Betriebsanleitung FENECON Industrial M
1. Allgemeines
1.1. Informationen zu dieser Betriebsanleitung
Diese Betriebsanleitung wurde gemäß der Richtlinie 2014/35/EU erstellt. Sie ermöglicht den sicheren und effizienten Umgang mit dem elektrischen Betriebsmittel "ESS10 Container" (im Folgenden als "Anlage" bezeichnet).
Diese Betriebsanleitung ist Bestandteil der Anlage und muss in ihrer unmittelbaren Umgebung für das Personal jederzeit zugänglich aufbewahrt werden. Weiterhin sind alle im Anhang dieser Betriebsanleitung aufgelisteten Dokumente und die Betriebsanleitungen der Komponentenhersteller unbedingt zu beachten!
Das Personal muss diese Betriebsanleitung vor Beginn aller Arbeiten sorgfältig lesen und verstanden haben.
1.2. Hersteller
FENECON GmbH
Gewerbepark 6
94547 Iggensbach
Deutschland
Telefon +49 (0) 9903 6280 0
Fax +49 (0) 9903 6280 909
E-Mail: info@fenecon.de
Website: www.fenecon.de
1.3. Formelles zur Betriebsanleitung
© FENECON GmbH, 2025
Alle Rechte vorbehalten.
Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung der Firma FENECON GmbH gestattet.
1.4. Version/Revision der Betriebsanleitung
Version/Revision | Änderung der Betriebsanleitung | Datum | Name |
---|---|---|---|
V0.1 |
Entwurf Ersterstellung |
09.09.2020 |
CE Design |
V0.2 |
Entwurf Ersterstellung |
03.11.2020 |
CE Design |
V0.3 |
Entwurf Ersterstellung |
03.11.2020 |
CE Design |
V0.4 |
Veröffentlichung auf docs.fenecon.de |
20.03.2025 |
FENECON MR |
1.5. Darstellungskonventionen
Darstellung | Bedeutung |
---|---|
"Hervorhebung" |
Hervorhebung besonderer Begriffe im Text |
[Taster] |
Bedien- und Anzeigeelement (z. B. Taster, Signalleuchte) |
>>Schaltfläche<< |
Schaltfläche und Visualisierung (z. B. Taster, Signalleuchte) |
→ |
Verweis auf Kapitel/Abschnitte dieser Anleitung oder auf mitgeltende Dokumente (→ Kapitel Technische Daten) |
|
||
|
||
|
||
|
||
|
1.6. Aufbau von Warnhinweisen
Warnhinweise schützen bei Beachtung vor möglichen Personen- und Sachschäden und stufen durch das Signalwort die Größe der Gefahr ein.
Warnhinweise sind entsprechend der SAFE-Methode aufgebaut:
Signalwort | Bedeutung |
---|---|
S |
Signalwort (GEFAHR, WARNUNG, VORSICHT oder HINWEIS) |
A |
Art und Quelle der Gefahr |
F |
Folge |
E |
Entkommen |
Quelle der Gefahr
|
1.7. Begriffe und Abkürzungen
Folgende Begriffe und Abkürzungen werden in der Betriebsanleitung verwendet:
Begriff/Abkürzung | Bedeutung |
---|---|
AC |
Alternating Current — Wechselstrom |
ADR |
Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route |
Batterie-Pack |
Akku-Pack für den Einbau in E-Autos. |
BCS |
Battery Control System |
BMS |
Batterie-Management-System |
BSMU |
Battery Stack Management Unit — Verwaltungseinheit für Batteriestapel |
Connection Box |
Es verbindet/trennt Packungs-Niederspannungsleitungen. Es besteht aus Hauptrelais, Vorladungsrelais, Stromsensor, BMS-Stromversorgung und CAN-Netzwerk zur Kommunikation zwischen dem High-Order-System und dem BMS. |
EMS |
Energie-Management-System |
ESS |
Energy Storage System — Energiespeichersystem |
FEMS |
FENECON Energiemanagementsystem |
LR |
Alkali-Mangan-Batterien |
Modul |
Zusammensetzung in der 16 Zellen mit 8 in Reihe und 2 parallelgeschaltet sind. Jeder Batteriesatz besteht aus 12 in Reihe geschalteten Modulen. |
MS |
Mittelspannung |
MSDS |
Material Safety Data Sheets — Sicherheitsdatenblätter |
NS |
Niederspannung |
NSHV |
Niederspannungshauptverteilung |
PCS |
Power Conversion System — Leistungsumwandlungssystem |
PV-System |
Photovoltaik-System |
RO |
Read Only |
SDSW |
Service Disconnection Switch |
WO |
Write Only |
1.8. Anhang zu diesem Dokument
Alle im Anhang dieser Betriebsanleitung aufgelisteten Dokumente sind zu beachten.
Vgl. Mitgeltende Dokumente.
1.9. Verfügbarkeit
Der Betreiber bewahrt diese Betriebsanleitung bzw. relevante Teile davon griffbereit in unmittelbarer Nähe zum Produkt auf.
Bei der Abgabe des Produktes an eine andere Person gibt der Betreiber diese Betriebsanleitung an diese Person weiter.
1.10. Lieferumfang
Pos. | Komponente | Anzahl | Bemerkung |
---|---|---|---|
1 |
Container inkl. Klimagerät, abschließbar |
1 |
mit Schlüssel (1) |
2 |
NSHV inkl. Leistungsschalter |
1 |
|
3 |
Steuerschrank inkl. FEMS und NA-Schutz |
1 |
|
4 |
Batterien, BMW; Typ: SE09, i3 |
X |
High-voltage battery; abhängig von erworbener Kapazität |
5 |
Wechselrichter REFUstore 88k |
1 |
REFU Elektronik GmbH |
oder |
|||
5 |
KACO gridsave 92. kVA |
1 |
KACO new energy GmbH |
6 |
Dokumentenmappe |
1 |
Anleitung, E-Plan |
Die Ausstattung des Containers richtet sich nach der bestellten Variante des FENECON-Systems.
Die notwendigen Software-Lizenzen für den Betrieb der Anlage sind im Lieferumfang nicht enthalten. Es stehen jedoch verschiedene FEMS-Applikationen für den Betrieb bereit und können sowohl nachträglich als auch direkt bei Inbetriebnahme installiert werden.
Lieferumfang — Optional
-
Ansaugrauchmelder
2. Sicherheit
2.1. Bestimmungsgemäße Verwendung
Der FENECON Industrial M ist ein industrielles Energiespeichersystem, das aus verschiedenen Modulen besteht. Dazu gehören insbesondere effiziente Wechselrichter, das FENECON-Energiemanagementsystem (FEMS) und Batterieschubladen inklusive BMS.
Das Energiespeichersystem dient der Speicherung und Bereitstellung elektrischer Energie.
Die Anlage darf nur unter Einhaltung der zulässigen technischen Daten (Kapitel: Technische Daten) verwendet werden.
2.2. Einsatzbereich
Das Produkt ist ausschließlich für die Verwendung in folgenden Einsatzbereichen bestimmt:
-
Industriebereich
Jeder andere Einsatzbereich ist nicht bestimmungsgemäß.
2.3. Qualifikation des Personals
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung, Installation und Wartung der Anlage muss qualifiziertes Personal eingesetzt werden. Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und Überwachung des Personals müssen durch den Betreiber genau geregelt sein.
2.3.1. Wartungspersonal
Zu Wartungspersonal zählt Elektro-Fachpersonal oder Personen, die eine vergleichbare länderspezifische Ausbildung besitzen Wartungspersonal ist vom Betreiber zur Wartung der Anlage beauftragt und verfügt über folgende Kenntnisse:
-
Funktionsweise und Wartungsstellen der Anlage.
-
Gefährdungen an der Anlage und geeignete Schutzmaßnahmen.
-
Reinigen, Konservieren, Nachfüllen oder Ersetzen von Betriebsstoffen (z. B. Kühlmittel).
-
Austausch von Verschleißteilen.
-
Umrüsten und fachgerechtes Nachstellen der Anlage.
2.3.2. Elektro-Fachpersonal
Zu Elektro-Fachpersonal zählen Personen, die:
-
aufgrund Ihrer fachlichen Ausbildung, Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen, Normen und Bestimmungen in der Lage sind, Arbeiten an elektrischen Anlagen auszuführen.
-
vom Betreiber zum Ausführen von Arbeiten an elektrischen Anlagen und Ausrüstungen des Batteriesystems beauftragt und geschult worden sind.
-
mit der Funktionsweise des Batteriesystems vertraut sind.
-
auftretende Gefährdungen erkennen und diese durch geeignete Schutzmaßnahmen verhindern können.
-
Zugriff auf alle Informationen zur Instandhaltung haben.
2.3.3. Servicepersonal
Zum Servicepersonal zählt: Herstellerpersonal oder durch die FENECON GmbH unterwiesenes und autorisiertes Fachpersonal, welches für Arbeiten an Anlage Stromspeicher (z. B. Montage, Reparatur, Wartung, Tätigkeiten an den Batterien etc.) durch den Betreiber angefordert werden muss.
2.3.4. Befähigte Person
Als befähigte Person gilt, wer durch Berufsausbildung, Berufserfahrung und die zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung der Arbeitsmittel (z. B. Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen) verfügt. Die Person unterliegt bei ihrer Prüftätigkeit keinen fachlichen Weisungen und darf wegen dieser Tätigkeit nicht benachteiligt werden.
2.4. Sicherheits- und Schutzeinrichtungen
-
Die Sicherheitseinrichtungen dürfen nicht überbrückt oder ausgeschaltet werden.
-
Der Betrieb des Stromspeichers ohne oder mit fehlerhaften Schutzeinrichtungen ist verboten.
-
Die Sicherheitseinrichtungen müssen immer frei erreichbar vorgehalten und regelmäßig geprüft werden.
2.4.1. Übersicht
Folgende Sicherheits- und Schutzeinrichtungen befinden sich an der Anlage:
Abbildung | Sicherheits-/Schutzeinrichtung |
---|---|
Wartungsschutzklappe — Batterieseite, abschließbar |
|
Not-Aus-Taster (roter Taster) am Steuerschrank, Quittiertaster (Knopf links oben), sowie Hauptschalter (unten) und LAN-Anschluss (rechts oben) |
|
Erdungsanschlüsse an der Container-Außenwand (Außenseite) |
|
Erdungsanschlüsse innerhalb der NSHV als Potential-Schiene |
|
Blitzschutz durch die Stahlhülle des Containers |
|
Optional: Rauchansaugung/Brandmeldesystem |
2.4.2. Wartungsschutzklappe
An der Anlage sind zwei Wartungsschutzklappen (Batterieseite und Schaltschrankseite) installiert, welche mit dem in der Lieferung beigelegten Schüssel abschließbar sind. Während des Betriebs der Anlage sind die Wartungsschutzklappen verschlossen und verhindern den Eingriff in die Anlagentechnik. Zu Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten können die Wartungsschutzklappen geöffnet werden. Diese öffnen sich nach oben bis zu einem Winkel von 90°. Die Wartungsschutzklappe benötigt im aufgeklappten Zustand zusätzlichen Platz von 1,73 m.
2.4.3. Not-Aus-Taster
In Notsituationen kann über den Not-Aus-Taster die Anlage abgeschaltet werden. Der Not-Aus-Taster darf nicht zum normalen Ausschalten der Anlage verwendet werden. Die Anlage ist mit einem Not-Aus-Taster ausgestattet.
Der Not-Aus-Taster befindet sich am Schaltschrank im Innenraum der Anlage.
Ist die Notsituation beseitigt, muss der Not-Aus-Taster vor Wiedereinschalten der Anlage entriegelt werden.
Not-Aus-Taster betätigen
Das Betätigen des Not-Aus-Tasters löst folgende Reaktionen aus:
-
12-V-Versorgung wird abgeschaltet.
-
HV-Relais in der Batterie werden aufgetrennt.
-
Die HV-Spannung nach außen zu den Umrichtern wird abgeschaltet.
Not-Aus-Taster entriegeln
Vor dem Wiedereinschalten nach ausgelöstem Not-Aus muss der Not-Aus-Taster entriegelt werden:
-
Not-Aus-Taster herausziehen
Not-Aus quittieren
Das Quittieren des Not-Aus erfolgt am Not-Aus-Taster an der Frontseite des Schaltschranks.
2.5. Stahlblech für die Ableitung von Blitzströmen
Der Blitzschutz wird durch die durchgängige Materialstärke des Containers von 4 mm gewährleistet.
2.6. Verhalten in Notsituationen
Sofortmaßnahmen nach einem Unfall
Die Anlage und deren Umfeld ist derart gestaltet, dass nach menschlichem Ermessen Unfälle ausgeschlossen werden können, wenn:
-
alle Sicherungseinrichtungen aktiv sind,
-
alle Sicherungsbestimmungen eingehalten werden und
-
alle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten innerhalb der vorgeschriebenen Intervalle durchgeführt werden.
In Notsituationen wie folgt vorgehen:
-
Not-Aus-Taster betätigen.
-
Aus dem Gefahrenbereich entfernen.
-
Hauptschalter mit Not-Aus-Funktion am Schaltschrank ausschalten.
-
Sicherung des Gefahrenbereiches der Anlage.
-
Meldung an den Anlagenführer/Verantwortlichen.
-
Gegebenenfalls Arzt alarmieren.
2.7. Brandschutzmaßnahmen
Brandschutzmaßnahmen für den 10-Fuß-Industrial-Container:
Brandursachen
-
Selbstentzündung brennbarer Materialien wie Öle, Fette, Lacke und Kunststoffe, die der Strahlungswärme ausgesetzt sind.
-
Schweißen in unmittelbarer Nähe von brennbaren Stoffen.
-
Verschmutzte Rauchabsauganlagen.
-
Ablagerungen in den Lüftungskanälen und auf den Filtern.
-
Beschädigte, stromführende Kabel.
-
Brennbare Betriebs- und Kühlmittel (erhöhtes Brandrisiko).
Vorbeugende Maßnahmen
-
Im Container keine brennbarenMaterialien lagern.
-
Nur schwer entflammbare Betriebs- und Kühlmittel verwenden.
-
Ent- und Belüftungsanlagen regelmäßig reinigen.
-
Verschmutzte Filterelemente wechseln.
-
Geeignete Feuerlöscher im Container anbringen.
-
Servicepersonal in der Feuerbekämpfung ausbilden.
Brandbekämpfung
-
Für stromführende Bauteile (Schaltschränke, Bedienpulte, usw.) ist der Einsatz von Kohlendioxid-Feuerlöscher zu empfehlen.
-
Die Akkupacks müssen bis zum Verlöschen des Feuers mit sehr großen Mengen Wasser besprüht werden.
-
Angemessenen Abstand halten, aufgrund der möglichen Flammenbildung beim Verbrennen von Elektrolytlösung aus den Batterien.
-
Den Feuerlöschschlauch nicht direkt in die Akkupacks führen.
-
Den Container vollständig belüften.
2.8. Piktogramme
Piktogramme an der Anlage weisen auf Gefahren, Verbote und Gebote hin. Unleserliche oder fehlende Piktogramme müssen durch neue ersetzt werden.
Piktogramm | Bedeutung | Position |
---|---|---|
Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung |
Piktogramm am Gehäuse, und Kennzeichnung von Komponenten, bei denen nicht klar zu erkennen ist, dass sie elektrische Betriebsmittel enthalten, die Anlass für ein Risiko durch elektrischen Schlag sein können. |
|
Warnung vor ätzenden Stoffen |
Auf den Batteriemodulen |
|
Vor Benutzung erden |
Im Bereich der Erdungsanschlüsse (z. B. am Container) |
|
Getrennte Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten |
An den Batteriemodulen |
|
Warnung vor Handverletzungen |
||
Warnung vor heißer Oberfläche |
||
Allgemeines Warnzeichen |
||
Warnung vor Gefahren durch das Aufladen von Batterien |
||
Allgemeines Verbotszeichen |
||
Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquellen und Rauchen verboten |
||
Kein Zutritt für Personen mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren |
||
Zutritt für Unbefugte verboten |
||
Anleitung beachten |
||
Kopfschutz benutzen |
||
Fußschutz benutzen |
||
Handschutz benutzen |
2.9. Komponenten und Betriebsstoffe
2.9.1. Kältemittel
Als Kältemittel wird in der integrierten Klimaanlage R134A eingesetzt.
Weitere Informationen zum Kältemittel R134A sind im Sicherheitsdatenblatt des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
2.9.2. Elektrolyte der Batterien
-
In den Akkupacks (Lithium-Ionen-Polymer-Batterien) werden Elektrolyte eingesetzt.
-
Die Elektrolytlösung in den Batterien ist eine klare Flüssigkeit und hat einen charakteristischen Geruch nach organischen Lösungsmitteln.
-
Der Elektrolyt ist eine brennbare Lösung.
-
Der Elektrolyt in den Akkupacks ist korrosiv.
-
Der Kontakt mit Elektrolytlösung kann zu schweren Verbrennungen der Haut und Schäden an den Augen führen.
-
Die Dämpfe nicht einatmen.
-
Bei Verschlucken, Einatmen, Berührung mit der Haut oder den Augen, so schnell wie möglich mit viel Wasser spülen und sofort an eine Giftnotrufzentrale oder einen Arzt wenden.
Weitere Informationen zur Elektrolytlösung sind im Sicherheitsdatenblatt des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
2.10. Elektrische Betriebsmittel
-
Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln dürfen nur durch Elektro-Fachpersonal durchgeführt werden.
-
Bei allen Arbeiten an elektrischen Komponenten sind die fünf Sicherheitsregeln einzuhalten:
-
freischalten.
-
gegen Wiedereinschalten sichern.
-
Spannungsfreiheit feststellen.
-
erden und kurzschließen.
-
benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.
-
-
Instandhaltungsarbeiten dürfen nur durch unterwiesenes Fachpersonal durchgeführt werden.
-
Regelmäßige Kontrollen auf Isolier- und Gehäuseschäden sind durchzuführen.
-
Die Anlage darf nie mit fehlerhafen oder nicht betriebsbereiten elektrischen Anschlüssen betrieben werden.
-
Schaltschränke sind immer verschlossen zu halten. Zugang ist nur autorisiertem Personal mit entsprechender Ausbildung und Sicherheitseinweisung zu erlauben.
-
Bei Störungen der Energieversorgung ist die Anlage sofort abzuschalten.
-
Die von den Herstellern angegebenen Inspektions- und Wartungsintervalle für elektrische Komponenten sind einzuhalten.
-
Manche Betriebsmittel (z. B. Umrichter) mit elektrischem Zwischenkreis können nach Freischaltung für eine gewisse Zeit noch gefährliche Restspannungen bevorraten. Vor Arbeitsbeginn an diesen Anlagen ist die Spannungsfreiheit zu prüfen.
-
Bei abgeschaltetem Hauptschalter können besonders gekennzeichnete Fremdstromkreise (z. B. für die Schaltschrankbeleuchtung) weiterhin unter Spannung stehen!
2.11. Persönliche Schutzausrüstung
Abhängig von den Arbeiten an der Anlage muss folgende persönliche Schutzausrüstung angelegt werden:
-
Sicherheitsschuhe.
-
Schnittfeste Schutzhandschuhe.
-
Schutzbrille.
-
Schutzhelm.
2.13. Ersatz- und Verschleißteile
Der Einsatz von Ersatz- und Verschleißteilen von Drittherstellern kann zu Risiken führen. Es dürfen nur Originalteile oder die vom Hersteller freigegebenen Ersatz- und Verschleißteile verwendet werden. Die Hinweise zu den Ersatzteilen müssen beachtet werden. Weitere Informationen sind in der Ersatzteilliste enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
3. Technische Daten
3.1. Anlage allgemein
Beschreibung | Angaben |
---|---|
Ident.-Nr. |
s. Typenschild |
Bestimmungsgemäße Lebensdauer |
15 Jahre |
Baujahr |
ab 2020 |
Batterietechnologie |
Lithium-Ionen |
Anzahl Batterien, max. |
16 |
Anzahl Wechselrichter, max. |
8 |
Aufstellort |
Innen-/Außenbereich |
3.2. Containermaße
Beschreibung | Angaben |
---|---|
Länge, ca. |
2991 mm |
Breite, ca. |
2438 mm |
Höhe, ca. |
3000 mm |
Grundfläche |
6,66 m2 |
Volumen |
21,12 m3 |

(A) Draufsicht
(B) Vorder-/Rückseite
(C) Seiten (rechts/links)
3.3. Leistung und Gewicht nach Systemkonfiguration
Wie in der folgenden Tabelle aufgeführt, variiert das Gesamtgewicht gemäß der ausgeführten Systemkonfiguration.
Das Kühlsystem ist in den Gewichtsangaben nicht berücksichtigt und muss, falls verbaut, mit 300 kg noch aufgeschlagen werden.
3.4. Batterie-Information
3.4.1. BMW
Die BMW-Batterie ist eine Lithium-Ionen-Polymer-Batterie.
Benennung | Menge/Größe |
---|---|
Länge, ca. |
1660 mm |
Breite, ca. |
964 mm |
Höhe, ca. |
174 mm |
Gewicht, ca. |
288 kg |
Nutzbare Batteriekapazität |
82 bis 656 kWh |
C-Rate, max. |
1,07 |
Kapazität je Batteriemodul, min. |
41 kWh |
Speichermaterial |
Li-NMC/G-NMC/Carbon/Keramik-Separator |
Nominale Energiekapazität |
42 kWh |
Nutzbare Energiekapazität |
34,6 kWh |
Ladeleistung im Netzbetrieb, max. |
50 kW |
Kontinuierliche Leistung |
40 kW |
Je nach ausgeführter Systemkonfiguration variieren die Werte der nutzbaren Batteriekapazität. Die kleinste Konfiguration umfasst 2 Batterien und 1 Wechselrichter.
Technische Daten der Batterie sind im Datenblatt des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
3.5. Wechselrichter
3.6. Steuerschrank
Benennung | Menge/Größe |
---|---|
Leistungsabruf |
22 kW |
Leistungsabsicherung |
32 A |
Spannung |
400 V |
Netzfrequenz |
50 Hz |
3.7. Klimaanlage
Benennung | Menge/Größe |
---|---|
Länge, ca. |
1150 mm |
Breite, ca. |
1200 mm |
Höhe, ca. |
640 mm |
Gewicht, ca. |
270 kg |
Kältemittel |
R134a |
Regelgenauigkeit |
± 3 K |
3.8. Brandmeldeanlage
Benennung | Menge/Größe |
---|---|
Länge, ca. |
333 mm |
Breite, ca. |
195 mm |
Höhe, ca. |
140 mm |
Gewicht, ca. |
30 kg |
3.9. Komponenten
Technische Daten der Komponenten der Anlage sind in den Dokumentationen der Hersteller enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
3.10. Umgebungsbedingungen
Benennung | Menge/Größe |
---|---|
Umgebungstemperatur (Container außen), min. |
-20 °C |
Umgebungstemperatur (Container außen), max. |
+50 °C |
Umgebungstemperatur (Container außen), max. |
+35 °C |
Relative Luftfeuchtigkeit (Betrieb) |
5 % bis 95 % |
Relative Luftfeuchtigkeit (Lagerung) |
5 % bis 95 % |
Einsatzhöhe über Meeresspiegel (NHN), max. |
2000 m |
Lagerhöhe über Meeresspiegel (NHN), max. |
2000 m |
Die Lackierung C3 des Containers ist nicht für Meeresumgebung geeignet. |
4. Allgemeine Beschreibung
4.1. Übersicht — Anlage

1 Wechselrichter |
5 Kühlsystem (Klimaanlage) |
2 HV800-Box |
6 Steuerschrank (Steuerung, FEMS und NA-Schutz) |
3 Container |
7 Niederspannungshauptverteilung inkl. Leistungsschalter |
4 Batteriestapel (max. 16 Batterien) |
8 Rauchansaugsystem |
4.2. Komponenten
4.2.1. Energy-Storage-System
Das ESS besteht aus je einem Wechselrichter einer HV800-Box und zwei in Serie geschalteten Batterien.
Optional können zusätzlich weitere Batteriepacks an einen Wechselrichter parallelgeschaltet werden. Dazu muss eine PAR-Box vor die HV800-Boxen montiert werden.

4.2.2. HV-Batterie BEV SE09
Die HV-Batterie BEV SE09 ist eine Lithium-Ionen-Batterie. In die Anlage sind zwei Batteriestapel zu jeweils maximal 8 Batterien eingebaut.
Weitere Informationen zu den Batterien sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
4.2.3. Wechselrichter
Zur Leistungsübertragung zwischen Batterie und Netz oder umgekehrt können in der Anlage bis maximal 8 Wechselrichter (REFUstore 88k) oder bis zu 4 Wechselrichter (KACO gridsave 92.0 kVA) verwendet werden.
Inbetriebnahme und Überwachung der Wechselrichter erfolgen über das FEMS.
Weitere Informationen zu den Wechselrichtern sind in den Dokumentationen der Hersteller enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
4.2.4. HV800-Box
Die HV800-Box dient als Schnittstelle zwischen Wechselrichter und Batterien. Dabei können weitere Batteriepacks in Serie geschaltet werden.
In der HV800-Box ist die Schutzbeschaltung für die Batterien verbaut.
4.2.5. FEMS
Informationen zum FENECON Energiemanagementsystem sind im Abschnitt Kommunikation und Steuerung, auf docs.fenecon.de und in der Dokumentation des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
4.2.6. Niederspannungshauptverteilung

Die Niederspannungshauptverteilung ist der Stromübergabepunkt zur Betreiberanlage. Von hier wird die Leistungsverteilung der Wechselrichter gesteuert.
In der Niederspannungshauptverteilung erfolgt der Anschluss an den Siemens-Leistungsschalter. Je nach Ausführung des Containers wird bei bis zu vier Wechselrichtern ein Siemens Leistungsschalter für eine maximale Stromstärke und 800 A und bei mehr als vier Wechselrichtern für eine maximale Stromstärke von 1250 A eingebaut.
Optional kann die Niederspannungshauptverteilung auch den Steuerschrank mit Strom versorgen. Weitere Informationen sind im Abschnitt Externe Schnittstellen enthalten.
4.2.7. Steuerschrank

Der Steuerschrank dient als zentrale Steuerungseinheit für den kompletten Container. Im Steuerschrank befindet sich die Kommunikationsanbindung und die Schnittstelle zum Anschluss des Betreibers.
An der Tür des Steuerschrankes befinden sich die nachfolgenden Komponenten:
-
Display
-
Service-Port
-
Not-Aus-Taster
-
Hauptschalter
Weitere Informationen sind im Abschnitt Externe Schnittstellen enthalten.
4.2.8. Integriertes Klimagerät RFCS-SON-016000-C-L-R25-3-IW
Die Klimaanlage ist ein luftgekühltes Kompressor-Kühlsystem und speziell für die Anlage konzipiert. Die Kühlleistung beträgt 16 kW.
Weitere Informationen zur integrierten Klimaanlage sind in den Datenblättern des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
4.2.9. Option — Ansaugrauchmelder Securiton ASD 531

Der Lüfter erzeugt in den Ansaugleitungs-Rohrnetzen einen Unterdruck, der zur Folge hat, dass über die Ansaugleitungen dauernd neue Luft in den Melder-Kasten gelangt. Dem Rauchsensor werden somit immer neue Luftproben aus den zu überwachenden Bereichen zugeführt. Übersteigt die Rauchkonzentration den zulässigen Wert, löst der ASD 531 Alarm aus.
Weitere Informationen zum Ansaugrauchmelder sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten Mitgeltende Dokumente).
4.2.10. Weitere Ausrüstung des Containers
Wartungsklappen

Die Wartungsklappen sind am Batterie-Container eingebaut und werden über Gasdruckfedern verschlossen.
Zur Sicherung müssen die Wartungsklappen it Bügelschlössern verschlossen werden. Der Schlüssel ist abzuziehen und sicher zu verwahren.
Lüftungsöffnungen im Bereich der Wechselrichter
Die Lüftungsöffnungen im Bereich der Wechselrichter sind mit dem Container verschraubt.
Option — Löschwassereinspeisung

Optional kann der Container mit einer an der Seite angebrachten Löschwassereinspeisungsöffnung ausgeliefert werden.
4.2.11. Externe Schnittstellen
Die Anlage ist mit folgenden externen Schnittstellen ausgestattet:
AC-Leistungsverbindungen
Funktion | Auslegung | Bemerkung |
---|---|---|
Hauptversorgung |
|
|
Steuerspannung |
Charakteristik der Überstromschutzeinrichtung C32A |
|
Kommunikationsverbindungen
Funktion | Typ | Anzahl je Container | Bemerkung |
---|---|---|---|
Internet |
Netzwerkkabel CAT6 oder CAT7 mit RJ45-Stecker |
1 |
Wenn ein LTE-Router vorhanden ist, wird das Netzwerkkabel nicht benötigt. |
Internes Netzwerk |
Netzwerkkabel CAT6 oder CAT7 mit RJ45-Stecker |
1 |
|
Modbus RTU |
Li2YCY(TP) 2 x 2 x 0,22 |
1 |
|
Brandmeldeanlage |
Zwei potentialfreie Relaiskontakte |
1 |
Weitere Informationen zum Ansaugrauchmelder sind in der Dokumentation des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente). |
Service-Port Steuerschrank |
Statische IP-Adresse vergeben |
1 |
Über die statische IP-Adresse ist es möglich, auf das interne Netzwerk des Steuerschrankes zuzugreifen. |
Not-Aus-Taster |
Zweikanalig ausgelegt |
1 |
Option — Weitere Not-Aus-Taster können integriert werden. |
4.3. Kommunikation und Steuerung
Der Batteriespeicher kann mit Steuerungsbefehlen durch das Energiemanagementsystem be- und entladen werden.
Im Normalbetrieb ist grundsätzlich nur ein Lesezugriff auf die Messdaten möglich. Für die Übersteuerung des Systems kann die FEMS-App "Schreibzugriff Modbus/TCP" zusätzlich erworben werden.
4.3.1. FEMS
Die FEMS-Anschlussbox (HV800-Box) ist im Rahmen der Lieferung fertig verkabelt und anschlussfertig installiert.
Das FEMS-Online-Monitoring ermöglicht jederzeit den Zugriff auf die Live-Daten und die historischen Daten der Anlage.
4.3.2. FEMS-Apps

Bei Bedarf kann das Energiemanagement auch mit zusätzlichen FEMS-Apps erweitert werden. Zur FEMS-App gehören jeweils der Software-Algorithmus und ein Widget für das FEMS-Online-Monitoring. Mit Hilfe des Energiemanagementsystems ist es möglich, die Batterie effektiver zu nutzen und dadurch beispielsweise den PV-Eigenverbrauch zu erhöhen.
FEMS-Apps sind für alle Anforderungen erhältlich. Jedes Speichersystem erhält die FEMS-Apps, die es benötigt. Neue FEMS-Apps können jederzeit nach Bedarf hinzugefügt werden. Neue FEMS-Apps interagieren automatisch mit dem bestehenden Ökosystem.
Weitere Informationen sind unter docs.fenecon.de verfügbar.
4.3.3. FEMS-Online-Monitoring
Der Zugriff zum FEMS-Online-Monitoring ist auf der FENECON-Homepage in der Ecke rechts oben möglich.

Im FEMS-Online-Monitoring wird unter folgenden zwei Ansichten unterschieden:
-
Live-Ansicht
-
Historische Ansicht
Live-Ansicht
In der Live-Ansicht werden alle aktuellen Werte dargestellt.
Historische Ansicht
In der historischen Ansicht werden alle Werte, über einen bestimmbaren Zeitraum in der Vergangenheit, dargestellt.
Visualisierung der Werte
Die Visualisierung der Werte geschieht mit Widgets. Dabei unterscheidet man zwischen "Flat Widgets" und "Advanced Widgets". Flat Widgets zeigen nur die relevanten/vereinfachten Werte. Durch Anklicken des Flat Widgets gelangt man zum Advanced Widget. Dieses zeigt detailliertere Informationen (z. B. die Stromverbrauchskurve eines Tages) an.
Im folgenden Beispiel unterscheidet man zwischen dem Energiemonitor links, welcher grundsätzliche Informationen über die Batterie (z. B. Netzbezug oder Netzeinspeisung) zeigt und rechts die anderen Widgets, welche genauere Werte (z. B. das Autarkie-Niveau oder den Eigenverbrauch) anzeigen können.

A: Energiemonitor
B: Andere Widgets
Weitere Informationen zum {oem-full-name} sind auf docs.fenecon.de und in der technischen Dokumentation enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
4.3.4. Kommunikationsprotokoll
Das System kann Lade-/Entladebefehle über eine Modbus-TCP-Schnittstelle empfangen. Es ist erforderlich, mit jedem Akkupack-PCS-System separat zu kommunizieren.
Das REFU-PCS unterstützt das SunSpeck-MESA-Kommunikationsprotokoll und die durch dieses Standardprotokoll dargestellten Werte. |
Zugriff auf das Kommunikationsprotokoll
→ Die FEMS-Nummer liegt bereit.
-
Die Internetseite portal.fenecon.de aufrufen
-
Im angezeigten Login-Menü am System anmelden und anschließend im Suchfeld die FEMS-Nummer des gesuchten Systems eingeben.

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Anschließend auf das gesuchte FEMS klicken, um zu den verschiedenen Widgets zu gelangen.

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In der Taskleiste oben links auf das Burger-Menü klicken.

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Den Eintrag >>Einstellungen<< wählen.

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Den blauen Pfeil unter dem Reiter >>Anlagenprofil<< anwählen.
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Im Anschluss nach unten scrollen, bis die Datei mit dem Namen >>ctrlApiModbusTcp0<<.

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Auf den schwarzen Pfeil klicken.

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Auf >>DOWNLOAD PROTOCOL<< klicken, um das Kommunikationsprotokoll herunterzuladen.
Die FEMS-App stellt eine Modbus/TCP-Slave-API-Schnittstelle zur Verfügung. Die Modbus-Schnittstelle ist wie folgt konfiguriert:
Parameter der FEMS-App Modbus/TCP-API, lesend | |
---|---|
Port |
502 |
Unit-ID |
1 |
Function codes |
03 (Read Holding Registers) |
04 (Read Input Registers) |
Die Modbus-Schnittstelle ermöglicht im Standard den Zugriff auf die Kanäle der Komponente "_sum".
Das individuelle Modbus-Protokoll für das jeweilige Betreibersystem kann als Excel-Datei über das FEMS-Online-Monitoring heruntergeladen werden. Die folgende Schnellübersicht enthält die wichtigsten Datenpunkte:
Address (Adresse) |
Name |
Type |
Value/Description |
Unit |
Access |
200 |
Component-ID |
string16 |
_sum |
RO |
|
222 |
State |
enum16 |
0:Ok, 1:Info, 2:Warning, 3:Fault |
RO |
|
302 |
EssSoc |
uint16 |
Ladezustand |
Prozent [%] |
RO |
303 |
EssActivePower |
float32 |
AC-seitige Wirkleistung des Speichers inkl. überschüssiger DC-Erzeugung bei Hybrid-Wechselrichter |
Watt [W] |
RO |
309 |
EssReactivePower |
float32 |
AC-seitige Blindleistung des Speichers |
Voltampere Reaktiv [var] |
RO |
315 |
GridActivePower |
float32 |
Wirkleistung am Netzanschlusspunkt |
Watt [W] |
RO |
317 |
GridMinActivePower |
float32 |
Minimale je gemessene Wirkleistung am Netzanschlusspunkt |
Watt [W] |
RO |
319 |
GridMaxActivePower |
float32 |
Maximale je gemessene Wirkleistung am Netzanschlusspunkt |
Watt [W] |
RO |
327 |
ProductionActivePower |
float32 |
Wirkleistung des PV-Ertrags und ggf. Ertrag durch externe Wechselrichter |
Watt [W] |
RO |
329 |
ProductionMaxActivePower |
float32 |
Maximale je gemessene Wirkleistung der PV-Anlage |
Watt [W] |
RO |
331 |
ProductionAcActivePower |
float32 |
Wirkleistung der externen AC-Wechselrichter |
Watt [W] |
RO |
339 |
ProductionDcActualPower |
float32 |
Leistung der DC-Erzeugung des Hybridwechselrichters |
Watt [W] |
RO |
343 |
ConsumptionActivePower |
float32 |
Wirkleistung des elektrischen Verbrauchs |
Watt [W] |
RO |
345 |
ConsumptionMaxActivePower |
float32 |
Maximale je gemessene Wirkleistung des elektrischen Verbrauchs |
Watt [W] |
RO |
351 |
EssActiveChargeEnergy |
float64 |
Kumulierte elektrische Energie der AC-seitigen Speicherbeladung inkl. überschüssige PV-Erzeugung beim Hybrid-Wechselrichter |
Wattstunden [Wh] |
RO |
355 |
EssActiveDischargeEnergy |
float64 |
Kumulierte elektrische Energie vom Speicher zum Verbrauch über AC-Ausgang des Wechselrichters inkl. PV-Erzeugung |
Wattstunden [Wh] |
RO |
359 |
GridBuyActiveEnergy |
float64 |
Kumulierte elektrische Energie des Netzbezuges |
Wattstunden [Wh] |
RO |
363 |
GridSellActiveEnergy |
float64 |
Kumulierte elektrische Energie der Einspeisung |
Wattstunden [Wh] |
RO |
367 |
ProductionActiveEnergy |
float64 |
Kumulierte elektrische Energie der PV-Erzeugung + Erzeugung externer Wechselrichter |
Wattstunden [Wh] |
RO |
371 |
ProductionAcActiveEnergy |
float64 |
Kumulierte elektrische Energie der externen Wechselrichter |
Wattstunden [Wh] |
RO |
375 |
ProductionDcActiveEnergy |
float64 |
Kumulierte elektrische Energie der PV-Erzeugung des Wechselrichters |
Wattstunden [Wh] |
RO |
379 |
ConsumptionActiveEnergy |
float64 |
Kumulierter elektrischer Verbrauch |
Wattstunden [Wh] |
RO |
383 |
EssDcChargeEnergy |
float64 |
Kumulierte DC-elektrische Energie der Speicherbeladung |
Wattstunden [Wh] |
RO |
387 |
EssDcDischargeEnergy |
float64 |
Kumulierte DC-elektrische Energie der Speicherentladung |
Wattstunden [Wh] |
RO |
415 |
EssDischargePower |
float32 |
Tatsächliche AC-seitige Wirkleistung des Speichers |
Watt [W] |
RO |
417 |
GridMode |
enum16 |
1:On-Grid, 2:Off-Grid |
RO |
Datentypen
Folgende Datentypen werden im Modbus-Protokoll verwendet:
-
uint16 — Vorzeichenlose Ganzzahl in einem Modbus-16-Bit-Wort
-
uint32 — Vorzeichenlose Ganzzahl in einem Modbus-32-Bit-Doppelwort
-
float32 — Gleitkommazahl im Format IEEE 754 in einem Modbus-32-Bit-Doppelwort
-
float64 — Gleitkommazahl im Format IEEE 754 in vier Modbus-Wörtern (64-Bit)
-
string16 — String im ASCII-Format mit zwei Zeichen je Modbus-16-Bit-Wort
Bei Datenpunkten, die länger als ein 16-Bit-Wort sind, muss jeweils die korrekte Länge gelesen werden. Andernfalls wird ein Lesefehler generiert. |
Undefinierte Daten
Systembedingt können einzelne Datenpunkte dauerhaft (z. B. weil keine Erzeuger oder kein Stromspeicher vorhanden ist) oder kurzfristig (z. B. bei einem Kommunikationsfehler zum Netzzähler) nicht zur Verfügung stehen. In diesem Fall müssen über die API die folgenden Werte ausgelesen werden:
Datentyp | Undefinierter Wert |
---|---|
uint16 |
0xffff |
uint32 |
0xffffffff |
float32 |
0x7fc000 |
float64 |
0x7ff8000000 |
string16 |
0x00000000000000000000000000000000 |
Weitere Informationen finden Sie unter https://docs.fenecon.de/de/fems/fems-app/App_ModbusTCP_Lesezugriff.html.
Erweiterung — FENECON Home 10-App Modbus/TCP-Api Schreibzugriff
Wie auch in der lesenden Schnittstelle ist im Standard der Zugriff auf die Kanäle der Komponente "_sum" freizugeben. Der Zugriff auf weitere Komponenten wird projektspezifisch freigegeben (z. B. die Freigabe ansteuerbarer Stromspeichersysteme oder Ladesäulen über die Schnittstelle).
Die Modbus-Tabelle kann wie bei der lesenden Schnittstelle heruntergeladen werden. Die Modbus-Tabelle ist in Blöcke strukturiert. Jeder Block entspricht einer Komponente und unterscheidet sich je nachdem, welche Eigenschaften die Komponente unterstützt.
Jeder Block verfügt dabei über einen Kopfdatenbereich (Header), der wie folgt aufgebaut ist:
Adress-Offset | Beschreibung | Datentyp |
---|---|---|
0 |
Komponenten-ID |
string16 |
16 |
Länge des gesamten Blocks |
uint16 |
17-19 |
reserviert |
|
20 |
Hash des Nature-Namens |
uint16 |
21 |
Länge des Nature Blocks |
uint16 |
Alle Komponenten-Blöcke und Natur-Blöcke zusammen ergeben die individuelle Modbus-Tabelle für ein FEMS.
Es gibt die drei folgenden Zugriffsvarianten:
-
RO (Read-Only, nur lesend)
-
RW (Read-Write, lesend und schreibend)
-
WO (Write-Only, nur schreibend)
Weitere Informationen finden Sie unter https://docs.fenecon.de/de/fems/fems-app/App_ModbusTCP_Schreibzugriff.html.
4.3.5. Blitz- und Überspannungsschutz
Die Anlage ist mit einem Überspannungs- und Blitzschutz ausgestattet.
Äußerer Blitzschutz
Die Containeraußenwand aus Stahl ist 4 mm dick, so dass keine Fangstangen benötigt werden und eine gezielte Ableitung über die Rahmenkonstruktion und/oder Querstäbe erfolgt.
Erdungssystem
Das Erdungssystem basiert auf der DIN EN 62305 (in Anlehnung an DIN 18014). Gegebenenfalls müssen lokale Anforderungen berücksichtigt werden.
-
NIRO-V4A-Materialien
-
Empfohlener Widerstandswert gemäß DIN EN 62305: ~10 Ohm
-
Ausführung als Ringerder oder alternativ mit Erdungsstäben
Interner Blitzschutz
Der innere Blitzschutz (basierend auf der Norm: DIN EN 62305, gegebenenfalls müssen lokale Anforderungen berücksichtigt werden) umfasst folgende drei Hauptteile des Containers:
-
Schutz der Netzspannung
-
Schutz der Kommunikationseinheit
-
Schutz der Zuleitung für die integrierten Klimaanlagen und den Rauchabzug (Außenteile)
Überspannungsschutz
Der Überspannungsschutz wird an der Hilfsspannung, der Zuleitung, der RS485-Schnittstelle sowie am LAN-Port durch verschiedene unterbrechungsfreie Spannungsversorgungen (USV) gewährleistet.
4.4. Signalgeber

4.5. Abluft und Zuluft der Wechselrichter im Container
4.5.1. REFU-Container
Die REFU-Wechselrichter werden liegend im Container verbaut. Da die Wechselrichter gegenüberliegend Luft ansaugen und ausblasen ergibt sich für den Container insgesamt, dass bei den Wetterschutzgittern auf Seiten des Steuerschrankes Luft angezogen wird und die warme Abluft bei den Wetterschutzgittern auf der Batterieseite ausgeblasen wird.
5. Montage
Der Container wird anschlussfertig geliefert und muss am Einsatzort noch aufgestellt und angeschlossen werden.
5.1. Hinweise zur Aufstellung
-
Der Container ist am Aufstellort auf einem passend dimensionierten und ausreichend tragfähigen Fundament zu positionieren.
-
Gegebenenfalls muss das Fundament so gestaltet werden, dass Verrutschen und Bewegungen ausgeschlossen sind.
-
Der Aufstellort muss gut ausgeleuchtet sein.
-
Der Bereich sollte geschützt sein.
-
Wenn ein Kontakt mit Fahrzeugen (z. B. im Bereich eines Parkplatzes oder einer Straße) denkbar/möglich ist, muss die Anlage geschützt werden.
Erdungsanlage
An den gekennzeichneten Punkten der Erdungsanschlüsse am Container können die Erdungsfahnen mit Schraubverbindern direkt am Container angeschlossen werden.
Die Erdungsanlage ist nach den lokal gültigen Anforderungen auszuführen.

E — Erdungsanschlusspunkte am Container
Kabeleinführung
Der Container verfügt im Bereich der Niederspannungshauptverteilung und des Steuerschranks über insgesamt drei Einführungsöffnungen für Kabel. Die Kabel sind von unten in den Container zu führen. Bei der Kabeleinführung ist der notwendige normative Biege-Radius zu beachten.

1 — Kabeleinführung NSHV 2 x (Ansicht von unten)
2 — Kabeleinführung Steuerschrank (Ansicht von unten)
Die Öffnungen werden mit einer angepassten Kabeldurchführung der Firma Roxtec abgedichtet.

Weitere Informationen zur Montage der Roxtec-Kabeldurchführungen sind in den Datenblättern des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
5.1.1. Platzbedarf am Aufstellort
Der Container ist konzipiert, dass die Zugänglichkeit zum Batteriespeicher bei der Installation und zu Wartungszwecken von der Vorder- und Rückseite zugänglich sein muss. Zudem ist empfohlen, auch zu bestehenden Gebäuden jeweils an der linken und rechten Seitenwand einen Abstand von 1 m einzuhalten.
Dazu sind die nachfolgenden Abstände zwingend einzuhalten:

Anordnung mehrerer Container
Bei der Anordnung von mehreren Containern an einem Anlagenstellplatz können diese in einer Reihe positioniert werden. Es wird empfohlen, nach je 4 Containern in einer Reihe einen Abstand von 3 m für Rangier-Zwecke einzuplanen.
5.1.2. Fundamentierung
Der Container ist am Aufstellort auf ein ausreichend dimensioniertes Fundament zu positionieren. Das Fundament kann als Punktfundament bestehend aus 4 Punkten über zwei Streifenfundamente oder auf einem einzelnen Fundament aufgebaut werden. Die Kabeleingänge müssen frei erreichbar bleiben. Informationen über die Dimensionierung des Fundaments können über die Lastabtragungspunkte der Container ermittelt werden.
Weitere Informationen zur Gewichtsabtragung und Lastabtragungspunkte sind in den Statik-Berichten der Container und der Gewichtstabelle enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
Lastabtragungspunkte — REFU-Container
Die Lastabtragungspunkte sind in der folgenden Skizze in kN angegeben.

Lastabtragungspunkte — KACO-Container
Die Lastabtragungspunkte sind in der folgenden Skizze in kN angegeben.

5.1.3. Elektrischer Anschluss
Sicherheitshinweise
Elektrische Spannung
|
Fehlerhafte Erdung Tod oder schwere Verletzungen des Körpers oder der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag aufgrund fehlerhaft ausgeführter Erdung.
|
-
Der Anschluss ist nur erlaubt, wenn auf der Anschlussseite ein Fehlerstrom- oder Differenzialschutzeinrichtungen (RCDs) eingesetzt wird. → Es dürfen nur die spezifizierten Batterien verwendet werden (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
Anschluss — Erdungsanlagen
Der Container besitzt jeweils 2 vorbereitete Erdungspunkte unter den Wartungsklappen.

Es wird empfohlen, die Erdung mit einem Kabelschuh (Größe M8) an allen Erdungspunkten des Containers, sowie die Erdung des Gehäuses und der Kupferschiene der Niederspannungshauptverteilung auszuführen.
In Deutschland muss die Messung am Fundamenterder einen Wert von <1 Ohm ergeben.
Bei der Planung des elektrischen Anschlusses für den Batteriespeicher ist bereits frühzeitig der elektrische Anschluss zu planen. Nachfolgende Übersichtsliste zeigt die notwendigen Kabel.
Hauptversorgung
Funktion | Ausführung | Anzahl pro Container | Hinweis | Maßnahmen |
---|---|---|---|---|
Hauptversorgung |
|
4 (x 2) |
|
|
Funktion | Ausführung | Anzahl pro Container | Hinweis | Maßnahmen |
---|---|---|---|---|
|
||||
Steuerspannung |
Charakteristik der Überstrom-Schutzeinrichtung C16A |
1 |
Nur erforderlich, falls Steuerspannung extern gespeist wird und nicht intern über die Hauptversorgung |
Optional:
|
Kommunikatonsverbindungen
Funktion | Ausführung | Anzahl pro Container | Hinweis | Maßnahmen |
---|---|---|---|---|
Internet |
Netzwerkkabel, CAT6 oder CAT7 mit RJ45-Stecker |
1 |
Nur einmal am Master-Container erforderlich |
Ein RJ45-Kabel vom Betreibernetzwerk zum Container verlegen und gemäß Stromlaufplan an die Klemme F8 anschließen. |
Master/Slave |
Netzwerkkabel CAT6 oder CAT7 mit RJ45-Stecker |
2 |
Nur erforderlich, falls mehrere Container an einem Standort installiert werden. |
|
Externe Messung/Zähler |
Li2YCY(TP) 2 x 2 x 0,22 oder ähnliche |
1 |
|
|
Kabeleingänge

Weitere Informationen zur genauen Lage und den Bemaßungen der Kabeleinführungen können den Aufstell-Hinweisen entnommen werden (Abschnitt Kabeleinführung).
Weitere Informationen zur Auswahl des passenden Kabelquerschnittes für Kupferkabel sind im Anhang enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
5.1.4. Single-Line-Diagramm

1 |
Betreiberinternet |
2 |
RJ45 |
3 |
Industrial ESS |
4 |
RS485 oder RJ45 |
5 |
Netz |
6 |
Zähler |
7 |
Versorgungsspannung |
Die hier beschriebenen Kabel sind nicht Bestandteil des Lieferumfangs. |
Optional kann eine externe Spannungsversorgung/Hilfsversorgung zugeführt werden.
Die genauen Anschlüsse am Container sind im Stromlaufplan enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
6. Inbetriebnahme
6.1. Erstmalige Inbetriebnahme
Die erstmalige Inbetriebnahme wird in der Betriebsanleitung nicht betrachtet, da diese Phase durch den Hersteller bereits beim Factory-Acceptance-Test durchgeführt wurde.
6.2. Voraussetzungen zur Inbetriebnahme
6.2.1. Internetverbindung
Als erstes muss eine dauerhafte Internetverbindung hergestellt und dadurch der Zugang zum FENECON-Online-Monitoring sichergestellt werden. Diese kann grundsätzlich durch zwei verschiedene Optionen gewährleistet werden. Durch das Verbinden mit einem LAN-Kabel oder durch einen VPN-Router.
Option LAN-Kabel
-
Der Anschluss über ein LAN-Kabel wird in Tabelle 24 beschrieben (Abschnitt Elektrischer Anschluss).
Option VPN-Router
-
Eine SIM-Karte mit ca. 15 GB Datenvolumen ist nötig, um die Internetverbindung zur Verfügung zustellen.
-
Die SIM-Karte muss zur Firma FENECON gesendet werden.
-
Dort erfolgen anschließend die notwendigen Konfigurationen sowie der Einbau des Routers mit SIM-Karte in den Speichercontainer.
-
Weitere Informationen sind in der Betriebsanleitung des Herstellers enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
6.2.2. Netzwerkkonfiguration
Das FEMS bezieht in der Standard-Konfiguration die Netzwerkkonfiguration über einen DHCP-Server. Die Konfiguration einer statischen IP kann nur per Fernwartung realisiert werden. Für den Kontakt zum FENECON-Service sind folgende Informationen bereit zu halten:
-
Gewünschte IP-Adresse
-
Netzmaske
-
Gateway
-
DNS-Server
Die Netzwerkkonfiguration kann über über drei verschiedene Wege umgesetzt werden.

-
Das Internet wird mit einer Antenne zur Verfügung gestellt, die Modbus-Verbindung erfolgt am FEMS.
-
Das Internet und die Modbus-Verbindung wird am LTE-Router angeschlossen.
-
Die Internetverbindung wird am Router angeschlossen, die Modbus-Verbindung erfolgt am FEMS.
6.2.3. Firewall
Nachfolgende Dienste laufen auf dem FEMS und benötigen eine aktive Internetverbindung:
-
DNS
-
FENECON-Paketupdates
-
Betriebssystem-Paketupdates
-
Betriebssystem-Sicherheitsupdates
-
FEMS-Online-Monitoring
-
Zeitsynchronisierung
-
Fernwartung
6.2.4. System-Update
Im Rahmen des System-Updates wird die aktuelle Software von www.fenecon.de heruntergeladen und installiert. Das System-UPdate findet einmal täglich um ca. 5 Uhr morgens statt.
6.3. Ablauf der Inbetriebnahme
Mit der Inbetriebnahme erst beginnen, nachdem alle normativ geforderten Messungen nach Landesvorschriften vor der erstmaligen Inbetriebnahme am Einsatzort durchgeführt wurden.
Not-Aus deaktivieren
-
Zuerst prüfen, ob der Not-Aus-Taster am Schaltschrank deaktiviert ist (d. h. nicht betätigt).
NA-Schutz/Hauptschalter einschalten
-
Prüfen, ob das Netzwerküberwachungsrelais noch an spezifische Ländernormen angepasst werden muss. Hinweise zur Einstellung sind in der Anleitung des Geräteherstellers Tele-Haase NA03 zu finden.
-
Den AC-Hauptschalter am Schaltschrank in Position EIN schalten.
-
Die Steuereinheit des Batteriespeichers beginnt zu starten.
-
Das integrierte Netzüberwachsungsrelais prüft, ob die Netzparameter innerhalb vorgegebener Grenzen liegen. Falls dies der Fall ist, wird nach einer normativ definierten Wartezeit der Hauptleistungsschalter zugeschaltet
-
Nachdem die Versorgungsspannung am System anliegt, kann die Anlage lokal am Display im Menü gestartet werden.
-
-
Überspannungsschutz
-
Überprüfen, ob alle USV eingebaut und betriebsbereit sind.
-
USV einschalten.
Anlagenstart
-
Auf das Display tippen und mit dem Passwort
admin
anmelden. -
Anschließend oben links auf die drei Streifen tippen, um die Menüleiste einzublenden.
-
Anschließend "FEMS Einstellung" anwählen.
Alternativ ist auch der automatische Start der Anlage über die Modbus-Schnittstelle möglich. Das Kommunikationsprotokoll kann dazu im Online-Monitoring der Anlage heruntergeladen werden. Für diesen Prozess ist der Dokumentation der FEMS-Steuerung zu folgen. |
FEMS-Applikationen
-
Mit der Inbetriebnahme der Applikationen gemäß extra Befehlen fortfahren, sofern die Anlage mittels integrierter Applikationen gesteuert werden soll.
Wartungsklappen verriegeln
Um die Wartungsklappe drücken zu können, kann für den nächsten Schritt die Hilfe einer zweiten Person erforderlich sein. |
-
Beide Wartungsklappen schließen.
-
Prüfen, ob die beiden Wartungsklappen auf beiden Seiten ordnungsgemäß geschlossen und eingerastet sind.
-
Beide Wartungsklappen mit dem Schlüssel abschließen.
-
Im Anschluss des IBN-Protokoll an die Fenecon GmbH senden.
6.4. Maßnahmen nach Inbetriebnahme
-
Im Betrieb kann die Überwachung der Anlage über das Display am Steuerschrank erfolgen. Wenn auf den Bildschirm getippt wird, können anschließend die aktuellen Systemparameter des Batteriespeichers eingesehen werden. Eine detaillierte Beschreibung der Überwachungsfunktion finden Sie in der Dokumentation der FEMS-Steuerung (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
-
Alternativ ist auch die vollständige Überwachung des Systems über den integrierten Fernzugriff oder die Modbus-Schnittstelle möglich. Weitere Informationen dazu sind in der Dokumentation der FEMS-Steuerung enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
-
Sichtkontrollen an der Anlage durchführen und protokollieren (Undichtigkeiten, mögliches Kondensat, beschädigte Leitungen, beschädigte Isolationen, beschädigte Dichtungen etc.).
-
Optional — Zusätzliche Vor-Ort-Überprüfung der Funktionalität von Brandüberwachung und Not-Aus-Funktion. Bei der erstmaligen Inbetriebnahme, dem Factory-Acceptance-Test, wurden diese jedoch auch schon geprüft.
6.5. Inbetriebnahme nach Standortwechsel
Informationen zur Wiederinbetriebnahme nach Standortwechsel sind im Abschnitt Ablauf der Inbetriebnahme enthalten.
6.6. Wiederinbetriebnahme nach längerem Stillstand
Informationen zur Wiederinbetriebnahme nach längerem Stillstand sind in den Abschnitten Ablauf der Inbetriebnahme und Anlagenbetrieb starten/beenden) enthalten.
6.7. Wiederinbetriebnahme nach einer Störung
Informationen zur Wiederinbetriebnahme nach längerem Stillstand sind in den Abschnitten Ablauf der Inbetriebnahme und Zuschalten nach Störung "Spannungsausfall") enthalten.
6.8. Betrieb
Während des Betriebs befinden sich keine Personen in der Anlage.
Die Anlage ist abgeschlossen und nicht zugänglich.
6.9. Sicherheitshinweise
EMV-Strahlung innerhalb der Einhausung
|
Gasaustritt Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Explosion eines explosiven Gases, das durch einen Schaden am Container oder seiner Komponenten entstanden ist.
|
-
Sollte es während des Betriebes zu Geräuschentwicklungen oder Vibrationen kommen, muss die Ursache gefunden und behoben werden.
-
Der Betrieb der Anlage ohne Erdung ist verboten.
-
Das Betreten des Containers während des Betriebes ist verboten.
-
Die Wartungsschutzklappen müssen während des Betriebs der Anlage verschlossen sein.
-
Die Schlüssel für die Zugänge zur Anlage (z. B. Wartungsklappen) dürfen nur an autorisiertes Fachpersonal ausgegeben werden. Es wird empfohlen, die Ausgabe der Schlüssel zu protokollieren.
-
Bei Defekten an der Anlage ist die Fenecon GmbH zu informieren (Kapitel Instandhaltung, Abschnitt FENECON-Service).
-
Sollte es zu einem Austreten von Elektrolyten kommen, ist geeignete Schutzausrüstung nach Vorgaben des Batterieherstellers (Sicherheitsdatenblatt) zu tragen (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
6.10. Bedien- und Steuerstellen
Am Steuerschrank befinden sich folgende Bedien- und Steuerstellen:

Pos. | Benennung | Stellung | Funktion |
---|---|---|---|
1 |
Display |
Der Zugriff auf das System der Anlage erfolgt über das Display am Schaltschrank. |
|
2 |
Quittier-Taster |
Der Quittier-Taster nach Entriegeln des Not-Aus gedrückt werden, um dies zu bestätigen. |
|
3 |
Not-Aus-Taster |
betätigt |
Not-Aus ausgelöst |
entriegelt |
Normalbetrieb möglich |
||
4 |
Hauptschalter mit Not-Aus-Funktion |
I |
Anlage AC-seitig angeschlossen |
O |
Anlage AC-seitig abgetrennt |
6.11. Einstellarbeiten
Die Einstellarbeiten an der Anlage werden in der Betriebsanleitung nicht betrachtet, da die grundlegenden Einstellungen durch den Hersteller selbst umgesetzt werden und zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens und/oder der Inbetriebnahme abgeschlossen sind.
Vom Betreiber kann eine Start-Stopp-Automatik sowie der Beginn der Lastspitzenkappung variabel gewählt werden. Informationen dazu erhalten Sie unter docs.fenecon.com.
6.12. Voraussetzungen für den Betrieb
-
Alle vorweg beschriebenen Schritte der Montage und Inbetriebnahme wurden sachgemäß durchgeführt oder werden eingehalten.
-
Der Zugang ist nur für Befugte möglich.
-
Alle Schutzmaßnahmen (z. B. Plexiglas zum Schutz vor Stromschlägen) wurden Montiert.
-
Es liegen keine Fehler vor.
6.13. Anlagenbetrieb starten/beenden
6.13.1. Anlagenbetrieb starten
Netzwerkschnittstelle am Laptop konfigurieren
-
Konfiguration der Netzwerkschnittstelle am Laptop vergeben:
→ IP-Adresse:10.4.0.101
→ Subnetzmaske:255.255.0.0
zur Konfiguration der Netzwerkschnittstelle am Laptop vergeben.
-
Service-LAN-Port am Steuerschrank mit dem Laptop verbinden.
-
Über den Browser am Laptop mit dem BCS verbinden:
→ IP-Adresse10.4.0.31
aufrufen
-
Im BCS Benutzername und Passwort eingeben:
→ Benutzername:customer
→ Passwort:operator
-
Im FEMS-Online-Monitoring anmelden:
→ Mit den vorliegenden Zugangsdaten. -
Hauptschalter einschalten.
-
Im Online-Monitoring das Widget/Digitalausgang "NSHV Enable" wählen.

-
"NSHV Enable" auf "An" setzen.

-
Vor Ort am Indikator des Leistungsschalters prüfen, ob dieser "An" zeigt (Indikator ist rot).
-
Not-Aus-Taster am Steuerschrank entriegeln.
-
Den weißen Quittier-Taster an der Schaltschranktür betätigen, um den Not-Aus zu quittieren.
→ Der weiße Leuchtdrucktaster leuchtet.
Wenn weitere Not-Aus-Taster verbaut wurden, müssen auch diese quittiert werden. |
-
Im BCS auf den in der Abbildung markierten Kasten klicken, um Informationen zum gewählten PCS zu öffnen.
→ Die Anzeige muss komplett weiß sein.
![]() |
![]() |
-
Zuerst den in der oberen Abbildung markierten, unteren Button "BCS Power ON" für alle Speicher einzeln betätigen. Mit dem ersten PCS beginnen und bis zum letzten PCS nach unten den Button "BCS Power ON" betätigen.
Vor Zuschalten des nächsten PCS warten, bis das vorherige PCS fertig zugeschaltet ist. Die Anzeige wechselt die Farbe. |
![]() |
![]() |
-
Anschließend den in der oberen Abbildung markierten, oberen Button "Inverter Release" für alle Speicher einzeln betätigen.
Den Batteriestatus auf "Default" setzen.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.
Bei allen Batteriemanagementsystemen den Batteriestatus auf "Default" setzen und anschließend die Komponenten aktualisieren. Dafür weiter wie folgt vorgehen. |
-
In der Suche "bmsa1" eingeben.

-
Den Eintrag "bmsA1" aus der Kategorie "Batterien" auswählen.

-
In der Zeile die Einstellung "Battery state" auf "Default" ändern und anschließend den Button "AKTUALISIERE KOMPONENTE" betätigen.

-
Diese Schritte (21 bis 23) für die restlichen BMS A1-A4/B1-B4 ebenfalls durchführen.
Nicht voll ausgebaute Container können auch über weniger BMS verfügen. |
-
Anzeige in der BCS-Oberfläche kontrollieren.

Anzeige | Bedeutung |
---|---|
Grün |
Alles in Ordnung |
Rot |
FENECON GmbH kontaktieren |
Gelb |
Warten, bis sich die Farbe ändert |
ESS auf "Start" setzen
-
Im FENECON-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.
-
Im FENECON-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.
-
In der Suche "essa1" eingeben.

-
Den Eintrag "essa1" aus der Kategorie "Speichersysteme auswählen."

-
Bei jedem ESS A1-B4 einzeln in der Zeile "Start/stop behaviour?" auf "Start" setzen und anschließend die Komponente aktualisieren.

Inverter überprüfen
-
Im FENECON-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.
-
Im FENECON-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Log" klicken.

-
"Automatische Aktualisierung" ausschalten.

-
Prüfen, ob bei allen Invertern "Started/Running" oder "GoRunning/StartingUp" steht (in der Abbildung beispielhaft beim Inverter A1 rot markiert).
-
Wenn diese Einträge bei allen Invertern stehen, ist der Einschaltvorgang abgeschlossen.
-

Wenn diese Einträge nicht bei allen Invertern stehen, muss die Fenecon GmbH kontaktiert werden. |
Option "Manual control charge/discharge"

Unter dem Menüpunkt "Manual control charge/discharge" kann die Leistung vorgegeben werden.
-
Controller einschalten und manuelle Leistung eintragen.
-
Controller im Anschluss deaktivieren, damit die eingestellten Applikationen funktionieren, da der Controller die anderen Daten/Einstellungen während des Betriebs überschreibt.
6.13.2. Anlagenbetrieb beenden
Netzwerkschnittstelle am Laptop konfigurieren
-
Konfiguration der Netzwerkschnittstelle am Laptop vergeben:
→ IP-Adresse:10.4.0.101
→ Subnetzmaske:255.255.0.0
zur Konfiguration der Netzwerkschnittstelle am Laptop vergeben.
-
Service-LAN-Port am Steuerschrank mit dem Laptop verbinden.
-
Über den Browser am Laptop mit dem BCS verbinden:
→ IP-Adresse10.4.0.31
aufrufen
-
Im BCS Benutzername und Passwort eingeben:
→ Benutzername:customer
→ Passwort:operator
-
Im FEMS-Online-Monitoring anmelden:
→ Mit den vorliegenden Zugangsdaten.
ESS auf "Stop" setzen
-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

-
Im FEMS auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.

-
In der Suche "essa1" eingeben.

-
Den Eintrag "essa1" aus der Kategorie "Speichersysteme" auswählen.

-
Bei jedem ESS A1-B4 einzeln in der Zeile "Start/Stop behaviour" auf "Stop" setzen und anschließend die Komponente aktualisieren.

Inverter überprüfen
-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.
-
Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Log" klicken.

-
"Automatische Aktualisierung" ausschalten.

-
Prüfen, ob bei allen Invertern "Standby/Stopped" steht (in der Abbildung beispielhaft Inverter A3 rot markiert).
-
Wenn diese Einträge bei allen Invertern stehen, ist der Ausschaltvorgang abgeschlossen.
-

Wenn diese Einträge nicht bei allen Invertern stehen, muss die Fenecon GmbH kontaktiert werden. |
Batteriestatus auf "Stop" setzen
-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.

Bei allen Batteriemanagementsystemen den Batteriestatus auf "Stop" setzen und anschließend die Komponenten aktualisieren. Dafür wie folgt vorgehen. |
-
In der Suche "bmsa1" eingeben.

-
Den Eintrag "bmsA1" aus der Kategorie "Batterien" auswählen.

-
Bei allen bmsA1-B4 einzeln in der Zeile "Battery state" auf "Stop" ändern und anschließend den Button "AKTUALISIERE KOMPONENTE" betätigen.

-
Im BCS auf den in der Abbildung markierten Kasten klicken, um Informationen zum gewählten PCS zu öffnen.
-
Die Anzeige sollte grün/grau sein.
-


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Zuerst den in der oberen Abbildung markierten, oberen Button "Inverter Release" für alle Speicher einzeln ausschalten. Mit dem ersten PCS beginnen und bis zum letzten PCS nach unten den Button "Inverter Release" ausschalten.
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Anschließend den unteren Button "BCS Power On" bei allen PCS einzeln ausschalten. Mit dem ersten PCS beginnen und bis zum letzten PCS nach unten den Button "Inverter Release ausschalten".
Vor Abschalten des nächsten PCS warten, bis das vorherige PCS fertig abgeschaltet ist. Die Anzeige wechselt die Farbe auf weiß. |

-
Not-Aus-Taster betätigen, wenn alle Anzeigen weiß sind.
-
Hauptschalter am Steuerschrank ausschalten.
-
Im Online-Monitoring das Widget/Digitalausgang "NSHV Enable" wählen.

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"NSHV Enable" auf "AUS" setzen.

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Vor Ort am Indikator des Leistungsschalters prüfen, ob dieser "Aus zeigt" (Indikator ist grün)
-
Der Ausschaltvorgang ist abgeschlossen.
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Wenn der Indikator des Leistungsschalters "An" zeigt (Indikator ist rot), muss die Fenecon GmbH kontaktiert werden. |
6.13.3. Zuschalten nach Störung "Spannungsausfall"
Digitaleingänge überprüfen
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Im FEMS-Online-Monitoring anmelden.
-
Widget/Digitaleingänge zuschalten.

-
Folgendes Bild sollte angezeigt werden:

Battery-Inverter im Log prüfen
-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Log" klicken.

-
"Automatische Aktualisierung" ausschalten.

-
Zustand von allen Battery-Invertern überprüfen.

Wenn "Started/Running" oder "GoRunning/StartingUp" angezeigt wird (in der Abbildung beispielhaft Inverter A1 rot markiert), hat das System automatisch wieder zugeschaltet. Wenn nicht, weiter wie folgt verfahren. |
-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Symbol in der Taskleiste klicken.
-
Im FEMS-Online-Monitoring auf das Menü "Einstellungen" klicken.

-
Im FEMS-Online-Monitoring auf die Pfeiltaste unter "Komponenten konfigurieren" klicken.

-
In der Suche "batteryinverter" eingeben.

-
Bei allen Battery-Invertern einzeln in der Zeile "Start/stop behaviour?" auf "Stop" setzen und anschließend die Komponente aktualisieren.
Alle ESS auf "Stop" setzen
-
In der Suche "essa1" eingeben.

-
Den Eintrag "essA1" aus der Kategorie "Speichersysteme" auswählen.

-
Bei jedem ESS A1-B4 einzeln in der Zeile "Start/Stop behaviour?" auf "Stop" setzen und anschließend die Komponente aktualisieren.

-
Anschließend bei allen Battery-Invertern in der Zeile "Start/Stop behaviour" auf "Auto" setzen und dabei wie zuvor beschrieben vorgehen.
-
Danach alle ESS bei "Start/Stop behaviour" auf "Auto" stellen und wie zuvor beschrieben vorgehen.
Im Log überprüfen
-
Kontrollieren, ob bei allen Battery-Invertern "running" oder "started running" angezeigt wird (in der Abbildung beispielhaft Inverter A1 rot markiert).
-
Wenn bei allen Battery-Invertern "running" oder "started running" angezeigt wird, ist die Zuschalt-Prozedur abgeschlossen.
-

Wenn nicht bei allen Battery-Invertern "running" oder "started running" angezeigt wird, muss die Fenecon GmbH kontaktiert werden. |
Option "Manual control charge/discharge"

Unter dem Menüpunkt "Manual control charge/discharge" kann die Leistung vorgegeben werden.
-
Controller einschalten und manuelle Leistung eintragen.
-
Controller im Anschluss deaktivieren, damit die eingestellten Applikationen funktionieren, da der Controller die anderen Daten/Einstellungen während des Betriebs überschreibt.
6.14. Überwachung des Anlagenbetriebs
Die Überwachung der Anlage erfolgt über einen industriellen VPN-Router und das Internet.
Aus der Fernwartungszentrale können die Daten der Anlage/Anlagenkomponenten jederzeit abgerufen werden.
6.14.1. Überwachung
Im Betrieb kann die Überwachung der Anlage über das Display am Steuerschrank oder über portal.fenecon.de erfolgen. |
-
Auf den Bildschirm tippen.
-
Die aktuellen Systemparameter des Batteriespeichers werden angezeigt.
-
Die detaillierte Beschreibung der Überwachungsfunktionen sind in der Dokumentation der FEMS-Steuerung enthalten. Alternativ ist auch die vollständige Überwachung des Systems über den integrierten Fernzugriff oder die Modbus-Schnittstelle möglich. Weitere Informationen dazu sind in der Dokumentation der FEMS-Steuerung enthalten. |
Störmeldungen
Informationen zur Anmeldung finden Sie im Abschnitt FEMS oder über portal.fenecon.de erfolgen. |
-
Am FEMS-Online-Monitoring anmelden.
-
An der Farbe des Symbols oben rechts den Systemstatus überprüfen.

Anzeige | Bedeutung |
---|---|
Grüner Haken |
Alles in Ordnung |
Orangefarbenes Ausrufezeichen |
Warnung |
Rotes Ausrufezeichen |
Fehler |
Nach dem Anklicken des Symbols wird eine detaillierte Übersicht für die bestehende Warnung oder einen Fehler angezeigt. |
-
Das Symbol oben rechts anklicken, um den Systemzustand anzuzeigen.

-
Zustände der Komponenten prüfen.
Anzeige | Bedeutung |
---|---|
Grüner Haken |
Alles in Ordnung |
Orangefarbenes Ausrufezeichen |
Warnung |
Rotes Ausrufezeichen |
Fehler |
-
Auf den blauen Pfeil links neben dem Ausrufezeichen klicken. um im Fehlerfall weitere Informationen zum Fehler angezeigt zu bekommen.


Für manche Fehlermeldungen ist in der Fehleranalyse noch kein Text hinterlegt. Spätere Updates werden diese Einträge ergänzen. |
FEMS kann nicht erreicht werden
Falls das FEMS nicht über das FEMS-Online-Monitoring erreicht werden kann, wird nachfolgende Fehlermeldung angezeigt:

-
Die vorgegebenen Schritte in der Fehlermeldung ausführen.
Not-Aus
Um in kritischen Fällen die HV-Batterieverbindungen zu trennen und den Batteriespeicher intern abzuschalten, muss der Not-Aus-Taster betätigt werden.
Brandüberwachung (optional)
Optional verfügt der Container über ein integriertes Brandüberwachungssystem. Ein Brandfall wird über dieses Brandüberwachungssystem sehr frühzeitig detektiert und der Container sofort abgeschaltet. Eine Sirene signalisiert vor Ort den Alarm.
Ein möglicher Fehlalarm muss direkt an der Einheit des Brandüberwachungssystems durch Betätigen des Tasters [RESET] deaktiviert werden. |
6.14.2. Meldungen im Online-Monitoring
Nachfolgend werden die Bedeutungen verschiedener Fehler, Warnungen und Informationen aufgeführt.
Bedeutung Fehler
Name | Description | Affected Unit |
---|---|---|
RUN_FAILED |
Running the Logic failed |
BMW Battery |
ERROR |
State-Machine in Error-State! |
BMW Battery |
ERROR_BATTERY_TYPE |
Configuring the Battery Type not successful! |
BMW Battery |
MAX_ALLOWED_START_TIME_FAULT |
The maximum start time is passed! |
BMW Battery |
MAX_ALLOWED_STOP_TIME_FAULT |
The maximum stop time is passed! |
BMW Battery |
DEEP_DISCHARGE_PROTECTION |
Deep discharge protection triggered! |
BMW Battery |
UNSPECIFIED_ERROR |
Unspecified Error — Cell-config-Error, Slave-count-Error |
BMW Battery |
LOW_VOLTAGE_ERROR |
Low Voltage Error — Cell voltage minimal |
BMW Battery |
HIGH_VOLTAGE_ERROR |
High Voltage Error — Cell voltage maximal |
BMW Battery |
CHARGE_CURRENT_ERROR |
Charge Current Error — Imax-HW, Imax-SW, I-High (e.g. current dependend on temperature) |
BMW Battery |
DISCHARGE_CURRENT_ERROR |
Discharge Current Error — Imax-HW, Imax-SW, I-High (e.g. current dependent on temperature) |
BMW Battery |
CHARGE_POWER_ERROR |
Charge Power Error |
BMW Battery |
DISCHARGE_POWER_ERROR |
Discharge Power Error |
BMW Battery |
LOW_SOC_ERROR |
Low SOC Error |
BMW Battery |
HIGH_SOC_ERROR |
High SOC error |
BMW Battery |
LOW_TEMPERATURE_ERROR |
Low Temperature Error — Cell temperature minimal |
BMW Battery |
HIGH_TEMPERATURE_ERROR |
High Temperature Error — Cell temperature maximal |
BMW Battery |
INSULATION_ERROR |
Insulation Error — I-Diff error (self test error, I-Diff > |300 mA) |
BMW Battery |
CONTACTOR_ERROR |
Contactor Error (contactor feedback signals) |
BMW Battery |
SENSOR_ERROR |
Sensor Error — Current sensor error |
BMW Battery |
IMBALANCE_ERROR |
Imbalance Error — Static and dynamic cell imbalance (voltage) |
BMW Battery |
COMMUNICATION_ERROR |
Communication Error — Batcom Error (Timeout), Master-Slave Can Error (Timeout) |
BMW Battery |
CONTAINER_ERROR |
Container/(Room) Error |
ErrBits2 |
SOH_ERROR |
SOH Error |
ErrBits2 |
RACK_STING_ERROR |
Rack/String Error |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_3 |
Reserve ErrBits2 Bit 3 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_5 |
Reserve ErrBits2 Bit 5 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_6 |
Reserve ErrBits2 Bit 6 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_7 |
Reserve ErrBits2 Bit 7 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_8 |
Reserve ErrBits2 Bit 8 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_9 |
Reserve ErrBits2 Bit 9 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_10 |
Reserve ErrBits2 Bit 10 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_11 |
Reserve ErrBits2 Bit 11 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_12 |
Reserve ErrBits2 Bit 12 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_13 |
Reserve ErrBits2 Bit 13 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_14 |
Reserve ErrBits2 Bit 14 |
ErrBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_15 |
Reserve ErrBits2 Bit 15 |
ErrBits2 |
RUN_FAILED |
Running the Logic failed |
REFU INVERTER |
ERROR |
State-Machine in Error-State! |
REFU INVERTER |
MAX_ALLOWED_START_TIME_FAULT |
The maximum start time is passed! |
REFU INVERTER |
MAX_ALLOWED_STOP_TIME_FAULT |
The maximum stop time is passed! |
REFU INVERTER |
GROUND_FAULT |
Ground fault |
REFU INVERTER |
DC_OVER_VOLTAGE |
Dc over voltage |
REFU INVERTER |
AC_DISCONNECT |
AC disconnect open |
REFU INVERTER |
DC_DISCONNECT |
DC DISCONNECT open |
REFU INVERTER |
GRID_DISCONNECT |
Grid shutdown |
REFU INVERTER |
CABINET_OPEN |
Cabinet open |
REFU INVERTER |
MANUAL_SHUTDOWN |
Manual shutdown |
REFU INVERTER |
OVER_TEMP |
Over temperature |
REFU INVERTER |
OVER_FREQUENCY |
Frequency above limit |
REFU INVERTER |
UNDER_FREQUENCY |
Frequency under limit |
REFU INVERTER |
AC_OVER_VOLT |
AC Voltage above limit |
REFU INVERTER |
BLOWN_STRING_FUSE |
Blown String fuse on input |
REFU INVERTER |
AC_UNDER_VOLT |
AC Voltage under limit |
REFU INVERTER |
UNDER_TEMP |
Under temperature |
REFU INVERTER |
MEMORY_LOSS |
Generic Memory or communication error (internal) |
REFU INVERTER |
HW_TEST_FAILURE |
Hardware test failure |
REFU INVERTER |
OTHER_ALARM |
Other alarm |
REFU INVERTER |
OTHER_WARNING |
Other warning |
REFU INVERTER |
SYSTEM_ERROR |
State of Chiller : System Error! |
Battery Cooling Unit |
GATEWAY_ERROR |
State of Chiller : Gateway Error! |
Battery Cooling Unit |
FILTER_SPOILED |
Refrigerant Warning : Filter Spoiled |
Battery Cooling Unit |
FAN_ERROR |
FAN_ERROR |
Battery Cooling Unit |
PHASE_ERROR |
PHASE_ERROR |
Battery Cooling Unit |
SLAVE_COMMUNICATION_FAILED |
LAN Communication to external device failed |
MODBUS Bridge |
Bedeutung Warnung
Name | Description | Affected Unit |
---|---|---|
UNSPECIFIED_WARNING |
Unspecified Warning — Cell-config-Error, Slave-count-Error |
BMW Battery |
LOW_VOLTAGE_WARNING |
Low Voltage Error — Cell voltage high |
BMW Battery |
HIGH_VOLTAGE_WARNING |
High Voltage Warning — Cell voltage high |
BMW Battery |
CHARGE_CURRENT_WARNING |
Charge Current Warning — Imax-HW, Imax-SW, I-High (e.g. current dependent on temperature) |
BMW Battery |
DISCHARGE_CURRENT_WARNING |
Discharge Current Warning — Imax-HW, Imax-SW, I-High (e.g. current dependent on temperature) |
BMW Battery |
CHARGE_POWER_WARNING |
Charge Power Warning |
BMW Battery |
DISCHARGE_POWER_WARNING |
Discharge Power Warning |
BMW Battery |
LOW_SOC_WARNING |
Low SOC Warning |
BMW Battery |
HIGH_SOC_WARNING |
High SOC Warning |
BMW Battery |
LOW_TEMPERATURE_WARNING |
Low Temperature Warning — Cell temperature high |
BMW Battery |
HIGH_TEMPERATURE_WARNING |
High Temperature Warning — Cell temperature high |
BMW Battery |
INSULATION_WARNING |
Insulation Warning — I-Diff error (self test error, I-Diff > |300 mA|) |
BMW Battery |
CONTACTOR_WARNING |
Contactor Warning (contactor feedback signals) |
BMW Battery |
SENSOR_WARNING |
Sensor Warning — Current sensor error |
BMW Battery |
IMBALANCE_WARNING |
Imbalance Warning — Static and dynamic cell imbalance (voltage) |
BMW Battery |
COMMUNICATION_WARNING |
Communication Warning — Batcom Error (Timeout), Master-Slave Can Error (Timeout) |
BMW Battery |
CONTAINER_WARNING |
Container/(Room) Warning |
WarnBits2 |
SOH_WARNING |
SOH_WARNING |
WarnBits2 |
RACK_STING_WARNING |
Rack/String Warning — min. 1 string is in error condition (disconnected) |
WarnBits2 |
RES_WARN_BITS_2_BIT_3 |
Reserve WarnBits2 Bit 3 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
RES_ERR_BITS_2_BIT_4 |
Reserve ErrBits2 Bit 4 |
WarnBits2 |
WATER_LEVEL_WARNING |
Fluid Warning : Water Level Warning |
Battery Cooling Unit |
FLOW_WARNING |
Fluid Warning : Flow Warning |
Battery Cooling Unit |
LOW_TEMPERATURE_WARNING |
Fluid Warning : Low Temperature Warning |
Battery Cooling Unit |
HIGH_TEMPERATURE_WARNING |
Fluid Warning : High Temperature Warning |
Battery Cooling Unit |
CONDUCTANCE_WARNING |
Fluid Warning: Conductance Warning |
Battery Cooling Unit |
HIGH_PRESSURE_ALARM |
Refrigerant Alarm : High Pressure Alarm |
Battery Cooling Unit |
LOW_PRESSURE_ALARM |
Refrigerant Alarm : Low Pressure Alarm |
Battery Cooling Unit |
HOUSING_OPENED |
Refrigerant Alarm : Housing Opened |
Battery Cooling Unit |
SENSOR_SHORT_OPEN_CIRCUIT |
Electrical Alarm : Sensor Short Circuit or Sensor Open Circuit |
Battery Cooling Unit |
MOTOR_PROTECTION_SWITCH_COMPRESSOR1 |
Electrical Alarm : Motor Protection Switch Compressor U42 |
Battery Cooling Unit |
MISCELLANEOUS_ALARM_INPUT_E06_E09 |
Electrical Alarm : Miscellaneous Alarm (Input E06…09) |
Battery Cooling Unit |
MISCELLANEOUS_WARNING_INPUT_E06_E09 |
Electrical Alarm : Miscellaneous Warning (Input E06…09) |
Battery Cooling Unit |
Bedeutung der angezeigten Information
Name | Description | Affected Unit |
---|---|---|
CHILLER_READY |
State of Chiller : Chiller ready! |
Battery Cooling Unit |
COOLING_REQUIRED |
State of Chiller : Cooling is Required |
Battery Cooling Unit |
CHILLER_RUNNING |
State of Chiller : Chiller is Running |
Battery Cooling Unit |
WARNING_ACTIVE |
State of Chiller : Warning is Active |
Battery Cooling Unit |
ALARM_ACTIVE |
State of Chiller : Alarm is Active |
Battery Cooling Unit |
COMPRESSOR |
State Actor : Compressor |
Battery Cooling Unit |
PUMP |
State Actor : Pump |
Battery Cooling Unit |
HEATER |
State Actor : Heater |
Battery Cooling Unit |
HGB_VALVE |
State Actor : HGB Valve |
Battery Cooling Unit |
FAN |
State Actor : Fan |
Battery Cooling Unit |
DI_VALVE |
State Actor : DI Valve |
Battery Cooling Unit |
DRY_RUN |
Fluid Alarm : Dry Run |
Battery Cooling Unit |
FLOW_ALARM |
Fluid Alarm : Flow Alarm |
Battery Cooling Unit |
LOW_TEMPERATURE_ALARM |
Fluid Alarm : Low Temperature Alarm |
Battery Cooling Unit |
HIGH_TEMPERATURE_ALARM |
Fluid Alarm : High Temperature Alarm |
Battery Cooling Unit |
6.14.3. Visualisierung
Informationen zur Visualisierung sind in der FEMS-Dokumentation enthalten (→ docs.fenecon.de → Monitoring).
6.15. Störungsbeseitigung
6.15.1. Hinweise zur Störungsbeseitigung
Bei bestimmungsgemäßer Verwendung können an der Anlage keine für dieses Energiespeichersystem typischen Störfälle auftreten.
Durch Verschleiß, Störungen in einzelnen Komponenten oder Fehlbedienung können jedoch Störungen auftreten.
Das Beheben von Störungen darf nur von Elektro-Fachpersonal durchgeführt werden.
6.16. Störungsanzeige
Die Störungsanzeige erfolgt über das Display am Schaltschrank, das Online-Monitoring oder ist über Modbus/TCP auslesbar.
Informationen über den Zugang zum FEMS-Online-Monitoring sind im Abschnitt FEMS enthalten. Das Erreichen der Fehleranzeige wird im Abschnitt Überwachung des Anlagenbetriebes beschreiben.
6.16.1. Option — Ansaugrauchmelder ASD
Tritt am Ansaugrauchmelder ASD 531 ein Störereignis auf, wird das Relais "Störung" spannungslos geschaltet und die Anzeige "Fault" wird aktiviert. Mit Hilfe der Ereigniscode-Speicherung auf der SD-Karte, kann das Fehlerbild im Störungsfall eingegrenzt werden.
Im Brandfall reagiert der Ansaugrauchmelder wie folgt:
-
Sirene und Blitzlicht.
-
Abschaltung Energieversorgung.
-
Meldung Feueralarm und/oder Störung kann an Brandmeldeanlage übermittelt werden, falls extern durch Betreiber eingebunden.
-
Im Online-Monitoring kann im Widget Digitaleingänge ausgelesen werden, ob eine Störung der Brandmeldeanlage vorliegt. Die Zuweisung der Komponenten zu den Digitaleingängen kann dem spezifischen E-Plan entnommen werden.
6.17. Störungsliste
Störung | Mögliche Ursache | Maßnahme |
---|---|---|
FEMS ist offline |
⇒ Abschnitt Überwachung des Anlagenbetriebes |
⇒ Abschnitt Überwachung des Anlagenbetriebes |
Wassereinbruch |
||
Brand/Brandlöschung (Wasser) |
||
Einbruchsversuch/Vandalismus |
||
Ausfall Klimaanlage |
||
Ausfall VPN-Router |
||
Ausfall Netzladegerät |
||
Ausfall Ansaugrauchmelder |
||
Ansaugrauchmelder hat ausgelöst |
||
Blitzlicht ausgelöst |
||
Sirene ausgelöst |
||
Störung der Kommunikation (über Internet) |
||
Störung der Elektrik (Geräte, Verbindungen) |
||
Störung der Prozesse (laden/entladen) |
6.18. Maßnahmen zur Störungsbeseitigung
6.18.1. Elektrolytaustritt
-
Korrosionsbeständige Chemikalienschutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.
-
Absorbierende Mittel zur Aufnahme ausbringen, das ausgetretene Elektrolyt zur Behandlung mit organischen Standardlösungsmitteln aufnehmen und entsorgen (⇒ Kapitel: Entsorgung).
-
Den Container gut belüften.
6.19. Störungen quittieren
Zum Quittieren von Störungen ist der Service der Fenecon GmbH zu kontaktieren (→ Kapitel Instandhaltung, Abschnitt Serviceadresse).
7. Instandhaltung
7.1. Sicherheitshinweise
-
Die Anweisungen und Sicherheitshinweise zur Wartung in den Dokumentationen der Komponentenhersteller beachten (→ Anhang, Mitgeltende Dokumente).
-
Die von den Herstellern angegebenen Inspektions- und Wartungsintervalle für elektrische Komponenten sind einzuhalten.
-
Wartungsarbeiten sind nur durch Elektro-Fachpersonal durchzuführen.
-
Zur Reinigung dürfen keine aggressiven Reinigungsmittel eingesetzt werden.
-
Sollten Wartungsarbeiten im oberen Teil des Containers durchzuführen sein, ist ein geeignetes Arbeitsgerüst zu verwenden.#
-
Alle persönlichen metallischen Objekte müssen vor Beginn der Arbeiten von den Händen, Handgelenken und vom Hals entfernt werden.
-
Der Schlüssel für den abschließbaren Zugang (Wartungsklappen) darf nur an autorisiertes Fachpersonal ausgegeben werden.
Es wird empfohlen, den Schlüsseltransfer zu protokollieren. -
Sollte es zu einem Austreten von Elektrolytlösung kommen, ist entsprechende Schutzausrüstung nach Herstellervorgaben der Batterie zu tragen.
-
Batterien nicht kurzschließen.
-
Die Verwendung isolierter Werkzeuge nach IEC 60900 wird empfohlen.
-
Je nach Umfang und Ort der Tätigkeiten ist gegebenenfalls eine Zusatzbeleuchtung z. B. mobile (netzunabhängige Beleuchtung) einzusetzen.
-
Änderungen am BMS sind verboten.
-
Nach Abschluss der Wartungsarbeiten ist darauf zu achten, dass die Durchgängigkeit des Schutzleitersystems gegeben ist.
-
Je nach Umfang und Ort der Tätigkeiten ist gegebenenfalls eine Zusatzbeleuchtung (z. B. mobile, netzunabhängige Beleuchtung) einzusetzen.
-
Je nach Umfang der Tätigkeit sind schnittfeste Schutzhandschuhe zu tragen.
7.2. Wartungshinweise
-
Wartungsarbeiten dürfen nur bei ausgeschaltetem und vom Netz getrenntem Industrial-M-Container durchgeführt werden.
-
Die Wartung kann über die seitlichen Wartungsklappen erfolgen.
-
Über die Wartungsklappe an der Vorderseite des Containers ist der Verteilerkasten erreichbar, in dem sich sämtliche Sicherungen und das FEMS befinden.
-
Über die Wartungstür an der Rückseite gelang man in den Innenraum des Containers und hat direkten Zugriff auf die Batterien.
-
Über die Wetterschutzgitter erhält man Zugriff auf die Wechselrichter und das Klimagerät.
7.3. Regelmäßige Inspektionen
Folgende Inspektionen müssen an den Komponenten der Anlage regelmäßig durchgeführt werden:
Baugruppe | Inspektion | Bemerkung | Zeitintervall |
---|---|---|---|
Anlage, komplett |
Sicht- und Funktionsprüfung |
wöchentlich |
|
Kabel, Verbindungen, Anschlüsse |
Auf gelockerte Verbindungen, Scheuerstellen, Beschädigungen, Korrosion |
Festgestellte Mängel sofort beseitigen |
jährlich |
Elektrische Anlage |
|
Prüfung dokumentieren |
Mindestens alle 4 Jahre |
Mechanische Bauteile |
Sichtprüfung auf Schäden und Verschleiß |
halbjährlich |
|
Elektroinstallation |
Sichtprüfung auf Schäden und Verschleiß |
jährlich |
|
Anschlüsse, Schläuche und Containeröffnungen |
Auf Leckage prüfen |
jährlich |
|
NA-Schutz |
Fehlermeldungen auswerten |
jährlich |
|
Überspannungsschutz |
Indikator prüfen |
jährlich |
|
Hinweis- und Warnschilder |
Auf Verschleiß (Lesbarkeit) prüfen, ggf. erneuern |
jährlich |
7.4. Wartungsplan
Komponente | Maßnahme | Bemerkungen | Intervall |
---|---|---|---|
Anlage |
|
|
jährlich |
Brandwarnanlage |
Auf Funktion prüfen. |
alle 3 Monate je nach örtlichen Regularien |
|
Optischer Alarmgeber, akustischer Signalgeber |
Auf Funktion prüfen |
alle 3 Monate |
|
Sicherheitsrelevante elektrische Komponenten |
|
|
jährlich |
Sicherheits- und Schutzeinrichtungen |
Sicht- und Funktionsprüfung |
jährlich |
|
Wechselrichter |
|
jährlich |
|
Leistungsschalter |
Auf Funktion des Auslösemechanismus |
mit Testgerät TD 310 |
jährlich |
7.4.1. Messungen
-
Für die Messungen ist Elektro-Fachpersonal notwendig.
-
Die Bestimmungen der aktuellen Betriebsanleitungen der Einzelkomponenten müssen eingehalten werden (→ Anhang, Mitgeltende Dokumente).
7.5. Wartung der Komponenten
Elektrische Spannung Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag bei Kontakt mit bauartbedingt, für Instandhaltungszwecke nicht isolierten, Anschlussklemmen und Leitern
|
Elektromagnetische Felder/Strahlung innerhalb des Containers Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch Störung der Funktion von medizinischen Implantaten (z. B. Herzschrittmacher) durch hohe elektrische Ströme und die damit verbundenen elektromagnetischen Wellen.
|
Nicht kompatible Komponenten Tod oder schwere Verletzungen des Körpers und der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag.
|
Fehlerhafte Erdung Tod oder schwere Verletzungen des Körpers oder der Gliedmaßen durch elektrischen Schlag aufgrund fehlerhaft ausgeführter Erdung.
|
Hinweise zur Wartung der Komponenten sind in den Dokumentationen der Hersteller enthalten (→ Anhang, Mitgeltende Dokumente).
7.5.1. Austausch und Wechsel von Batterien/Batteriepacks
Für den Wechsel von Batterien/Batteriepacks muss der FENECON-Service kontaktiert werden.
8. Transport
8.1. Sicherheitshinweise
-
Der Transport erfolgt als Gefahrentransport.
-
Der Transport von Lithium-Ionen-Batterien "UN3536" untersteht den Vorschriften des ADR.
-
Für den Transport wird ein "Material Safety Data Sheet" (MSDS) benötigt. Dabei müssen spezielle Regelungen beachtet werden. Voraussetzung für die Transportfähigkeit von Batteriezellen der Batterien ist der Nachweis des bestanden Tests gemäß den Prüfungsvorschriften des UN-Handbuches "Prüfungen und Kriterien, Teil III, Unterabschnitt 38.3 (UN-Test)".
-
Eine Gefahrgut-Kennzeichnung muss beim Versand an allen Seiten des Containers angebracht werden.
-
Beim Transport der Batterien sind die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen zu beachten (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz — GGBefG).
-
Nach Erhalt der Lieferung muss diese umgehend auf Vollständigkeit und Transportschäden geprüft werden.
-
Persönliche Schutzausrüstung (je nach Randbedingung) verwenden (Mindestanforderung: Schutzhelm und Schutzschuhe).
-
Vor dem Transport müssen die elektrischen Verbindungen getrennt werden.
-
Vor dem Anheben den korrekten Sitz der Anschlagpunkte und Anschlagmittel prüfen.
-
Der Container sollte nur mit einem SoC von über 30 % transportiert werden.
8.2. Standortwechsel
Eine Umsetzung (Standortverlagerung) des Containers nach Inbetriebnahme ist nicht vorgesehen.
Sollte ein Standortwechsel geplant werden, muss vorher Rücksprache mit der Fenecon GmbH gehalten werden.
Bei einem Standortwechsel kann der Container mit einem geeigneten Flurförderzeug oder Hebezeug transportiert werden.
8.2.1. Transportvorbereitungen
Externe Verbindungen trennen
-
Zuerst prüfen, ob alle externen Zuleitungen spannungsfrei geschaltet sind, bevor sie abgetrennt werden.
-
Je nach Aufbau sind folgende Verbindungen abzutrennen: Erdung, AC-Hauptversorgung, Netzwerk/Internet, AC-Steuerspannung, Master-Slave-Kommunikation und externe Messung.
Wartungsklappe verriegeln
Um die Wartungsklappe drücken zu können, kann für den nächsten Schritt die Hilfe einer zweiten Person erforderlich sein. |
-
Beide Wartungsklappe schließen.
-
Prüfen, ob die beiden Wartungsklappen auf beiden Seiten ordnungsgemäß geschlossen und eingerastet sind.
-
Beide Wartungsklappen mit dem Schlüssel abschließen.
Container aufladen
-
Den Container entweder mit einem Hebezeug (z. B. Kran) oder einem Gabelstapler an den vorgesehenen Aufnahmepunkten aufnehmen und aufladen.
Bei diesem Vorgang die Gewichtsangaben in den Transportpapieren beachten. Das System kann je nach gewählter Konfiguration bis zu 10 t wiegen. Die nachfolgenden Hebevorschriften müssen zum Schutz des Containers vor Beschädigungen unter allen Umständen eingehalten werden. |
Container mit einem Gabelstapler anheben
Für den Transport mit einem Gabelstapler ist eine Gabellänge von mindestens 2500 mm notwendig.

Container mit einem Kran anheben
Der Transport mit einem Kran ist über die drei folgenden Varianten möglich.
Variante | Abbildung | Anmerkungen |
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1 |
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3 |
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Deklaration der Batterien
Weitere Informationen zur Deklaration der Batterien sind im MSDS enthalten (Anhang, Mitgeltende Dokumente).
9. Außerbetriebnahme und Demontage
9.1. Sicherheitshinweise — Demontage
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Bei allen Arbeiten ist folgende geeignete persönliche Schutzausrüstung anzulegen:
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Sicherheitsschuhe
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Schnittfeste Schutzhandschuhe
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Schutzbrille
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Die zu demontierende Anlage weiträumig absperren.
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Demontagearbeiten dürfen nur von Elektro-Fachpersonal/Wartungspersonal durchgeführt werden.
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Demontagearbeiten dürfen nur bei stillgesetzter Anlage und nur durch geschultes Personal durchgeführt werden.
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Die Spannungsversorgung des Speichersystems ist unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert.
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Vor Beginn der Demontage sind alle zu lösenden Bauteile gegen Herabfallen, Umstürzen oder Verschieben zu sichern.
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Es sind Transporthilfen zu verwenden. Bei den zu transportierenden Anlagenteilen sind die vorhandenen Anschlagpunkte zu verwenden.
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Die Demontagehinweise der Komponentenhersteller (⇒ Anhang, Mitgeltende Dokumente) sind zu beachten.
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Bei der Demontage von oben nach unten vorgehen.
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Beim Transport der Batteriemodule sind die aktuellen Gesetze, Vorschriften und Normen zu beachten (z. B. Gefahrgutbeförderungsgesetz — GGBefG).
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Die Batterieschubladen werden von Servicepersonal ausgebaut und durch einen Gefahrentransport transportiert.
Restrisiken:
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9.2. Endgültige Außerbetriebnahme
9.2.1. Voraussetzungen - Endgültige Außerbetriebnahme
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Die Anlage ist abgeschaltet.
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Die Spannungsversorgung ist unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert.
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Die betreiberseitige Ausrüstung der Informationstechnik ist demontiert und aus der Anlage entfernt.
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Die Klimaanlage ist ausgeschaltet.
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Die Spannungsversorgung der Klimaanlage ist unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert.
9.3. Empfohlener Ablauf — Demontage
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Versorgungskabel von der Trenneinrichtung abklemmen; dabei zuerst die Leistungsleiter, dann die Erdungsleiter abklemmen.
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Prüfen, ob die Energieversorgungen von der Anlage und der Klimaanlage getrennt und alle Systeme drucklos sind.
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Alle Rohr- und Schlauchleitungen entleeren und den Inhalt vorschriftsmäßig entsorgen (⇒ Kapitel: Entsorgung).
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Alle Kältemittelbehälter entleeren und Flüssigkeiten vorschriftsmäßig entsorgen (⇒ Kapitel: Entsorgung).
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USV außer Betrieb nehmen.
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Sicherung/Brücke der Brandmeldeanlage entfernen.
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Sicherungen der Weidmüller-Geräte entfernen.
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Das RJ45-Kabel der Verbindung zum Betreibernetzwerk entfernen.
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Das RJ45-Kabel zwischen Steuerschrank und Energy-Meter entfernen.
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Die Janitza-Geräte demontieren.
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Die AC-Verbindung entfernen.
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Erdung entfernen.
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Verbindungskabel zum Wöhner-Gerät trennen und entfernen.
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Entfernen der Kupferringe an den Klimaschläuchen, die als Verbindung zwischen der Batterie und dem Kühlverteiler dienen.
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Die C2C-Komponenten entfernen.
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Das Erdungskabel an der Batterie entfernen.
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Verriegelungskappen der Batterien entfernen.
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Die HV-Abdeckkappe auf die Batterien aufsetzen.
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Schrauben an den Batterien entfernen.
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Batterien mit dem Gabelstapler entfernen.
9.4. Entsorgung
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Nach sachgerechter Demontage sind die zerlegten Einzelteile der Wiederverwertung zuzuführen:
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Das Speichersystem darf nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden.
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Metallische Materialreste verschrotten.
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Kunststoffelemente zum Recycling geben.
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Übrige Komponenten nach Materialbeschaffenheit sortiert entsorgen.
Elektroschrott, Elektronikkomponenten, Schmier- und andere Hilfsstoffe unterliegen der Sondermüllbehandlung und dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben entsorgt werden.
Bei der Entsorgung des Stromspeichers oder deren Komponenten sowie den Betriebs- und Hilfsstoffen sind weiterhin folgende Punkte zu beachten:
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Nationale Bestimmungen vor Ort einhalten.
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Firmenspezifische Vorgaben beachten.
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Betriebs- und Hilfsstoffe entsprechend den jeweils geltenden Sicherheitsdatenblättern entsorgen.
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Das Verpackungsmaterial muss umweltgerecht entsorgt werden.
Batterien
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Die Batterie-Module keinen hohen Temperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung aussetzen.
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Die Batterie-Module keiner hohen Luftfeuchte oder ätzender Atmosphäre aussetzen.
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Spezielle Hinweise zur Entsorgung der Altbatterien sind über den Kontakt zum FENECON-Service einzuholen.
11. Verzeichnisse
11.1. Mitgeltende Dokumente
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Nr. | Komponente | Herstellerdokumente |
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1 |
KACO blueplanet gridsave 92.0 kVa |
Online verfügbar: |
2 |
Klimagerät Envicool |
Online verfügbar: |
3 |
EWON Cosy Router |
Online verfügbar: |
4 |
Container ESS10 — Stromlaufplan |
FENECON GmbH |
5 |
Container ESS10 — Ersatz- und Verschleißteilliste |
FENECON GmbH |
6 |
Container ESS10 — EU-Konformitätserklärung |
FENECON GmbH |
7 |
Container ESS10 — Dimensionierung von Kabeln und Leitungen |
FENECON GmbH |
8 |
FEMS — Technische Dokumentation |
FENECON GmbH |
9 |
HV-Batterie BEV SE09 — Sicherheitsdatenblatt |
BMW |
10 |
REFUstore 88k |
REFU Elektronik GmbH |
11 |
KACO gridsave 92 kVa |
KACO new energy GmbH |
12 |
Integrierte Klimaanlage RFCS-SON-016000-C-L-R25-3-IW — Datenblatt |
HYDAC INTERNAIONAL GmbH |
13 |
Kältemittel R-134a — Sicherheitsdatenblatt |
Westfalen AG |
14 |
Brandmeldeanlage Ansaugrauchmelder ASD — Datenblatt |
Hekatron Vertriebs GmbH |
15 |
Netztrenngerät RE-NA003 — Handbuch |
TELE Haase Steuergeräte GmbH |
16 |
Kabelabdichtung — Installation Instruction |
Roxtec |