wartungsklappen erfolgen.

  • Über die Wartungsklappe an der Vorderseite des Containers ist der Verteilerkasten erreichbar, in dem sich sämtliche Sicherungen und das FEMS befinden.

  • Über die Wartungstür an der Rückseite gelang man in den Innenraum des Containers und hat direkten Zugriff auf die Batterien.

  • Über die Wetterschutzgitter erhält man Zugriff auf die Wechselrichter und das Klimagerät.

7.3. Regelmäßige Inspektionen

Folgende Inspektionen müssen an den Komponenten der Anlage regelmäßig durchgeführt werden:

Tabelle 33. Regelmäßige Inspektionen
Baugruppe Inspektion Bemerkung Zeitintervall

Anlage, komplett

Sicht- und Funktionsprüfung

wöchentlich

Kabel, Verbindungen, Anschlüsse

Auf gelockerte Verbindungen, Scheuerstellen, Beschädigungen, Korrosion

Festgestellte Mängel sofort beseitigen

jährlich

Elektrische Anlage

  • Prüfung nach DGUV V3 und nach DIN VDE 0105-100 durch befähigtes Personal durchführen lassen

Prüfung dokumentieren

Mindestens alle 4 Jahre

Mechanische Bauteile

Sichtprüfung auf Schäden und Verschleiß

halbjährlich

Elektroinstallation

Sichtprüfung auf Schäden und Verschleiß

jährlich

Anschlüsse, Schläuche und Containeröffnungen

Auf Leckage prüfen

jährlich

NA-Schutz

Fehlermeldungen auswerten

jährlich

Überspannungsschutz

Indikator prüfen

jährlich

Hinweis- und Warnschilder

Auf Verschleiß (Lesbarkeit) prüfen, ggf. erneuern

jährlich

7.4. Wartungsplan

Tabelle 34. Wartungsplan
Komponente Maßnahme Bemerkungen Intervall

Anlage

  • Komponenten auf Funktion prüfen.

  • Komponenten auf Verschleiß prüfen.

  • Komponenten auf Verschmutzung prüfen und ggf. reinigen.

  • Schütze auf Brummen prüfen.

  • Sichtkontrolle Hauptstromkabel und Kabelanschlüsse.

  • Filtereinsätze reinigen und ggf. Intervall verkürzen.

  • Zustände der Akkupacks prüfen.

  • RCD-Schalter überprüfen

  • Betriebsmittel mit gefährlicher elektrischer Spannung!

  • Bei unzureichender Wartung der Filter führt dies zu unzulässiger Erwärmung des Schaltschrankes!

jährlich

Brandwarnanlage

Auf Funktion prüfen.

alle 3 Monate je nach örtlichen Regularien

Optischer Alarmgeber, akustischer Signalgeber

Auf Funktion prüfen

alle 3 Monate

Sicherheitsrelevante elektrische Komponenten

  • Auf Sicherheit prüfen.

  • Auf Funktion prüfen.

  • Gegebenenfalls austauschen

  • Gemäß Herstellerangaben austauschen.

  • Austausch dokumentieren.

jährlich

Sicherheits- und Schutzeinrichtungen

Sicht- und Funktionsprüfung

jährlich

Wechselrichter

  • Überprüfen des Überspannungsableiters AC-/DC-seitig

  • Funktion der Isolation überprüfen

jährlich

Leistungsschalter

Auf Funktion des Auslösemechanismus

mit Testgerät TD 310

jährlich

7.4.1. Messungen

  • Für die Messungen ist Elektro-Fachpersonal notwendig.

  • Die Bestimmungen der aktuellen Betriebsanleitungen der Einzelkomponenten müssen eingehalten werden (→ Anhang, Mitgeltende Dokumente).

7.5. Wartung der Komponenten

Elektrische Spannung

Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag bei Kontakt mit bauartbedingt, für Instandhaltungszwecke nicht isolierten, Anschlussklemmen und Leitern

  • Bei Arbeiten an stromführenden Betriebsmitteln muss die Anwendung zweckmäßiger Arbeitsverfahren nach IEC 60900 und die ausschließliche Verwendung isolierter Werkzeuge durchgesetzt werden, um die Verletzungsgefahr zu verringern.

  • Alle persönlichen metallischen Objekte müssen vor Beginn der Arbeiten von den Händen, Handgelenken und vom Hals entfernt werden.

Elektromagnetische Felder/Strahlung innerhalb des Containers

Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Störung der Funktion von medizinischen Implantaten (z. B. Herzschrittmacher) durch hohe elektrische Ströme und die damit verbundenen elektromagnetischen Wellen.

  • Das Arbeiten an einem geöffneten Container ist für Personen mit implantierten medizinischen Komponenten verboten.

  • Nach einem Austausch von Komponenten und Wartungsarbeiten muss die Durchgängigkeit der Erdung überprüft werden.

Nicht kompatible Komponenten

Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag.

  • Nur Originalteile oder die von den Herstellern freigegebenen Ersatzteile benutzen.

  • Hinweise zu den Ersatzteilen sind die Dokumentationen der Komponentenhersteller enthalten und müssen beachtet werden.

Fehlerhafte Erdung

Tod oder schwere Verletzungen des Körpers oder der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag aufgrund fehlerhaft ausgeführter Erdung.

  • Nach einem Austausch von Komponenten und Wartungsarbeiten muss die Durchgängigkeit der Erdung überprüft werden.

Hinweise zur Wartung der Komponenten sind in den Dokumentationen der Hersteller enthalten (→ Anhang, Mitgeltende Dokumente).

7.5.1. Austausch und Wechsel von Batterien/Batteriepacks

Für den Wechsel von Batterien/Batteriepacks muss der FENECON-Service kontaktiert werden.

7.6. FENECON-Service

Bei technischen Fragen ist der FENECON-Service zu kontaktieren:

FENECON GmbH
Gewerbepark 6
94547 Iggensbach
Deutschland

Telefon: +49 (0) 9903 6280-0

8. Transport

8.1. Sicherheitshinweise

  • Der Transport erfolgt als Gefahrentransport.

  • Der Transport von Lithium-Ionen-Batterien "UN3536" untersteht den Vorschriften des ADR.

  • Für den Transport wird ein "Material Safety Data Sheet" (MSDS) benötigt. Dabei müssen spezielle Regelungen beachtet werden. Voraussetzung für die Transportfähigkeit von Batteriezellen der Batterien ist der Nachweis des bestanden Tests gemäß den Prüfungsvorschriften des UN-Handbuches "Prüfungen und Kriterien, Teil III, Unterabschnitt 38.3 (UN-Test)".

  • Eine Gefahrgut-Kennzeichnung muss beim Versand an allen Seiten des Containers angebracht werden.

  • Beim Transport der Batterien sind die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen zu beachten (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz — GGBefG).

  • Nach Erhalt der Lieferung muss diese umgehend auf Vollständigkeit und Transportschäden geprüft werden.

  • Persönliche Schutzausrüstung (je nach Randbedingung) verwenden (Mindestanforderung: Schutzhelm und Schutzschuhe).

  • Vor dem Transport müssen die elektrischen Verbindungen getrennt werden.

  • Vor dem Anheben den korrekten Sitz der Anschlagpunkte und Anschlagmittel prüfen.

  • Der Container sollte nur mit einem SoC von über 30 % transportiert werden.

8.2. Standortwechsel

Eine Umsetzung (Standortverlagerung) des Containers nach Inbetriebnahme ist nicht vorgesehen.

Sollte ein Standortwechsel geplant werden, muss vorher Rücksprache mit der Fenecon GmbH gehalten werden.

Bei einem Standortwechsel kann der Container mit einem geeigneten Flurförderzeug oder Hebezeug transportiert werden.

8.2.1. Transportvorbereitungen

Externe Verbindungen trennen

  1. Zuerst prüfen, ob alle externen Zuleitungen spannungsfrei geschaltet sind, bevor sie abgetrennt werden.

  2. Je nach Aufbau sind folgende Verbindungen abzutrennen: Erdung, AC-Hauptversorgung, Netzwerk/Internet, AC-Steuerspannung, Master-Slave-Kommunikation und externe Messung.

Wartungsklappe verriegeln

Um die Wartungsklappe drücken zu können, kann für den nächsten Schritt die Hilfe einer zweiten Person erforderlich sein.

  1. Beide Wartungsklappe schließen.

  2. Prüfen, ob die beiden Wartungsklappen auf beiden Seiten ordnungsgemäß geschlossen und eingerastet sind.

  3. Beide Wartungsklappen mit dem Schlüssel abschließen.

Container aufladen

  1. Den Container entweder mit einem Hebezeug (z. B. Kran) oder einem Gabelstapler an den vorgesehenen Aufnahmepunkten aufnehmen und aufladen.

Bei diesem Vorgang die Gewichtsangaben in den Transportpapieren beachten. Das System kann je nach gewählter Konfiguration bis zu 10 t wiegen. Die nachfolgenden Hebevorschriften müssen zum Schutz des Containers vor Beschädigungen unter allen Umständen eingehalten werden.

Container mit einem Gabelstapler anheben

Für den Transport mit einem Gabelstapler ist eine Gabellänge von mindestens 2500 mm notwendig.

INM lifting points
Abbildung 24. Aufnahmepunkte — Gabelstapler

Container mit einem Kran anheben

Der Transport mit einem Kran ist über die drei folgenden Varianten möglich.

Tabelle 35. Transportvarianten mit einem Kran
Variante Abbildung Anmerkungen

1

INM lifting 1
  • Für den korrekten Transport muss ein Winkel von 60° eingehalten werden.

  • Dafür sind Ketten mit einer Länge von 3860 mm zu verwenden.

2

INM lifting 2
  • Für den korrekten Transport muss ein Winkel von 60° eingehalten werden.

  • Die Kettenlänge muss mindestens der Container entsprechen, d. h. 2990 mm.

3

INM lifting 3
  • Mit der dargestellten Traverse ist es möglich, den Container bei einem 90°-Winkel zu transportieren.

Deklaration der Batterien

Weitere Informationen zur Deklaration der Batterien sind im MSDS enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).

9. Außerbetriebnahme und Demontage

9.1. Sicherheitshinweise — Demontage

  • Bei allen Arbeiten ist folgende geeignete persönliche Schutzausrüstung anzulegen:

    • Sicherheitsschuhe

    • Schnittfeste Schutzhandschuhe

    • Schutzbrille

  • Die zu demontierende Anlage weiträumig absperren.

  • Demontagearbeiten dürfen nur von Elektro-Fachpersonal/Wartungspersonal durchgeführt werden.

  • Demontagearbeiten dürfen nur bei stillgesetzter Anlage und nur durch geschultes Personal durchgeführt werden.

  • Die Spannungsversorgung des Speichersystems ist unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert.

  • Vor Beginn der Demontage sind alle zu lösenden Bauteile gegen Herabfallen, Umstürzen oder Verschieben zu sichern.

  • Es sind Transporthilfen zu verwenden. Bei den zu transportierenden Anlagenteilen sind die vorhandenen Anschlagpunkte zu verwenden.

  • Die Demontagehinweise der Komponentenhersteller (⇒ Anhang, Mitgeltende Dokumente) sind zu beachten.

  • Bei der Demontage von oben nach unten vorgehen.

  • Beim Transport der Batteriemodule sind die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen zu beachten (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz — GGBefG).

  • Die Batterieschubladen werden von Servicepersonal ausgebaut und durch einen Gefahrentransport transportiert.

Restrisiken:

Fehlbetrieb
  • Fehlbetrieb kann zu schweren Verletzungen oder Tod führen.

  • Vor dem Ausschalten der Einzelkomponenten die Vorgaben und Anweisungen aus der Betriebs-/Montageanleitung des jeweiligen Herstellers beachten.

Scharfkantige und spitze Stellen
  • Verletzungen des Körpers oder der Gliedmaßen durch scharfkantige und spitze Stellen an Teilen der Anlage.

  • Bei Arbeiten an der Maschine/dem Stromspeicher immer geeignete Schutzausrüstung (schnittfeste Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille) tragen!

Fehlbetrieb kann zu Sachschäden führen.
  • Vor dem Ausschalten der Anlage vergewissern, dass sich keine unbefugten Personen im Gefahrenbereich befinden.

9.2. Endgültige Außerbetriebnahme

9.2.1. Voraussetzungen - Endgültige Außerbetriebnahme

  • Die Anlage ist abgeschaltet.

  • Die Spannungsversorgung ist unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert.

  • Die betreiberseitige Ausrüstung der Informationstechnik ist demontiert und aus der Anlage entfernt.

  • Die Klimaanlage ist ausgeschaltet.

  • Die Spannungsversorgung der Klimaanlage ist unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert.

9.3. Empfohlener Ablauf — Demontage

  1. Versorgungskabel von der Trenneinrichtung abklemmen; dabei zuerst die Leistungsleiter, dann die Erdungsleiter abklemmen.

  2. Prüfen, ob die Energieversorgungen von der Anlage und der Klimaanlage getrennt und alle Systeme drucklos sind.

  3. Alle Rohr- und Schlauchleitungen entleeren und den Inhalt vorschriftsmäßig entsorgen (⇒ Kapitel: Entsorgung).

  4. Alle Kältemittelbehälter entleeren und Flüssigkeiten vorschriftsmäßig entsorgen (⇒ Kapitel: Entsorgung).

  5. USV außer Betrieb nehmen.

  6. Sicherung/Brücke der Brandmeldeanlage entfernen.

  7. Sicherungen der Weidmüller-Geräte entfernen.

  8. Das RJ45-Kabel der Verbindung zum Betreibernetzwerk entfernen.

  9. Das RJ45-Kabel zwischen Steuerschrank und Energy-Meter entfernen.

  10. Die Janitza-Geräte demontieren.

  11. Die AC-Verbindung entfernen.

  12. Erdung entfernen.

  13. Verbindungskabel zum Wöhner-Gerät trennen und entfernen.

  14. Entfernen der Kupferringe an den Klimaschläuchen, die als Verbindung zwischen der Batterie und dem Kühlverteiler dienen.

  15. Die C2C-Komponenten entfernen.

  16. Das Erdungskabel an der Batterie entfernen.

  17. Verriegelungskappen der Batterien entfernen.

  18. Die HV-Abdeckkappe auf die Batterien aufsetzen.

  19. Schrauben an den Batterien entfernen.

  20. Batterien mit dem Gabelstapler entfernen.

9.4. Entsorgung

  • Zur Entsorgung von Hilfs- und Betriebsstoffen sind die örtlichen Vorschriften und Angaben aus den Sicherheitsdatenblättern zu beachten

  • Beachten Sie zur Entsorgung auch die Informationen aus den Einzelbetriebsanleitungen der jeweiligen Komponenten.

  • Bei Zweifeln am Entsorgungsweg, an den Hersteller oder das örtliche Entsorgungsunternehmen wenden.

Nach sachgerechter Demontage sind die zerlegten Einzelteile der Wiederverwertung zuzuführen:

  • Das Speichersystem darf nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden.

  • Metallische Materialreste verschrotten.

  • Kunststoffelemente zum Recycling geben.

  • Übrige Komponenten nach Materialbeschaffenheit sortiert entsorgen.

Elektroschrott, Elektronikkomponenten, Schmier- und andere Hilfsstoffe unterliegen der Sondermüllbehandlung und dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben entsorgt werden.

Bei der Entsorgung des Stromspeichers oder deren Komponenten sowie den Betriebs- und Hilfsstoffen sind weiterhin folgende Punkte zu beachten:

  • Nationale Bestimmungen vor Ort einhalten.

  • Firmenspezifische Vorgaben beachten.

  • Betriebs- und Hilfsstoffe entsprechend den jeweils geltenden Sicherheitsdatenblättern entsorgen.

  • Das Verpackungsmaterial muss umweltgerecht entsorgt werden.

Batterien

  • Die Batterie-Module keinen hohen Temperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung aussetzen.

  • Die Batterie-Module keiner hohen Luftfeuchte oder ätzender Atmosphäre aussetzen.

  • Spezielle Hinweise zur Entsorgung der Altbatterien sind über den Kontakt zum FENECON-Service einzuholen.

10. Konformitätserklärung

INM CE

11. Verzeichnisse

11.1. Mitgeltende Dokumente

  • Alle Zulieferdokumentationen können über die Artikelstückliste abgerufen werden.

Nr. Komponente Herstellerdokumente

1

KACO blueplanet gridsave 92.0 kVa

Online verfügbar:
https://kaco-newenergy.com/de/produkte/blueplanet-gridsave-920-137-tl3-s Handbuch:
https://kaco-newenergy.com/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=11094&token=6de997407a90130deee1fd8bc80e13072d331341

2

Klimagerät Envicool
(wenn eingebaut)

Online verfügbar:
https://www.envicool.net/product/detail150.html

3

EWON Cosy Router

Online verfügbar:
https://www.wachendorff-prozesstechnik.de/downloads/fernwartung-und-fernwirken/

4

Container ESS10 — Stromlaufplan

FENECON GmbH

5

Container ESS10 — Ersatz- und Verschleißteilliste

FENECON GmbH

6

Container ESS10 — EU-Konformitätserklärung

FENECON GmbH

7

Container ESS10 — Dimensionierung von Kabeln und Leitungen

FENECON GmbH

8

FEMS — Technische Dokumentation

FENECON GmbH

9

HV-Batterie BEV SE09 — Sicherheitsdatenblatt

BMW

10

REFUstore 88k
(wenn eingebaut) — Datenblatt

REFU Elektronik GmbH

11

KACO gridsave 92 kVa
(wenn eingebaut) — Datenblatt

KACO new energy GmbH

12

Integrierte Klimaanlage RFCS-SON-016000-C-L-R25-3-IW — Datenblatt

HYDAC INTERNAIONAL GmbH

13

Kältemittel R-134a — Sicherheitsdatenblatt

Westfalen AG

14

Brandmeldeanlage Ansaugrauchmelder ASD — Datenblatt

Hekatron Vertriebs GmbH

15

Netztrenngerät RE-NA003 — Handbuch

TELE Haase Steuergeräte GmbH

16

Kabelabdichtung — Installation Instruction

Roxtec